PeterP61 - Moin aus dem hohen Norden

  • Ja, zurzeit sprechen wir über Gefühle.

    Jedem Rückfall ging ein Stimmungstief voraus. Gar nicht mal äußere Anlässe/Events, die früher typische fürs Trinken waren. Die meide ich oder gehe da ganz bewusst hin.

    Ursächlich waren schlechte Stimmung bzw. negative Gefühle. Soweit bin ich immerhin schon.

  • Die meide ich oder gehe da ganz bewusst hin.

    Bewusst ins Risiko gehen?

    Kenn ich auch und hinterher schlechte Laune oder schlimmer.

    Ich nenn das absichtliche Reizung des suchtgedächtnises.

    Nicht umsonst wird hier empfohlen im ersten Jahr dem Alkohol aus dem Weg zu gehen, konsequent.

    Heute, nach vielen Jahren Abstinenz hat sich das gelegt bei mir,aber nicht erledigt. Risiko bleibt Risiko. An einem schlechten Tag oder wenn ich mich nicht so gut fühle, oder aber einfach keine Lust irgendwo teilzunehmen, bleib ich weg.

    Mirzuliebe und ohne das Gefühl was verpasst zu haben.

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Moin, du schriebst du guckst hier mal rein wenn du Lust hast. Ich behaupte das reicht nicht. Du brauchst regelmässigen Austausch, ob real oder z.b. hier. Mir hilft diese Online Gruppe mehr als die 1,5 Std, pro Woche reale SHG.

    Nur nichts trinken reicht nicht, durfte ich hier erfahren. Glaube du wirst niemals kontrolliert trinken können. Hier kann es keiner- im Alkoholiker Forum.

    Ja, zurzeit sprechen wir über Gefühle.

    Jedem Rückfall ging ein Stimmungstief voraus. Gar nicht mal äußere Anlässe/Events, die früher typische fürs Trinken waren. Die meide ich oder gehe da ganz bewusst hin.

    Ursächlich waren schlechte Stimmung bzw. negative Gefühle. Soweit bin ich immerhin schon.

    Bei mir war es auch immer irgend ein Auslöser: Stress, Streit, langeweile, Sonne, schlechtes Wetter, Wochenende, Feierabend. usw. Und mein Suchtgedächtnis verlangte nach Alkohol.

    Heute trinke ich nicht

  • Nur nichts trinken reicht nicht, durfte ich hier erfahren. Glaube du wirst niemals kontrolliert trinken können. Hier kann es keiner- im Alkoholiker Forum.

    Das weiß ich mittlerweile auch. Es gibt allerdings immer mal wieder, wenn auch immer seltener, nasse Gedanken. Dann trauere ich den alten Zeiten hinterher. Die Gedanken an vermeintlich schöne Erlebnisse, die mit dem Trinken zu tun hatten.

    Ich krempele mein Leben schon um (z.B. Tennis statt Fußball, tut gut). Bin jetzt offen gegenüber meine Kids, war ich bislang nicht.

    Aber das dauert...

  • Das weiß ich mittlerweile auch. Es gibt allerdings immer mal wieder, wenn auch immer seltener, nasse Gedanken. Dann trauere ich den alten Zeiten hinterher. Die Gedanken an vermeintlich schöne Erlebnisse, die mit dem Trinken zu tun hatten.

    Servus Peter, für mich gibt es nicht ein bisschen oder viele nasse Gedanken. Es gibt sie. Entscheidend ist doch, was ich daraus mache.

    Wenn du den alten Saufzeiten hinterhertrauerst, ist das für mich nicht nur Futter fürs Saufhirn. Du hältst damit auch die Vorstellung am Leben, dass dir durch die Abstinenz etwas Schönes verloren gegangen ist.

    Als Alkoholiker habe ich aber nur zwei Möglichkeiten, saufen oder nicht saufen. Mit Alkohol umgehen wie früher jemand ohne Suchtproblem, das kann ich nicht mehr. Fertig. Da hilft mir auch kein Hinterhertrauern. Ich muss nach vorne schauen und mir ein Leben aufbauen, in dem ich den Alkohol nicht mehr brauche.

    Wenn mir ein Bein amputiert wurde, kann ich auch Phantomschmerzen haben. Trotzdem versuche ich nicht, mit dem verlorenen Bein weiterzulaufen.

    Ich kann den alten Zeiten hinterhertrauern, aber zurück bekomme ich sie dadurch nicht. Und gesund saufen kann ich mich schon gar nicht. Ist hart, aber es ist, wie es ist.

    Dir alles Gute

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

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