• nun, natürlich schreibe ich in meinem eigenen thread auch das was ich mache, auch mal ne party oder auf dem weihnachtsmarkt neben dem glühweinstand 6 wochen meine kräuter verkaufen. das ist das eine. du hast nun aber bei jemandem der grade einen echten fehler gemacht hat, und bewußt alkhaltiges gegessen hat hier etwas über deine erfahrung in der richtung geschrieben die das ganze verharmlost hat. ich habe versucht das klar zu stellen. es ist ein unterschied ob man aus versehen was mit alk zu sich nimmt oder es bewußt tut. ist mir in 23 jahren auch schon passiert und hatte keine folgen weil ich es nicht wollte.

    in diesem zusammenhang sehe ich hier aber eine gefahrenquelle für den anderen, du bist wie ich über 2 jahrzehnte trocken und damit bist du, ob du willst oder nicht ein beispiel. und an der stelle fand ich deine erklärung das es nichts ausmacht halt falsch. erstens eiert er noch rum wie oskar und 2. war es kein versehen. das ist für mich ein gigantischer unterschied. zumal du es eben auch bei ihm geschrieben hast. auch das macht einen unterschied.

    natürlich sind wir in erster linie für uns selbst hier, aber wir sind nun mal nicht allein auf der welt und wir sollten schon so etwas im hinterkopf behalten das andere uns nacheifern. als ich ahnte das ich abhängig trinke hatte ich mich einem trockenen alki anvertraut. der sagte mir, ach was, ich hab mich für den ersten schluck vors klo gekniet, das ist abhängig. wäre er besser informiert gewesen hätte es mir locker 10 jahre saufen erspart. in diesem sinne. ist nicht böse gemeint, hier liest nun mal eine menge menschen mit und was hier steht steht hier in 10 jahren noch.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Ich hatte hier ja schon länger gelesen und mir war klar, dass es hier Regeln gibt und dass hier Risikominimierung groß geschrieben wird. Ich selbst kenne aber eine Menge Trockene, alles Andere als Einzelfälle, die eher so wie ich trocken geworden sind als durch Risikominimierung. Also ist das, auch wegen meiner langen Trockenheit, nicht grundsätzlich falsch, sondern eine Frage der Regeln.

    Jeder Mensch hat seine eigenen Gründe und Wege im Leben, daher gibt es grundsätzlich kein „Richtig“ oder „Falsch“.

    Man kann sich auch fragen, ob man hier richtig ist. Unsere Selbsthilfegruppe konzentriert sich Risikominimierung , besonders wichtig für diejenigen, die gerade erst anfangen. Einige verlassen die Gruppe schnell wieder, andere bleiben länger, und viele finden hier ihren Platz.

    Der offene Bereich dient als eine Art „Auffanglager“ für neue User , die den Wunsch haben, trocken zu werden und noch nicht viel anderes wissen. Wenn Geschichten erzählt werden, wie jemand dies scheinbar mühelos geschafft hat, kann das nachahmend wirken, aber es spiegelt nicht die Erfahrung aller wider.

    Einige versuchen vielleicht den leichten Weg zu gehen, so wie ich es damals tat, noch geblendet von nassen Gedanken und den Stammtischparolen im Kopf. Doch dann beginnt der Kampf ums Überleben.

    Das Internet ist nicht wie die reale Welt oder eine reale Gruppe, in der sich nur wenige Menschen treffen. Hier handelt es sich um das größte deutschsprachige Forum dieser Art, mit zehntausenden registrierten Nutzern, die Beiträge lesen und posten. Dsewegn nicht zu vergleichen.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Beitrag zu den realen Gruppen.

    Die allererste Gruppe war eine Motivationsgruppe bei der Suchtberatung.

    Ich würde wetten, da war ich der Einzige, dem es mit dem Aufhören ernst war. Da war mein Erleben, keiner ist nutzlos, er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen.
    Kommt einer direkt aus der Entgiftung, zwei Bier machen ihm gar nichts. Ich wusste sofort, er wird scheitern. Der nächste, Schnaps kann er trinken, nur Bier nicht. Der übernächste, drei Langzeittherapien, braucht die vierte. Und so ging das da durch. Es war ein Panoptikum gescheiterter Existenzen, das bei mir keinerlei Sehnsucht nach Zugehörigkeit weckte. Aber mir durchaus bewusst machte, wenn ich es nicht schaffe, dann werde ich dazugehören.

