Kazik - Back to life

  • Aber eben Wut und kein Saufdruck.

    Hallo Kazik, hatte heute auch Stress und Wut auf der Arbeit aber ich war absolut ruhig und hatte sogar ein Lächeln auf den Lippen. Da war aber auch die Flasche in meinem Kopf die mich gerufen hat...eigentlich wäre ich jetzt schon im Modus. Das ist mir gerade bewusst geworden als ich deine Zeilen gelesen habe.

    LG

  • Deine Meinung hat sich von Samstag bis heute ganz schön geändert.

    Hi LK,

    das stimmt. Ist dem Verlauf des Termins und dem Nachgang geschuldet. Hatte ich als Option aber schon parat.


    Einem sinnlosen Streit gehe ich aus dem Weg, wenn ich emotional dazu in der Lage bin. Bin ich nicht immer.
    Das unterscheide ich aber davon, ob ich mich von etwas vertreiben lasse, was mir wichtig ist. Wenn es wichtig für mich ist, ist der Streit nicht sinnlos.

    Auch das kann ich für mich unterschreiben.

    Ich kann Dich zu wenig einschätzen, um zu beurteilen, ob Du Deinen kompletten Ausstieg irgendwann bereuen wirst. Vielleicht geht während Deiner Abwesenheit ja auch Dein Gegenspieler?

    Ich bereue nichts in den Jahren der Arbeit an der Aufgabe. Ich bereue nichts an der Arbeit an der Teilaufgabe. Ich habe getan was ich konnte und bin damit fein. Ich bereue nicht meinen jetzt Komplettausstieg. Es ist eine Bestätigung meiner Entscheidung. Und es geht nicht nur um meine Gegenspielerin sondern um das komplette Team,das habe ich am Samstag allerdings nicht gesagt. War auch nicht nötig. Wir sind gleichberechtigt und ich wende mich jetzt nicht an irgendwelche Entscheider*innen. Wenn diese irgendetwas unternehmen wollen dann tun sie es. Diese Aufgabe wird noch viele Jahre fortbestehen. Und ich bin in einer guten Position wieder ein zu steigen, wenn sich das Team auflöst und ich das dann möchte. Insofern ist alles für mich gut. Kann sein das ich irgendwann Schuldgefühle bekomme aber damit gehe ich dann um.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hallo Kazik, hatte heute auch Stress und Wut auf der Arbeit aber ich war absolut ruhig und hatte sogar ein Lächeln auf den Lippen. Da war aber auch die Flasche in meinem Kopf die mich gerufen hat...eigentlich wäre ich jetzt schon im Modus. Das ist mir gerade bewusst geworden als ich deine Zeilen gelesen habe.

    LG

    Kenne ich so auch. Aber die Flasche habe ich mir immer wieder aus dem Kopf geschlagen.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Ja das kenne ich auch, zumal wenn ein gelöscht geglaubtes Feuer wieder auflodert.

    Hi Nayouk,

    wie Du weiter oben in meinem Faden lesen kannst, ist das Feuer bei mir nicht gelöscht und ich habe statt einem Eimer auch nur einen Eimer mit einigen Löchern erwerben können. Und der Weg zum Brunnen ist weiterhin weit.;) Aber ich bin zufrieden es könnte wesentlich schlimmer sein.

    Aber ich habe aufgehört "Sprit" auf die Flammen zu giessen um mich dann zu wundern warum die Flammen nicht ausgehen. Und das könnte nicht besser sein.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hallo Kazik,

    lese bei dir mit, und freue mich gerade, das wollte ich mal zurückmelden.

    Und ich stehe jetzt an dem Punkt wo ich Risikominimierung auf mein zukünftiges trockenes Leben anfange zu denken.

    … hast du neulich geschrieben, und dann jetzt auch umgesetzt.

    Aber ich bin zu dieser Entscheidung gekommen, weil ich inzwischen dabei bin Risikominimierung für meine Abstinenz weiter zu denken. Und versuche mal alle Steine um zu drehen.

