DieStine...In Bewegung

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo liebes altes Forum...


    Puh, das ging schnell mit der Freischaltung, danke Martin.
    Jetzt bin ich doch etwas nervös und überlege was ich schreiben soll/will...
    Vor 2,5 Jahren war ich sehr aktiv hier, vor allem in der Geschlossenen, irgendwann war es dann zu viel und fast wie eine neue Sucht, habe nur noch über Beiträge hier nachgedacht, im Kopf ständig Antworten formuliert, war dauernd online...Also habe ich die Reißleine gezogen...Und wie es bei mir so ist, Stine zwischen den Extremen, habe ich seitdem bis vor ein paar Tagen nicht mehr ins Forum geschaut. Ich kann gar nicht sagen warum sich das gerade geändert hat aber ich habe gerade das Bedürfnis, mich mal wieder zu melden.


    Das Wichtigste zuerst, ich bin nach wie vor trocken, seit dem 20.10.2009 und der Alkohol ist kilometerweit entfernt. Vor zwei Jahren habe ich auch mit dem Rauchen aufgehört :shock: Das fällt mir tatsächlich schwerer, habe immer wieder viel Lust auf eine oder hundert Zigaretten :roll: Aber das Aufhören war viel zu schwierig als dass ich mir das noch einmal antun möchte.
    Privat hat sich auch sehr viel bewegt...Als ich mich hier angemeldet hab war ich alleinerziehende Mama von einem Zweijährigen...Nun ja...Mein kleiner großer Räuber kommt dieses Jahr in die Schule, unfassbar, fühle mich noch gar nicht alt genug um eine Schulkind-Mama zu sein. Anfang letzten Jahres habe ich geheiratet und vor sieben Monaten ist ein kleiner Räuber-Azubi auf die Welt gekommen :D Gearbeitet habe ich zwischenzeitlich auch (war ein großes Thema für mich) und aktuell wird die Baugrube für unsere Räuberhöhle ausgehoben...Ja, das Leben ist in Bewegung!


    Sicherlich ist nicht alles nur eitel Sonnenschein, gesundheitlich habe ich immer mal wieder zu kämpfen, der große Räuber hatte sehr mit Ängsten zu kämpfen, ein guter Freund aus meiner LZT hat sich im letzten Jahr das Leben genommen, es gibt ab und an Streit, Stress, schlechtes Wetter, wenig Schlaf,... Aber die Depressionen haben mich schon länger aus ihrem Griff entlassen und am Alkohol gehe ich erhobenen Hauptes vorbei. Als selbstverständlich sehe ich das definitiv nicht an, ich weiß noch sehr gut wie tief unten ich war und bin dankbar dass ich es nicht geschafft habe, mich zu Tode zu trinken.


    Ich grüße alle alten und neuen Gesichter hier und warte mal ab, was jetzt passiert :) Fühlt sich gut an, wieder ein wenig zu schreiben, auch wenn es gar nicht so viel zu sagen gibt.


    LG
    dieStine

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist dann ist es auch nicht das Ende.

  • Liebe Stine,


    ich kann mich noch gut an Dich erinnern :)
    Du wirst es nicht glauben, aber ich habe erst neulich an Dich gedacht und mich gefragt, wie es Dir wohl weiter ergangen ist und wie es Dir geht?
    Umso schöner, nun zu lesen, das Du trocken bist, und wie Dein Weg weiter gegangen ist.
    Und natürlich möchte ich noch ganz herzlich zur Hochzeit und zum Nachwuchs gratulieren !
    Wie schööööön !! :D


    Zitat

    Fühlt sich gut an, wieder ein wenig zu schreiben, auch wenn es gar nicht so viel zu sagen gibt


    Häää ? Nicht viel zu sagen? Ich finde, da ist EINIGES in Deinem Leben passiert...


    Zitat

    Vor 2,5 Jahren war ich sehr aktiv hier, vor allem in der Geschlossenen, irgendwann war es dann zu viel und fast wie eine neue Sucht,
    habe nur noch über Beiträge hier nachgedacht, im Kopf ständig Antworten formuliert, war dauernd online...
    Also habe ich die Reißleine gezogen...