    Dann war nochmal wo einer, der nach 12 Jahren einen Rückfall hatte. Nach 4 Wochen Saufen war von den 12 Jahren Trockenheit nichts mehr zu sehen, er war ein Wrack. Das war für mich ein wichtiger Moment, so mache ich es nicht. Machte mir auch deutlich, dass es "irgendwann" nicht geben wird. Und motivierte mich, es gründlich zu machen. Hat mich gar nicht interessiert, ob leicht oder schwer, ich wollte es.

    Ich wusste definitiv, ich will aufhören, und ich mache nur das, was mich da hin bringt. Ich hatte weder Lust auf Drehtürpatient noch auf vielfache Entgiftungen. Ich wollte nur direkt ans Ziel, da ich die Schnauze vom Saufen gestrichen voll hatte. Es war weniger Angst um mein Leben, sondern einfach kein Bock mehr. Ich glaube aus dem Grund glaube ich auch das mit dem Nachmachen nicht richtig. Denn ich habs auch keinem nachgemacht. Ich hatte den Grund zum aufhören im mir.

    Eine Zeitlang stand ich auf dem Standpunkt, die Rückfälle der Anderen sind die Rückfälle, die ich nicht machen muss. Und schon geguckt, wie es dazu kam, aus absolut egoistischen Gründen.

    LG LK

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Jeder Mensch hat seine eigenen Gründe und Wege im Leben, daher gibt es grundsätzlich kein „Richtig“ oder „Falsch“.

    Man kann sich auch fragen, ob man hier richtig

    Ich verstehe die Regeln so,daß sie in hoher Prozentzahl(90%??) auf die Betroffenen zutrifft. Ausnahmen bestätigen die Regel.Deswegen ist es meiner Meinung nach richtig, dem Rechnung zu tragen.Es hat ja keinen Sinn, sich an Ausnahmen abzuarbeiten.Das irritiert nur die mit Abstand allermeisten Alkoholiker. Gruß Bono

  • Ich habe eine Frage zu dieser Aussage.

    Ich müsste drei Kilogramm Tiramisu essen, um auf eine Alkoholmenge zu kommen, bei der früher bei mir der Kontrollverlust eingesetzt hat.

    Bedeutet das, dass bei Dir ein Rückfall erst dann als solcher gilt, wenn Du Deinen Kontrollverlust erreicht hast?

    Denn das liest sich für mich nach "Ein Bier geht schon. Da bin ich ja noch weit vom Kontrollverlust entfernt."

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Ich habe eine Frage zu dieser Aussage.

    Bedeutet das, dass bei Dir ein Rückfall erst dann als solcher gilt, wenn Du Deinen Kontrollverlust erreicht hast?

    Denn das liest sich für mich nach "Ein Bier geht schon. Da bin ich ja noch weit vom Kontrollverlust entfernt."

    Die Frage musste ja kommen.

    Aber das interessiert mich überhaupt nicht.

    Für mich ist der Kontrollverlust auf jeden Fall der Grund, warum ich aufgehört habe. Von daher tatsächlich DAS Kriterium für mich.
    Und ansonsten, Fruchtsaft hat bis 0,6 prozent, trinke ich ja auch. Kann ich mir ausrechnen, Liter Apfelschorle 50:50 Wasser, 2 Gramm Alkohol, so viel wie 100 Gramm Tiramisu. Saufe ich deswegen?

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  • Die Frage musste ja kommen.

    Ja, natürlich. Dafür bin ich ja hier. :)

    Von daher tatsächlich DAS Kriterium für mich.

    Mein Kriterium fängt da an, wenn es nach Alk schmeckt. Alkohol, nicht für mich. Egal, wie viel ich mir da ausrechne. Stehe ich auf den Geschmack, habe ich ein Problem.

    Bei Deinem Kriterium sind dann Weinbrandbohnen, usw. unbedenklich?

    Und wie sieht das mit 0,0 Bier aus? Oder will ich das lieber nicht wissen?

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Die Frage musste ja kommen.

