Anouk - Ich habe kein Problem mit Alk, ich habe eins ohne Alk

  • Anouk ,
    du stehst ganz am Anfang und bist gerade dabei deine Abstinenz in stabileres Fahrwasser zu bringen.
    Wenn dich richtiger Suchtdruck überkommt, ist es egal was für eine Art von Alkohol in deiner Nähe ist, er kann von dir getrunken werden und zwar sofort.
    Bei Suchtdruck musst du damit rechnen, dass rationales Denken ausgeschaltet wird und dein Suchthirn bestimmt, was du tust.
    Unsere Welt ist voll von Alkohol und das kann ich nicht ändern. Ich kann mir aber ein alkoholfreies Zuhause schaffen, einen Ort an dem ich mich sicher fühlen kann und der Griff zum nächsten Glas mit einigen Unbequemlichkeiten verbunden ist.
    In der Regel klingt Suchtdruck nach +/-20 min wieder ab. Hast du keinen Zuhause, musst du dich erst auf den Weg machen und bis du ihn dann kaufst und trinkst, hast du die Chance, dass du bis dahin wieder klar denken kannst.

    Eine volle geschlossene Roseflasche steht im Keller. Mein Mann ist eingeweiht. Und die bleibt da.
    Die ist für mich wichtig. Das ist ähnlich wie beim Nikotinentzug.

    Alkoholismus ist eine Sucht, Nikotin-Abhängigkeit eine Andere. Jede Sucht hat ihre eigenen Spielregeln und lässt keine Vorhersagen auf andere zu.
    Woher nimmst du diese Sicherheit?

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo Nayouk,

    woher ich die Sicherheit nehme, kann ich Dir nicht sagen.

    Entgegen aller Empfehlungen hilft es mir persönlich zu wissen, dass was da ist. Dieses Wissen von „nix da“ bereitet mir Angst und triggert mich mehr. Dann gehe ich wie ferngesteuert los und kaufe mir eine kleine Flasche Wein. Und habe ich sie gekauft, dann denke ich nicht nach, dann trinke ich sie auch. Das habe ich mehrfach durch. War kein Wein am Abend da, bin ich losgezogen mir welchen zu kaufen u zu trinken (Tankstelle am Sonntag abend, Supermarkt der bis 23 Uhr offen hat).

    Es klingt sicher paradox für dich, ich kann es mir selbst nicht erklären. Der Gedanke, dass Wein da ist, ich diesen aber heute nicht trinken werde, beruhigt mich irgendwie.
    Erstmal denke ich für nur für einen Tag/ Abend. Was morgen ist, werde ich morgen aushandeln. Ich möchte für mich ein Leben ohne Alkohol.

    Auch wenn meine Nächte momentan nicht die Allerbesten sind (unruhiger Schlaf), komme ich morgens trotz Müdigkeit besser aus dem Bett und meine Morgenmuffligkeit ist nicht mehr ganz so stark ausgeprägt. Anscheinend hatte ich doch morgens immer einen leichten Kater 🫣.

  • Herje, hätte ich es nur nicht zugegeben mit der Flasche im Keller.
    Ich habe es durch. Wenn kein Wein im Haus war, wurde ich unruhig u bin abends immer losgezogen und habe mir welchen gekauft u auch getrunken, manchmal heimlich, manchmal daheim vor meinem Mann.
    Es ist absolut gegen jeden Verstand u jede Empfehlung, dass ist mir bewusst.
    Ende 2019 habe ich aufgehört zu rauchen. Das war heftig für mich. Die angefangene Schachtel mit exakt noch 12 Kippen drin, habe ich noch heute.
    Unterschied: wäre die Weinflasche offen, dann hätte ich ein riesiges Problem. Das habe ich auch mit meinem Mann so besprochen.

  • Entgegen aller Empfehlungen hilft es mir persönlich zu wissen, dass was da ist. Dieses Wissen von „nix da“ bereitet mir Angst und triggert mich mehr. Dann gehe ich wie ferngesteuert los und kaufe mir eine kleine Flasche Wein. Und habe ich sie gekauft, dann denke ich nicht nach, dann trinke ich sie auch. Das habe ich mehrfach durch. War kein Wein am Abend da, bin ich losgezogen mir welchen zu kaufen u zu trinken (Tankstelle am Sonntag abend, Supermarkt der bis 23 Uhr offen hat).

