Sonnenmensch - Vorstellung

  • Hallo Leute,

    ich mache es kurz. Ich kriege es nicht hin. Bin ein Epsilon Trinker. Bin 31 jetzt. Lange wollte ich es nicht einsehen. Mit 20 hab ich meine erste Therapie gemacht. Bin raus und habe zwei Wochenenden später wieder losgelegt. Habe mich da nie verstanden gefühlt.
    Das komische ist, es gibt Phasen, wo ich ganz normal trinke und dann kommt der Turn.
    Ich fange an und kann einfach nicht aufhören. Ich MUSS weiter trinken. Meistens eine Nacht durch, dann geht es wieder. Zu dem werde ich aggressiv wenn ich betrunken bin.

    Ich war 7 Jahre trocken und vor einem halben Jahr dachte ich, ich probiere es nochmal. Hatte letzte Woche einen Absturz und verbanne den Alkohol wieder. Vor 7 Jahren ging es super.

    Was mir zugute kommt, ist dass ich einen starken Charakter habe wenn ich nüchtern bin. Das erste Glas stehen lassen, das war meine Devise und hat auch 7 Jahre funktioniert.

    Alkohol wird bei mir immer wieder in einem Desaster enden.

    Frohe Weihnachten euch allen

  • Hallo Sonnenmensch,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    7 Jahre abstinent, das ist doch toll. Schade, dass Du das Erreichte wieder aufs Spiel gesetzt hast.

    Ein Alkoholiker kann nicht kontrolliert trinken, nie wieder, egal wie Du es nennst.

    Wann hast Du zuletzt getrunken und siehst Du Dich als Alkoholiker, denn das konnte ich nicht herauslesen.

    Hier im Forum tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz wollen. Kannst Du Dich da wiederfinden?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Dann bist Du jetzt schon bei Tag 4. Und wie geht es Dir körperlich und seelisch?

    Hast Du bezüglich des Entzuges mit Deinem Arzt gesprochen? Oder hast Du einen kalten Entzug gemacht, vor dem wir hier ausdrücklich warnen?

    Der Austausch für Dich geht im Falle einer Absprache, Begleitung durch den Arzt gleich, bzw. bei einer unbegleiteten Entgiftung ab dem 7. Tag erst im offenen Bereich des Forums los.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Den Artikel solltest Du Dir durchlesen, weil ich vermute, dass Du im kalten Entzug bist.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo, ja mir geht es sowohl körperlich als auch seelisch gut. Seelisch waren es ca. 2 Tage und körperlich gar nicht. Dadurch das ich Quartalssäufer bin, habe ich bisher immer außer einmal, kalt entzogen ( Ich rate davon ausdrücklich ab). Den Artikel lese ich mir auf jedenfall durch.

  • Ok, dann melde Dich nächstes Wochenende, Freitag/Samstag, dann kann für Dich hier der Austausch im offenen Bereich starten, wenn Du weiterhin abstinent bleibst.

    So lange kannst Du Dich bei den anderen Teilnehmern hier einlesen, wenn Du magst:

    Erste Schritte für Alkoholiker - Alkoholiker Forum

    Und ich lasse Dir noch unsere Grundbausteine zum Anklicken da, auf deren Basis wir hier vorgehen.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Sonnenmensch!

    Hier ist der Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.

    Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Sonnenmensch.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich bin noch immer nachdenklich.
    Nachdenklich, aber entschlossen.
    7 Jahre hab ich keinen Schluck getrunken. Und dann, Mitte diesen Jahres, eigentlich kein richtiges Verlangen. Eher das einreden, das ich es vielleicht jetzt im Griff haben könnte.

    Ein halbes Jahr ging es “gut”. Dann der Absturz und auch die sofortige Konsequenz: Wir lassen das ganze wieder sein.
    Die Züge waren wie damals, angefangen und nicht mehr aufhören können.