    Aber das interessiert mich überhaupt nicht.

    Du hast ja förmlich darum gebettelt. Es muss dich auch nicht interessieren, aber uns interessiert es.

    Saufe ich deswegen?

    Ab welchem Zeitpunkt ist es Saufen ? Ab wievieltem Schluck? Ab wann ist es kontrolliertes Trinken?

    Wie du damit umgehst ist mir egal. Wer bewusst Alkohol zu sich nimmt, ist eben nicht trocken. Zumindest nicht im Kopf. Dies ist eine Plattform, die das genau so unterscheidet.

    Wir führen auch keine Diskussionen über alkoholfreies Bier, Weinbrandpralinen oder Ähnliches. Auch provokative Spitzfindigkeiten bezüglich irgendwelcher Gärungsprozesse in Lebensmitteln oder Säften mit dem Bewusstsein, es trinken oder essen zu können, sind hier tabu

    Das aus einem guten Grund. Wir nehmen die Sucht sehr ernst und spielen nicht mit ihr oder testen aus, wie weit man gehen kann.

    denn dann kommt sowas raus .

    Kommt einer direkt aus der Entgiftung, zwei Bier machen ihm gar nichts. Ich wusste sofort, er wird scheitern. Der nächste, Schnaps kann er trinken, nur Bier nicht. Der übernächste, drei Langzeittherapien, braucht die vierte. Und so ging das da durch

    und wir filtern es am Eingang heraus. Deswegen der Vorstellungsbereich vorgeschaltet, damit wir uns nicht mit sowas abgeben müssen.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Alkoholfreies Bier war für mich schon immer Plörre, habe ich noch nie getrunken. Mich interessieren auch keine Weinbrandbohnen.
    Aber da Du es schon nicht wissen wilst, natürlich kenne ich Leute, die alkoholfreies trinken. Ist aber nicht meins.

    Ich hab nur keine Panik vor dem Rückfall wegen geringster Mengen. Und das aus ganz eigenem Interesse und nicht, um Dir irgendwas zu beweisen.
    Ich wollte ein Problem lösen und mich hat interessiert, wie ich es löse.
    Ich wollte irgendwann mal wissen, was AA so behaupten, und ich habe gefunden, dass es für vieles keine Belege gibt.
    Und das ist mein letzter Satz zu dem Thema.

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  • Und ansonsten, Fruchtsaft hat bis 0,6 prozent, trinke ich ja auch. Kann ich mir ausrechnen, Liter Apfelschorle 50

    Du vergleichst jetzt nicht ernsthaft Apfelsaftschorle mit alkoholischen Getränken, „alkoholfreiem“ Bier, Tiramisu oder Weinbrandpralinen??

    Der Rückfall beginnt im Kopf. Wenn ich denke, dass die „Dosis“ im Tiramisu oder der Schnapspraline nix ausmacht, bin ich auf direktem Weg in den Rückfall. Bzw bin nicht trocken, da das nasses Denken ist, wie es im Buche steht.

    So etwas hier in einem Forum für (bewusst) Alkoholabhängige zu schreiben, finde ich unmöglich und fahrlässig, könnte es doch diejenigen, die vielleicht noch am Anfang unsicher und nicht gefestigt sind, dazu verleiten, das auch „auszuprobieren“.

    Für mich kommt das kontrolliertem Trinken gleich - und das ist eben für Alkoholiker nicht möglich.

    You will bloom if you take the time to water yourself 🌷

  • Von kontrolliertem Trinken war von meiner Seite nirgends die Rede. Das zur Klarstellung.

    Die ganze Diskussion kam auf, weil einem Teilnehmer was passiert war und ich wenig Sinn darin sah, dass ihm sehr oft geschrieben wurde, was da passieren könnte. Ich denke, spätestens nach dem dritten Beitrag sollte er es kapiert haben. Und ich persönlich finds gefährlicher, ihm einzureden, dass er zwangsläufug rückfällig werden wird.
    Ich wollte ein bisschen Druck rausnehmen, weil derjenige auch noch ein paar andere Probleme hat. Was mich im Grunde aber nichts angeht.
    Und dann habe ich ein bisschen argumentiert, kam aber offensichtlich nicht gut. Ich habs gemerkt.