    Hi Anouk,

    zunächst einmal herzlich willkommen hier.

    Wenn ich hier über etwas schreiben würde, was meine Abstinenz betrifft und ich würde einheitlich eine Empfehlung bekommen, dann wäre das für mich ein No-Brainer und ich würde machen, was mir geraten wird.;)

    Deine Begründung kann ich auch nicht nachvollziehen. Für mich klingt das danach, dass Du Dir denn Stoff für einen Rückfall bunkerst und Dir beweisen willst das Du die Willensstärke hast zu widerstehen. Nun Momente wo Du widerstehen musst, werden schon noch kommen. Gerade am Anfang war jedenfalls bei mir so, weil mein Suchtprogramm ja noch voll aktiv war und ich erst angefangen hatte ein Alternativprogramm zu schreiben. Und da bin ich nach 4 Monaten Abstinenz immer noch dabei dieses Alternativprogramm zu schreiben und ich rechne auch noch mit weiteren Monaten, die ich brauche, damit das Programm stabil läuft. Und bis dahin setze ich auf maximal Risikominimierung. Wie es hier geraten wird.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Und noch einmal zu dem Zugeben. Du bist hier nicht bei der Beichte. Wenn Du hier über etwas nicht schreiben willst oder etwas nicht diskutieren möchtest. Dann ist das Deine Entscheidung. LG Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hallo Anouk, auch von mir herzlich willkommen.

    Herje, hätte ich es nur nicht zugegeben mit der Flasche im Keller.

    Was soll der Austausch bringen, wenn wir hier nicht ehrlich sind, vor allem zu uns selbst?

    Hier kannst Du bessere Strategien lernen, als Alk im Keller als "Talisman" aufzuheben.

    Wenn kein Wein im Haus war, wurde ich unruhig u bin abends immer losgezogen und habe mir welchen gekauft u auch getrunken, manchmal heimlich, manchmal daheim vor meinem Mann.

    Und genau hier gilt es anzusetzen. Wir haben unserem Hirn Mist beigebracht ("ohne Alk kann ich nicht sein"), aber wir können bis zum letzten Atemzug Neues lernen und die Sucht immerhin stoppen.

    Gegen die innere Unruhe helfen z. B. monotone Handbewegungen, wie beim Stricken, oder Auspowern bei Sport oder Gartenarbeit. Habe ich anfangs jeden Abend gebraucht, jetzt, nach noch nicht 1,5 Jahren, nur noch selten.

    Lass Dich auf andere erfahrungsbasierte Gedanken ein, dafür bist du doch hier, oder?

  • Ich bin erst ganz am Anfang. Ich habe seit 4 Tagen abends nichts getrunken (auch tagsüber nicht). Und das werde ich auch heute abend so handhaben.
    Gestern war ich beim Hausarzt und auch morgen Mittag habe ich einen Termin beim Hausarzt, den ich wahrnehmen werde.
    Das mit dem Stricken ist in der Tat eine gute Sache. Seit letztem Jahr stricke ich regelmäßig, gerne u viel (vorher zwei Jahre gehäkelt). Die letzten Abende konnte ich strickend verbringen, was mich gut abgelenkt hat. Das ist ein Novum für mich. Denn Stricken kann ich nur mit klarem Kopf.
    Sport/ Fitness ist eher nicht so meins. Eher schwinge ich mich aufs Rad und fahre abends ne Runde (vorgestern getan), anstatt spazieren zu gehen, denn dabei habe ich abends immer getrunken.

  • Herje, hätte ich es nur nicht zugegeben mit der Flasche im Keller.

    Du musst hier gar nichts zugeben, du bist für dich hier, für deine Selbsthilfe.

    Bei mir hat es anfangs auch eine Weile gedauert, bis ich verstanden habe, wie das Forum tickt.
    Je offener und ehrlicher ich zu mir selbst und in meinen Beiträgen war, desto hilfreicher waren die Reaktionen, die ich bekommen habe. Manches hat mir gar nicht gefallen, wollte ich so eigentlich nicht hören.
    Aber genau darin liegt die Chance für mich. Es gibt hier im Forum eine Signatur. sie lautet:

    „Da wo‘s piekt, da geht’s lang“.

