Gerodini ist auch dabei...

  • Wenn ich durch den Supermarkt gehe, interessiert mich Alkohol nicht mehr

    Mich hat er auch nicht interessiert, obwohl mein Blick ist manchmal schon an den Angeboten hängen geblieben und ich hatte ja auch die Idee ich könnte Weinempfehlungen im Alkgang geben weil ich stärker bin und einen starken Willen habe...ich hab auf jedenfall aus meinen Fehlern gelernt und lerne immer noch😬

    Ich bin glücklich ohne Alkohol, weiß aber auch das es bei mir noch ein zartes Pflänzchen ist auf das ich besser gut aufpasse wenn ich will das es ein Baum wird...

  • Update

    Ich war eine Zeitlang wieder Rückfällig und habe sehr viel Alkohol getrunken, ich habe mir selbst etwas vorgemacht und mich selbst belogen. Doch seit dem 15.06.26 schaut es wieder anders aus, ich bin nun wieder seit 7 Wochen aus eigner Motivation ohne Entgiftung und therapeutische Unterstützung abstinent.

    Eine weitere Änderung ist, dass ich seit Mai 2026 zu den wöchentlichen Meetings der AA gehe, ich habe dort viele neue nette Menschen kennengelernt und fühle mich dort gut aufgehoben. Jeder hat seine/ihre Gesichte und niemand verurteilt oder wertet jemanden.

    Ich habe für mich wieder bemerkt, dass ein Leben ohne Alkohol deutlich entspannter und koordinierter ist, ich kümmere mit um meinen Alltag und lasse nichts liegen, bis es schlimmer wird. Ich fühle mich deutlich motivierter wieder langfristig abstinent leben zu wollen. Nach Möglichkeit natürlich mein restliches Leben ohne den Alkohol leben.

    Oftmals habe ich in der letzten Nassphase am Monatsanfang getrunken, dies ist der zweite Monatsanfang ohne zu trinken. Ich merke das mein Suchtzentrum den Monatsanfang triggert und der Suchtdruck zunimmt. Ich war heute auch für das Wochenende einkaufen, ohne Alkohol zu kaufen. Ich bin Standhaft geblieben, als mein Suchtzentraum den Konsumdruck triggerte und habe mich positiv abgelenkt, sodass der Suchtdruck weitergezogen ist.

    Liebe Grüße

  • Hallo Gerodini,

    willkommen zurück in unserer Selbsthilfegruppe.

    Ein Austausch mit anderen, trockenen Alkoholikern ist sehr hilfreich, gerade am Anfang der Abstinenz.

    Wieso hast Du Dich nicht weiter hier ausgetauscht, es hätte Dich unterstützen können?!

    Super, dass Du jetzt wieder seit 7 Wochen abstinent bist. Was alles, ausser dem Besuch einer realen SHG, willst Du noch für Dich verändern?

    Hast Du Dich schon ein wenig bei uns im Forum eingelesen? Unter dem Reiter oben findest Du unter Artikel z.B. "Der Notfallkoffer" und auch die "Grundbausteine für ein nüchternes Leben".

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Wichtig ist, dass man den Haushalt alkoholfrei hat, am Anfang Feierlichkeiten, auf denen Alkohol konsumiert wird, meidet und sich regelmäßig mit anderen trockenen Alkoholikern austauscht. Und dafür bist Du ja hier richtig!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Elly vielen Dank für deine Antwort :) Mein Haushalt ist komplett Alkoholfrei und wenn ich Besuch bekommen, wissen alle Bescheid und niemand würde jemals Alkohol mit in mein Zuhause mitbringen, musste ich noch nie erwähnen, es hat nie jemand versucht. Ich denke es ist im engsten Freundeskreis wichtig offen darüber zu kommunizieren und es wichtig ist Freunde zu haben die zu einem stehen.