    Ich versuche zu verstehen, warum ich so leichtsinnig war es wieder zu versuchen.
    Damals hat es irgendwann Klick gemacht. Ein Klick, was mir selbst 8 Wochen Therapie nicht geben konnte.
    Ich bin stolz auf mich, jetzt gleich wieder Nägel mit Köpfen zu machen, aber auch enttäuscht es überhaupt wieder versucht zu haben.

  • Ich denke weniger nach. Warum?

    Weil es nichts bringt. Momentan bin ich eher froh. Froh das es jetzt passiert ist. Das es nicht noch ein halbes Jahr gedauert hat bis ich abstürze.

    Ich hab in 7 Jahren, viele Eigenschaften adaptiert. Mir fällt es, im Vergleich zu damals, leichter. Ich bin älter geworden, weniger Partys. Die Feierlichkeiten in der Familie sind zum einen nicht Alkohollastig und zum anderen hab ich es immer gemieden an Familienfesten zu trinken. Ich habe keinen, Trinkerkreis aufbauen können in dem halben Jahr und das ist gut.

  • Hallo Sonnenmensch,

    Gut das du gleich weitermachst, es ist mir auf jedenfall eine Warnung was dir passiert ist. Hat dein Suchthirn es wirklich geschafft dir zu suggerieren das du kontrolliert trinken kannst? Nicht das ich dir nicht glaube aber für mich ist das der Hammer, ich bin jetzt fast 1 jahr trocken/abstinent und kann/will mir nicht vorstellen jemals wieder zu trinken.

    Gruß R/no

  • Hallo und herzlich willkommen.

    Was hast Du denn für Dich in den 7 Jahren abstinens gemacht, damit Du nicht mehr trinken musst?

    Viele Grüsse Stromer

    Hallo Stromer,
    Zu erst ist wichtig zu wissen, das ich Quartalstrinker bin. Meistens kamen die Abstürze immer auf irgendwelchen Partys, gefolgt von abstinenten oder kontrollierten Phasen.
    Irgendwann hat es Klick gemacht.

    Da hatte ich aber schon lange eine Entgiftung und stationäre Therapie hinter mir.
    Die stationäre Therapie war für mich als Quartalstrinker wie in einer Kuppel gefangen. Das war schonmal nichts für mich.

    Nach dem zweiten Mal in der Zelle aufwachen, war der Entschluss fest für mich. Ich muss es lassen. Der Weg nach unten wird immer steiler und schneller. Auch wenn ich daran denke, wie diese Abstürze sich entwickelt haben.

    Anfangs habe ich mich von Events, in denen Alkohol im Vordergrund stand, ferngehalten. Auch heute gehe ich nicht gern hin, gegen 12 macht es mir zwischen dem betrunkenen Gelalle keinen Spaß mehr. Ich mache viel Sport, fahre viel in Größere Städte mit meiner Frau + Kind. Mache viel am Haus. Ich brauch das Wochenende als Schichtarbeiter um mich entweder qualitativ auszuruhen oder etwas zu Hause zu schaffen.

    Hallo Sonnenmensch,

    Gut das du gleich weitermachst, es ist mir auf jedenfall eine Warnung was dir passiert ist. Hat dein Suchthirn es wirklich geschafft dir zu suggerieren das du kontrolliert trinken kannst? Nicht das ich dir nicht glaube aber für mich ist das der Hammer, ich bin jetzt fast 1 jahr trocken/abstinent und kann/will mir nicht vorstellen jemals wieder zu trinken.

    Gruß R/no

    Hallo R/no,

    Ja so war es tatsächlich. Vielleicht auch etwas getriggert durch meinen Vater.
    Er hat 10 Jahre nix getrunken und wieder kontrolliert angefangen. Auch er hatte damals die Eigenschaften eines Quartalstrinkers.
    Ober er es wirklich so schafft, wie er es behauptet, das weiss ich nicht. Das ist aber auch nicht meine Sache. Ich schaffe es nicht und werde es auch nicht schaffen. Mein Ziel ist die Lebenslange Abstinenz.