    Also sei mutig, teile dich mit und du wirst Hilfe zur Selbsthilfe bekommen.

    Viele Grüsse
    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • „Da wo‘s piekt, da geht‘s lang“ Das merke ich mir. Danke!

    Heute abend ist mein 5. Abend ohne Alkohol und piekt es bei mir. Darum schreibe ich jetzt hier.
    Mein Entschluss nüchtern zu bleiben und alkoholfrei zu leben kam nicht von heute auf morgen. Im letzten Jahr dämmerte es mir, dass es nicht normal ist jeden Abend Wein zu trinken. Damit es nicht auffällt wieviel ich trinke, hatte ich angefangen daheim kleine Verstecke (mein Kleiderschrank, ein leerer Schuhkarton im Keller) anzulegen (immer nur Wein). Diese Verstecke füllten sich erstaunlich schnell mit leeren Weinflaschen. Immer öfter musste ich diese heimlich entsorgen und nachfüllen. Das war der Punkt wo ich mir eingestand, ich bin Alkoholikerin. Ich habe ein Problem, wenn ich abends keinen Wein trinke. Um Alkoholikerin zu sein, muss ich mich nicht ins Koma trinken. Ich muss auch nicht ständig den Pegel halten. Tagsüber trank ich nicht, nicht mal ein Glas zum Mittag essen oder Sektempfang bei Firmenveranstaltung. Warum? Weil ich tagsüber die Wirkung von Alkohol nicht mag. Vielleicht war es auch da schon die Angst (denke ich jetzt), dass ich dann noch ein weiteres Glas trinke.

    Meinen Trinkschluss habe ich vorbereitet, zumindest dachte ich das, denn den Arzt hatte ich nicht auf dem Schirm, danke an euch!
    Ich habe alle meine Flaschenverstecke im Vorfeld aufgeräumt. Angefangene Flaschen entleert, Leergut weggebracht. Alles geschah immer heimlich tagsüber, wenn mein Mann im Büro war und die Kids unterwegs bei Freunden oder im Training waren. Ich habe mir eine Zeit rausgesucht, wo ich aufhöre zu trinken, wo ich weniger Streß habe, weniger Termine. Die Kids haben gerade Ferien sind in der Ferienbetreuung, was sie wollten u auch beruflich stehen weniger Termine an. Da ich von daheim flexibel arbeiten kann, ist es optimal. Ich kann Pause machen wann ich will u auch arbeiten wann ich will.
    Auch einen Notfallkoffer habe ich für mich gepackt (kannte ich vom Nikotinentzug).

    Was ist heute Abend anders? Ich habe übersehen, dass mein Mann heute Abend mit seinem Kumpel im Kino ist. Ich bin allein daheim… Uff! Die Kids sind im Bett bzw. in ihren Zimmern und nun? Mein Mann hatte mich gefragt ob es ok ist, wenn er heute Abend nicht da ist und ob ich das hinkriege. Ja, denn ich will ihn nicht einengen und für mein Alkoholproblem einspannen.
    Nach den heutigen Beiträgen hier, die ich wirklich sehr schätze (auch wenn ich kratzbürstig reagiert habe - Entschuldigung), habe ich ihn gebeten die Roséflasche aus dem Kellerregal zu entfernen, entleeren, verschenken, mir egal.
    Tja und nun sitze ich daheim auf der Couch, tippe in mein Handy u weiß nicht so recht was ich mit mir anfangen soll. Für solch einen Abend hatte ich gedanklich keine Strategie vorbereitet. Es ist nicht so, dass ich Suchtdruck habe. Den hatte ich bis jetzt, auf Holz klopf, noch nicht. Ich will klar bleiben und auch morgen will ich nüchtern in den Tag starten. Ich weiß gerade nur nicht, was ich stattdessen machen könnte. Wohnung ist sauber, aufgeräumt. Stricken hatte ich heute schon und gerade bin ich an einem Ärmel. Diese mag ich irgendwie nie gerne Stricken. Podcast hören oder lesen traue ich mir derzeit nicht, da ich dabei immer auch getrunken hatte.Badewanne mit viel duftendem Schaum wäre ne Alternative und hier im Forum lesen.
    Grüße Anouk

  • Nach den heutigen Beiträgen hier, die ich wirklich sehr schätze (auch wenn ich kratzbürstig reagiert habe - Entschuldigung), habe ich ihn gebeten die Roséflasche aus dem Kellerregal zu entfernen, entleeren, verschenken, mir egal.

