Boss, Wenn das erste Bier den Tag beendet

  • Ich lese da unglaublich viele Fragen, Boss.

    Nicht böse gemeint, aber für mich ist da keine sinnvolle dabei. Ich trinke nicht.

    Ich frage mich, brauche ich morgen einen Schal? Möchte mich ja nicht erkälten. Mit der Frage kann ich etwas anfangen.

    Fragen zum Trinken bringen mich keinen Schritt weiter. Im Idealfall komme ich zum Ergebnis, dass ich nichts trinke.
    Da bin ich aber doch schon.

    Musst Du Dich noch selbst überzeugen? Viele brauchen eine "Extrarunde" ich hoffe, Du nicht.

    Bei der Rechnerei neulich dachte ich noch, ich rechne ja auch alles Mögliche aus. Jetzt frage ich mich doch, ob Du rechnest, um Dich selbst zu überzeugen. :/ Dass die Menge ausreichend war?

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hi Boss,

    zuerst einmal die Frage ist Deine Bude alkfrei? Wenn es so ist, dann bist Du safe. Alkohol kommt nicht alleine durch die Tür rein.

    Zweitens, hast Du Dir Grundbausteine noch einmal durchgelesen? Hast Du sie verstanden und umgesetzt?

    Drittens, hast Du Deinen Notfallkoffer gepackt?

    Viertens, Du bist jetzt in der vierten Woche, da war Suchtdruck bei mir auch mal da. Ist zu erwarten, oder? Ich habe von Anfang an, wie ich es hier gelernt habe, die Gedanken, die mir mein Suchtgedächtnis aufdrängen wollte, nicht festgehalten. Die Kreisen dann eine Weile und verschwinden dann wieder. In Minuten eher, als in Stunden. Ich habe mich auf gar keinen Fall mit diesen Gedanken beschäftigt. Worauf es hinausläuft, ist eh klar.

    Kennst Du die HALT Regel? Mir hat bei Saufdruck immer gut geholfen ordentlich zu Essen oder zu Trinken. No Alk natürlich.

    So und ganz zum Schluss. Ich war ca. 10 Jahre meines Lebens als Tischler selbstständig. Allerdings war in dieser Zeit kein Alkoholiker. Und ich hatte gerade zu Beginn nicht erst einen Alkoholentzug gemacht und meine Abstinenz begonnen. Was ich damit schreiben will, wäre ich an Deiner Stelle würde ich den Beginn meiner Selbstständigkeit um mindestens ein Jahr verschieben. Und das Jahr dazu nutzen stabil trocken zu werden und mich in aller Ruhe auf die Selbstständigkeit vorbereiten. Denn mein Eindruck ist das Du trotz Deines Nicks Boss jetzt schon auf Anschlag gehst. Kein Angriff. Aber das heißt Selbstständigkeit. Du bist der Boss vom Ganzen.

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Sorry, ich bin immer für einen guten Austausch zu haben und sicherlich nicht beratungsresistent. Aber hier steht nur Müll drin. Den ich bis auf den letzten Satz unkommentiert lasse. Nichts für ungut. Trotzdem danke.

  • Ich lese da unglaublich viele Fragen, Boss.

    Nicht böse gemeint, aber für mich ist da keine sinnvolle dabei. Ich trinke nicht.

    Ich frage mich, brauche ich morgen einen Schal? Möchte mich ja nicht erkälten. Mit der Frage kann ich etwas anfangen.

    Fragen zum Trinken bringen mich keinen Schritt weiter. Im Idealfall komme ich zum Ergebnis, dass ich nichts trinke.
    Da bin ich aber doch schon.

    Musst Du Dich noch selbst überzeugen? Viele brauchen eine "Extrarunde" ich hoffe, Du nicht.

    Bei der Rechnerei neulich dachte ich noch, ich rechne ja auch alles Mögliche aus. Jetzt frage ich mich doch, ob Du rechnest, um Dich selbst zu überzeugen. :/ Dass die Menge ausreichend war?

    Ich hab hier aufgeschrieben was in der Birne in den Moment abgeht. Ist jetzt so, ist aber kein Grund wieder rein zu gehen. Ne extrarubde brauche ich nicht. Dann lege ich ja die Karriere hin, die die meisten hier hingelegt haben bis es geklickt hat. Es hat geklickt. Ich hab noch Probleme damit. Nicht ständig, aber es passiert (leider) noch. Ich bleib am Ball. Wie Hartmut sagt, ich muss den Film da oben wechseln.

