• Hallo und willkommen.

    13 Jahre sind eine richtige Hausnummer. Du bist mir 2 Jahre und ein paar Tage voraus.

    Doch hier kann ich mir jeden Tag ins Bewusstsein rufen, daß ich Alkoholiker bin und davon natürlich auch niemals geheilt werde. Doch die Krankheit ruht und ich bin symptomfrei, so lange ich nicht konsumiere.

    Genau so geht es mir auch. Ich bin hier, damit ich mir meine Krankheit spiegele und nicht auf die Idee komme, ich sei geheilt. Von da an wäre es bis zum Rückfall nicht mehr weit. Und von meinen Ausführungen können vielleicht der eine oder andere etwas für sich mitnehmen, zumindest diejenigen, die ihren Abstinenzwunsch ernsthaft angehen.

    Ich habe mir die Grundbausteine durchgelesen. Ohne die gekannt zu haben, finde ich mich darin wieder. So hat sich mein Weg aus der aktiven Sucht gestaltet.

    Daran können sich so manche Neulinge ein gutes Beispiel nehmen.


    Ich wünsche guten Austausch.

  • Aufgrund meiner diversen körperlichen Erkrankungen und meiner familiären Situation (drei Kinder, alle noch in der Schule bzw. im Kindergarten) komme ich kaum noch dazu, meine abendliche SHG zu besuchen. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich hier in das Forum gefunden habe.

    Zudem schaue ich mir täglich Videos zum Thema Alkoholismus an und höre Podcasts darüber. Meint Ihr, das ist eine gute Taktik, um die SHG im Realleben auszugleichen? Meine Krankheiten sind vor allem mit viel Fatigue (bodenlose Erschöpfung) verbunden. Daher tu ich mir auch zunehmend schwer damit, mich in die SHG zu schleppen.

  • Wenn Du Dich dahinschleppen musst, scheint es Dir ja nicht mehr so viel zu bringen.

    Eine RSHG ist ja nicht zwingend nötig. Hauoptsache, überhaupt SHG. Und die hast Du auch hier gefunden.

    Da brauchst Du auch nicht unbedingt noch Videos und Podcasts, due z. T. Kommerzielle Interessen verfolgen. Hier steckt die gesammelte Weisheit aus rd. 20 Jahren Online-SHG - rund um die Uhr verfügbar, in Deinem Tempo.

  • Hallo Markus

    Ich bin ähnlich lange trocken und hab vor Jahren meine shg verlassen. Hier finde ich alles was ich brauche um trocken zu bleiben

    Und Podcast oder Bücher sind überflüssig (für mich),

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Ich mußte heute ein wenig über mich und mein Verhalten während der nassen Zeit nachdenken. Eigentlich war ich mein ganzes Leben lang von Kindheit an eher ruhig, schüchtern und "brav". Doch zusammen mit dem Alkohol wurde ich zeitweise (wenn ich konsumiert hatte) eine andere Persönlichkeit. So viel Dummes habe ich weder vorher noch später in meinem Leben je angestellt.

    Immer einmal wieder Ärger mit der Polizei, weil meine Saufkumpanen und ich im Suff etwas angestellt hatten. Gott sei Dank ging das für mich immer ohne Konsequenzen aus. Oder morgens aufwachen und sehen, was man in der Nacht davor für saudumme SMS versendet hat. Einmal habe ich vor lauter Suchtdruck sogar ein kleines Fläschchen Schnaps im Supermarkt geklaut. Wenn ich heute daran denke, werde ich immer noch rot im Gesicht.

    Ein anderer Eindruck für den ich mich schäme: Ich kam (natürlich mehrfach) aus dem Geschäft mit irgendeinem frisch erstandenen Alkohol. Kurz um die Ecke, Flasche auf und ausgetrunken. Sicher haben mich auch Leute dabei gesehen. Aber der Wunsch nach dem Konsum war stärker als die Scham.

    Oder zum Zahnarzt gehen und wissen, dass ich trotz allem eine Fahne habe. Ein anderes Mal ging ich in die S-Bahn und setzte mich neben eine junge Frau. Sie stand sofort auf und nahm woanders Platz. Sicher habe ich furchtbar nach Alkohol gerochen.

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