    Das hab ich bei mir auch gemacht, als ich trocken geworden bin. Alles auf den Prüfstand stellen, wirklich alles. Und Veränderung wagen, auch wenn sie Angst macht.

    Aber du fühlst dich ja gut mit deiner Entscheidung jetzt, da klingt keine Angst vor der Veränderung durch, sondern dein „damit im Reinen sein“, und das hat mich gefreut beim Lesen.


    Weiterhin alles Gute!

    Thalia

  • Aber du fühlst dich ja gut mit deiner Entscheidung jetzt, da klingt keine Angst vor der Veränderung durch, sondern dein „damit im Reinen sein“, und das hat mich gefreut beim Lesen.

    Hallo Thalia,

    danke für Deine Nachricht. Und ja ich freue mich mich auch über meine Entscheidung.

    Aber ich würde lügen wenn ich schreiben würde das "ich damit im Reinen bin". Angst ist nicht so das Thema, damit komme ich inzwischen gut klar, nachdem ich nach 2005 meine Angsterkrankung mit therapeutischer Hilfe überwinden konnte. Aber es gibt einen Zusammenhang zwischen Angst und Wut und Aggression. Beides brauche ich um die eine Option, erfolgreich kämpfen zu können. Die andere Option ist erfolgreich fliehen. Das sind die beiden einzigen Optionen damit meine Angst weggeht. Und meine Wut war in den letzten drei Tagen sehr präsent.

    Ich komme gerade von einem Termin der Abschlusbesprechung vor der Umsetzung eines großen Projekts das jetzt mindestens zwei Jahre anstrengendem Vorlauf hatte. Und zum Schluss der finalen Beschlussfindung noch einmal anstrengender wurde. Und nachdem eigentlichen Termin standen das Planungsteam von dem ich Teil bin noch kurz vor Ort und sind im Schnelldurchlauf noch einmal durchgegangen ob wir alles im Blick haben. Und bei den kurzen Diskussionen bin ich zum Schluss schon für alle merkbar hart an den Rand meiner Selbstbeherschung gekommen. Ich habe mich dann bei allen entschuldigt und das haben alle auch angenommen. Die wissen alle auch das ich jetzt trocken bin. No hard feelings. Und wir haben uns auch sehr darüber gefreut das nun unser Part fast vorbei ist und wir jetzt nur noch die Umsetzung überwachen müssen. Es gab auch von niemanden das Ansinnen das wir das heute noch begiessen müssten. Aber beides wäre für mich ein willkommener Anlass zu saufen. Ich habe aber keinen Saufdruck. Ich bin nur froh das ich jetzt zu Hause bin. Puh.

    Wasserstandsmeldung. Körperlich und seelisch gut. Stimmung okay, latent wütend. Kein Blues. Kein Saufdruck.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hi LK,

    nein ich brauchte in der Zeit wo ich ernsthaft gesoffen habe keine Anlässe. Ich habe und "musste" mich auch nicht gegenüber irgendwem rechtfertigen. Und ich habe mich auch nicht mir gegenüber nicht gerechtfertigt. Ich hatte auch kein schlechtes Gewissen. Ich wusste was ich tat und "wollte" was ich tat. Da waren solche Anlässe eher so was wie "innere Schmincke", jetzt ist es noch mehr okay zu saufen. Ich war kein Belohnungstrinker.

