LadyRenate - Raus aus dem Teufelskreis

  • Hallo zusammen,

    Ich bin neu hier im Forum und mache dies zum aller ersten Mal. Ich musste mir leider eingestehen, dass ich mit meinen 25 Jahren ein Alkoholproblem habe. Es hat mir 14 Jahren angefangen und ich hatte nie Phase bis ich 22 war wo ich täglich Alkohol bis zum kontrollverlust getrunken habe. Mein Wesen hat sich verändert, ich habe Freunde verloren und verletzt und konnte mein Leben so nicht normal führen wie ich es wollte. Ich habe mit der Zeit lernen können weniger und kontrollierter zu trinken, merke aber das ich mich immer in der Spirale befinde, wenn ich 2-3 Bier trinke dann brauch ich es am dritten Tag wieder. Es ist immer in meinem Kopf. Ich möchte komplett Abstinenz leben und habe einen neuen Versuch gestartet. Ich bin aktuell an Tag 16 und merke wie verdammt schwer es ist. Ich habe das Problem, dass mich alleine sein, Stress und Emotionen immer sehr triggern und mein Unterbewusstsein nach Alkohol schreit. Der Druck in mir ist hoch, aber ich will und muss es endlich schaffen. Ich hoffe dieses Forum kann mich auf diesem Weg begleiten.

  • Hallo LadyRenate,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Meinen Glückwunsch zu Deinem Entschluss vor 16 Tagen abstinent zu leben.

    Wie ist es, Du schreibst von Alkoholproblem, siehst Du Dich selbst als Alkoholikerin?

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Guten Abend LadyRenate,

    es ist gut, dass Du über Deinen Alkoholkonsum nachdenkst. Ich habe das leider erst sehr viel später als Du.

    Hier tauschen sich Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben. Siehst Du Dich als Alkoholikerin und findest Dich da wieder?

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hallo Alex,


    Danke für deine Nachricht. Ich beschäftige mich nun einige Jahre mit dem Thema und weis, dass es verschiedene Arten von Alkoholikern und Ihrem Suchtverhalten gibt. Ich sehe mich als Alkoholikern. Das zu erkennen und zuzugeben hat mich einige Zeit und viel Mut gekostet. Aber es ernsthaft zuzugeben und mich zu bekennen, habe ich erst als ich es vor meiner Familie und meinem Freund aussprechen konnte.

  • Ja, verschieden sind wir alle. Aber wir haben z. B. gemeinsam, dass kontrolliertes Trinken für uns nicht mehr möglich ist.

    Du hast auch schon mit Familie und Freund darüber gesprochen. Ich persönlich finde das sehr gut. Habe das auch so gemacht und es hat mir viele Ausreden erspart. Außerdem bietet mir keiner mehr unwissend etwas an.

    Hier habe ich unsere Grundbausteine für Dich. Schau Dir das am besten gleich mal an. So hat es bei mir funktioniert.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Soweit ich verstanden habe, möchtest Du abstinent leben. Dann klicke auch auf diesen Link und schreibe kurz etwas dazu.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, LadyRenate.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Wenn Du Fragen zu den Grundbausteinen hast, immer raus damit.

    Wie ist Deine Wohnsituation? Hast Du Dein Umfeld bereits Alkoholfrei gemacht?

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Vielen Dank!

    Ich habe bereits vor 6 Monaten einen Schritt aus meinem alten Umfeld gemacht, wo viel Alkohol getrunken wurde und es nach der Arbeit an der Tagesordnung stand noch ein paar Bier mit den Kollegen zu trinken. Ich habe es da nicht geschafft. Ich habe ein Jobangebot in Stuttgart bekommen und bin dann aus München weggezogen. Hier fällt es mir leichter und ich habe seitdem auch weniger getrunken, es aber dennoch nicht komplett geschafft . Ich wohne alleine, habe generell keinen Alkohol im Haus, das hatte ich immer vermieden.

    Hier merke ich aber sehr das alleine sein. Alle meine Freunde sind in München und ich habe hier noch keine Freunde und auch wenig Ablenkung und mein Job ist deutlich stressiger. Außerdem lebe ich in einer Fernbeziehung, was oft ein triggerpunkt ist für mich.

    Heute ist der bisher schwerste Tag. Ich bin alleine, hatte einen sehr sehr anstrengenden Tag und einige Herausforderungen in der Arbeit und mit meinem Freund. Das ist alles aktuell sehr fordernd und ich weis das sich das in den nächsten Monaten nicht verbessert, da ich wenig an der Situation ändern kann. Ich will aber nicht mehr kurzfristig Alkohol als „Lösung“ nutzen. Dadurch geht es mir nur noch schlechter.

  • Ich will aber nicht mehr kurzfristig Alkohol als „Lösung“ nutzen. Dadurch geht es mir nur noch schlechter.

    Genau so ist es! Und das halte dir immer vor Augen!

    Alles andere wird sich mit der Zeit fügen. Neue Beschäftigungen, neue Freunde, neue Erfahrungen – all das wird kommen, Schritt für Schritt.

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • und es nach der Arbeit an der Tagesordnung stand noch ein paar Bier mit den Kollegen zu trinken. Ich habe es da nicht geschafft.

    Das würde für mich auch gar nicht gehen. Auch jetzt nicht. Und ich habe die drei Jahre schon eine Weile voll und bin sehr zufrieden trocken. Aber in eine trinkende Gruppe setzen, würde ich mich dennoch nicht. Würde mich da sehr unwohl fühlen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Machst du Sport? Du bist noch jung und kannst sogar neue Sportarten beginnen- in der Gruppe hat man dann ganz schnell Anschluss und es geht längst nicht überall ums ‚kabinenbier‘ danach. Ich finde das tut gut und Kontakte sind in einer Umkleide auch gleich viel entspannter.

    Was machst du sonst noch gerne?

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!