    LG

  • Hallo Boss,

    na, da hat dein SuchtGedächtnis ja bravourös und mit aller Eloquenz zugeschlagen …

    Du kannst zwar deinen Alltag nicht meiden, aber du kannst ihn zu deinen Gunsten ändern. Ich halte es für essenziell wichtig, einen strukturierten Tagesablauf zu haben. Regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend trinken, Ruhepausen und mindestens 6- 7 Stunden Schlaf. Also eine gute „Work Life Balance“.

    Stress ist für uns alle Worst Case, insbesondere am Anfang der Trockenheit. Stress kann man allerdings nicht immer meiden. Er macht das Leben ja irgendwie auch lebendig und gehört einfach dazu, ob ich es will oder nicht.

    Aber wenn ich ausgeschlafen bin und für gutes Essen gesorgt habe, bin ich wesentlich resilienter. Und für diese eigene Resilienz kann ich selber sorgen- jeden Tag. Für mich eine der wichtigsten Säulen, um dauerhaft trocken zu bleiben.

    Wie sieht deine Tagesstruktur aus? Hast du eine?

    Viele Grüße Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Weil es auch schon ein paar hier geschrieben haben.

    Ja, ich habe eine gute Routine, einen klaren Tagesplan, und der unterscheidet sich im Grunde nicht von dem, wie ich vorher gearbeitet habe. Wochenenden sehen aber anderes aus. Unstrukturierter.

    Aufstehen. Fertig machen. Kita. Arbeit mit Fokus.

    Mittagspause Sport (seit zwei Wochen).

    Essen.

    Arbeit light.

    Kita, Haushalt, Kind.

    Falls nötig eine Extraschicht.

    Abend.

    Da habe ich bisher noch nichts, das das Trinken ersetzt. War gestern aber auch nicht das Thema.

    Das Problem ist momentan nicht, dass ich arbeiten muss.

    Im Gegenteil. Aktuell kann ich es im Vergleich zur Festanstellung sogar ruhiger angehen lassen. Da hatte ich extrem viel Verantwortung. Was ich jetzt mache und alles rund um die Selbstständigkeit ist dagegen Killefitz.

    Aber ja, ich arbeite gerade oft bis spät in die Nacht. Das liegt einfach daran, dass ich das Fundament baue und auch nüchtern bin.

    Das will ich möglichst schnell vor Weihnachten erledigt haben. Danach sollte es wieder in geordneten Bahnen laufen.

    Aber das war nicht das Problem.

    Gestern hat sich über den Tag einfach diese Drucksituation aufgebaut. Das ist Alltag für mich. Nicht jeden Tag, aber es wird vorkommen. Alle paar Wochen. Mal heftiger. Mal weniger. Irgendwas, was mich challanged; aus der Konforzone bringt.Die Frage ist nicht, ob das passiert. Die Frage ist, was ich jetzt daraus mache.

    Gestern war es, als würde ich mit 300 kmh durch den Berufsverkehr rasen. Bin ausgestiegen und musste durchatmen.

  • Und ich?
    Ich soll Alkoholiker sein?
    Vier, fünf Bier am Tag?
    Manchmal weniger, manchmal mehr?

    Hey Bro,

    irgendwie hab ich jetzt ein mega schlechtes Gewissen. Das wollte ich natürlich nicht, dass ich da trigger auslöse war mir nicht klar. Schau mal du hast ja selbst geschrieben das es in Wirklichkeit meist mehr als 4-5 Bier waren 😉, das ist kein Wettbewerb du darfst jetzt nicht ins zweifeln kommen. Bitte schreib falls was ist und sei vorsichtig, du kommst mir gerade ich sag mal, gestresst vor. Hör bitte auf die Ratschläge der älteren, bau bloß kein scheixx, das würde mir mehr als leid tun.

    Gruß R/no

  • Hey Bro,

    irgendwie hab ich jetzt ein mega schlechtes Gewissen. Das wollte ich natürlich nicht, dass ich da trigger auslöse war mir nicht klar. Schau mal du hast ja selbst geschrieben das es in Wirklichkeit meist mehr als 4-5 Bier waren 😉, das ist kein Wettbewerb du darfst jetzt nicht ins zweifeln kommen. Bitte schreib falls was ist und sei vorsichtig, du kommst mir gerade ich sag mal, gestresst vor. Hör bitte auf die Ratschläge der älteren, bau bloß kein scheixx, das würde mir mehr als leid tun.