  • Wie hast du anfangs gedacht, ich bin Alkoholiker und werde/ darf nie wieder trinken? Hat sich dann der Gedanke eingeschlichen das du wieder kontrolliert trinken kannst? Vielleicht keine gesundheitlichen Probleme mehr usw. vielleicht Trauer um alte Zeiten?

    Wirklich krass, danke das du so mutig/offen bist, mir ist das sehr lehrreich.

    Hast du dir am anfang der 7 Jahre eingestanden das du Alkoholiker bist und immer bleiben wirst?

    LG R/no

    Ich versuche mir vorzustellen wie sich solche Gedanken einschleichen können und eine Überzeugung, ich bin Alkoholiker, über Bord werfen. Mich interessiert wirklich ob du von Anfang an oder nach dem ersten Jahr zu 100% überzeugt warst ein Alki zu sein, mich interessiert es deshalb weil ich von mir zu 100% überzeugt bin einer zu sein.

    Ich werde am 1.1. ein Jahr alt und werde mich jedes weitere Silvester daran erinnern.

    Ich bin trockener Alkoholiker bis zum Schluss.

    Sorry für die vielen Fragen...

    2 Mal editiert, zuletzt von R/no (29. Dezember 2025 um 14:26)

  • Ich war gestern mit einem Freund mit unseren Kindern draußen und ich wollte was klarstellen bzgl. meiner Sucht.

    Es kam gleich das ach was, du hast nie, ich hab dich noch nie gesehen, bis zum Du übertreibst. Ich hab dann natürlich erzählt das ich immer alleine zu Hause getrunken hab, es nicht mehr im Griff hatte..., aber er war immer noch nicht zu 100% überzeugt🤣

    Ich stell mir jetzt vor das durch solche Aussagen die nicht sofort berichtigt werden das Suchthirn wieder einen kleinen Riss finden könnte, vielleicht noch die bombastischen Blutwerte vom Arzt der noch lobt wie fit man ist und dann kommt irgendein Moment

    Anfangs habe ich mich von Events, in denen Alkohol im Vordergrund stand, ferngehalten. Auch heute gehe ich nicht gern hin,

    Du siehst andere trinken und feiern, fröhliche Stimmung und dann kommt der erste Gedanke, ich kann das ich habs im Griff...

  • Du brauchst dich nicht für die Fragen entschuldigen.
    Die Einsicht hatte ich, als der Kontrollverlust immer wieder kam und die Abstürze immer krasser wurden.
    Von Filmriss bis Zelle. Aber der Leidensdruck war nicht groß genug. Ich habe es in Kauf genommen.
    Nach dem zweiten Mal in der Zelle, wusste ich, dass ich was tun muss. Ich muss es sein lassen. Auch die Angst davor, dass es sich so weit entwickelt, dass ich jeden Tag trinke.

    Irgendwie dachte ich vor einem halben Jahr (warum auch immer), dass ich mich vielleicht körperlich und psychisch weiterentwickelt habe und es im Griff habe.

    Aber es gab Anzeichen, die ich bis zum Absturz ignoriert habe.

    Ich hatte bei meinen körperlichen Untersuchungen ein schlechtes Gewissen das ich bei Alkoholkonsum etwas eingeben musste. Jahrelang konnte ich stolz berichten trocken zu sein.
    Ich muss dazu sagen, aufgrund meines jungen Alters, hatte ich das Gefühl nie von den Ärtzten ernst genommen zu werden.

    Selbst wenn ich offen gesagt habe: „Ich bin Alkoholiker“

    Ein weiteres Anzeichen für mich war, dass ich schon vor dem Absturz meine Abstinenz geplant habe. Ich habe schon vor dem Absturz geplant, nächstes Jahr wieder mit Abstinenz zu starten.
    Jetzt nach dem Absturz gebe ich dem Kind einen Namen. Es war ein Rückfall und ich will lebenslang trocken bleiben.

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