    Und ansonsten habe ich gestern geschrieben, dass mein letzter Satz zum Thema geschrieben ist. Ich möchte diese Diskussion nun gerne beenden. Für mich ist alles gesagt, da kommt nichts Neues mehr.

    Ich mach mal Pause hier, bin müde und habe auch Anderes zu tun, dann beruhigt sich das Thema vielleicht.

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  • hallo lebenskünstler

    nur noch mal zum verständniss. du hast völlig recht das ein versehen nicht zwangsläufig einen rückfall produziert. und natürlich gibt es vieles wo versteckt alk drin ist den wir gar nicht mitkriegen. und du hast auch recht damit das man sich da was einreden kann. da bin ich vollkommen bei dir. ich kann auch deine intention verstehen da den druck raus nehmen zu wollen.

    du hast dabei aber scheinbar übersehen das er das zeug bewußt und nicht aus versehen gegessen hat. und diese bewußte entscheidung macht die rückfallgefahr nicht die 2 tropfe alk. darum ging es mir. deswegen habe ich dich noch mal angesprochen, das ganze ist durch die vielen beitärge dort sehr verwässert und es ist da nicht einfach den faden zu behalten. nichts für ungut.

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    trocken seit 18.10.2001

  • du hast dabei aber scheinbar übersehen das er das zeug bewußt und nicht aus versehen gegessen hat.

    das habe ich nicht übersehen, aber das kann er nachträglich nicht mehr ändern. Deswegen brachte es aus meiner Sicht (ich schreibe meine persönliche Meinung) nicht sehr viel, ihm das immer wieder zu sagen.
    Ich denke er hat es verstanden, (wenn nicht, dann wäre das wie bei den Cos, irgendwann ist genug geredet) und sollte jetzt nach vorne gucken. Stehn ja ein paar andere Themen bei ihm an. Und ich will jetzt auch aufhören, denn über ihn reden ist ja auch unfair.

    LG LK

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  • Ich wollte ein bisschen Druck rausnehmen, weil derjenige auch noch ein paar andere Probleme hat.

    Das ist bei jeder Post so, nicht nur bei deiner. Probleme werden ja nicht damit gelöst, dass ich Druck rausnehme und der Gegenüber dann die Tassen hebt. Es ist ja nichts passiert.;) Dann fangen die Probleme doch erst an.

    Ich weiß nicht, wer vor mir sitzt, und ich weiß nicht, in welchem mentalen Zustand diese Person ist. Allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, dass eine Holzhammersensibilität gegenüber alkoholischen Speisen besser zur Risikominimierung beiträgt oder zumindest bei mir im Gedächtnis bleibt, als das Abmildern. Zudem dass man erst nicht bewusst, aber dann bewusst fertig gegessen hat,.

    Ein kleiner Bissen hat nicht geschadet; es gibt auch andere Langzeit-Trocken, die das bestätigen. Also bestelle ich mir noch ein Tiramisu. Wer kennt es nicht von den Rückfälligen?

    Ich habe mir immer die Frage gestellt oder auch stellen lassen. Wo fängt es an, wo hört es auf?

    Wenn ich zurückdenke an meine Anfänge, habe ich nur gedacht, etwas verstanden zu haben, denn das nasse Hirn blökte immer dazwischen. Was jemand daraus macht und wie er sich entscheidet, ist nicht meine Angelegenheit.

    Hättest du mir das geschrieben, wären wir auf einer anderen Ebene.

    Ich bin auch deswegen lieber in der Online-Gruppe, wo wesentlich mehr darauf geachtet wird, was die Knackpunkte sein können, als in einer realen SHG, wo der Neue schon von Anfang an mit Weisheiten der, sagen wir mal, "besonderen Alkoholiker" sich bereichern will.;)

    Es ist keine Abneigung gegen reale Gruppen. Es gibt genug, die sich ihr ganzes Umfeld weggesoffen haben und erst wieder soziale Kontakte knüpfen. Ich benötige es nicht, da ich viel mit Menschen zu tun habe und auch mal froh bin, ganz alleine zu sein.:whistling:

    Dies ist jedoch nur mein persönliches Denken.

    Gruß Hartmut

    ------------------

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    Trocken seit 2007

  • Ich habe mir immer die Frage gestellt oder auch stellen lassen. Wo fängt es an, wo hört es auf?

