Hallo, ich bin Minna

  • Ich will das nicht.
    Ich will dass er gesund wird.
    Ich will nicht aufgeben.

    Genauso habe ich auch gedacht. Geendet hat es mit seinem Tod.

    Wenn er nicht selbst zur Einsicht kommt, wird er den einfachen Weg wählen. Eine andere Frau, die ihn wieder eine Weile nicht nervt. Das tut weh, ich weiß

    Bei der Beisetzung von meinem xy waren seine Exfrau, seine Exfreundin und ich. Beide hatten sich aufgrund seiner Alkoholsucht von ihm getrennt. Er ist immer den einfachen Weg gegangen um weiter trinken zu können.

    Denk an Dich und Dein Leben. Es liegt nicht in deiner Macht ihn zu retten.

    Alles Gute

  • Minna ich kann dich heute ja so gut verstehen

    Ich will das nicht ------ ja ich will kein so beengtes, schmerzvoll in Psychischer und physischer Sicht Leben führen . ICH WILL frei sein und und und

    Ich will dass er Gesund wird .......... deshalb besteht meine Hilfe darin in gehen zulassen um auch selber gesund zu werden.

    Ich will nicht aufgeben .......... alles was ich schon erreicht habe, meine gesunde Zukunft, ein aufregendes liebevolles Morgen.


    Das sage ich mir heute auch selber zu ,seit ich deine Worte gelesen habe.

    Mariexy

  • Hallo Minna,

    ich wünsche dir viel Kraft für morgen! 🍀 Wichtig ist, nicht zurück zu blicken sondern nach vorne. Auf das was kommt. Auf die schönen Dinge, die nun vor dir liegen werden. Die DU selbst bestimmen kannst und genießen kannst.

    Halte durch! Den wichtigsten Schritt gehst du morgen, dass schaffst du!

  • Guten Morgen ihr lieben Menschen, die ihr euch Gedanken um mich macht. Ich wollte so gerne einmal gesagt haben, dass mich das berührt und ein bisschen aufbaut. Danke <3.

    Ich habe die halbe Nacht alle Gedanken gedacht die man so haben kann. Und mir ist dann irgendwann ein wichtiger auf die Füße gefallen: warum ist es so schwer? Warum habe ich das Gefühl, die einzig wahre Liebe zu besitzen, und will sie so hart verteidigen. Warum bin ich der Überzeugung, dafür eingehen zu wollen? Warum denke ich „keiner hier versteht mich, man muss doch Kämpfen, wo sind die Happy Ends - die muss ich sehen, damit es mir besser geht“?

    Am Ende ist es ganz einfach - alles in mir wehrt sich gegen einen Entzug. Im Grunde bin ich mir völlig klar darüber, dass ich schwer abhängig bin. Süchtig nach seinen, in Teilen so grausamen, Emotionen und seiner Anwesenheit. Und das seit vielen, vielen Jahren.

    Zwischen diese Klarheit mischen sich laut schreiend „die Wohnung ist zu teuer! Das schaffst Du nicht! Du hast deine Ehe zerstört! Wenn Du ihn da jetzt allein lässt, ist doch völlig klar, dass jemand Deinen Platz einnimmt!“. Was für ein Kampf.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass heute zu schaffen. Kein Anteil in mir will das. Ich bin doch der Kapitän dieses Schiffes, ich gehe nicht von Bord - das wäre unehrenhaft.

    Praktischerweise habe ich alles so weit organisiert, dass ich gar keinen Rückzieher machen kann. Die Dinge nehmen nun ihren Lauf, und ich werde in meiner Pfütze aus Selbstmitleid treibend dabei zusehen ( müssen ).

    Auf dem Weg zum ersten Kaffee, begleitet durch die ersten Tränen die einfach laufen, bin ich heute sehr froh, euch hier entdeckt zu haben. Danke.

  • Und nun sitze ich hier… auf meinem Bett. In dem ich die letzen Monate gewohnt habe. Über dem Bett eine Lichterkette mit Hochzeitsfotos. An der Wand Hochzeitsfotos, Karten und Erinnerungen. Ein Museum. Ein trauriges Museum. Und ein trauriges ich.

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass heute zu schaffen. Kein Anteil in mir will das. Ich bin doch der Kapitän dieses Schiffes, ich gehe nicht von Bord - das wäre unehrenhaft.