    Heute bin ich genau 9 Wochen und 2 Tage abstinent (65 Tage, aktuell zähle ich noch jeden Tag). Der Suchtdruck hat mittlerweile stark nachgelassen und ich kann auch einkaufen und am Alkohol vorbeigehen und das dieser mich interessiert. Leider sind viele Einkaufsläden so aufgebaut, dass bei den nicht alkoholischen Getränken auch Alkohol steht, daher war Vermeidung in der Abstinenzzeit noch nie Thema sondern eher die Konfrontation. Anfangs meiner neuen Abstinenzzeit bin ich dann vor dem Kaufen umgedreht, als ich merkte das es kritisch wird, mittlerweile denke ich weder auf dem Weg noch während des einkaufen an Alkohol.

    Logisch ist mir, dass das Rückfallrisiko ein Leben lang besteht und die Sucht nicht einfach verschwindet, daher vermeide ich auch 0,00 Produkte, da alleine der Geschmack einen Triggern kann. Die Meeting der AA nehme ich weiterhin war, da es gut tut sich ohne Verurteilungen und Wertungen austauschen zu können.

  • Das liest sich richtig gut, Gerodini!

    Meinen Glückwunsch zu Deiner zweimonatigen Abstinenz.

    Logisch ist mir, dass das Rückfallrisiko ein Leben lang besteht und die Sucht nicht einfach verschwindet, daher vermeide ich auch 0,00 Produkte, da alleine der Geschmack einen Triggern kann. Die Meeting der AA nehme ich weiterhin war, da es gut tut sich ohne Verurteilungen und Wertungen austauschen zu können.

    Es stimmt, die Sucht in einem die schläft nur. Es liegt an uns, damit umzugehen und gut zu leben.

    Und auch die Vermeidung von "Ersatzgetränken" ist auf jeden Fall sehr gut. Die Gefahr doch an ein alkoholhaltiges Getränk zu kommen, liegt ausserdem nahe.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Gerodini.

    Willkommen zurück.
    Hast Du Deinen Rückfall aufgearbeitet? Was war vorher im Kopf schon passiert, bevor die Hand zur Flasche griff?

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Hast Du Deinen Rückfall aufgearbeitet? Was war vorher im Kopf schon passiert, bevor die Hand zur Flasche griff?

    Guten Morgen Tabsi ,

    vielen Dank für deine Frage.

    Ich hatte eine längere Phase wo ich ein abstinentes Leben wieder mal nicht ernstgenommen habe und mich selbst belogen habe, nach dem Motto "Ich kann ja jederzeit wieder aufhören" und "So schlimm ist es doch nicht". Bis dann der gesunde Teil übernommen hat und das selbst belügen endlich in einem Realitätscheck geendet ist. Es war noch nicht mal ein Rückfall weil es mir schlecht in der Zeit ging, im Gegenteil in der Zeit ging es mit im Grunde gut.

    Mittlerweile ist es mir wieder bewusster, dass ein abstinenter Lebensweg der einzige richtige Lebensweg für mich ist und nehme die Sucht wieder ernster und das ich nur gesünder und besser Leben kann wenn ich nicht trinke.

    Liebe Grüße

  • Gestern habe ich eine Hiobsbotschaft erhalten, die existenzielle Ängste und Sorgen in mir ausgelöst hat und auch nach einen Rattenschwanz für den ich nicht verantwortlich bin nach sich ziehen wird. Dennoch bin ich Stolz auf mich, da ich stark geblieben bin und mich bewusst gegen den Konsum von Alkohol entschieden habe. Seit heute 72 Tage abstinent.

  • Hallo Gerodini,

    das ist super, dass du trotz der plötzlichen Ängste und Sorgen nicht zum Alkohol gegriffen hast.

    Hast du da bewusst etwas anderes unternommen, um dich vom Suchtdruck zu befreien?

    LG Kyra

    Mein Weg in die Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit begann am 26.11.2025 und endet mit mir.

  • Guten Morgen Zusammen,

    Hast du da bewusst etwas anderes unternommen, um dich vom Suchtdruck zu befreien?

    Kyra ich habe mir bewusst in meinem Kopf aufgerufen, dass wenn ich mich jetzt mit Alkohol betäube meine letzten 10 Wochen vollkommen umsonst gewesen wären und das der Alkohol dann wieder zum langfristigen Problem werden würde.

