aennie - Es ist wie es ist

  • Kopfweh ist leider immer noch da.

    Das wird wahrscheinlich mit Alkohol nichts zu tun haben. Ich habe auch ordentlich Kopfweh. Männerschnupfen.

    dann wird die Stimme hoffentlich immer Kleiner.

    Ich habe sie immer nur "rund gemacht". Keine Diskussion. Was soll ich auch mit mir selbst diskutieren. Ich weiß ja, dass ich nichts trinke, also weiß es auch die Stimme. Und sie weiß auch wieso. Und, dass sie es dennoch versucht hat, hat mich sehr verärgert. Und das habe ich dann an ihr ausgelassen. 8)

    Jedenfalls wurde sie definitiv kleiner. Und vor allem viel seltener. Eigentlich spricht sie bei mir nicht mehr. Nur mal hin und wieder so ein paar Pfiens-Laute. Gar nicht so schlecht. Dann vergesse ich nicht, dass ich wachsam bleiben muss.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hatte jetzt tatsächlich auf ein : "Das hast Du gut gemacht Blendi" von hier gehofft.

    Aber Du hast recht Alex. Diskutiere ich mit dem Aas, bekommt es ja wieder Zuwendung von mir. Ich muss da rigoroser sein.

    Stinkefinger zeigen, kurz schütteln und dann in meinem Denken weiterdenken, nicht mit dem des Suchthirnes.

    Ist aber auch echt schwierig zu unterscheiden welches Hirn mir da gerade einen Vorschlag macht. Bin aber schon stolz, dass ich das falsche Hirn von mir vorhin erkannt habe, weil in die Stadt und mir was schönes kaufen mache ich sonst schon gerne. Aber mir kam da für Heute wieder etwas komisch bei vor. Deshalb dachte ich dann nochmal drüber nach und erkannte wer da zu mir spricht.

  • Sehr gut 👍😉

    Es sind auch die nicht offensichtlichen Attacken, gepaart mit Schönreden oder Verharmlosung, die richtig gefährlich werden können.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ist aber auch echt schwierig zu unterscheiden welches Hirn mir da gerade einen Vorschlag macht.

    Huhu Blendi,

    findest du das wirklich so schwierig? Ist die Suchtstimme so subtil bei dir? Oder woran liegt das?

    Ich erkenne sofort, wenn meine Suchtstimme um die Ecke kommt.. Aber so schnell wie sie kommt, verschwindet sie auch wieder, denn ich diskutiere nicht mehr mit ihr und hab genug wichtigeres zu denken bzw. auch manchmal einfach gar nichts zu denken.🙃

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Bin aber schon stolz, dass ich das falsche Hirn von mir vorhin erkannt habe,

    Kannst Du auch sein. Denn das ist extrem wichtig und erfordert Selbstreflektion. :thumbup:

    Ich konnte sie erst erkennen, als ich aufgehört habe zu saufen. Vorher hat sie mich einfach geführt. Wie ein Pferd am Zügel.

    Was kann ich mir denn darunter vorstellen Alex? 🤔

    Ähm... also die Töne, die z. B. der Hund Lassy ständig von sich gibt, wenn er was will. Dieses Gepiepse. ^^

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Huhu Blendi,

    findest du das wirklich so schwierig? Ist die Suchtstimme so subtil bei dir? Oder woran liegt das?

    Ich erkenne sofort, wenn meine Suchtstimme um die Ecke kommt.. Aber so schnell wie sie kommt, verschwindet sie auch wieder, denn ich diskutiere nicht mehr mit ihr und hab genug wichtigeres zu denken bzw. auch manchmal einfach gar nichts zu denken.🙃

    Ja, Kuswechsel, ich finde es wirklich schwierig.

    Sonst kam son: Hey, schönes Wetter, können wir doch nen kleinen Sekt.

    Und nun wurde mir das ganze als schöner Auflug in die Stadt schmackhaft gemacht. Das ist für mich gerade ne andere Liga, die ich so noch nicht kannte. Gut das mein Bauchgefühl sich gleich meldete und ich nochmal inne gehalten habe .

  • Das ist für mich gerade ne andere Liga, die ich so noch nicht kannte. Gut das mein Bauchgefühl sich gleich meldete und ich nochmal inne gehalten habe .

    Ah ok, verstehe.. Sie hat dich also umgarnt. Gut, dass du so gut reagiert hast 👍

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Ich habe bei mir auch 2 Arten von Suchtstimme festgestellt: die einfache, leicht zu durchschauende erinnert mich an das Krokodil im Kasperletheater. Ihr kurzes Aufblitzen erkläre ich mir mit der Macht der Gewohnheit, die der Sucht zugrunde liegt, denn: Gelernt ist gelernt - in meinem Fall über Jahrzehnte 😩.

    Kaum nehme ich sie wahr, ist sie auch schon wieder weg. Das macht mir keine Angst, erinnert mich nur zuverlässig an meine Sucht.

    Die andere, hinterlistige Ausprägung meiner Suchtstimme erinnert mich an die Schlange Kaa im Dschungelbuch. Sie erscheint nicht oft, geht dann aber deutlich geschickter vor, geradezu hypnotisierend versucht sie mir Alkohol als Lösung aufzunötigen.

    Diese Variante flößt mir Respekt ein, da sie sich gut tarnt - z. B. einmal als plötzliches Gefühl, abends unbedingt noch einkaufen zu müssen, obwohl ich alles wirklich Nötige im Haus hatte. Bis ich merkte: Wenn Du jetzt noch mal losfährst, kannst Du für nichts garantieren und kaufst womöglich Alkohol.