    Liebe Minna. Du wirst das schaffen. Wenn das Schiff untergeht, muss auch der Kapitän irgendwann ins Rettungsboot steigen. Du kannst zumindest dich vor dem Ertrinken retten. Da hast du jedes Recht dazu.

    Es wird dir besser gehen und du schaffst das auch finanziell. Du hast das mehr als verdient. Aller Anfang ist immer schwer.

    Fühl dich ganz fest gedrückt.

    Liebe Grüße

    Leonie

  • Liebe Minna!

    Du schaffst das ganz bestimmt. Auch wenn du es noch nicht so empfindest es ist der Schritt in ein besseres Leben. Ich drücke dir beide Daumen, komm gut in deiner neuen Wohnung an.

    LG Marie

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Liebe Minna,

    ich denke, du bist gerade voll beim Umziehen, gutes Gelingen dafür.

    Dein altes Zuhause mit den vielen Fotos aus vergangenen Zeiten ist Geschichte. Diese Fotos haben dich ja die ganze Zeit in einer Erinnerung festgehalten, in einer Zeit, die es schon lange nicht mehr gibt. Das macht das Loslassen um Vieles schwieriger.

    Ich hoffe, in deinem neuen Zuhause werden Bilder mit bunten Farben, schönen Motiven hängen. Die Fotos von damals kannst du ja in eine schöne Schachtel packen und weglegen. Diese Zeit ist Erinnerung, jetzt schaffst du dir neue Zeiten, neue Erinnerungen, weg von den dunklen Tagen seiner Sucht.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe Minna, ein herzliches willkommen in deiner neuen Wohnung , du wirst sehen wie es Freude macht dieses Reich selber zu gestalten. Mir ist beim lesen deines Berichts aufgefallen dass mich viele deiner nicht Losslassgedanken auch treffen und ich Angst vor Entzug habe. Dabei spielt auch ein banales Poster in meinem schlafzimmer eine Rolle. Es hängt dort bestimmt schon 20 Jahre, es gefällt mir schon lange nicht mehr. Es ist die Verbin dung noch zum gemeinsamen Schlafzimmer . Ich werde es weg tun aber es kostet mich Kraft.

    Ich darf mich so einrichten wie es mir gefällt und werde es gleich weg machen und nicht warten bis ich eine andere Idee habe.

    Du wirst es schaffen

    Mariexy

  • Liebe Minna,


    Du triffst die richtige Entscheidung. Deine Gefühle sind verständlich, loslassen ist immer schwer. Aber ich kann Dir sagen, dass es stimmt, was viele hier schreiben. Du kannst eine suchtkranke Person nicht retten. Wir haben das über zwei Jahrzehnte lang versucht und nichts konnte meinen Vater davon abbringen, auf den Alkohol zu verzichten.


    Du machst das ganz prima! Kannst stolz auf Dich sein.


    Viele Grüße


    Seb

  • Liebe Minna,

    Ich hoffe du sitzt jetzt in der neuen Wohnung und beginnst mit dem Einrichten. Lass die Trauer ruhig zu, auch sie braucht ihren Raum. Aber denk auch an deine unbeschwerte Zukunft. Du darfst auch einfach nur an dich denken und dafür sorgen, dass es dir gut geht. Mit dem Schritt in eine eigene Wohnung hast du schon viel dafür getan. Ich wünsche dir viel Erfolg für dein neues Leben!

  • Hallo aus der neuen Wohnung!
    Was für ein Tag… puh! Angefangen mit Gedanken wie „jetzt stehst Du hier das letzte Mal mit dem Blick in den Garten auf, jetzt machst Du hier das letzte Mal Kaffee… all sowas. Nachdem ja über viele Monate nichts gesagt / geredet wurde hat mein Mann heute Morgen dann doch reagiert als er mich so im Schlafzimmer sitzen sah. Er kam dazu, setzte sich neben mich, und nahm mich seit so so vielen Monaten das erste Mal in den Arm.

