Hallo,
bin die MaryJo, bald 54 und war über ein Jahr mit einem Alkoholiker zusammen (44).
Er ist gleich eingezogen bei mir und es war eine sehr große Liebe.
Er sagte zwar mal er trinkt aber wie es sich dann auswirkte konnte ich mir wahrlich nicht vorstellen.
Wenn ich nach Hause kam von der Arbeit (er hat nicht gearbeitet) war er oft schon angetrunken. Es war egal was ich dann sagte er hat immer Streit angefangen. Er hat mich im Laufe der Beziehung 5 x geschlagen. Einmal musste die Polizei kommen. Hat ihn mitgenommen. Irgendwann hab ich ihn wieder reingelassen, nachdem er dauergeklingelt hat und betrunken vor meiner Tür lag. Mit Hund.
Ich habe jetzt im Oktober die Notbremse gezogen. Bin ausgezogen. Einsicht hat er Null. Obwohl es einmal ein Telefonat gab in dem er sagte er weiß er braucht Hilfe. Ich habe ihm mehrmals gesagt ich helfe ihm und begleite ihn dabei. Aber er muss die Hilfe selbst suchen.
Das hat er nicht. Es macht mich extrem traurig, dass er sich für den Alkohol entschieden hat und gegen mich, uns, unsere Beziehung. Wir wollten heiraten.
Ich habe ihn mehrmals darauf angesprochen, dass er was ändern muss. Ich kann so keine Beziehung führen. Mit Gewalt. Dann wurde er wütend, nein er ist nicht krank. Keine Einsicht. Null.
Ich habe mich entschieden den Kontakt gänzlich abzubrechen. Er fing die letzten Wochen schon mit Alkohol morgens an. Beschimpfte mich per E-Mail. Ich wusste gar nicht mehr was da aus ihm spricht, der Alkohol oder er. Er ist nüchtern eigentlich ein lieber Kerl. Das macht es ja so schwer für mich.
Habe heute erfahren dass er nun zurückgeht in seine Heimatstadt. Samstag. Die Wohnung wird wohl zurückgelassen im Chaos. Es macht mich trotzdem unendlich traurig.
Eine große Liebe endet und ich konnte nicht helfen.
Danke fürs Lesen.