    Wenn ich

    Das ist eine interessante Frage. Ich bin jetzt durch das Forum sensibilisierter! Im Zweifeisfall greife ich auch gerne auf die Erfahrungen der Langjährigen zurück! Ich bin in meinem Leben öfter Risiken eingegangen und es ging immer gut! Ich hatte viel Glück! Das möchte ich aber genau bei meiner Abstinenz nicht überstrapazieren! Da die Erfahrungen der alten Hasen die Risiken aufzeigen, kann es mich für meine Abstinenz noch mehr sensibilieren! Das ist in meinem Fall schonmal die halbe Miete!! Schönen nüchternen Tag. Gruß Bono

  • man kann den rückfall aber auch herbeireden. da hat lebenskünstler nicht so ganz unrecht. wer einen blödsinnigen fehler gemacht hat und dazu steht sieht ja das da was falsch gelaufen ist. in wie weit beeinflußt jetzt das gerede vom rückfall denjenigen? ich mußte darüber nachdenken. und ja das kann sehr wohl auch passieren. vor allem wenn es gebetsmühlen artig ständig wiederholt wird. denn derjenige weiß es doch das es falsch war. ist jetzt etwas wirr, ich hoffe ihr versteht es nicht völlig falsch.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • man kann den rückfall aber auch herbeireden. da hat lebenskünstler nicht so ganz unrecht. wer einen blödsinnigen fehler gemacht hat und dazu steht sieht ja das da was falsch gelaufen ist. in wie weit beeinflußt jetzt das gerede vom rückfall denjenigen? ich mußte darüber nachdenken. und ja das kann sehr wohl auch passieren. vor allem wenn es gebetsmühlen artig ständig wiederholt wird. denn derjenige weiß es doch das es falsch war. ist jetzt etwas wirr, ich hoffe ihr versteht es nicht völlig falsch.

    Also ich sag auch mal was dazu😬

    Ich hab da einen Fehler gemacht der mir nicht nochmal passieren wird, sag ich mal so. Ich hatte auch nicht vor mich mit dem Tiramisu zu besaufen, ich hab es ja auch nicht bestellt, es war ein dummer gefährlicher Fehler. Angst vor einem Rückfall hatte ich auch nicht, mich beschäftigen eher die körperlichen Symptome, Whitewolf hat ja etwas dazu geschrieben. Es war so als ob mein Körper mich warnen wollte "Junge pass auf, mach das nicht wieder ", ich bin mir sicher wenn es Wein oder Bier gewesen wäre, wer ich kollabiert oder ähnliches, die Wirkung war wirklich stark (1,9% Alkohol)waren enthalten.

    Gestern hab ich abends noch Schokolade und Schokoeier gegessen, die wurden aber erst von mir gecheckt ob Alkohol enthalten ist. Ich will Abstinent bleiben und das werde ich auch.

  • Also ich sag auch mal was dazu

    Topfmann, durch deine Geschichte, bin ich noch aufmerksamer geworden und habe aus deiner Erfahrung ebenfalls gelernt. Da sage ich dir mal Danke fürs Teilen. Und für deine privaten Angelegenheiten wünsche ich dir, gute Lösungen, sowie mentale Stärke und Kraft✌️🍀

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Vor lauter, Anderen erzählen, wie das bei mir früher mal war, möchte ich mein Heute nicht vergessen.

    Meine Frau, heute beim Mittagessen:
    Sie bereut überhaupt nichts, was wir erlebt und gemacht haben.
    In anderen Leben lief auch Mist und sie möchte mit niemandem tauschen. Sie würde nicht mal was anders machen, wenn wir noch mal von vorn anfangen könnten, das hat mich doch überrascht. Wir kennen auch ein paar Leute, die haben keine Suchtproblematik, dafür andere Probleme. Das relativiert sich mit der Zeit. Und auch viele Normalverbraucher in meinem Umfeld, nenne ich sie mal so, hadern auch mit Verschiedenem, was sie falsch gemacht haben.
    Bei uns war es bunt und erlebnisreich und jedenfalls nicht gewöhnlich.

    So ist mein Empfinden auch.