    Wenn ich daran jetzt denke, laufen mir so sehr die Tränen. Als er versuchte mich zu trösten, fing er selbst schrecklich an zu weinen. Hat ein bisschen versucht zu erklären, warum er sich in den letzten Monaten nicht mehr in meinem Leben blicken lassen konnte. Und ich verstehe es sogar halbwegs. Er sagt, und das glaube ich ihm ohne das jetzt weich oder revidierend zu meinen, dass er ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr wusste wie er zurück kommen sollte.
    Weil ihm klar war, wie groß seine Verfehlungen waren.
    Das macht’s sicher nicht okay oder besser, aber ich kann es halbwegs nachvollziehen.

    Ich habe dann ein bisschen meine coA „Taten“ benannt, und gesagt, dass es mir leid tut, dass ich so viel Druck gemacht hab. Grenzen überschritten habe. Das ich es nach wie vor für richtig halte, weil er dringend gesund werden muss. Aber, dass ich nicht wollte, dass es so eine distanzierende „Du einziehst Dich mir, ich muss noch genauer gucken was Du machst“ & „Du willst nicht das ich mein Bier trinke? Dann trinke ich jetzt zwei!“ Dynamik befeuert.

    Es gibt definitiv kein gemeinsames Zusammenleben, bis er gefestigt gesund wird. Diese Dynamik würde immer wieder entstehen. So wie er für immer mit jedem bisschen Alkohol zurück in die Sucht rutschen würde, würde auch ich sofort wieder den harten coA rauskehren.

    Ich möchte hier ankommen, meine Ruhe hier finden und wieder gesund werden. Gesünder. Lebendig.
    Gleichzeitig wünsche ich mir sehr, dass dieser Schritt ihm vielleicht auch dabei helfen kann, Gedanken zu entwickeln, die ihn in die Krankheitseinsicht führen.

    Ich würde mir sehr wünschen, dass wir einen Weg finden. Vielleicht irgendwann mal ein „Wochenende zusammen im Haus, in der Woche jeder seins“. Qualitativ hochwertige Zeit zusammen verbringen. Dankbar zu sein, dass man sich hat. Irgendwann vielleicht sogar nach Jahren wieder Intimität ( sorry, unerwartete Wendung, ich weiß, aber es gehört zum Problem, dass das schon lange nicht mehr stattfindet ).

    Aber für all das, müsste er sich definitiv auf den Weg machen. Und verstehen wollen. Und machen.

    Ich danke euch sehr für eure lieben Gedanken, während ich meine Kisten geschleppt habe. Habt eine friedliche, und erholsame Nacht :sleeping:

  • Hallo Minna, wie waren denn deine ersten beiden Nächte in deiner eigenen Wohnung?

    Guten Morgen liebe Landliebe,

    das Gute an so einer neuen Wohnung ist ja, dass man irre viel zu tun hat. Über die Tage komme ich relativ gut, obwohl mir hier und da schon mal ein blöder Song, eine Erinnerung ( „hier haben wir uns das erste Mal getroffen, hier haben wir mal gegessen etc.“ ) oder ein Ziehen in der Magengrube über den Weg läuft.

    Die Nächte sind schwer. Ich wache viel auf, bin orientierungslos und muss sehr gegen ein tränenreiches „ich will nach Hause“ ankämpfen. Alles in mir will nach Hause. Obwohl die Wohnung langsam wohnlich und süß wird, fühlt es sich an, als würde ich das für eine Freundin tun, und könnte danach einfach nach Hause.

    Schon seltsam… und traurig. Ich muss mich auch sehr zusammenreißen nicht zuhause auf die Kameras zu gucken ( lebt er noch? ), und nicht nach den Abbuchungen der Tankstelle oder des Getränkemarktes zu sehen. Ein großes Hobby meines coA Daseins.

    Gestern hat mein Mann sich seit Samstag zum ersten Mal gemeldet. Er muss noch meine Katze eintuppern, und hatte sinnlose Fragen zum Aufenthaltsort der Transportbox. Dann ging es noch ein wenig darum wie es mir geht, dass er sich traurig sei, weil ich ihm fehle… Aber alles nicht so verzweifelt wie ich mir das gewünscht hätte.

    Ich habe noch einmal betont, dass er sich jetzt entscheiden muss was für ein Leben er führen will. Ob er mit unserer kleinen Familie glücklich und gesund sein will, oder ob er trinken will.
    Sollte er immer noch der Meinung sein, dass er irgendwann oder überhaupt noch sein Bier trinken will, kann und werde ich nicht mitkommen.