    Und all das trifft auch auf meine viel längere Zeit des "riskanten Konsums" zu. Also die Zeit wo ich zwar hart an die Grenze zur Abhängigkeit gegangen bin aber nicht drüber. Und ich wusste bei allen Substanzen genau wo die Grenze ist. Deshalb habe ich einige Substanzen auch nur probiert und dann die Finger davon gelassen. Mit einigen davon wäre ich keine Vierzig geworden. Und ich hätte diese mit Sicherheit nicht entzogen. Und ich hätte erst recht mit Sicherheit keine Abstinenz auch nur Ansatzweise hinbekommen. Ich habe meine Abschüsse nicht so generalsstabsmässig geplant wie Du. Aber wenn ich wollte fand ich Wege. Und mich hätte definitiv nichts aufhalten können. No way. Aber ich hatte bei meinen Abschüssen auch immer noch die "Kontrolle". Ich habe nichts getan was ich nicht "wollte". Aber zurück zu den oben geschriebenen Anlässen, die Wahrscheinlichkeit das ich mich zeitnah danach abgeschossen habe stieg exponentiell.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hallo Ihr,

    leider zog sich der Shitstorm des Teams wo ich Samstag ausgestiegen weiter hin. Ich bin gestern dann aus allen Nachrichtenkanälen rausgegangen. Aber meine Wut ist weiterhin ein ziemliches Thema. Ich habe mich schon mit Freundin ausgetauscht die bis vor zwei Jahren Teil des Teams war. Und die aus Gründen weiterhin alle Nachrichten bekommt und mich angerufen hatte weil sie mir sagen wollte das sie die Shitshow mitliest und mir gratuliert hat rausgegangen zu sein. Auch weil zu Ihrer Zeit die Verantwortung immer an uns beiden hängengeblieben ist. Vorhin habe ich noch einen Kaffee mit einer anderen Freundin getrunken, die auch im Thema ist und alle anderen Teammitglieder kennt. Die meinte auch nur gut das ich daraus bin.

    Das andere Vorhaben von dem ich geschrieben habe, geht jetzt in den finalen Endspurt und nun müssen alle Beteiligten auf umsetzen gepolt werden. Time of talking is over. Aber das Ende ist schon gut in Sicht und bis dahin halte ich noch gut durch.

    Wasserstandsmeldung. Seelisch körperlich okay. Stimmung okay. Kein Blues. Kein Saufdruck.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Ohne zu wissen um was es geht hast du ja auch positiven Zuspruch. Hauptsache ist, dass du dich gut fühlst und dass deine Abstinenz im Vordergrund steht. Hoffentlich kannst du bald auch mal abschalten und dich entspannen.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Ich kann da überhaupt nichts dazu sagen, ausser, dass ich in irgendeiner Weise versucht habe, das Beste daraus zu machen.
    Und, was das Beste ist, zu entscheiden, konnte manchmal ziemlich tricky sein.

    Alles Gute.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Hi,

    nochmal. Ich bin mit mir soweit fein. Nur meine Gefühle (Wut) sind noch nicht so ganz überzeugt.

    Und die Entscheidung zum Ausstieg aus der einen Aufgabe habe ich tatsächlich zur Risikominimierung getroffen. Und das das andere Projekt in einigen Wochen abgeschlossen ist freut mich sehr. Und wenn ich mich freue ist das gut für meine Abstinenz.

    Und nur nochmal für mich. An der Aufgabe aus der ich ausgestiegen bin habe ich zwei Phasen zehn Jahre gearbeitet. Und neben meiner Profession war in beiden Phasen meine Aufgabe für mein Team und alle anderen Teams Probleme aus dem Weg zu räumen. Und das habe ich bis auf die letzte Teilaufgabe die ich gerne alleine zu Ende gebracht hätte gemacht.

    An dem Projekt was jetzt auf der Zielgerade ist habe ich zusammenhängend in zwei Anläufen fünf Jahre gearbeitet.

    Blut, Schweiß und Tränen. Und ich habe beide Aufgaben übernommen weil ich es wollte und sie mir wichtig waren. Mich hat niemand gezwungen und mich kann auch jetzt niemand zwingen die eine Aufgabe wieder auf zu nehmen. Es hat niemand eine Handhabe gegen mich.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Nur meine Gefühle (Wut) sind noch nicht so ganz überzeugt.

    Wenn Du Dich so viele Jahre eingebracht hast, ist es verständlich, dass es Dir "aufstößt", dass Du das Projekt jetzt nicht in Deinem Sinne abschließen konntest, Kazik.

