Maus - Gibt es noch Grund zur Hoffnung?

  • Hallo, ich will mich kurz vorstellen, ü40 Jahre alt, verheiratet, die andere Hälfte (ü50) hing leider lang, ZU lang an der Flasche und liegt deshalb seit 3 Wochen in der Klinik. edit

    Beruflich bin ich in der rechtlichen Betreuung tätig, kenne also die bürokratischen Fallstricke =O

    Ich habe dem Treiben meiner Frau edit leider zu lange zugeschaut, das Ergebnis liegt leider als Schatten ihrerselbst im Krankenhaus.😳

    Und daher auch mein Antrieb, mich hier anzumelden, da ich im sog. social media nur nichtssagende " Antworten " auf meine Fragen bekam.😔

    Vorab, medizinisch ist bei ihr nun ein Leberschaden feststellbar,verbunden mit den leider damit einhergehenden Begleiterscheinungen wie Aszitis, Wasser in den Füßen, zittrige Hände und zeitweise geistige Leistungseinbußen.

    edit

    Ihr Allgemeinzustand würde ich zur Zeit eher Richtung Pflegefall verorten, laufen wenn überhaupt nur noch mit Rollator und nur kurze Strecken.

    Das erschreckt mich natürlich für die Zukunft, ich frage mich, ob das so bleibt oder ob man hier noch was machen kann ( Physio/Reha)?!

    Leider ist der Sozialdienst im Kh zu nix nütze, man hat mich barsch angefahren am Tel. " ohne Indikation gibt's nix" und Alkohollismus wäre noch lange kein Grund für Reha-Maßnahmen..." so die Aussage der Mitarbeiterin am Telefon.

    Ich frage mich, wie tief muss ein Mensch noch sinken, bis ihm/ihr geholfen wird?!

    Überhaupt jdm.da in der Klinik zu sprechen ist ein Ding der Unmöglichkeit, selbst mit entsprechender Vollmacht meinerseits gibt man sich zugeknöpft.😥

    Ich komme mir vor, als kämpfe ich gegen Windmühlen, mein seelischer Zustand ist unter aller S...😭 zur Zeit. Aufrecht halten mich die regelmäßigen Telefonate mit meiner sehr lieben Schwi-Mutti, die sich natürlich auch Sorgen macht. 🙄

    Einmal editiert, zuletzt von Linde66 (22. November 2024 um 08:39) aus folgendem Grund: Persönliche Details editiert.

  • Hallo *edit zu* Maus,

    herzlich Willkommen bei uns. Vorab eine Frage, ist das dein realer Name? Du hast dermaßen viele medizinische und persönliche Details deiner Partnerin hier reingeschrieben, daß jeder der euch kennt, euch sofort erkennt.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

    Einmal editiert, zuletzt von Alex_aufdemweg (24. November 2024 um 09:39) aus folgendem Grund: Namen korrigiert

  • Hallo und willkommen *edit zu* Maus,

    wenn ich es richtig verstehe, ist deine Frau momentan noch in einem ernsten gesundheitlichen Zustand. Ist es da sinnvoll, schon an Rehamaßnahmen zu denken? Ist sie stabil genug? Das ist eine ernstgemeinte Frage.

    Zu weit voraus zu denken ist immer so eine Sache, es ist ja unbestimmt und noch nicht an der Zeit. Das kann auch viele Ängste machen.

    Informationen kannst du in Suchtberatungsstellen bekommen, die Menschen dort haben einen besseren Einblick in Maßnahmen, die gemacht werden können. Leider herrscht unter Ärzten etc noch immer viel Unwissenheit über die Alkoholerkrankung.

    Dass dein seelischer Zustand sehr schlecht ist, ist ja klar. Vielleicht kannst du zusätzlich zu den lieben Gesprächen mit der Schwiegermutter noch weitere Ruhepunkte für dich finden.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

    Einmal editiert, zuletzt von Alex_aufdemweg (24. November 2024 um 09:38) aus folgendem Grund: Namen editiert

  • Hallo *edit zu* Maus,

    es ist verständlich, dass du dir Sorgen machst und es tut mir Leid, dass du in der Klinik keine Ansprechpartner finden kannst und das Gefühl hast, gegen Windmühlen zu kämpfen.

    "Zitat von Maus

    Ich frage mich, wie tief muss ein Mensch noch sinken, bis ihm/ihr geholfen wird?!Ich finde diese Frage nicht richtig formuliert."