    Er hat dann geschrieben, dass er das weiß. Tja… manchmal ist Wissen ja Macht. In diesem Fall trifft das aber weniger zu.

    Also wird das hier wohl wirklich jetzt mein Leben. Allein und neu. Einsam und traurig. Eine Ehe gegen einen Kasten Bier. Es wäre fast witzig, wenn es nicht so bitter wäre ?(


    Liebe Grüße

  • …eventuell sollte ich auch nicht „who knew“ von P!** in Dauerschleife hören. Aber ich hab das Gefühl, der Song ist aus unserem Leben geschrieben… die Verzweiflung darin trifft so gut meine Gefühle die mich grad verhauen.
    Kennt sicher auch jeder hier…

  • Hallo Minna,

    als ich in meiner neuen Wohnung angekommen war hatte ich noch lange das Gefühl, ich wäre in einer Ferienwohnung. Und ich hatte innerlich auch lange das Gefühl, dass ich ja, wenn ich wollte, zurückgehen könnte.

    Aber mit dem Abstand konnte ich immer besser auf die Situation gucken. Mein erster Mann war ja nüchtern geworden als ich mich getrennt habe. Und er war sehr anhänglich und ich hab auch nicht richtig loslassen können. Wir wohnten " umme Ecke" und hatten dauernd Kontakt.

    Und da hab ich mehr und mehr gemerkt, dass nichts mehr an Liebe da war. Es war was anderes, Gewohnheit, Schuldgefühle und Ängste, die mich festhielten. Und er wusste auch was er sagen, wie er sich verhalten musste, um in mir diese Gefühle zu wecken. So ging das noch einige Monate, immer hingen wir zusammen, immer mehr ging mir das auf den Geist, immer mehr kam ich in meiner Wohnung an, immer mehr war es MEINE Wohnung, mein Zuhause. Bis ich endlich Stopp sagen und eine Grenze ziehen konnte.

    Hab Geduld, das wird.

    Und so Musik in Dauerschleife, dann schöööön zu heulen und den guten, alten Zeiten hinterher zu trauern, kenn ich auch. Bisschen im Selbstmitleid hängen, muss auch sein. Das gehört dazu, Trauer hat auch diese Seite. Nur nicht drinnen hängen bleiben ist wichtig.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo ihr Lieben.
    Da war ich nun lange weg, und das musste ich für mich auch so machen.
    Seitdem ist eine Menge passiert.
    Ich habe Ende Februar damit angefangen, mich wieder im Fitnesstudio anzumelden, und bin seit dem sehr fleißig damit. Seitdem mein Hund im Oktober verstorben war, hatte sich meine Bewegung doch recht weit zurück gefahren. Und die Jahre an der Seite meines Mannes haben auch ihre Spuren hinterlassen. Ich bin Frustesser, und das sieht man mir auch an.

