Er entzieht immer alleine

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo,


    Vorgestellt hatte ich mich im Vorstellungsbereich. Mein Ehemann ist ein Trinker der seine Sucht verheimlicht und sich sehr dafür schämt. Immer wenn ich einen starken Willen gezeigt habe und es zu einer sehr großen Auseinandersetzung zwischen mir und meinem Mann kam, dann hat er sich in den Entzug begeben, ohne mich darüber zu informieren das er entziehen will. So stand ich oft vor vollendeten Tatsachen und war völlig überfordert mit seinen, leise damit es niemand hört, aggressiven Verhalten. Ein Beispiel. Er hasst Besuch zu Hause, ich wollte Weihnachten hier in der Wohnung mit Kindern feiern, was wir sonst nie gemacht hatten, weil wir immer Rücksicht nahmen. Ich versuchte Kompromisse mit ihm zu finden, doch ein Gespräch war nicht möglich. Als er davon hörte bekam er schon Panik, er wollte pertu nicht mit uns heilig Abend feiern. Er wollte sofort die Trennung und zog sich monatelang ins Schlafzimmer zurück. Das gemeinsame Konto hat er auflösen lassen und ich sah zu wie die Kontokarte schmerzlich vor meinen Augen zerrissen wurde. Ich sah ihn sehr leiden, die Gardinen waren zugezogen. Als meine Mutter verstarb, war es ähnlich er hat alle Verträge der Wohnung gekündigt und auf meinem Namen musste ich alle ummelden.


    Vor etwas mehr als einem Jahr hat er zu Hause am Tag 8 Bier getrunken. Dann bekam er eine Arbeitsstelle und hat den Alkohol mit *bitte keine Medikamentennamen* Schmerztabletten ausgetauscht. Freitags aber hat er noch Bier getrunken, bis er eben volltrunken war. Also so 7 Bier. Donnerstags kam er schon Nervös von der Arbeit und ich bekam das alles ab. Er sagte nie warum oder weshalb, hat mich ja nie informiert wenn er in den Entzug ging. Nun ist der Streit aufgrund seiner Tramalgit Tabletten sehr eskaliert und die Polizei war da. Erneut begibt er sich in den Entzug. Diesmal hat er die Scheidung eingereicht. Die Ehe ist das letzte was uns noch verbindet. Alles ging immer von ihm aus. Ich bin immer ein sehr geduldiger Mensch im Umgang mit meinen Mitmenschen und habe eine hohe Belastbarkeitsgrenze. Ich war oft wütend auf ihn, weil er die Arbeit angefangen hatte und dort Frauen arbeiteten, waren viele Probleme für mich vorhanden. Er war der Hahn im Korb dort, zwischen lauter jungen Mädchen. Auch mit den *keine Medikamentennamen* Tabletten und seinem neuen Handy gab es Probleme. Immer wieder Angst er schreibt mit anderen Frauen. ( Andere Frauen kenne ich nicht in seinem Leben, da er 10 Jahre nur zu Hause war und wir Arbeitslosgengeld II bezogen ging er nie raus).


