Meike - Co Abhängig

  • Hallo,

    mein Mann hat ein Alkoholproblem. Er ist ein Rauschtrinker, verliert also meistens die Kontrolle und kann auf Feiern nicht aufhören zu trinken. Letztes Jahr, hat er mit Hilfe eines online Programmes, aufgehört. Nun trinkt er wieder auf Feierlichkeiten, ich nehme an, weil ihm der gesellschaftliche Druck zu groß ist. Wir wohnen sehr ländlich, hier wird zu jeglichen Gelegenheiten Alkohol getrunken. Ich habe große Angst davor, dass es wieder so wird wie früher.
    Das Thema belastet mich sehr.

  • Hallo Meike,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Dein Mann trinkt wieder, er war vielleicht nie richtig trocken sondern hat eine Trinkpause gemacht. Das ist mein Verdacht ob es wirklich so ist, weiß ich natürlich nicht. Ich habe sowas aber auch mit meinem ersten Mann erlebt. Irgendwann ist der Druck, den die Sucht verursacht, so groß, dass das Trinken wieder losgeht.

    Deine Angst kann ich gut verstehen und sie ist leider nicht unbegründet.

    Um dich austauschen zu können klick auf diesen Link: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Schreib kurz was dazu, dann wirst du freigeschaltet und dein Thema findest du im Bereich für Angehörige und Coabhängige wieder.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Ehrlich gesagt, weiß ich schon garnicht mehr ob ich zu empfindlich bin, laut ihm hat er natürlich kein Problem. Eigentlich spielt er das immer runter… alle würden ja trinken.
    Ich hab so eine Wut auf ihn, gleichzeitig bin ich enttäuscht und fühle mich hilflos. Habe wirklich geglaubt, er hätte es geschafft, nachdem er selber gemerkt hat, wie positiv sich die Pause auf der körperlichen sowie psychischen Ebene sich bemerkbar gemacht hat.

  • Aurora 26. Juli 2026 um 10:35

    Hat den Titel des Themas von „Co Abhängig“ zu „Meike - Co Abhängig“ geändert.
  • Hallo Meike,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Nur bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. Du erkennst sie daran, dass die Nicknamen noch in roter Schrift erscheinen.


    Du bist nicht zu empfindlich. Es macht dir ja verschieden ungute Gefühle. Er hat kein Problem, alle trinken ja - wie gut ich diese Argumente kenne. Damit spielt er sein Trinkverhalten herunter und du bist verunsichert.

    Lies dich ein bisschen hier ein, du wirst dich in vielen Threads wiederfinden. Es ähnelt sich immer wieder, dieses Zusammenspiel Alkoholiker/ Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe Meike, egal welches Etikett/Namen ich als Coabhängige meinem Gegenüber mit einem Trinkverhalten bzgl Alkohol auch verpasse: ich kann nix aber auch gar nix beeinflussen, beim Gegenüber,

    jedoch bei mir. Und das ist auch nicht immer einfach. Den anderen lassen u mich um mich kümmern. Immer wieder.
    Hier findest du viele Angehörige die in dem Kampf, das Gegenüber zu überzeugen, keinen Alkohol mehr zu trinken, sich völlig selbst verloren haben und in Erschöpfung u Kraftlosigkeit gelandet sind. So war es jedenfalls bei mir.
    Es geht mir aktuell ganz gut, aber ich denke da ist noch Luft nach oben.

    Willkommen hier im Forum. Lies dich durch die „Geschichten“ u ich hoffe, du findest was DIR weiterhelfen könnte.

    LG Simsalabim. 🧙‍♀️🚴🏿‍♀️🧹

  • Ehrlich gesagt, weiß ich schon garnicht mehr ob ich zu empfindlich bin, laut ihm hat er natürlich kein Problem. Eigentlich spielt er das immer runter… alle würden ja trinken.

    Das ist eine ganz typische Sache, die du hier hundertfach nachlesen kannst. Der Co-Abhängige Part zweifelt an seiner eigenen Wahrnehmung. Der Alkoholiker manipuliert den Co-Abhängigen.