    Jo, die Reißleine hat man deutlich gespürt :wink:
    Hmmm... also ich denke, das ist hier schon so einigen passiert, was Du da beschreibst, einige sind auch mittendrin und es wird auch sicher weiterhin immer mal wieder sowas passieren.
    Bestimmte Anzeichen sprechen oft schon längst dafür, das jemand in die "Forensucht" geglitten ist, aber spricht man sowas an,
    wird es oft abgewiegelt, weil derjenige gern weiter süchteln möchte. :wink:
    Typisches Suchtverhalten halt.
    Aber irgendwann kann man wohl auch selbst dann nicht mehr die Augen davor verschließen und dann muss man halt schauen, was zu tun ist.
    Weißt Du Stine, ich denke, es hat vielleicht auch mit unserem "Suchtcharakter" zu tun.
    Wir neigen wohl dazu, gerne auch mal in andere Süchte abzugleiten.
    Und diesen dann auch recht extrem zu frönen.
    Manchmal ist es trotzdem besser, als wieder zu saufen, das sag ich mir dann meist.
    Problematisch wird es allerdings, wenn die neue Sucht auch wieder einengt und beschneidet.


    Zitat

    Vor zwei Jahren habe ich auch mit dem Rauchen aufgehört :shock: Das fällt mir tatsächlich schwerer,
    habe immer wieder viel Lust auf eine oder hundert Zigaretten :roll:


    Super, das Du aufhören konntest !
    Ich habe vor 5 Jahren das Rauchen aufgegeben, und mir fiel es auch schwerer als das Saufen aufzugeben.
    Habe nämlich echt gern gequarzt... bis ich es eben nicht mehr gern tat.
    Mich hat diese Sucht auch wieder eingeengt in meiner persönlichen Freiheit, wieder dieser Beschaffungsdruck (reichen die Kippen noch den Abend über? ),
    wieder dieses unkontrollierbare (heute rauche ich aber echt weniger... jo na klar... und im Himmel is Jahrmarkt)
    Und wieder der eigenen Gesundheit schaden mit ner Sucht.
    Neee, das wollte ich doch nie wieder haben... also habe ich die Wut bekommen und aufgehört. :lol:
    Leicht fiel es mir nicht, weil ich es so über den Verstand steuern mußte, aber ich habe es trotzdem bis heute geschafft, nicht wieder zu rauchen.
    Trotzdem gibt es Momente, wo ich neidvoll auf jemanden schauen, der sich "genüßlich" ne Zigarette anzündet.
    Aber diese Momente gehen auch ebenso schnell wieder vorbei und ich geh wieder meiner Wege.


    Ich wünsche Dir weiterhin von Herzen alles Gute auf Deinen Wegen !
    LG Sunshine

  • Die liebe Sunshine, wie schön :-) Selbstverständlich erinnere ich mich noch gut an Dich , freut mich dass man Dich hier noch lesen kann!


    Klar ist einiges bei mir passiert, weiß auch nicht, warum mir schlimme und schlechte Dinge erzählenswerter vorkommen.
    Jaaa, ich bin kein Fan von halben Sachen :roll: Der Ausstieg damals war schon nötig, hätte vielleicht ein bisschen weniger abrupt sein können... Finde es trotzdem schade dadurch einige Leute und Geschichten aus den Augen verloren zu haben.
    Mal schauen wie es jetzt weitergeht, ob ich noch mal wieder in die Geschlossene komme oder mich erst mal hier rumtreibe und in welchem Umfang...Ich bin selbst gespannt.


    Ach ja das Rauchen...Ja ich habe auch sehr gerne geraucht aber mich auch sehr eingeschränkt dadurch gefühlt. Bin zum Beispiel gar nicht gerne ins Kino gegangen...Und abends schlafen gehen wenn nur noch eine Zigarette im Haus war ging auch nicht. Genieße die Freiheit schon sehr, trotzdem ploppt auch nach 2 Jahren immer wieder dieses "boar war das anstrengend, jetzt ne Kippe" bei mir auf. Das hatte ich beim Alkohol nie, den habe ich mir in den letzten nassen Monaten buchstäblich reingequält und es schüttelt mich bis heute beim Gedanken daran.