    Er hatte plötzlich ein überzogenes Selbstbewußtsein, sah mich überhaupt nicht mit den ganzen Problemen obwohl ich sie ihm erzählte. Ich versuchte mit ihm zu sprechen, aber er kam meist von oben herab und ich fühlte mich von Tag zu Tag schlechter an seiner Seite. Ich zog mich immer mehr von ihm zurück doch es störte ihn überhaupt nicht, er wurde mir gegenüber immer Abweisender. Meine Angst das er mit Kolleginnen was hat wurde dadurch immer größer. Ich verstand nicht woher das kam, vielleicht von den *keine Medikamentennamen*. Ich machte ihn oft Szenen und fühlte mich an seiner Seite immer kleiner. Hatte auch am 28.02.2020 meine Arbeit verloren. Da ich nicht mit ihm sprechen konnte, fing ich an die Tabletten zu kontrollieren. Denn er arbeitete in einer Apotheke und ich bekam Angst das die Kollegin ihm die Tabletten einfach gibt. Das zog sich lange so hin. Bis eben zum besagten Freitag. Er kam Freitags von der Arbeit, wieder hatte sich die Situation auf der Arbeit geändert und er war in anderen Büro wegen Umzug. Es stellte sich heraus, das sich nichts positives für mich geändert hatte. Sprach mit ihm über Arbeitswechsel, doch er antwortete mir das er glücklich dort ist und sich nichts anderes suchen wird. Aber ich war es ja überhaupt nicht mehr mit seiner Arbeit glücklich, weil er Macht mit Gehalt ausübte. Das interessierte ihn nicht. So gab es Streit, er wusste das ich mir eine Therapie suchte. Am Abend war er betrunken, kam und wollte reden. Doch er sprach mit mir als wäre ich eine Irre, weil ich mir Therapie suchte, er sagte das er tolle Ausbildung gemacht hatte und ich ja das alles nicht hatte. Er machte mich klein und ich war verletzt und weinte. Ich dachte aber das kam vom *keine Medikamentennamen* und hatte Angst das er Alk darauf getrunken hatte. Also sah ich nach im Rucksack morgens um 07 Uhr und wurde schrecklich wütend, obwohl er schlief. Ich wollte ihn zur Rede stellen, die Tabletten behalten und er nahm mir dafür das Handy weg. Dann hatte ich es in der Hand und weil ich Angst bekam drohte ich mit der Polizei und wählte die Nummer. Da würgte er mich und die Polizei war plötzlich am Aparat, während er mich würgte muss ich sie verständigt haben. Ich war aus der Puste und telefonierte mit dem Beamten, der sofort die Mannschaftswagen los geschickt hatte. So ist das alles eskaliert und es läuft eine Anzeige auf Körperverletzung gegen ihn und mich. Am 27.07 soll ich aussagen. Angeblich hat der Beamte meinen Mann eine Scheidung angeraten, deshalb hat er sie eingereicht.


    Seit die Polizei hier war, stellte ich dann fest das ich die ganze Zeit seinen Entzug abbekommen hatte. Weil er bei der Arbeitsaufnahme ohne es mit mir abzusprechen in den Entzug gegangen ist. Aber wenn ich ihm das so sage, dann stimmt das alles ja nicht. Er hat den Alkohol mit den Tabletten nur ausgetauscht. Deshalb bin ich so gegen seine Arbeit gewesen und viele andere Faktoren kamen dazu. Ich sagte ihm oft das ich überfordert bin mit der Situation, das ich keine Krankenschwester bin oder Psychologin. Das ich seinen Entzug nicht alleine abfangen kann usw. Das ist ihm alles egal, er macht das immer alleine ohne Hilfe anzunehmen. Die ignoranz, seine Missachtung für mich weil er nie reden wollte und dann auch nicht kann, all das kommen jetzt hoch. die ganzen Verletzungen, wie ich mich gefühlt habe in der Zeit. Das keine Rücksicht genommen hatte als ich Eifersüchtig war, sondern sie noch triggerte. Das ich nicht wahr genommen wurde und er einfach auch nicht reagiert hatte. Das ihm die Partnerschaft zu mir so egal war. Hat er den Urlaub unterbrochen weil der Chef angerufen hatte, wurde das nicht mit mir abgesprochen. Er ging einfach wieder los, hatte zu Hause auch keine Tabletten, die fehlten ihm dann plötzlich, so glaubte ich. Angeblich hat er ja so viele nicht genommen. Aber wie viele er nimmt, das habe ich auch nie mitbekommen. Er ist mir so fremd geworden, seit er die Arbeit hat.


    Freitags wollte ich von der Alkoholsucht nichts wissen und ging immer früh schlafen. So bekam ich seinen Trunkenden Zustand nicht mehr mit. Am Samstag dann fühlte er sich meist schlecht. Mein Mann sagt er habe Morbus Cron, eine Magenkrankheit, deshalb braucht er das *keine Medikamentennamen*. Immer bevor er aus dem Hause geht, nimmt er eine Tablette . Er sagt das hilft gegen die Magenschmerzen und den Durchfall. Mein Mann ist großer, ängstlicher Mensch und hatte Jahrelang Sozialphobie. Aber mit den Tabletten ist plötzlich alles möglich.


