Fruechtetee - Nochmal den Mut haben....

  • Hallo,ich bin neu und habe mich mit viel Herzklopfen hier angemeldet.

    Bin 59 Jahre und möchte den Weg zur lebenslangen Abstinenz noch einmal wagen.

    Da ich Alkoholikerin bin,habe ich keine Kontrolle über meinen Konsum nach dem ersten Glas.

    Würde mich sehr über Unterstützung/Austausch freuen.

    Lieber Gruß

  • Hallo Fruechtee,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Meinen Glückwunsch zu Deinem Entschluss mit dem Alkohol aufzuhören.

    Warst Du bereits schon längere Zeit abstinent, denn so liest sich das?

    Und wie ist jetzt Dein Plan, hast Du einen Termin bei D/einem Arzt, der Dich bei der Entgiftung unterstützt?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Elli,

    ich habe vor 51 Tagen das letzte mal Alkohol getrunken und mein Facharzt weiß Bescheid.

    Alles andere,wie zb Blutbild etc möchte ich noch machen....leider fehlt mir zZt noch der Mut,mich meinem Hausarzt gegenüber komplett zu öffnen.

    Ich trinke seit....schon als junge Erwachsene,denke ich. Irgendwann (für mich )so problematisch,dass ich bis zu meinem lang andauernden Rückfall 15 Jahre abstinent gelebt habe. Jahre später habe ich noch einmal eine Abstinensphase von gut 3 Jahren gehabt...bis wieder ein langer Rückfall kam. Bis jetzt.....

  • 15 Jahre Abstinenz hattest Du schon. Dann weisst Du ja, wie gut es tut, nüchtern zu leben.

    Hast Du Dich schon ein wenig bei uns im Forum eingelesen? Unter dem Reiter oben findest Du unter Artikel z.B. "Der Notfallkoffer" und auch die "Grundbausteine für ein nüchternes Leben".

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Für den Austausch im offenen Bereich klicke folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Danke Bibi,das hat mich viel Überwindung gekostet.

    Nicht so sehr,weil ich Rückfälle hatte. Eher dieses...wieder von vorne beginnen.

    Ich weiß,warum sie passiert sind. Aber meine Aber meine psychische Situation ist nicht wirklich besser als vor dem letzten Rückfall.

    Dennoch,ich möchte nicht an den Folgen meines Alkoholkonsums körperlich erkranken. Und das käme bestimmt. Nur eine Frage von Monaten/Jahren.

  • Hallo Rennschnecke,ich gehöre zur Fraktion "Angsthase",leider :|.

    Mir macht vieles Angst,wo andere vielleicht nur den Kopf schütteln.

    Ich glaube aber(wenn ich mal tief in mich hinein horche) ist es die Angst vor Ablehnung oä. Erlernt und gut gepflegt .

    Aber,ich möchte aus dieser miesen Ecke raus und mit vorsichtigem Optimismus in meine Zukunft schauen. Und der erste Schritt war erneut mit dem Trinken aufzuhören und der zweite mich hier anzumelden.

  • Hi Fruechtetee,

    die psychische Situation ist bei den Meisten nach einem Rückfall schlechter.

    Bei mir wäre das mit Sicherheit so und ich habe lebensgefährlich gesoffen.
    Deswegen war klar, dass ich mir keinen Rückfall leisten konnte und deswegen hatte ich damit nie wirklich Probleme. Ich wusste von Anfang an, ich muss mir andere Lösungen einfallen lassen als Trinken. Das ist mir in Fleisch und Blut übergegangen.

    Bei mir waren in der Trockenzeit, 25 Jahre, ein paar harte Situationen, trotzdem war Alkohol nie eine Option für mich.
    Ich wusste auch immer, dass das nur schlecht für mich ausgehen kann.

    Jetzt hast Du die psychische Situation und brauchst dafür andere Lösungen, als deswegen zu trinken.
    Hast Du da schon Ideen?

    LG Lk

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Hallo und willkomen, Fruechtetee .

    Du hast es gewagt und nun bist du hier, war doch gar nicht so schlimm;)
    In dieser SHG kannst du deine Abstinenz stabilisieren, durch Austausch mit anderen trockenen Alkoholikern.
    Der eigentliche Austausch beginnt erst nach deiner Freischaltung. Deshalb solltest du dem Link folgen, den dir Elly gegeben hat.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Viele Grüße

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo und herzlich willkommen Fruechtetee,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Du kannst sie daran erkennen, dass die Nicknamen noch in roter Schrift erscheinen.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Aurora 10. März 2026 um 18:01

    Hat den Titel des Themas von „Nochmal den Mut haben....“ zu „Fruechtetee - Nochmal den Mut haben....“ geändert.
  • Hallo Lebenskünstler,ich hab mich vielleicht nicht ganz offen/richtig ausgedrückt.

    Meine psychische Situation (Depressionen) begleiten mich schon genauso lange,sind aber erst viel später erkannt und so benannt worden. Leider sprechen sie nicht auf Medikamente an (die Liste ist lang) und therapeutisch war da nur minimal etwas zu ändern. Das war für mich auch die "Schwachstelle" nach über drei Jahren wieder zu trinken. Ich war einfach so müde und hoffnungslos. Ich wusste genau,was ich da in dem Moment tat und hatte aber so garkeinen Sinn mehr gesehen.