    Aber manchmal muss man loslassen, weil es für einen selbst besser ist. Es gibt scheinbar genügend andere, die dieses Projekt jetzt zum Abschluss bringen können oder müssen.

    In ein paar Tagen wird Deine Wut verraucht sein und Du kannst Dich wieder anderem zuwenden. Denn so schnell geht das nicht, zumal Du Dich lange Zeit eingebracht hast.

    Du siehst es zwar jetzt schon abgeklärt, aber innen drin ist es noch am Köcheln. Aber das wird und das weißt Du auch.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Solche Generalisierungen finde ich unpassend. Für Verhaltenstherapeuten ist alles "erlernt", für Tiefenpsychologen ist es Ausdruck eines inneren Konflikts. Und die ganz Schlauen reden vom bio-psycho-sozialen Modell, sozusagen die All-inklusive-Variante. Hier im Forum irgendwelche Analysen und Zuschreibungen zu Leuten zu machen, die wir nicht mal kennen, finde ich schwierig.

    Und Depression trifft nicht nur "theoretisch" jeden, sondern das ist tatsächlich so. Klar finde ich bei jedem immer einen Hintergrund. Der Konstruktivismus lässt grüßen.

    Ich selbst kann jedenfalls am meisten hier für mich raus ziehen, wenn Leute von sich selbst sprechen. Das lässt mir auch die Luft zu entscheiden was für mich passt und was nicht. Ich lese so oft "du musst", "du solltest", "wenn ich an deiner Stelle wäre, dann würde ich...". Unsinn! Wenn du an meiner Stelle wärst mit meiner eigenen Geschichte und meinen Prägungen, dann würdest du es so machen wie ich, denn dann wärst du ja nicht du...🙃

    Ja, bei Leuten mit Kindern, da verstehe ich das eher mit den Aufforderungen. Aber selbst da kann ich mir vorstellen, dass ein Bericht eines EKA mehr bewirkt, als alle Apelle.

    Hi Ihr,

    ich hole das mal zu mir. Ich habe über dreissig Jahre Erfahrungen mit meinen schweren "normalen" Depressionen. Und ich bin inzwischen ein Experte was meine schweren "normalen" Depressionen angeht. Und ich kann mit Selbstvertrauen sagen das mir niemand etwas Neues über meine Depressionen erzählen kann. Ich verfolge die Entwicklung in der Wissenschaft dazu, schon aus Eigeninteresse. Und nach meiner Meinung sind Depressionen inwischen im Bewusstsein der Menschen angekommen aber die Forschung dazu geht seit Jahrzehnten freundlic ausgedrückt sehr langsam. Ein Indiz dazu sind die Entwicklung neuer Antidepressiva.

    In diesen Jahrzehnten habe ich in unterschiedlichen Therapierichtungungen Therapien gemacht. Die meisten haben mir auf Ihre Art geholfen. Eine allerdings überhaupt nicht. Ich hatte eine Reihe von Klinikaufenthalten meist akut. Ich hatte Gruppentherapien. Und nicht nur dort habe ich mit vielen Depressiven Kontakt und mich ausgetauscht. Und zusammen mit meinen eigenen Erfahrungen weiß ich genau was ich mit "normalen" Depressionen meine.

    Ich habe in meiner Wahrnehmung weder geschrieben das was ich meine für alle Depressiven und Depressionen. Ich habe in meiner Wahrnehmung hier in der SHG bis auf einem Fall (den ich bereue) Keiner geschrieben, Sie muss oder Sie sollte. Und wenn ich hier über eine depressive Person schreibe dann verallgemeinere ich nicht sondern schreibe etwas zu dieser Person vor meinem Hintergrund und mit meinem Wissen.