    Gruß R/no

    Nein, keine Sorge. Dafür ist der Austausch ja da. Um zu sehen, wo es klemmt. Ich sehe das positiv. Es war schon seltsam genug, dass die Anfangszeit so gut lief. Jetzt weiß ich zumindest etwas mehr und weiß auch, was ich vermeiden sollte.

    Rechenbeispiele zum Beispiel.

    Wobei… ich rechne eigentlich ganz gerne. 😅

  • Du könntest ja mal überlegen, ob es für dich eine andere „Belohnung“ nach so einem Tag gibt.

    Etwas, wodrauf du dich freuen kannst, was dir Spaß macht und dich erfüllt.

    Bei mir ist es z.B. etwas Kreatives machen oder besonders gutes Essen 😁

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Du könntest ja mal überlegen, ob es für dich eine andere „Belohnung“ nach so einem Tag gibt.

    Etwas, wodrauf du dich freuen kannst, was dir Spaß macht und dich erfüllt.

    Bei mir ist es z.B. etwas Kreatives machen oder besonders gutes Essen 😁

    Das wäre tatsächlich etwas, was ich gerne hätte. Ich dachte, es könnte das Zocken werden. Aber irgendwie fehlt mir gerade der Drive dafür. Da summt einfach zu viel in der Birne herum. Und das hat nicht mal was mit Mr. Sucht zu tun.

    Es sind nicht mal negative Sachen.

    Eher so dieses:

    „Ach, das willst du noch machen.“
    „Das ist eine gute Idee.“
    „Denk noch daran.“

    Bla bla bla.
    Der Kopf macht einfach Lärm.

    Hätte gerne irgendwas, das mich abschalten lässt. Irgendeine Beschäftigung oder so und nein kein Alk.

  • Ich bin vor 5-6 Jahren noch 10km gejoggt, meine trinkmenge war vor dieser Zeit ziemlich ähnlich hoch wie deine, vielleicht hilft das dir ja ein bisschen. Ich war da aber auch schon lange Alkoholiker und wollte es auch nicht wahrhaben, die gleichen Gedanken die dir gerade durch den Kopf gehen, irgendwelche die mehr getrunken haben gab es immer. Lies dir bitte nochmal deinen Faden durch, du hast am Anfang was von 4-5 B pro Abend geschrieben, später dann doch mehr, 6-8? , eine Kiste 2-3 Tage etc.

    Ich würde sagen du darfst dich Alkoholiker nennen.

    Und ich mach mir gerade ein wenig Sorgen und lass den Flugmodus mal aus, das ist eine Ehre 😬 ich bin konsequenter Flugmodusmann.

    Gute Nacht und pass auf, besonders jetzt.

    LG R/no

  • Hätte gerne irgendwas, das mich abschalten lässt.

    Ich bekomme meinen Kopf frei, wenn ich koche oder Yoga mache. Da gibt’s ja auch online sehr gute Sachen zum Mitmachen, wenn kein Yoga Studio um die Ecke ist.
    Zocken ist aus meiner Sicht Hochstress fürs Hirn 😎

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Ich bin vor 5-6 Jahren noch 10km gejoggt, meine trinkmenge war vor dieser Zeit ziemlich ähnlich hoch wie deine, vielleicht hilft das dir ja ein bisschen. Ich war da aber auch schon lange Alkoholiker und wollte es auch nicht wahrhaben, die gleichen Gedanken die dir gerade durch den Kopf gehen, irgendwelche die mehr getrunken haben gab es immer. Lies dir bitte nochmal deinen Faden durch, du hast am Anfang was von 4-5 B pro Abend geschrieben, später dann doch mehr, 6-8? , eine Kiste 2-3 Tage etc.

    Ich würde sagen du darfst dich Alkoholiker nennen.

    Und ich mach mir gerade ein wenig Sorgen und lass den Flugmodus mal aus, das ist eine Ehre 😬 ich bin konsequenter Flugmodusmann.

    Gute Nacht und pass auf, besonders jetzt.