    Das kann ich dir auch meiner Sicht als Alkoholiker kurz erklären: Es gibt so viele Hilfen. Der Hausarzt, Selbsthilfegruppen vor Ort, Suchtberatungsstellen, Suchttherapien, Online-Selbsthilfegruppen ….. (Reihenfolge willkürlich). Ich konnte diese Hilfen nicht sehen, als ich noch süchtig getrunken habe. Klar wusste ich das alles, aber ich habe mich so geschämt, irgendwo anzusprechen, dass ich Alkoholiker geworden bin.

    Nur der Alkoholiker selbst kann sich Hilfe suchen, er muss es ‚nur‘ tun. Selbst und aus tiefstem Herzen. Dazu muss er gar nicht besonders tief sinken. Ich habe (nach außen) super funktioniert. Immer ordentlich zurecht gemacht, hatte meine Arbeit und meine Wohnung und stand auch nicht mit der Bulle hinterm Bahnhof…..

    Erst die Akzeptanz, dass ich Alkoholiker geworden bin und das auch für immer bleiben werde und die feste innere Überzeugung, dass ich nur ohne Alkohol die Alkoholsucht stoppen kann, machten es mir möglich, Hilfe zu suchen und anzunehmen.

    Niemand kann einem Alkoholiker helfen, wenn dieser diese Hilfe nicht selbst sucht.
    Und kein Alkoholiker kann angebotene Hilfe annehmen, wenn er selbst keine Krankheitseinsicht hat und nur die lebenslange Abstinenz als Ausweg sehen kann.


    "Zitat von Maus

    Und daher auch mein Antrieb, mich hier anzumelden, da ich im sog. social media nur nichtssagende " Antworten " auf meine Fragen bekam.😔"


    Und daher auch mein Antrieb, mich hier anzumelden, da ich im sog. social media nur nichtssagende " Antworten " auf meine Fragen bekam.😔Und daher auch mein Antrieb, mich hier anzumelden, da ich im sog. social media nur nichtssagende " Antworten " auf meine Fragen bekam.😔
    Wir sind eine Selbsthilfegruppe für Alkoholiker und für Angehörige von Alkoholikern.
    Die Alkoholiker tauschen sich hier über ihren nüchternen Weg aus und wie sie gut für sorgen können und die Angehörigen darüber, wie sie gut für sich selbst sorgen können. Denn für den Alkoholiker können sie nichts tun, wenn er nicht dazu bereit ist, alle Hilfen anzunehmen, um wirklich mit dem Trinken aufzuhören und auch dauerhaft nüchtern zu bleiben. Was wir nicht bieten können, ist eine Beratung.

    Welche Antworten erwartest du hier von uns? Wobei können wir dir helfen?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

    Einmal editiert, zuletzt von Alex_aufdemweg (24. November 2024 um 09:38) aus folgendem Grund: Zitate wegen Namen korrigiert

  • Hallo *edit zu* Maus,

    herzlich Willkommen bei uns. Vorab eine Frage, ist das dein realer Name? Du hast dermaßen viele medizinische und persönliche Details deiner Partnerin hier reingeschrieben, daß jeder der euch kennt, euch sofort erkennt.

    Viele Grüße, Linde

    Hallo Linde, ja *edit zu* Maus ist mein realer Name, nur gehe ich jetzt mal vo aus, daß sich aus meinen Dunstkreis hier im Forum keiner bewegt, wobei man nie wissen kann, ob nicht doch jmd. das gleiche Problem hat...

    ich habe deshalb details hier rein geschrieben, um nicht wieder zig Rückfragen zu bekommen, man kennt das aus anderen Foren zu div. Themen leidlich

    Einmal editiert, zuletzt von Alex_aufdemweg (24. November 2024 um 09:33) aus folgendem Grund: Name korrigiert

  • Welche Antworten erwartest du hier von uns? Wobei können wir dir helfen?

    Was mich umtreibt, a) habe ich evtl. eine Mitverantwortung, obwohl ich es von vielen Seiten gesagt bekomme - eigentlich nein - gesoffen hat sie... und b) ob der derzeitige Zustand sich nochmal verbessern wird ? Zittern in den Händen, Wasser in den Füßen, eingeschränkte Mobilität...

  • An zig Stellen im Forum weisen wir darauf hin, nicht den realen Namen zu nutzen.

    Ich habe einiges editiert.

    Es kann nicht sein, dass du deine Partnerin hier dermaßen entblößt.

    Bitte achte auf die Persönlichkeitsrechte und Anonymität.

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • "Zitat von Maus

    habe ich evtl. eine Mitverantwortung"


    Nein, das hast du nicht.
    Jeder erwachsene Mensch kann so viel trinken, wie er möchte. Niemand anderes entscheidet das für ihn.
    Niemandem ist es möglich, einen Alkoholiker vom Trinken abzuhalten.