    Auch wenn ich das bei mir und auch bei anderen noch nicht erlebt habe das Professionelle einem Menschen eine Depression aufdrücken wollen. Ich und die anderen hatten eine Depression. Kann ich mir vorstellen das es passiert. Was ich allerdings mit Sicherheit auschliessen das dies häufig vorkommt oder gar die Regel ist. Ich hätte das sonst mitbekommen. Und da ich meine Depressionen wie meine Alkoholsucht todernst nehme. Wehre ich mich auch dagegen das sich der Eindruck das dies häufig vorkommt oder die Regel ist festsetzt. Denn das könnte dazu führen das ich meine Depressionen nicht todernst nehme. Und das könnte für mich tödlich sein.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hallo Ihr,

    ich bin heute früh zu Hause. Der Grund ist das es sich heute total entschleunigt anfühlt. Es fühlte sich so an als wenn ich auf meinem Motorrad mit normaler Geschwindigkeit unterwegs bin und trotzdem rechts und links Blumen pflücken könnte.;)

    Und nachdem ich dann im Standgas durch meine Aufgaben gedümpelt bin. Und ich dann alles geschmeidig erledigt hatte. Habe ich beschlossen i call it a day und bin abgedüst.

    Meine Wut hat es heute auch a day gecallt.

    Am Abend habe ich noch einen handwerklichen Arbeitseinsatz, aber händische Arbeit ist für mich die pure Entspannung. Da läuft mein Kopf fast immer im Leerlauf. Und wenn es richtig gut läuft habe ich nur die Leitung, kann Menschen rumkommandieren und brauche keinen Handschlag zu machen.;) Obwohl es tatächlich äusserst unwahrscheinlich ist das ich keinen Handschlag mache. Ich kann schlecht daneben stehen.

    Ultrakurze Wasserstandsmeldung. Mir geht es gut.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • h hole das mal zu mir. Ich habe über dreissig Jahre Erfahrungen mit meinen schweren "normalen" Depressionen. Und ich bin inzwischen ein Experte was meine schweren "normalen" Depressionen angeht. Und ich kann mit Selbstvertrauen sagen das mir niemand etwas Neues über meine Depressionen erzählen kann. Ich verfolge die Entwicklung in der Wissenschaft dazu, schon aus Eigeninteresse. Und nach meiner Meinung sind Depressionen inwischen im Bewusstsein der Menschen angekommen aber die Forschung dazu geht seit Jahrzehnten freundlic ausgedrückt sehr langsam. Ein Indiz dazu sind die Entwicklung neuer Antidepressiva.

    Selbst mit diesen Erfahrungen qualifiziert es mich nicht zum Therapeuten oder Arzt. Deshalb bin ich auch vorsichtig mit solchen Meinungen. Meiner Ansicht nach wird der Begriff "Depression" heutzutage zu inflationär verwendet.

    Mittlerweile scheint es, als würde jeder im Alltag davon sprechen. Dabei handelt es sich um eine ernsthafte Krankheit, die nur von Fachleuten behandelt und diagnostiziert werden sollte.

    Zudem ist dieses Forum auch nicht explizit für Depressionen gedacht, auch wenn es hin und wieder Hand in Hand läuft.

    Für Alkoholsucht ist es ähnlich . Für das körperliche Entgiften und die medikamentöse Unterstützung zum Arzt gehen, alles andere kannst du in einer Selbsthilfegruppe bekommen.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Selbst mit diesen Erfahrungen qualifiziert es mich nicht zum Therapeuten oder Arzt. Deshalb bin ich auch vorsichtig mit solchen Meinungen. Meiner Ansicht nach wird der Begriff "Depression" heutzutage zu inflationär verwendet.