    Ganz stark, Anouk, auch dass du dich jetzt hier meldest!

    Im Forum lesen ist immer eine gufe Idee. Du könntest auch überlegen, dein Wohnzimmer bzw. Deinen Sitzplatz umzugestalten, damit du es nicht mehr mit Alkohol verbindest.

  • Das finde ich jetzt echt super, dass Du den Wein hast verschwinden lassen.

    Hatte praktisch schon Luft geholt, für meine Argumente. ;)

    Es geht ja darum, ein Leben ohne Alkohol zu führen. Da macht es keinen Sinn, welchen in der Nähe zu haben.

    Ich habe mich in Deinen Beschreibungen absolut wieder gefunden. Kein Abschießen (fast nie). Nur abends. Funktioniert und nicht auffällig. Auch das mit den Verstecken. Oh, man. Immer wieder gut, wieder daran erinnert zu werden.

    Ich habe immer abends, vor dem Laptop getrunken. Und wo sitze ich jetzt? Vor dem Laptop.

    Und morgen früh hängt dann der Teebeutel meines Gute-Nacht-Tees noch in der Tasse. Weil ich vergessen habe etwas zu trinken.

    Das ergibt sich ganz von selbst, mit der Zeit. Aber die muss eben erst mal in Ruhe erreicht werden.

    Also, konkreter Tipp. Am Anfang habe ich abends alkoholfreie Flüssigkeiten in großen Mengen in mich rein geschüttet. Ich hatte auch total "Durst". Musste in Kauf nehmen, dass ich viel auf die Toilette musste, und auch nachts noch ein, zweimal raus. Egal, alles besser als Trinken.

    Außerdem hat der "Durst" nachgelassen, wenn der Bauch schön voll war.

    Nach ein paar Tagen fing mein Hirn an zu merken, dass die ganze Trinkerei nichts bringt. Weil es ja nicht rein gebirnt hat. Und da ließ der "Durst" immer mehr nach.

    Ich habe so viele Jahre gesoffen. Natürlich brauchte das seine Zeit, bis sich die Gewohnheit angepasst hat. Aber das hat sie. Stück für Stück. Mir geht es heute super und ich vermisse gar nichts. Ich komme sogar hier her, damit ich nicht vergesse, dass ich Alkoholiker bin.

    Bis es soweit ist, ist Risikominimierung einer der wichtigsten Stützpfeiler (na ja später eigentlich auch). Und da hast Du heute einen großen Schritt gemacht. :thumbup:

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Danke für eure Beiträge. Der Abend lief doch anders als gedacht. Das duftende Schaumbad ist unbenutzt abgelassen und ich liege bereits im Bett, wenigstens mit geputzen Zähnen. Neben mir liegt jetzt das jüngere Kind, da es weinend runterkam (schlecht geträumt) und momentan viel Nähe braucht. Irgendwas ist immer. ;)

    Mein Mann hat sich auch gemeldet und wollte wissen, ob bei mir alles ok ist. Er nimmt die nächste S-Bahn u ist bald da.


    Ich bin froh heute klar und nüchtern geblieben zu sein. Mein Weg ist wohl weiter als vor Tagen gedacht.
    Gute Nacht

  • Neben mir liegt jetzt das jüngere Kind, da es weinend runterkam (schlecht geträumt) und momentan viel Nähe braucht. Irgendwas ist immer. ;)

    :thumbup::thumbup::thumbup:

    War das nicht ein gutes Gefühl klar und sofort reagieren zu können?

    lG WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo in die Runde,

    meine Nacht war eher durchwachsen mit Schlafgast und meinem unruhigen Schlaf derzeit. Zumindest habe ich die Nacht weniger geschwitzt.