    Mit seinem Wunsch der Scheidung lebe ich jetzt und ich nehme das Ernst. Auf das Schreiben vom Anwalt musste ich reagieren und der Brief ist gestern fertig geworden. Wie es weiter geht weiß ich nicht. In meinem Leben sind so viele Verluste Vor 2. Jahren Sohn ausgezogen, dann 3. Monate später Mama gestorben und der Arbeitsplatzverlust und nun wieder das. Wie es weiter geht weiss ich nicht. Ich liebe ihn noch und versuche die ganze Zeit schon einen Weg zu finden wieder mit ihm zusammen zu kommen. Doch was ich auch versuchte es will einfach nicht werden. Seit der Sohn ausgezogen ist, sind wir mehr getrennt gewesen, als wie zusammen. Verbinden tun uns die Erinnerung an 25. Jahre und die Vergangenheit.
    Es fühlt sich alles zerüttet an und mein Leben ist nur noch ein Scherbenhaufen. Meine Kinder sehen mich leiden seit der Sohn auszog und diese Lücke schliesst sich nicht. Was ich auch versuchte, immer wieder erhielt ich Rückschläge. Kündigung, wieder erneute Arbeitsaufnahme, 3. Monate später wieder Kündigung usw. Nun die Kriese mit dem Ehepartner dazu.

  • Hallo Jacky,
    Ich habe mal bei dir die Medikamentennamen editiert.
    Das sind ja schon Hämmer die er da nimmt, gehört immerhin in die Opiatreihe, da liegt dein Verdacht vom Suchtstoffwechsel schon nahe.


    Ich erkenne bei dir, ähnlich wie bei mir damals eine gewisse Opferhaltung. Ich habe auch immer gedacht, keiner hilft dir, keiner sieht deinen Rucksack den du mit rum trägst.
    Solange solche Gedanken in deinem Kopf sind, kommt niemand. Das habe ich schmerzlich fest gestellt.
    Ich habe angefangen nichts mehr zu vertuschen, habe mir für mich Hilfe gesucht.
    Ab da hat sich vieles verändert.
    Zusätzlich zu einer Therapie kannst du dich auch mal bei der Suchtberatung nach Angehörigengesprächen erkundigen.


    Zitat

    Ich liebe ihn noch und versuche die ganze Zeit schon einen Weg zu finden wieder mit ihm zusammen zu kommen.


    was liebst du an ihm , und was tust du für ihn um gebraucht zu werden und um deine Lücken zu füllen?
    Dein Sohn ist ausgezogen, meiner auch. Er lebt fast 800km entfernt und ich war entsetzlich traurig, ja ich habe getrauert.
    Die Lücke die dadurch entstanden ist, mußte ich mir ganz alleine füllen.
    Ich saß damals zuhause mit meinem saufenden xy, und habe mich Schritt für Schritt wieder ins Leben geboxt.
    Meinem xy konnte ich nicht helfen, Tochter mit Familie lebt auch nicht um die Ecke.
    Fang mit Kleinigkeiten an, tu dir was gutes, deinem Mann kannst du nicht helfen.
    Der macht jetzt schon deine Therapie nieder und stellt dich als "irre " hin, weil er sehr genau weiß, das es während einer Therapie auch eng für ihn werden kann. Du wirst dich dadurch sicherlich auch verändern. Davor hat er Angst, das du nicht mehr die gut funktionierende CO bist.



    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Jschky,


    willkommen im Forum.


    Zitat

    Doch was ich auch versuchte es will einfach nicht werden

    ich glaube, dazu passt dieser Spruch:
    wenn nichts mehr sein kann wie es war, nichts ist, wie du es dir wünschst, und nichts sein wird, wie du es dir erträumst, ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen.


    Kannst Du die Scheidung als Chance sehen? Kannst Du ihn los lassen und für dich sorgen, dich umsorgen, so wie du ihn umsorgt hast? Wenn du dir vorstellst, dass Deine beste Freundin deinen Text geschrieben hat, was würdest Du ihr raten?


    Schau auf Dich, sorge dafür, dass es Dir wieder besser geht. Alles was ihn betrifft, liegt nicht in Deiner Macht. Das hast Du ja schmerzlich erfahren.


    Ich wünsche Dir für Deinen Weg viel Kraft und Geduld.


    sonnige Grüße
    Lütte

    Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen.

    (Henry Ford)

  • Naja, mein Exmann ist im Alter von 47 Jahren am Alkohol einsam in einem Obdachlosenasyl gestorben. Ich habe von ihm zwei Kinder und die Trennung nach 10 Jahren Ehe geschafft. Aber meine Kinder aus der ersten Ehe waren so super traurig. Ich sah in Ihre verzweifelten Gesichter und es hat mein Herz so verdammt weh getan. Sie trauerten und liebten Ihren Vater und hatten jeden Tag die Hoffnung im Herzen das er aufhört zu trinken. Bis eines Tages die Polizei vor der Türe meiner Tochter stand und die traurige Mitteilung gab.