    Das kommt sehr oft vor und gerade das macht den Ausstieg aus dieser Spirale so schwierig.

    Es ist aber total egal was er zu seinem Konsum sagt. Wichtig ist, was DU dabei empfindest. Und wenn es dich stört, dann ist das Realität. Egal hierbei, ob er ein Bier am Abend trinkt oder 15. Versuch doch bitte deinem Gefühl zu vertrauen. Ganz unabhängig davon was er sagt oder tut. Du weisst doch längst, was bei dir Sache ist, was du fühlst und empfindest. Lass dir das doch nicht wegreden.

  • Es ist so unfassbar schwer, zu sehen, dass ich ihm nicht helfen kann. Bin mit meinen Kräften am Ende, geht ja seit 19 Jahren so.
    Ich liebe ihn sehr, aber ich verliere mich dabei. Ständig kontrolliere ich sein Verhalten wenn wir iwo sind, eigentlich habe ich garkeine Freude mehr wegzugehen.
    Nachdem er ein online Programm gemacht hat, trinkt er zuhause garnichts mehr. Am Anfang hat er auf Feierlichkeiten auch nichts getrunken, allerdings trinkt er seit ein paar Monaten wieder was. Erst nur 1-2 Bier, jetzt deutlich mehr, sodass er quasi kurz davor steht, in sein altes Trinkverhalten zu verfallen. Er ist in mehreren Vereinen drin, wo man sich quasi auch nur trifft , um zu trinken.
    Die Zeit in der er nichts getrunken hat, war unglaublich befreiend, alles hat sich so leicht angefühlt.

  • Hallo Meike, mir geht es ähnlich wie dir.
    Mein Mann und ich sind seit über 20 Jahren zusammen. Wir wohnen ländlich und auf Feiern wird bis zum umfallen getrunken/Kontrollverlust. Zudem hat mein Mann zwischendurch immer mal wieder „heimlich“ trinken „müssen“ (aber seiner Aussage nach nur 1 Bier alle 2-3 Tage).
    Mir gehts damit auch nicht gut, ich kann dich verstehen

  • Schwierig 🙃🙂 ich drehe mich bei dem Thema im Kreis. Versuche eigentlich mehr auf mich selbst zu schauen.

    Habe ihm aber die klare Grenze gegeben, dass er mich nicht mehr anschreien darf (war unter Alkoholeinfluss am schlimmsten). Das klappt bisher eigentlich. Er ist eher mal genervt oder schlecht drauf.

    Er weiß auch, dass ich es nicht mag, wenn er zu viel trinkt. Möchte das aber nicht komplett aufhören und meint auch, dass Abstürze dazu gehören. Etwas weniger trinkt er. Für mich hat er sich im Grunde für den Alkohol und gegen mich entschieden.


    Zur Zeit liegt unsere Beziehung leider auf Eis, wir sind inoffiziell quasi getrennt seit über einem halben Jahr, leben aber noch zusammen (Kinder, gemeinsames Haus, usw., möchte hier lieber nicht zu sehr ins Detail gehen). Vielleicht finden wir auch wieder richtig zusammen, ich weiß es nicht. Es ist nicht alles schlecht und uns verbindet auch noch viel und wenn das leidige Thema nicht wäre, verbringen wir auch gerne Zeit miteinander.


    Wie ist es bei euch?

  • Und wie hast du ihn dazu bekommen, das online Programm zu machen oder hat er das von selbst gemacht? Hat es insgesamt ja etwas gebracht, nur nicht den kompletten Durchbruch quasi?

    Mein Mann hatte letzten Sommer auch eine Phase, in der er nichts/kaum getrunken hat, der Beziehung zu Liebe vielleicht?! Dann wurd es auch wieder schleichend mehr, die letzten Monate wieder so viel, dass er sich jetzt selbst wieder auferlegt hat weniger zu trinken… Aber ein Problem hätte er nicht mit dem Alkohol, sondern nur ich, weil es mich ja stört/triggert

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