    Heute Morgen hatte ich wieder einen Termin beim Hausarzt. Meine Blutwerte vom letzten Mal (Dienstag) waren unauffällig - puh! Auch heute hat mein Arzt wieder Blut abgenommen (Kontrolle) und sämtliche Vitalwerte gemessen, die alle im Normalbereich waren. Auch hat ermir heute Tel.nummern der örtlichen Suchtberatung und Kontaktdaten einer Selbsthilfegruppe vor Ort mitgegeben. Da weiß ich noch nicht, ob ich Kontakt aufnehme. Den nächsten Termin bei ihm habe ich Montag. Da möchte er einen großen Gesundheitscheck machen. Mein Hausarzt sagte heute zu mir, dass er es ganz stark findet, dass ich von mir aus zu ihm gekommen bin. Das hat mich gefreut und noch mehr ermutigt meinen Weg ohne Alkohol weiter zugehen. Er fragte mich auch, ob er mich am Wochenende anrufen darf, eine Art "Kontrolle" und um zu hören wie es mir geht. Aus seiner Erfahrung können Wochenenden für süchtige Menschen ein Risiko oder Trigger sein und er möchte mich unterstützen. Wow! Dabei bin ich nichtmal privatversichtert und er kann für mich nur einmal die Pauschale im Quartal abrechnen. Ich bin wirklich positiv überrascht und habe dem Anruf am Wochenende zugestimmt.

    Einmal editiert, zuletzt von Anouk (24. April 2025 um 10:58)

  • Ein sehr engagierter Arzt! Super, das freut mich für Dich, Anouk!

    So nach und nach wird es Dir immer besser gehen, es dauert halt alles seine Zeit, bis Du wieder auf dem normalen Level bist.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Er fragte mich auch, ob er mich am Wochenende anrufen darf, eine Art "Kontrolle" und um zu hören wie es mir geht. Aus seiner Erfahrung können Wochenenden für süchtige Menschen ein Risiko oder Trigger sein und er möchte mich unterstützen.

    Der Arzt hat Wissen über die Alkoholkrankheit, da kannst du dich glücklich schätzen, dass du ihn hast.

    Auf der Suche nach einer realen SHG bin ich auf dieses Forum gestoßen. Ich hatte es mir offen gelassen, ob ich parallel eine Gruppe vor Ort aufsuche. Bis heute hat sich daran nichts geändert.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hi Anouk,

    ich finde das, was Du schreibst, liest sich sehr reflektiert und motiviert. Da kannst Du auch stolz auf Dich sein, wie zielstrebig Du Deine Nüchternheit angehst.

    Top Arzt. Mit einer realen SHG halte ich es bis jetzt wie Nayouk. Bei der Suchtberatung habe ich regelmäßige vier wöchentliche Termine, die ich dazu nutze, um zu reflektieren, wo ich bezüglich meiner Nüchternheit so stehe. Bei meiner Hausärztin habe ich auch regelmäßige monatliche Termine, wo ich neben medizinischen Fragen auch immer den aktuellen Stand meiner Abstinenz bespreche. Die Termine bei Beiden werde ich mindestens ein Jahr beibehalten. Und zusammen mit der SHG hier fühle ich mich gut aufgestellt, um stabil trocken zu werden.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Kurze Meldung von mir. Der Tag war gut.

    Nach dem Abendessen und dem anschließendem Aufräumen, Kinder in den bettfertigen Zustand begleiten, kam bei mir der Gedanke an Alkohol, Nicht in dem Sinne ich will jetzt trinken, sondern eher wieder, was mache ich stattdessen? Heute war ich abends ne Runde mit dem Rad unterwegs.
    Am Ende saß ich weinend auf ner Bank. Wieso kam es dazu? Es war kein Suchtdruck in dem Sinne, wie ich es vom Nikotinentzug kenne (da hätte ich die Tapete mit Fingern abgekratzt), sondern eher so in Richtung: wieso bin ich da gelandet, wo ich gerade bin?

    Nun ja darauf habe ich heute noch keine Antwort. Aber ich bin stolz auf mich, dass ich nüchtern im Bett liege.
    Mal sehen wie die Nacht wird.

  • Am Ende saß ich weinend auf ner Bank.

    Die Reflektion des eigenen Seins und dessen was war, bringt Emotionen hervor,
    da fließen auch mal Tränen. Bei mir waren es Tränen der Erleichterung und der Dankbarkeit.

    Was war kann ich nicht mehr ändern. Ohne Alkohol sitze ich wieder im Driver Seat und nicht der Alkohol.
    Ich entscheide über meine abstinente Zukunft.
    Es lohnt sich so sehr.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

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