    Großer Räuber schläft, Räuber Azubi schläft auch endlich, Mann ist daheim - ab auf die Couch :-)
    Sunshine, ich wünsche dir auch nur das Beste und hab so das Gefühl, dass wir uns hier noch lesen werden :-)

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist dann ist es auch nicht das Ende.

  • Liebe Stine,


    ich freue mich riesig, dich auch hier wieder zu lesen.
    Ganz aus den Augen verloren habe ich dich ja nicht, über andere Kanäle habe ich ja doch was mit bekommen, was du so gemacht hast die Jahre.


    Meine Enkelin erinnert sich auch noch an dich :wink: .


    Da ist auch eine Menge passiert, denn inzwischen gibt es da eine neue Frau bei meinem Schwiegersohn und 2 kleine Kinder, die sie mitbringt.


    Liebe Grüße an dich
    Aurora

    Der meiste Schatten in unserem Leben rührt daher, dass wir uns selbst in der Sonne stehen.
    (Ralph Waldo Emerson)

  • Hallo Stine,


    herzlich Willkommen zurück, schön das du wieder da bist und hier schreibst.

    Zitat

    weiß auch nicht, warum mir schlimme und schlechte Dinge erzählenswerter vorkommen.


    die freudigen Dinge kann ich oft alleine "bewältigen", obwohl sie ja auch ihren Platz im TB haben, und bei den schlimmeren Sachen bin ich oft schon erleichtert, wenn ich sie hier in mein TB schreiben kann.
    Danach hatte ich schon oft das Gefühl, das mir leichter ist, nur alleine vom schreiben.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Oh schön, noch mehr liebgewonnener vertrauter Besuch :-)


    Aurora, das stimmt, zumindest Grundlegendes haben wir auf anderen Kanälen mitbekommen :-) Ich habe immer mal wieder an Dich und euch gedacht, natürlich gerade auch in der Schwangerschaft:-( Erinnere mich noch gut an Euch und Eure tolle Enkelin...unglaublich dass sie schon 8 ist! Habe gestern schon mal in Dein Fädchen reingelesen und werde Dich heute Abend mal besuchen.


    Morgenrot, ich freue mich gerade auch wieder hier zu sein, bin nur nicht sicher ob ich mich im offenen Bereich wohlfühle...Und ob ich mich in der Geschlossenen wieder wohlfühlen könnte...Mal schauen, muss ja nichts überstürzen und strecke erst mal vorsichtig die Fühler aus.
    Was Du über die guten/schlechten Dinge schreibst stimmt auf jeden Fall, mir hat es früher auch öfter geholfen, Ballast in meinem Tagebuch abzuladen.


    Matthias, danke für Deine liebe Begrüßung, ich habe tatsächlich schon viel hier von Dir gelesen und mag Deine kurzen aber prägnanten Beiträge :-D


    Heute war irgendwie der Wurm drin, der Räuber Azubi hat die Nacht zum Tag gemacht und ich bin hundemüde, wir hatten viel in Sachen Hausbau zu organisieren was natürlich toll ist aber auch ne Menge Druck, Männe und ich haben uns gestresst angemault, der große Räuber ist eh gerade schräg drauf,... Das sind Tage wo mir echt das Rauchen und die kurzen Auszeiten auf dem Balkon fehlt :-/ Und ja ich weiß, ich könnte auch ein Bonbon auf dem Balkon lutschen oder ähnliches...Ist trotzdem nicht das Gleiche, ganz ehrlich :-D


    Nun ja, jetzt erst mal Nudelauflauf mit viel Käse für die Nerven und morgen ist ein neuer Tag. Komm mit dieser Schlaflosigkeit nicht ganz so gut klar, denke dann oft an meine krassen Schlafstörungen in der nassen Zeit...Aber da hat mich morgens kein kleiner zahnloser Sonnenschein angelacht, das entschädigt für vieles. Jup, auch mit wachen Baby und motzigem Fast-Schulkind - ich bin gerne Mama :-)


    LG
    Stine

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist dann ist es auch nicht das Ende.