    Weiter habe ich mir bewusst im Kopf gehalten, dass Alkohol für mich nichts besser machen würde und alles wieder schlimmer werden würde, beispielsweise ich mir alles schön trinken, mich um nichts kümmern und irgendwann die Realität kicken würde.

    Gestern konnte ich im AA-Meeting offen über das vorgefallene vom Montag reden und mit innerer Zufriedenheit berichten, dass ich Standhaft geblieben bin, ich bin mittlerweile der Überzeugung das auch die AA Gruppe mich dazu motiviert, nicht mehr gegenüber dem Alkohol einknicken zu wollen.

    Schön das du wieder trocken bist. Es wird von Monat zu Monat leichter. Ich lasse das erste Glas stehen und denke nicht so weit voraus. Nur an heute

    Abstinenzler nach 10 Wochen bin ich durchaus wieder motivierter abstinent zu leben und standhaft zu bleiben deutlich gefestigter als noch vor den 2,5 Monaten. Vorher dieser Zeit hätte ich sofort zum Alkohol gegriffen und Tagelang durchgetrunken.

    Durch das abstinent bleiben und nicht nachgeben, habe ich mich gestern um alles gekümmert was am Montag vorgefallen ist und es hat sich im Wohlgefallen umgewandelt, da ich tatsächlich für nichts Verantwortlich war und dieses mit entsprechenden Dokumenten nachweisen konnte. Somit habe ich Dienstag den Montag vollständig geklärt und die Situation gelöst, was ich definitiv nicht geschafft hätte, wenn ich getrunken hätte.

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    Auch wenn es der Montag in sich hatte, hat mir die Situation gezeigt, ohne Alkohol ist zwar nicht alles schön, aber deutlich besser.

    Ich wünsche euch einen schönen Tag.

    Liebe Grüße

  • ich bin mittlerweile der Überzeugung das auch die AA Gruppe mich dazu motiviert, nicht mehr gegenüber dem Alkohol einknicken zu wollen

    Auf jeden Fall motiviert das. Liest sich super bei dir. Es geht mir immer und immer besser

    Durch das abstinent bleiben und nicht nachgeben, habe ich mich gestern um alles gekümmert was am Montag vorgefallen ist und es hat sich im Wohlgefallen umgewandelt, da ich tatsächlich für nichts Verantwortlich war und dieses mit entsprechenden Dokumenten nachweisen konnte. Somit habe ich Dienstag den Montag vollständig geklärt und die Situation gelöst, was ich definitiv nicht geschafft hätte, wenn ich getrunken hätte.


    Man kann viel mehr erledigen das ist Hammer. Wie viele Jahre ich einfach nur gesoffen habe: Gammeln, rauchen, scheiße labern, Kater, Entzug...

    Heute trinke ich nicht

  • Abstinent seit 77 Tagen (11 Wochen), mir geht es damit sehr gut. Ich merke, dass es mir nicht nur kognitiv, körperlich und seelisch deutlich besser geht. Ich erledige meine Alltagsaufgaben und bleibe auch bei anderen Themen am Ball, ohne es aufzuschieben oder gar zu vermeiden.

    Suchtdruck kommt immer seltener auf und wenn, dann kann ich diesen aushalten und gut weiterziehen lassen, ohne das der direkte Gedanke ans Trinken aufkommt. Am vergangenen Montag habe ich feststellen können, dass ich deutlich gefestigter bin, als noch vor Wochen. In einer Ausnahme- und Krisensituation habe ich mich bewusst gegen den Alkohol entschieden und keinen Rückfall gebaut.

    Im Grunde geht es mir seit den 11 Wochen sehr gut und ich fange wieder an, zufrieden mit mir selbst zu sein.

    Ich wünsche euch einen angenehmen Sonntag.

    Liebe Grüße

  • Hallo Gerodini,

    herzlichen Glückwunsch zu 77 Tagen Abstinenz.
    Schön, dass es dir damit so gut geht.

    LG Kyra

    Mein Weg in die Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit begann am 26.11.2025 und endet mit mir.

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