    "Zitat von Maus

    und b) ob der derzeitige Zustand sich nochmal verbessern wird ? Zittern in den Händen, Wasser in den Füßen, eingeschränkte Mobilität..."


    Wir sind keine Ärzte.
    Bei mir hat das Zittern in den Händen ganz schnell nachgelassen.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

    Einmal editiert, zuletzt von Alex_aufdemweg (24. November 2024 um 10:32) aus folgendem Grund: Name in den Zitaten angepasst

  • Hallo nochmal sorry, wenn ich zuviel Details geschrieben hab 😐

    Jedenfalls konnte ich heute endlich sogar mit 2 Ärzten am Telefon sprechen. Es sieht wirklich nicht gut aus, der sog.Child-Pugh Score sei bei ihr schon C. 😟.

    Die Frage, ob ich einen Pflegegrad für Sie beantragen sollte, wurde mit ja beantwortet.

    Durch die schlechte Leberfunktion auch die Wassereinlagerungen im Körper. Falls nicht gravierendes mehr gefunden wird, wolle man sie evtl.Ende nächster Woche nach Hause entlassen. Irgendwie hab ich dabei jetzt gemischte Gefühle. ..

  • Hallo Maus,

    wenn Angehörige schlimme Diagnosen haben und nun wichtige Entscheidungen anstehen, da kann ich nachvollziehen, daß der Leidensdruck hoch ist und alles aus einem heraus sprudelt. Bitte einfach dran denken, keine Details zu schreiben, die euch erkennbar machen.

    Damit wir dich fürs Forum freischalten können, klicke bitte auf diesen Link und folge ihm. Ein Satz schreiben genügt.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

    Einmal editiert, zuletzt von Alex_aufdemweg (24. November 2024 um 09:32) aus folgendem Grund: Name korrigiert

  • Hallo*edit zu* Maus, bitte schaue in deine PN, das sind die beiden Sprechblasen oben

    LG, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

    Einmal editiert, zuletzt von Alex_aufdemweg (24. November 2024 um 10:29) aus folgendem Grund: Name korrigiert

  • Hallo Maus,

    Dein Name wurde geändert und Du wurdest freigeschaltet und in den Angehörigenbereich verschoben.

    Du kannst jetzt überall schreiben. Nur die ersten vier Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den Neuen (erkennbar an den orangeroten Nutzernamen).

    VG

    Alex

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hallo, vorab mir ist bewusst, wir sind hier alle keine Mediziner, nur meine Frau liegt seit nun fast 4 Wochen stationär mit massiven Leberschaden gem. Child-Pugh-Einstufung Typ "C". Man versucht, die Symptome zu behandeln, wobei schon eine massive, geistige Einschränkung feststellbar ist. Anfangs hat sie sich noch regelmäßig aus dem Kh via WhatsApp gemeldet, nur seit Freitag, wo sie angeblich "Tiere" in der Infusion sah, was nur Luftblasen waren, funkstille. Gestern als ich sie besuchte, war sie einfach nur kalt und abweisend ( Wesensänderung ). =O

    Ich weiß, jeder Körper ist anders, aber besteht die theroretische Möglichkeit, das sie wieder "zu sich" kommt, oder muss ich mich mit dem Ist-Zustand abfinden?`Kann es auch vom Entzug kommen?X/

    Gibt es hier ähnliche Erfahrungen ?

  • Hallo Maus,

    ich habe deine beiden Themen zusammengefügt und die Überschrift angepasst.

    Bitte keine weiteren Themen eröffnen, damit es übersichtlich bleibt, danke.

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Herzlich Willkommen Maus,

    leider habe ich damit null Erfahrung. Es tut mir leid dass du das mitmachen/erleben musst. Du bis hilflos und versucht trotzdem für deine Frau da zu sein, was auch sehr verständlich ist. ABER ich glaub es brauch Zeit, du wirst sehen was die Zukunft bringt. Ich glaube, dass du auch ein wenig an dich denken solltest. Du kannst im Moment nicht mehr für sie tun. Sie ist erstmal in Behandlung und sicherlich in guten Händen.

    Mach irgendwas schönes wo du den Kopf etwas frei bekommst. Ich weiß, hört sich komisch an aber ich denke dass könnte dir zumindest temporär helfen.

    Liebe Grüße Petra

  • Hallo Maus,

    es ist eine Ausnahmesituation für Euch. Da greift ein eiskaltes Händchen nach Dir. Das ist sehr traurig und schwer zu ertragen.

    Wenn Du Genaueres wissen willst, dann sprich mit dem Arzt oder auch mit einer anwesenden Krankenschwester. Sie sind im Thema und können Dir sagen, wie sie die Entwicklung sehen.

    Alles Gute für Euch!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

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