  • Guten Morgen liebe Stine,


    da bist du ja! :D


    Ich freue mich, wie sich dein Leben entwickelt hat. Du klingst richtig zufrieden, und du erlebst gerade eine spannende, intensive Zeit. Wie schön!


    Ich freue mich auf das erneute Schreiben mit dir!
    LG viola

    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde! (Hermann Hesse)

  • Viola, wie schön :-) Freue mich sehr, Dich hier noch zu lesen - und das zur gewohnt frühen Uhrzeit :-D


    Zufrieden trifft es tatsächlich sehr gut, hab da vorhin länger drüber nachgedacht. Mein erstes TB hier hieß "Zwischen den Extremen" und genau so war ich auch...Immer irgendwo zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt, täglich viele Stunden im Forum und totaler Abbruch. Höhen und Tiefen gibt es natürlich immer noch aber alles in allem empfinde ich mein Leben in den letzten 2 Jahren als sehr unaufgeregt (Highlights wie Hochzeit, Geburt und Hausplanung und auch die weniger schönen Dinge wie der Suizid meines guten Freundes mal ausgenommen). Manchmal verfalle ich ins Grübeln und frage mich ob ich nicht viel mehr hüpfen und jubeln sollte...Aber genau so wie es ist passt es prima für mich und meine Krankheit.
    Mein Mann und ich haben schon früh in der Kennenlernzeit über meine Alkoholabhängigkeit gesprochen, er geht sehr achtsam damit um, trinkt selbst auch nur höchst selten und wenn dann nicht in meiner Anwesenheit, unsere Wohnung ist selbstverständlich alkoholfrei. Die Sucht ist im Alltag nach über 7 Jahren Trockenheit kein großes Thema, das meiste läuft inzwischen automatisch, hin und wieder ärgere ich mich noch darüber, welche großen Stellenwert Alkohol in unserer Gesellschaft hat...Wirklich wichtig ist aber, dass er den in meiner Familie nicht hat.
    Es war ein weiter, weiter Weg bis hierhin und ich bin sehr dankbar, heute so stabil leben zu können. So darf es gerne bleiben.


    Hab noch einige Gedanken im Kopf, jetzt werde ich aber erst mal ein kleines Mittagsschläfchen mit dem Räuber-Azubi machen bevor der große Räuber dann aus der Kita kommt.


    LG Stine

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist dann ist es auch nicht das Ende.

  • Gerade auf Räubers Kinderlieder CD gehört...Ich glaub ich darf nicht wörtlich zitieren aber es geht darum, dass Papa Bier trinkt, Mama lieber Wein, fürs Kind soll es Cola sein :schock:
    Das sind echt Dinge über die ich mich kurz aufregen kann. Genau so wenn im Kindergarten Flur zwei Wochen lang eine leere Bierkiste vom letzten Elternabend steht und müffelt und den Erziehern und anderen Eltern es erst auffällt wenn ich es anspreche. Klar werden meine Jungs irgendwann mit Alkohol in Berührung kommen aber doch bitte etwas reflektierter und nicht als etwas, das ganz selbstverständlich zum Alltag dazu gehört! Da fällt auch dieses unsägliche Prost machen mit Kleinkinder rein...Ach ich mag es einfach nicht.

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist dann ist es auch nicht das Ende.

  • Liebe Stine,


    du warst schon "weg", als ich hier ankam, glaube ich. Ich habe aber deine Tagebücher gelesen und freue mich, dass du mal wieder hier schreibst. Und freue mich für dich, dass du trocken und zufrieden bist. Dazu gratuliere ich dir ganz herzlich, das ist nicht selbstverständlich.


    So ein Alltag mit Nachwuchsräubern kann ganz schön kräftezehrend sein. Wie sorgst du für dich? (Ich finds nämlich auch schwer, mal zwischendurch kleine Auszeiten zu nehmen.)