    Damit habe ich eine Zeit lang "nach aussen" funktioniert. Eigentlich bis vor kurzem. Ich funktioniere und von aussen siehst du keine Deppris und kein trinken. Bin so ne Heimlichtuerin ....

  • Und ja,auch heute begleiten mich meine Depressionen fast täglich. Ich hab gefühlt den schlimmsten Winter meines Lebens hinter mir. Gerade deshalb der Cut....denn wohin der ungebremste Weg führt ist klar.

    Ich möchte gerne noch soviel von der bunten Welt sehen....

  • Herzlich willkommen im Forum. Es ist nie zu spät mit dem Trinken wieder aufzuhören. Allerdings könnte jeder Rückfall Dein letzter sein.
    Alkoholsucht und Depressionen sind nicht die Ursachen, sondern ein Symptom, die in etwa gleich sind. Was hast Du für DICH getan, damit es DIR gut geht?

    Mein "Kopfkino" vorneweg war schlimmer ;) .

    Du bist nicht Deine Gedanken.

    Als ich noch trank, bin ich im Selbstmitleid geschwommen, fand immer einen Grund zum Trinken und meine Depressionen verstärkten sich….und umgekehrt dachte ich, ich könnte mit Alkohol meine Stimmung heben, mich mit Alkohol medikamentieren…Teufelskreis…

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Hey Tabsi,dass stimmt schon. Alkohol war meine Art von selbst-medikation. Das hat nur am Anfang "geklappt" . Er hat geglättet,war Schmiermittel in fordernden sozialen Situationen (ich in Gruppen....Horror) und noch viel lieber allein am Abend.

    Egal,du hast recht. Es ist nie zu spät,nochmal einen neuen Weg einzuschlagen.

    Aber deine Frage ist wirklich gut.

    Was habe ich -in all den Jahren- getan,damit es mir gut geht?

    Klingt das komisch,wenn ich "behaupte",dass ich nicht weiß,was mir gut tut. Ich bin selbst ein bisschen erschrocken.

    Aber da mache ich mich auf Spurensuche,denn ich weiß,dass es nur gelingen kann,wenn ich diese Dinge im Auge behalte. Egal,ob ich weiterhin lerne meine Depressionen besser zu händeln,oder das nicht-trinken.

  • Ich bin ganz zu recht darauf hingewiesen worden,dass ich andere Lösungswege aös das trinken für meine psychische Situation brauche. Ideen?

    Kleinschrittig unterwegs sein. Nicht nur sehen was nicht geht,eher zu schauen,was trotzdem möglich ist. Mit Kleinigkeiten beginnen,wie zb zeichnen,lesen,kochen.

    Das was geht,aber dran bleiben und es trainieren. Aber ich bin da für gute Ideen dankbar

  • ich gehöre zur Fraktion "Angsthase",leider :| .

    Ich sage mir oft, wo die Angst ist der Weg.
    Ich hatte Angst mich zu outen, zur Suchtberatung, Hausarzt und Gruppe zu gehen. Und hinterher war alles gar nicht so schlimm, eher erleichternd.
    Das sind immer meine Gedanken vorher, das Kopfkino. Ich hatte viele Jahre Angst vor Ablehnung oder dieses um „ Außen“ sein, quasi „ Was könnten andere über mich denken?“ Bis ich kapiert habe, das es mir egal ist. Es sind ihre Gefühle, mit denen sie umgehen müssen - nicht meine.

    fordernden sozialen Situationen (ich in Gruppen....Horror) und noch viel lieber allein am Abend.

    Ich bin auch gern allein, aber trotzdem sind soziale Kontakte wichtig. Ich habe auch viele Jahre etliches mit mir selbst ausgemacht, in mich den Ärger reingefressen, nicht geredet, weil ich Angst davor hatte, irgendwann ist der Dampfkessel hochgegangen

    Mit Kleinigkeiten beginnen,wie zb zeichnen,lesen,kochen.

    Das ist doch super und schon ein Anfang.
    Ich habe auch mal einen Zeichenkurs in der Volkshochschule mitgemacht, war sehr interessant. Bei uns im Ort gibt es auch Seniorinnen, die 1x in der Woche in einer Gemeinschaftsküche kochen. Horch Dich um, es gibt viele Möglichkeiten. Sie liegen Dir zu Füße, Du musst sie nur finden. Selbst wenn Du nur für Dich kochst, satt zu sein ist immer wichtig, damit Dein Suchthirn nicht anspringt….

    Ich weiß,warum sie passiert sind

    Das würde mich gern interessieren. Ich habe mal gelesen, dass Rückfälle schon weitaus früher passieren, sie schon im Kopf stattfinden, ehe die Hand zum Glas greift?
    Kannst Du das genauer beschreiben? Ich bin seit knapp 2 Jahren abstinent und ich frage mich immer, wo fängt der Rückfall an? Wo kann ich ihn vielleicht vorher schon stoppen, ehe ich zum Glas greife?

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

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