DTH77 - Hallo und Vorstellung

  • Es ist so, dass sich viele Normalverbraucher nicht mit der Alkoholsucht auskennen, DHT. Einmal süchtig bedeutet Abstinenz bis zum Lebensende, wenn man länger leben möchte.

    Wer wirklich süchtig ist, bei dem wird sich die Trinkmenge zudem im Laufe der Zeit steigern. Das ist auch bei mir so gewesen. Man muss nicht unbedingt schon am Morgen trinken, um süchtig zu sein.

    Deswegen, auch wenn Du Deiner Meinung nach wenig getrunken hast, wäre es im Laufe der Zeit unausweichlich mehr geworden!

    Immer nur einen Tag für den anderen denken.

    Alkohol ist ein Nervengift und es ist auf alle Fälle gut, diesen wegzulassen.

    Fang nicht an, es Dir schönzureden. Es hatte seinen Grund, warum Du mit dem Saufen aufgehört hast und Dich hier angemeldet hast.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Kann es sein, dass Du noch sehr jung bist, oder warum schreckt dich der Gedanke der lebenslangen Abstinenz so?

    Ich finde gerade am Anfang ist der Gedanke an eine lebenslange Abstinenz erschreckend.

    Sich einzugestehen, dass man bis zu seinem Ende etwas nie wieder machen kann, ist erschreckend, besonders wenn man sich andere Menschen anschaut, die diese Krankheit nicht haben.

    Auch die Einsicht, an etwas erkrankt zu sein für das es keine Heilung gibt, ist erschreckend.

    Wichtig ist, dass man sich dessen bewusst wird und dementsprechend handelt. Wenn man dabei erschrocken ist, ist es doch nur menschlich.

  • Wenn man dabei erschrocken ist, ist es doch nur menschlich.

    Natürlich, mich wundert es nur, dass es so kurz nach der Anmeldung schon kommt, inkl. KT- Grdanken. Aber wenn der Freund in der Gegewart des frisch Abstinenten trinkt und ihm auch noch Alk anbietet, ist es wiederum nicht erstaunlich.

    Es ist "nur" die Sucht, DTH, und die Werbung, die uns einreden, dass Alkohol einfach zum Leben dazugehört. Dabei ist längst erwiesen, dass Alk ein vom ersten Schluck an schädliches Nervengift ist.

    Ein zufriedenes Leben ohne Alkohol ist möglich, oft wird es sogar erst ohne Alk möglich. Das kannst du hier in unzâhligen Erfahrungsberichten nachlesen.

    Aber: nur nicht trinken reicht nicht, da muss ich noch mehr auf den Prüfstand stellen und ggf. Verändern. Nur Mut!

  • Ich erinnere mich dass ich ganz am Anfang auch den Gedanken hatte- schade- so ein bisschen kontrolliert trinken zu können wäre schon toll.

    Ich versuchte so ‚normal‘ wie möglich weiterzumachen. Die gleichen Leute, die gleichen Parties- nur ich eben mit alkoholfrei. Dafür hab ich mich noch von meinem nassen Umfeld feiern lassen und war tierisch stolz.

    Aber 1. war das ein Kraftakt und 2. wäre das nicht mehr lange gut gegangen. Irgendwann hätte ich wieder mitgetrunken.

    Ein Umdenken musste her, alternatives Freizeitprogramm, das jetzt vermehrt tagsüber statt abends stattfand.

    Vertiefung von Beziehungen mit Menschen die auch den Fokus nicht auf das Feierabendbier legen- davon gab es Gott sei dank noch ein paar in meinem Umfeld.

    Klare Absagen an Veranstaltungen die nur zum Saufen da sind- keine Kneipen mehr.

    Meine Stammkneipe habe ich nie wieder betreten und werde dort auch nicht vermisst. Und ich brauch das auch nicht mehr. Ab und zu sehe ich einen ehemaligen Saufkumpan an meinem Fenster vorbeischwanken- unverständliches Zeug vor sich hinbrabbelnd. Der kommt gerade heim und ich sitze schon beim Kaffee. Da werde ich alles andere als wehmütig. Er tut mir leid aber er ist selbst erwachsen.

    Heute will ich gar nicht mehr kontrolliert trinken können- wozu? Es gibt keine Situation die durch Alkohol schöner oder auch nur besser erträglich wird.

    Rituale mussten geändert, Gewohnheiten ‚überschrieben‘ werden, aber das geht und macht wirklich innerlich zufrieden.

    Nach etwas über einem Jahr Nüchternheit geht es mir so gut wie seit 20 Jahren nicht mehr. Und in letzter Zeit höre ich immer wieder dass man mir das auch ansieht,

    Also: Nicht nur nicht Trinken, sondern einen Rahmen für ein gutes nüchternes Leben schaffen. Irgendwann vermisst du nichts mehr. Nur die blöde Suchtstimme meldet sich noch ab und zu wie ein Kind das noch nicht schlafen will. Aber man lernt auch sie zurück ins Bett zu schicken. Schon eine Stange Arbeit- aber es lohnt sich so sehr!

  • Gerade ist es toll ich hab 4 Wochen durch gehalten , es ist cool und ich bin stolz aber denk ich in 4 Monaten auch noch so ?

    Nach 4 Monaten war es bei mir besser als nach 4 Wochen. Freu dich drauf, nüchtern zu sein wird nämlich immer besser und schöner.

    Am besten ist es tatsächlich immer nur in kleinen Schritten zu laufen und zu denken. Nur heute trinke ich nicht. Das ist sehr überschaubar und gut machbar. Aus den vielen „Heute“ werden dann Wochen, Monate und Jahre. Nie wieder hört sich so dramatisch an. Damit hatte ich auch meine Probleme.