    Viele Grüße
    Thalia
    Ebenfalls Alkoholikerin und Ex-Raucherin und Räubermutter

  • Liebe Thalia,


    danke für Deinen Besuch bei mir. Ich hab in den letzten Tagen viel bei Dir gelesen und kann viel damit anfangen, werde demnächst mal was bei Dir hinterlassen ;-) Ich überlege, ob ich doch wieder den Schritt in die “Geschlossene“ gehen sollte, ist ja recht wenig los hier...aber ich will erst noch einmal beobachten wie es sich für mich entwickelt und auch, wie viel Zeit ich zum Schreiben/Lesen habe...


    ...und da schließt sich die Frage an, wie ich momentan für mich sorge, da musste ich tatsächlich ziemlich überlegen. :schock:
    Mit einem Fünfjährigen und einem Säugling bleibt wenig Zeit für mich selbst, dazu der Hausbau der gerade in einer sehr stressigen Phase ist. Ab und an finde ich Zeit für die Badewanne, hin und wieder bestellen mein Mann und ich uns was Tolles zu Essen und Essen heimlich vorm Fernseher wenn die Jungs schlafen...und wenn der Kleine wie gerade neben mir schläft ist etwas Zeit zum Lesen und Schreiben. Ich mache mir immer wieder bewusst, dass diese Phase kurz und absehbar ist, der Zwerg wird immer unabhängiger von mir und das Haus steht (hoffentlich) irgendwann. Gleichzeitig genieße ich die intensive Zeit mit Baby auch sehr, das ist bei aller Anstrengung unendlich schön und wertvoll. Glücklicherweise bin ich ja auch schon eine Weile trocken und aktuell sehr stabil, da ist so eine Zeit in der ich hinten anstehe möglich, auch weil die nötige Trockenheisarbeit automatisch mitläuft.
    Trotzdem hat mich die Frage gerade etwas aufgeweckt und zum Nachdenken gebracht, vielen Dank dafür!


    Ich bin gerade sehr froh dass mein Mann so viel gelassener ist als ich :roll: Die Baustelle macht gerade etwas Ärger und wir müssen täglich viele Telefonate führen und niemand fühlt sich so richtig verantwortlich. Mich macht das sehr hilflos (mein verhasstestes Gefühl) und nervös, er bleibt da sehr klar und rational, das holt mich immer wieder auf den Boden zurück.


    Liebe Grüße, Stine

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist dann ist es auch nicht das Ende.

  • Was ist blöder als ein krankes Kind? Zwei kranke Kinder :-(
    Der große hustet furchtbar, das Baby ist tierisch verschnupft, was vor allem beim Stillen echt anstrengend für ihn ist, entsprechend anstrengend war die Nacht.


    Gerade eben habe ich mich mit unserem Bauleiter angelegt, ein absolut unsympathischer Kerl der die Schuld für aufkommende Probleme grundsätzlich bei den anderen sucht...Wenn ich noch einmal das Wort "bauseits" höre explodiere ich. Kann da leider nicht so richtig gelassen bleiben, das zerrt schon sehr an meinen Nerven. Und das sind genau die Telefonate, nach denen ich wahnsinnige Lust auf eine Zigarette hätte.


    Nicht unbedingt der beste Start in die Woche...Zumindest gibt es dann noch Steigerungspotential.


    LG
    Stine

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist dann ist es auch nicht das Ende.

  • Hallo Stine,


    ich erinnere mich an eine ähnliche Phase in meinem Leben, inklusive des Wortes "bauseits"! Da hilft manchmal nur noch der Gedanke, dass es irgendwann vorbei und das Haus fertig und gemütlich sein wird. (Und die Kinder gesund und/oder groß).


    Nimmst du dir heute eine Auszeit für dich? Halbe Stunde raus, in den gerade herrschenden Sonnenschein?


    Viele Grüße
    Thalia

  • Hallo Thalia,


    ja das bete ich mir auch täglich vor, finde es nur so schade dass die Vorfreude gerade so auf der Strecke bleibt. Haben heute noch viel rumtelefoniert und eine bitterböse Email geschrieben, alles besser als hilflos herumzusitzen und sich zu ärgern. Mehr können wir jetzt erst mal nicht machen.
    Der Vater von meinem Großen hat vorhin auch noch rumgenervt, was ihn angeht bin ich nach wie vor sehr dünnhäutig. War eine lange und fiese Trennungsgeschichte damals in der Schwangerschaft.