    Hi Hartmut,

    ich wage es Mal Dir zu wiedersprechen. Ich habe von Dir das eine oder Mal gelesen das eine Ärztin oder Therapeutin die nicht selber eine Alkoholsucht hat letztendlich nur erlerntes Wissen zur Anwendung bringt. Und diese Ansicht teile ich. Und ich bis jetzt nur zwei Therapeutinnen kennengelernt die selber Depressionen haben oder hatten. Bei einer habe ich eine komplette Therapie abgeschlossen. Ich habe nicht behauptet das mich meine Erfahrungen zu irgendetwas qualifizieren. Aber ich kann mit Sicherheit hier schreiben das ich mich mit meinen Depressionen am Besten auskenne. Und ich habe in den letzten 15 Jahren auch keine Ärztin oder Therapeutin getroffen die das in Zweifel gezogen hätte. Im Gegenteil ich habe in Kliniken auch ältere Ärztinnen und Therapeutinnen getroffen die mich gebeten haben das ich ihnen meine Depressionen oder Teile davon erkläre. Das ging soweit das ein Oberarzt mich gefragt hat ob er mir Studentinnen schicken kann die mich zu einem speziellen Symptom befragen sollten. Was dann auch passierte. Und meine Ärztinnen und Therapeutinnen haben es auch nicht in Frage gestellt wenn ich etwas an meiner Medikation oder an therapeutischen Massnahmen anders haben wollte.

    Zu der "Inflation" von Depression sage ich nichts. Ich hatte Depressionen und die Menschen die ich kenengelernt habe auch. Daran gab es keinen Zweifel. Und ich habe das hier schon geschrieben mir ist es aus todernstem Eigeninteresse lieber das sich ein Mensch in Behandlung begibt der keine Depression hat, als das sich einziger Mensch mit einer Depression nicht in Behandlung begibt. Den das führt zu vermeidbaren Selbsttötungen und da verstehe ich keinen Spass.

    Mittlerweile scheint es, als würde jeder im Alltag davon sprechen. Dabei handelt es sich um eine ernsthafte Krankheit, die nur von Fachleuten behandelt und diagnostiziert werden sollte.

    Kein Widerspruch.

    Zudem ist dieses Forum auch nicht explizit für Depressionen gedacht, auch wenn es hin und wieder Hand in Hand läuft.

    Nun bei mir läuft es Hand in Hand und deshalb werde ich hier etwas zu Depressionen schreiben.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • ch wage es Mal Dir zu wiedersprechen. Ic

    Ab da habe ich nur oberflächlich weitergelesen, weil ich weiß, dass darauf weitreichende Erklärungen folgen, die dich als etwas Besonderes darstellen. Es hat den Eindruck, dass du überall, wo du dich austauschst, etwas zu sagen hast. Ich stelle diese Erfahrungen nicht in Frage.

    Aber wir sind ein Suchtforum und hier geht es hauptsächlich um deine Sucht. Quer durch das Leben verteilte Kommentare haben wenig damit zu tun. Also mache ich es kurz: Konzentrier dich bitte auf deine Selbsthilfe dafür bist du hier.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Im Gegenteil ich habe in Kliniken auch ältere Ärztinnen und Therapeutinnen getroffen die mich gebeten haben das ich ihnen meine Depressionen oder Teile davon erkläre. Das ging soweit das ein Oberarzt mich gefragt hat ob er mir Studentinnen schicken kann die mich zu einem speziellen Symptom befragen sollten. Was dann auch passierte. Und meine Ärztinnen und Therapeutinnen haben es auch nicht in Frage gestellt wenn ich etwas an meiner Medikation oder an therapeutischen Massnahmen anders haben wollte.

    Ich habe keine Depressionen heute, aber in dem tiefen Loch hatte ich welche. Echte.

    Das ist jetzt aber wurscht. Ich habe 4 miteinander verbundene Diagnosen , bei denen geht es mir wie von Dir beschrieben. Es gibt schon wirklich gute Ärzte, und ich habe einen.
    Das hängt damit zusammen, und das trifft es wohl auch bei Dir, dass ich ein sehr gut informierter Patient bin.
    Für mich gab es erst keine Therapie, ich habe das durch ausprobieren herausgefunden. Und ich bin durch massive, lang anhaltende Schmerzen gegangen.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

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