    Wenn man die Dinge so sieht, wie sie sind, dann habe ich ja vor 24 Jahren mit dem Saufen aufgehört. Alles Andere, was hätte passieren können, ist nicht passiert. Damit war das Saufen im Rückblick keine Katastrophe, sondern eine Episode und eine Erfahrung, die mich dazu brachte, mein Leben bewusster zu leben. Und bevor es ganz schlimm wurde mit dem Saufen, war es auch lustig. Ich glaube ohne das hätte ich das Gefühl, ich hätte was verpasst. Wenn ich heute jung wäre und selbst mit dem Wissen, das ich habe, wäre mir wahrscheinlich trotzdem langweilig, wenn ich immer nur tun würde, was gut für mich ist. Und wenn ich immer nur gemacht hätte, was mir gesagt wurde, käme ich mir vor wie ferngesteuert.

    Wenn ich nicht aufgehört hätte, dann wäre es sicher anders gewesen. So hatte ich ein halbes Leben dies und das andere halbe Leben etwas Anderes, inzwischen erlebe ich das als Bereicherung und als Fülle des Lebens. Das Saufen zählt für mich heute nicht mehr. Es ist schon viele Jahre keine Anstrengung mehr, trocken zu bleiben. Ich muss nicht mal aufpassen, weil Trockenheit längst zur Gewohnheit geworden ist, ich habe keinerlei Bedarf oder Appetit auf Alkohol. Verzicht, überhaupt nicht. Ich glaube, mir würde es nicht mal schmecken, wenn ich nicht mit Konsequenzen rechnen müsste.

    Was aber immer noch zählt, ist der Gedanke, ich kann den Rest meines Lebens Trübsal blasen, weil ich nicht mehr saufen kann, oder ich kann darauf schauen, dass ich Freude am Leben habe. Genauso habe ich das mit meinem Unfall und der Querschnittslähmung auch gemacht. Auch da dachte ich mir, ich mache das Beste draus und meine Einstellung, die ich mir beim Trockenwerden angewöhnt hatte, half mir auch da. Und überhaupt, deswegen, weil ich mich da raus arbeiten musste, habe ich mich besser kennengelernt und konnte ein paar Fähigkeiten an mir entdecken oder sie mir aneignen, von denen ich vorher nichts wusste. Soll jetzt nicht so klingen wie "Toll, dass ich gesoffen habe", aber ich gebe zu, bereuen tue ich es auch nicht. Und letztlich hatte ich es tatsächlich selbst in der Hand, was ich draus mache. Ich sehe mich nicht als Opfer einer Krankheit, weil ich das überwunden habe. Und die Notwendigkeit, dazuzulernen, hat mir für mein Gesamtleben mehr genutzt als geschadet.

    So ein Tag wie heute...zwischen dem Schreiben hier habe ich im Keller was gemacht, bin im Liegestuhl auf der Terrasse gelegen und gerade noch 30 km E-Bike gefahren. Auf der Terrasse wars warm und windgeschützt, dann bin ich mit dem Rad hier über die Kuppe und oben zog es wie Hechtsuppe. Bin trotzdem weitergefahren. Wald, Felder, Sonne.

    Ein schönes Leben.

    Das will ich jetzt mal kurz dalassen.

    LG LK

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  • Ich mache mit den positiven Meldungen weiter.

    Darmspiegelung war unspektakular.

    Gestern ein paar alte Möbel aus dem Wohnzimmer geschafft, nächste Woche gibt es neue.
    Im Keller habe ich auch erfolgreich weitergearbeitet.
    Wir achten zwar schon immer darauf, dass es nicht zu voll wird, aber jetzt muss trotzdem einiges raus. Ich will mir da einen Fitnessraum wegen meiner Behinderungen bauen, damit ich das, was ich in der KG mache, hier auch machen kann.

    Bei der Reha war mein Widerspruch auch erfolgreich. Es wurden mir drei Kliniken genannt, die das so machen, wie ich das wünsche.
    Zwei davon habe ich ausgesucht und die am Bodensee priorisiert. Die Andere ist auch in einer Urlaubsgegend. Wird schon werden.

    Und jetzt bin ich dann erst mal ein paar Tage weg bei einem alten Freund.

    Es läuft momentan.

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