    Alles in allem ein Tag zum Davonlaufen. Immerhin schlafen die Jungs und ich hoffe sehr, dass der Miniräuber mir mal ein paar Stunden Schlaf am Stück gönnt.
    War vorhin eine Stunde mit dem Schnupfenkind im Tragetuch spazieren, mehr Auszeit für mich war nicht drin. Will jetzt einfach nur noch ne halbe Stunde auf die Couch und dann ins Bett - Kopfschmerzen habe ich nämlich auch noch.
    Morgen dann bitte gerne ein neuer Tag.


    LG
    Stine

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist dann ist es auch nicht das Ende.

  • Ein neuer Tag :-D


    Die Nacht war recht gut und dem Babyräuber geht es schon wieder besser. Er ist sowieso ein sehr entspanntes Baby (nur was das Schlafen angeht sehr anspruchsvoll, liegt immer noch am liebsten ganz eng bei mir...darf er aber auch, es lebe das Familienbett), und man merkt jetzt schon dass er ganz anders drauf ist als sein großer Bruder, total spannend zu beobachten. Mich macht es immer wieder froh zu sehen, wie fürsorglich der Große seinen kleinen Bruder behandelt und wie der Kleine den Großen anhimmelt...ist schon jetzt eine sehr besondere Beziehung. Kleine Eifersüchteleien bleiben nicht ganz aus, halten sich aber sehr im Rahmen, der Große ist einfach auch sehr feinfühlig und sensibel. Ich bin schon sehr glücklich mit meiner zusammengewürfelten Familie...War ein weiter Weg bis hierhin, vor acht Jahren lag ich noch tagelang betrunken und orientierungslos im Bett und habe keinen Ausweg mehr gesehen, wollte einfach nur im Alkohol ertrinken, der absolute Tiefpunkt war längst erreicht und überschritten, bis heute erscheint es mir wie ein Wunder dass ich das überlebt habe. Ich erzähle meinem Mann bis heute immer mal wieder von der nassen Zeit, die Tassen aus denen ich meinen Wein trinken musste weil die Hände zu sehr gezittert haben...das ständige Würgen...tütenweise leere Flaschen...dreckige Wohnung, körperlich am Ende...Scham, Lügen, leere Versprechungen,...Ich bekomme bis heute Brechreiz und Gänsehaut wenn ich Alkohol rieche.


    Zwei stationäre Entgiftungen und eine 14 wöchige Langzeittherapie waren dann der Startschuss in mein neues trockenes Leben. Die letzten 7 Jahre waren auch nicht immer leicht, gerade die Geschichte mit Großräubers Vater hat mir zugesetzt und mir ist bewusst dass meine Depressionen immer wieder auftreten können. Mir ist aber auch bewusst, dass Alkohol nie mehr die Antwort sein wird, noch einmal würde ich das nicht überleben, da bin ich mir sehr sicher.


    Mir fällt es etwas schwer, hier im offenen Bereich zu schreiben, will nicht zu sehr ins Detail gehen und habe das Gefühl im Hinterkopf, etwas hilfreiches und schlaues schreiben zu müssen, aber das Thema Alkohol spielt in meinem Leben aktuell einfach keine große Rolle...ein wenig fehlt mir das Tagebuch in der Geschlossenen...den Gedanken lasse ich aber noch ein wenig arbeiten.


    Wir haben heute wieder viel geregelt und abtelefoniert, kostet irre viel Energie. Mir ist schon klar dass das jammern auf hohem Niveau ist aber ich merke schon, dass ich mit meiner Kraft ein wenig besser haushalten muss. Deshalb werde ich mich jetzt mal Babyräubers Mittagsschlaf anschließen, mein Mann baut gerade Lego mit dem Großen, nachher müssen wir endlich mal nach einem Faschingskostüm schauen...ein Superhelden soll es auf jeden Fall werden, was sonst :-D


    LG Stine

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist dann ist es auch nicht das Ende.