    Vor einigen Wochen kam bei meinem Mann und mir ein wenig Bewegung in die Kommunikation. Es gab zwei gemeinsame Wochenenden, und zwei Wochen mit toller und regelmäßiger Kommunikation über den Tag.
    Als ich dann das erste Wochenende wieder zuhause übernachtet habe, war die Erleichterung und Ruhe zuerst groß. Wir hatten die Vereinbarung getroffen, dass ich in die Wohnung zurück fahre, wenn er trinkt während ich da bin. Natürlich hat er versprochen das nicht zu tun. Da die Macht darüber bei einem nassen Alkoholiker nun bekanntlich beschränkt ist, habe ich darauf auch nicht den höchsten Wert gelegt. Die Kommunikation in diesem Fall war mir wichtiger.
    Mein Mann war sehr bemüht, und sehr glücklich. Leider kam es am ersten Wochenende bereits am Samstag Morgen dazu, dass er angetrunken heimkam. Er hat aber das Gespräch darüber gesucht, und „erklärt“ warum das „passiert“ ist. Es war wieder eine stressige Situation in der er sich geärgert hat. Unser Gespräch lief gut, also blieb ich. Der Rest des Wochenendes war super.
    Danach folgte eine Woche mit aufmerksamer Kommunikation und Freude übereinander.
    Am Osterwochenende war ich dann wieder da. Bis zum Sonntag war alles toll. Es gab viel Nähe, viele Gespräche und wir haben viel zusammen gelacht. Am Sonntag besuchte ich dann allein meine Eltern, er blieb zuhause. Als ich abends zurück kam, sah ich schon auf dem Hof beim aussteigen, dass er getrunken hatte. Als ich das ansprach ( noch auf dem Weg vom Auto rein ) reagierte er wie früher. Laut, gemein und unnahbar. Ich habe dann nichts weiter gesagt, und meine Sachen gepackt. Dann bin ich in die Wohnung gefahren. Zwei Tage hörte ich nichts von ihm, dann reichte es mir. Ich hab ihm eine Nachricht geschrieben, dass ich es schade finde, dass er mich jetzt auch noch ignoriert, und nicht versucht auf mich zuzugehen nach diesem Rückfall. Er antwortete, dass er mich nicht ignoriert, sondern sauer auf sich selbst sei.
    Danach kam wieder über Tage nichts. Dann hatte er Geburtstag, und fragte ob ich zur Feier käme. Ich habe abgelehnt, und ihm gesagt dass ich mich dabei nicht wohl fühle. Und eine Entscheidung für mich alleine treffen werde, wenn er sich nicht imstande sieht sich zu bemühen. Seitdem hatten wir nun zwei Wochen keinen Kontakt. Gestern Abend habe ich ihn angerufen, weil ich diese Situation sehr unschön finde. Ich brauche eine Tendenz, wie wir uns sehen. Was wir sind. Wo wir hinwollen. Als er abnahm war es laut um ihn. Er war auf einer Geburtstagsfeier und hörbar angetrunken. Aber er war freundlich. Ich sagte dann „Du wenn du auf einer Feier bist passt es nicht, lass uns dann ein anderes Mal sprechen“. Er fragte noch einmal nach, und ich wiederholte dass ich da jetzt nicht stören will. Dann hat er aufgelegt.
    Ich müsste wütend sein. Aber das gehört zu den Dingen die ich bis heute nicht geschafft habe. Ich werde einfach nicht wütend. Nur traurig.

    Ich hoffe es geht euch allen gut, und ihr habt einen schönen Abend.

  • Ich kenne das, die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Du hoffst immer noch, daß sich was zum Guten wendet. Glaubst Du das wirklich? Oder willst Du das glauben?

    Ich war traurig, dann wütend, dann wieder traurig.

    Ihm scheint es doch gut zu gehen, er macht Party. Und Du leidest. Ist das ok?

  • Würde ich glauben, dass alles gut wird, wäre ich wieder eingezogen. Ich hasse meine Wohnung und das Leben dazu. Es ist etwas komplett anderes als ich mir über die Jahre aufgebaut habe. Umso größer die Versuchung, wieder ins Haus zu ziehen. Dann wäre das Drumherum wenigstens schön. Aber das habe ich nicht getan, und ich werde es auch perspektivisch nicht tun. Da bin ich etwas reflektierter als es vielleicht wirkt.
    Natürlich hoffe ich, dass es irgendwo eine Chance darauf gibt, dass mein Mann gesund werden möchte, und wir uns nicht verlieren. Für mich gibt es nach wie vor leine Chance darauf , mir ein Leben mit jemand anderem vorstellen zu wollen. Ich liebe meinen Mann für die Jahre in denen er gesund war, und das wird sich auch nicht ändern. Irgendwann wird irgendwas daran sicher leiser werden. Aber das ist nun mal nicht heute so.
    Ich habe immer wieder Tage, an denen ich denke „hey, heute ist es gut. Ich fühle mich gut, ich kann das.“ Aber dann kommt der falsche Song im Radio, oder das iPhone erstellt einen Foto Rückblick und ich falle wieder in mich zusammen. Für mich ist es großer Fortschritt, dass ich den Kontakt in den letzten Tagen nicht gesucht hatte. Aber ich schaffe es nicht, vom „warten“ ins „leben“ zu gehen. Ziemlich sicher geht es meinem Mann was uns beide angeht auch nicht gut. Aber wenn man trinkt kann man das besser managen. Da ist er im Vorteil. Aber es ist nicht so, dass er uns als erledigt ansieht und deswegen ruhig lebt. Für ihn ist völlig klar, dass wir für immer verheiratet bleiben, und ich seine Frau bin. Und solange er in Zeiten wie diesen keinen Kontakt sucht, kann es ja auch nicht passieren, dass ich eine Trennung ausspreche. Er stellt sich quasi tot.

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