    Ihr Auftauchen erkläre ich mir eher mit einem inneren Ungleichgewicht, das mich für die Suchtstimme angreifbar macht.

    Vielleicht kannst Du mit diesen Bildern etwas anfangen oder eigene für Dich finden, die Dir helfen ...

    Einmal editiert, zuletzt von Rennschnecke (7. März 2025 um 18:45)

  • Ja, Rennschnecke. Da kann ich etwas mit anfangen. Genauso war es Heute Morgen. Ich hatte alles da, brauchte nicht in die Stadt. Da war ich ja auch gestern schon und meine Besorgungen gemacht.

    Ich war schon mich am fertig machen und denk: Nee, was soll das, da stimmt was nicht.

    Schön - natürlich nicht schön- dass es anderen auch so passiert. Ich dachte schon nun drehe ich bald durch. Dauert nicht lange und ich kann mich einweisen lassen.

    Ein inneres Ungleichgewicht, ok. Und was machst Du dann ?

    Ich habe dann mit meiner Waschaktion angefangen (am Ende wurden es drei Maschine und alles trocken geworden 🙂) und hier noch rumgewühl und da noch rumgewühl, nicht zur Ablenkung, sondern das passierte einfach so. Im Kopf kreiste dabei alles mögliche rum. Irgendwann hätte ich die Nase voll davon, habe Mittag gegessen und autogenes Training dann gemacht. Danach wurde es dann endlich ruhiger im Kopf.

    Die Stimme piepte paar mal auch noch, aber die ignorierte ich völlig. Da hatte ich nun echt keinen Bock mehr drauf.

  • Ich habe bei mir auch 2 Arten von Suchtstimme festgestellt

    Hallo Rennschnecke, das Thema Suchtstimme interessiert mich.Möchte ich mal thematisieren,Hätte mal gerne ein Statement von dir. Also ich bin ja nun seit 7.12.24 abstinent.Also ich hatte in dieser Zeit 2× das Erlebniss, das ich kurzfristig vergessen hatte, das ich abstinent bin.Ein Erlebnis war,das ich beim Supermarkt am Alkoholhotspot vorbeiging um zu schauen was mein Lieblingswhisky kostet? Dann viel mir ein, du lebst doch abstinent,das interessiert dich doch garnicht mehr. Also ich hatte vergessen, das ich keinen Alkohol mehr trinke!? Suchtstimme ? Wie kann ich das einordnen? Ach so,wenn dieser Absatz nicht hier herpasst, dann müßten wir ihn in deinen oder meinen Faden verschieben, wenn du antworten magst!? Ich kann das allerdings nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Bono59 (7. März 2025 um 19:41)

  • Bis ich merkte: Wenn Du jetzt noch mal losfährst, kannst Du für nichts garantieren und kaufst womöglich Alkohol.

    Genauso war das.

  • Also ich hatte vergessen, das ich keinen Alkohol mehr trinke!? Suchtstimme ? Wie kann ich das einordnen?

    Das ist interessant. Kenne ich so nicht. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass Du Quartalstrinker bist?

    Also eher gewöhnt warst, über längere Zeit, gar nicht über Alkohol nachzudenken.

    Bei mir war er ständig präsent. Also habe ich ihn beim Einkaufen ja auch überall wahrgenommen.

    Wurde dann immer weniger. Jetzt fast gar nicht mehr. Weil es mir ja nichts mehr nützt, z. B. zu wissen, was er kostet. Hier bringe ich gerne mein Windelregal-Beispiel. Da weiß ich auch nicht (mehr) was die kosten. Weil es mir nichts bringen würde.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • das ich beim Supermarkt am Alkoholhotspot vorbeiging um zu schauen was mein Lieblingswhisky kostet?

    Das ist die Macht der Gewohnheit. Kein Suchtdruck, sondern nur angelerntes, auf den Preis schauen.

    Meiner Meinung nach hat das nichts mit Suchtdruck zu tun. Das ist nur Gewohnheit.

    Und ganz bestimmt wird das im Laufe der Zeit weniger. Ich ignoriere die Alkoholgänge im Supermarkt total. Und ärgere mich fast jede Woche, dass auf den Angebotsblättern gleich vorne die Alkoholwerbung, meist Bierkästen sind. Da kann ich nicht wirklich ausweichen, wenn das Blättchen ins Haus flattert.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Also ich hatte vergessen, das ich keinen Alkohol mehr trinke!? Suchtstimme ? Wie kann ich das einordnen?

    Deine Frage an mich ehrt mich, Bono, aber ich bin ich auch erst gut 14 Monate abstinent, also auch noch am Anfang, verglichen mit den alten Hasen hier.

    Was Du da beschreibst, kenne ich nur aus Suchttraumberichten, aber das muss ja nichts heißen. Im Zweifel wird es die Suchtstimme sein, aber da bist du ja jetzt gewarnt.

    Mir ist es übrigens immer noch unangenehm, im Supermarkt an großen Mengen Alk vorbeizugehen, egal, ob "mein" Zeug oder nicht, lässt sich bei der oft geschickten Aufstellung leider nicht immer vermeiden. Preise fallen mir dabei nicht ins Auge.

  • Suchttraumberichten

    Da möchte ich einklinken. Also, als ich eine Zeit lang zuviel getrunken habe, hatte ich sehr oft Träume als Betrunkener in gefährlichen Situationen! Da hat sich mein Unterbewusstsein gemeldet.Ich war dann immer froh,wenn ich dann aufgewacht bin! Sehr bedrohlich!

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