    Und das Gute ist, je länger du nüchtern bist, desto seltener möchtest überhaupt noch Alkohol trinken.

    Es ist gut das mit dem Partner zu besprechen und klar zu sagen was Sache ist. Idealerweise auch im Familien- u. Freundeskreis.

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    🦋 Heute trinke ich nicht 🦋 Heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Ich erinnere mich dass ich ganz am Anfang auch den Gedanken hatte- schade- so ein bisschen kontrolliert trinken zu können wäre schon

    Also: Nicht nur nicht Trinken, sondern einen Rahmen für ein gutes nüchternes Leben schaffen. Irgendwann vermisst du nichts mehr. Nur die blöde Suchtstimme meldet sich noch ab und zu wie ein Kind das noch nicht schlafen will. Aber man lernt auch sie zurück ins Bett zu schicken. Schon eine Stange Arbeit- aber es lohnt sich so sehr!

  • Vielen lieben Dank genau so ist es !!!
    Man braucht nicht trinken und es tut mir nicht gut , ich muss mich nicht mehr schlecht fühlen weil ich trinke , oder das mich wer als Alki bezeichnet !!!

  • DTH77 , wenn du zitiert hast, dann einfach unterhalb/ausserhalb der Zitatbox deinen neuen Text schreiben, so hast du den direkten Bezug zum Zitat.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich hatte gestern einen ziemlich Zwist mit meinem Partner , ich habe mir Mühe gegeben dir Wände zu streichen und er konnte nur motzen das es nicht ordentlich genug gearbeitet war , er moserte so lange rum das ich fast losgefahren wäre um was zu trinken zu kaufen , aber ich tue es für mich nüchtern zu bleiben nicht für ihn . Heute hat er sich sehr lieb entschuldigt und es ist wieder gut , abends bei Bekannten wurde mir sekt angeboten den ich nicht wollte und er unterstütze mich auch da . Ich selber hadere dann immer wie ich wirklich Abstinenz lernen kann wenn mich so schnell was aus der Bahn wirft

  • 31 Tage habe ich nun geschafft und es gibt andere Gedanke morgens als nur das trinken ,

    Wie ist das eigentliche mit Alkohol im essen oder Kuchen , es heißt doch auch das ist wieder ein Anfang zum trinken , warum ist das so , ? Wenn kein Alkohol da ist wird man doch nach einer rotweinsosse nicht rückfällig ? Sorry wenn das naiv klingt aber suche dazu antworten . Dankeschön

  • Es ist immer ein gewisser Anteil an Alkohol enthalten. Und das kann triggern. D.h. man bekommt Suchtdruck und auch der Geschmack kann etwas auslösen.

    Deswegen sollte man Lebensmittel mit Alkohol meiden. Ebenso "Alkoholfreie" Ersatz-Getränke. Es ist immer Restalkohol enthalten.

    Wenn Dir Deine Abstinenz wichtig ist, dann verzichte auf solche Dinge, DTH.

    LG Elly

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    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Das ist nicht naiv sondern eine berechtigte Frage, DTH.

    Alkohol in geringsten Mengen kann triggern und ich bekomme z.B. Suchtdruck. Bei jedem Menschen anders.
    Es gibt einen Grundsatz, wenn ich es nicht weiss, ob Alkohol drin ist, schau ich nach. Weiss ich es, lass ich es.
    Weiss ich es und mache es trotzdem rufe ich u.U. mein Suchthirn auf den Plan.
    ".... na siehste ging doch und nix ist passiert...". Das nächste ist dann die Praline mit Alkohol und später dann "nur das eine Glas",
    "hat doch bisher alles geklappt und nix ist passiert.....". Die Geschichte kannst du selber fortschreiben.

    Ein Alkoholiker kann Alkohol nicht kontrollieren und weil er dass nicht kann, darf er keinen Alkohol mehr zu sich nehmen.
    Das gilt übrigens auch für Mundwasser, Medikamente in Tropfenform, bestimmte Sorten von Essig usw.
    Es gibt hier viele Geschichten, die genau wegen soetwas zum Rückfall geführt haben.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Vielen Dank für die Antworten , das verstehe ich , da ich eigentlich auch meist aufhören konnte wenn kein Alkohol mehr da ist möchte ich es nicht drauf ankommen lassen , ja ich denke es ist viel dran wenn es einmal klappt könnte es wieder klappen und so wird es ständig mehr bis es nicht mehr klappt . Hab ja nun viel gelesen das viele nach 6 Monaten rückfällig werden da sie denken sie haben es unter Kontrolle , ich selbst muss mir immer sagen das ich es eben nicht mehr unter Kontrolle hatte , Flasche musste leer sein .
    Nun kommen soviele Gedanke das ich ja einfach aufhören konnte und das ich ja keine Entzugs Probleme hatte , das ich vielleicht doch nur mussbrauch machte und es doch nicht schlimm war ? Dann muss ich mir meine drei letzen Abstürze gedanklich holen wo ich wirklich besoffen war und es andere Leute oder Familie merkten , das will ich nie mehr das ist so beschämend .

  • ich selbst muss mir immer sagen das ich es eben nicht mehr unter Kontrolle hatte , Flasche musste leer sein .

    Das nennt man Kontrollverlust, DTH.

    Und je mehr Du trinken würdest, desto mehr würde es eskalieren und Du schädigst damit Deine Gesundheit, sowie würden die peinlichen Momente immer mehr werden. Bis es für Dich nicht mehr erträglich sein würde.

    Lass es nicht so weit kommen, sondern tritt auf die Bremse, und zwar lebenslang, denn Du hast die Kontrolle schon längst über den Alkohol verloren.

    Ich wiederhole: Rede Dir das alles nicht schön.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

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