  • Hallo Stine,


    ich war eine stille Mitleserin damals im geschlossenen bei dir. Ich bin eine aus der "Co-Ecke" . Kann sein, dass ich auch mal was geschrieben habe bei dir ....hm..weiß nicht mehr genau :shock::lol: .
    Ich war ziemlich lange im Geschlossen und treibe mich nun auch nur noch hier und da im Offenen rum. Ich war für mein Gefühl zu oft vergraben im Forum mit meinen Gedanken. Und leider waren einige inzwischen ins Herz geschlossene schon längst weg, mit denen ich aber auch anders in Kontakt bleiben kann. So war es Zeit fürs Loslassen und vergangenes mal etwas ruhen zu lassen....auf das es, wenn es mich mal wieder ins Geschlossene zieht, nicht ähnliche Probleme sind wie in der Vergangenheit...


    Nun freue ich mich, dass bei dir so viel schönes passiert ist inzwischen und möchte dir gratulieren zum neuen Familienzuwachs, in Form von Mann und kleinem Nachwuchsräuber :) ... und möchte euch alles Gute wünschen und dass die schönen Zeiten die stressigen überwiegen ;)


    LG Eklisee

  • Aye Aye Dante :lol:


    Der aktuelle Stand ist ziemlich unverändert irgendwie, hab gerade wirklich das Problem, dass ich nicht weiß, was ich eigentlich schreiben soll.
    Der Keller ist inzwischen fertig und ganz langsam glaube ich daran, dass wir tatsächlich im Sommer umziehen werden, da freue ich mich sehr drauf - auch wenn sicherlich ein paar Grenzen abgesteckt werden müssen...mein Bruder wohnt nebenan und meine Eltern um die Ecke...mit der nötigen Nähe-Distanz-Ballance ist das ja etwas sehr schönes und ich finde es schön, dass die Jungs dann mitten in der Natur auf dem Land groß werden (momentan wohnen wir mitten in der Stadt).


    Großräuber und Räuberazubi sind aktuell gut drauf, der große ist nur etwas ängstlich wegen der Schule die im Sommer losgeht, das wird schon eine ganz schöne Umstellung werden. Er ist ein sehr sensibles und auch schüchternes Kind, es macht mich manchmal etwas traurig zu beobachten, wie schwer er sich das Leben hin und wieder selbst macht... Aber mehr als ihm Mut zu machen und immer wieder zeigen dass er gut so ist wie er ist kann ich leider nicht. Ich bin sehr froh dass mein Mann und er so eine tolle Beziehung zueinander haben, das tut dem Räuber auch sehr gut - und ich lerne auch immer mehr, die beiden einfach mal machen zu lassen und mich nicht sofort reinzuhängen...auch wenn ich den Räuber vermutlich bis er alt und grau ist am liebsten vor allem schützen würde :roll:
    Der Vater vom Räuber bringt mich immer mal wieder aus der Ruhe, das ärgert mich dann selber wahnsinnig weil ich ihm dadurch in meinem Kopf viel zu viel Macht über mein Leben gebe. Sicherlich ist es schon besser geworden aber in der Beziehung wünsche ich mir wirklich eine riesige Portion Gelassenheit.


    Und jetzt überlege ich schon wieder und habe das Gefühl, noch etwas zu "unserem" Thema schreiben zu müssen... Aber der Alkohol ist gedanklich gerade sehr weit weg und ich bin einfach nur froh, nicht trinken zu müssen.


    Eklisee, ich kann mich noch an dich erinnern, glaube, dass wir uns in einigen Threads über den Weg gelaufen sind :wink: Schön dass Du Dich auch noch hier im offenen rumtreibst.


    Fridolin, danke für Deine Begrüßung, ich schau nachher mal in Deinem Thread vorbei. Es war tatsächlich ein ziemlich steiniger Weg (und wird es sicherlich auch immer mal wieder sein), aber ich bin sehr dankbar für die Hilfe die ich hatte und dass ich heute ein trockenes Leben führen darf.


    LG Stine (die nicht sehr zufrieden ist mit dem "Gehalt" dieses Eintrags...aber den Gedanken lasse ich jetzt einfach mal fallen :roll: )

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist dann ist es auch nicht das Ende.

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