    LG R/no

    Geh schlafen! 😅 Ich bin und bleibe nüchtern. Und natürlich bin ich Alkoholiker, sonst wäre ich nicht hier und würde nicht gegen meine Cravings kämpfen. Die Ambivalenz in meinem Kopf habe ich ja nur einmal niedergeschrieben. Ich beobachte diese Stimmen, versuche zu trennen, aber vielleicht sollte ich wirklich etwas pragmatischer werden und nicht alles so verkopft betrachten.


    Es ist Sucht. Es sind Suchtgedanken. Ich bin krank. Das gehört jetzt einfach dazu. Also: ablenken und weitermachen.

    Ich habe mir heute im Rewe so einen Heil- und Nerventee gekauft. Riecht schon nach kompletter Verwesung. Egal. Den kippe ich mir jetzt rein und fasse heute nichts mehr an.

    Einmal editiert, zuletzt von Boss (9. Dezember 2025 um 22:07)

  • Ich bekomme meinen Kopf frei, wenn ich koche oder Yoga mache. Da gibt’s ja auch online sehr gute Sachen zum Mitmachen, wenn kein Yoga Studio um die Ecke ist.
    Zocken ist aus meiner Sicht Hochstress fürs Hirn 😎

    Klar ich und Yoga 😂. So verzweifelt ist der Boss noch nicht (nicht falsch verstehen). Kochen finde ich aber auch gut.

  • Du wirst schon noch etwas finden, was DICH erfüllt und glücklich macht :lol:

    Jeder Gedanke in mir der Pro Alkohol ist, ordne ich meinem süchtigen Anteil zu. Und das Suchthirn kann unfassbar eloquent und perfide sein.

    Schlaf gut ... und es gibt übrigens auch Tees, die gut schmecken und gleichzeitig gut riechen :mrgreen:

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Aber hier steht nur Müll drin.

    Da nimmt sich jemand die Zeit und macht sich die Mühe, einfach ein paar Basics nochmal zu hinterfragen, und teilt dir noch eigene Erfahrungen mit und du bezeichnest es als Müll? Wenn du damit nichts anfangen kannst, dann lass es einfach stehen und geh weiter. Ist zwar auch nicht gerade wertschätzend, aber immer noch besser als das, was du abgeliefert hast.
    Denk mal drüber nach, wie soetwas auf dich wirken würde.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Da nimmt sich jemand die Zeit und macht sich die Mühe, einfach ein paar Basics nochmal zu hinterfragen, und teilt dir noch eigene Erfahrungen mit und du bezeichnest es als Müll? Wenn du damit nichts anfangen kannst, dann lass es einfach stehen und geh weiter. Ist zwar auch nicht gerade wertschätzend, aber immer noch besser als das, was du abgeliefert hast.
    Denk mal drüber nach, wie soetwas auf dich wirken würde.

    Ich verstehe deinen Punkt, und mir ist völlig klar, dass der Beitrag gut gemeint war. Das war auch nichts Persönliches gegen die Person. Für mich war schlicht die Aussage, man solle ein Jahr lang nicht arbeiten, komplett realitätsfern. Deshalb habe ich so reagiert.

    Ich sehe ein, dass ich besser gar nicht erst hätte darauf eingehen sollen.
    Danke für dein Feedback.

    Gute Nacht.

  • Für mich war schlicht die Aussage, man solle ein Jahr lang nicht arbeiten, komplett realitätsfern.

    Hat er nicht geschrieben, die Selbstständigkeit verschieben? Vorher warst du ja, wie ich gelesen habe, auch irgendwo angestellt.

    Ich finde es auch nicht sonderlich glücklich, dass dein erstes Jahr der Abstinenz (was ja auch erstmal „geschafft“ werden muss) und dein erstes Jahr der Selbstständigkeit aufeinander fallen. Das birgt Stress! Und du schriebst doch auch, dass Stress bei dir ein Auslöser sei!?

    So abwegig fand ich daher den Beitrag von Kazik nicht.

    Und zu alternativen Beschäftigungen würde ich dir Sport empfehlen, da tust du was für Körper und Geist. Hast du früher mal Sport gemacht? Wenn Yoga nichts für dich ist und dann geh doch ins Fitnessstudio oder so. Was ich von Zocken halte (auch hinsichtlich der Vorbildwirkung für Kinder) schreibe ich jetzt mal lieber nicht - sonst landet mein Beitrag auch hier —> 🗑️:mrgreen:

    Grüße KW

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

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