    Ich wollte das so gerne meinem Sohn ersparen, auch wenn er Erwachsen ist und er lebt im Bayern, wollte ich nicht das er mit ansehen muß wie sein Vater zu Grunde geht an diesen Dingen. Ich kämpfte um jedes Bier das er weniger trinkt und dann plötzlich fängt er mit Tabletten an. Wenn ich gewußt hätte das sich das mit seiner neuen Arbeit alles so entwickelt, dann hätte ich niemals so viel Druck auf den Ehemann der immer nur auf dem Sofa lag ausgeübt. Ich wollte das es ihm gut geht, aber mir sollte es dabei auch gut gehen. Er war plötzlich den ganzen Tag aus dem Hause und ich übernahm all seine Aufgaben im Haushalt. Mein Therapeut sagte mir das er seit dem er die Arbeit angefangen hatte nicht mehr zugänglich war, Wodurch auch immer, er reagierte nicht darauf das ich weinte usw. Das ich mit der Situation unglücklich war das er so lange Zeit aus dem Hause war. Ich bin schwerbehindert mit 50 Prozent und kümmerte mich ganz alleine um eine 4. Raumwohnung. Dazu kam das er mit der Arbeitsaufnahme krank wurde. Er lässt mich jetzt auch mit allem alleine hängen und ich will auch seine Hilfe nicht annehmen. In der momentanen Situation wirkt alles auf mich viel und überfordernd. Aber normal denke ich. Ich habe noch 2 große Papageien um die ich mich kümmere.


    Er bekam eine chronische Nasenschleimhautentzündung und chronische akute Rachenentzündung. Ich habe aber immer noch das Gefühl, das es vom Alkoholentzug kam. Jedes Wochenende lag er flach und ließ sich von mir gesund pflegen. Am Montag ging er wieder zur Arbeit und alles war gut. So kam ich auch nicht dazu mich mal am Wochenende zu erholen. Ich kümmerte mich um die Enkelkinder und Familie. Pflege den Vater und habe eine kleine Putzstelle. Das alles wollte ich nicht aufgeben, merkte aber das es oft zu viel war. Der Mann reagierte nicht auf mein bitten kürzer zu treten oder sich eine Arbeit in der Nähe zu suchen. Ich war plötzlich das heimchen am Herd, das ich nie sein wollte. Aber da wurde ich nicht nach gefragt und er übernahme keine Aufgaben mehr hier zu hause. Jede Kleinigkeit blieb an mir hängen. Ich suchte nach Arbeit verzweifelt und brauchte Zeit dafür und merkte wie mir an manchen Tagen alles über den Kopf gewachsen ist. Mein Mann wollte nicht das ich mir Arbeit suchte.


    Die einzigen Kontakte die er immer hatte, waren ich und seine Mutter. Alle anderen haben ihn schon verlassen. Das Alkoholproblem liegt in seiner Familie, die Brüder treffen sich schon lange nicht mehr weil sie sich immer gegenseitig unter den Tisch getrunken hatten. Er wird ganz alleine sein und bleiben


    Den Brief an den Rechtsanwalt habe ich heute abgesendet und ich weinte stunden. Ich lasse doch schon so lange los, aber der Schmerz will nicht weniger werden. Freitags wollte ich von seinem Alkohexzessen nix wissen. Ging sehr früh schlafen und suchte immer Lösungen nicht damit konfrontiert zu werden. Ich zählte schon lange nicht mehr seinen Konsum und auch mit den Tabletten versuchte ich mich heraus zu halten. Ich kannte ihn nicht seinen Konsum. Er sprach nicht mit mir darüber, aber ich merkte das er eben nicht mehr mein Ehemann war. Unsere Ehe erkläre ich als gescheiter und zerüttet an. Da gibt es kein zurück für mich mehr. Er hat seine Entscheidung getroffen und ich ziehe nach. Ich denke nicht das er bereit sein wird etwas zu verändern.Er wird den Entzug niemals schaffen, ich wollte am 18.08.2020 in die Reha fahren für 3. Wochen. Da bin ich dann erstmal ganz weg von hier.


    .

  • Ich liebe an ihn, seine Fürsorgliche Art. Er hat alle immer bekocht und für das leibliche Wohl gesorgt und das war ihm immer wichtig. Seine Aufgabe länger als 10 Jahre lang. Er bewirtete wenn er es konnte die Gäste. Meist zog er sich zurück, denn Menschen und Besuch waren nie sein. Seine Eltern hatten ihn vor Besuch immer weg gesperrt und wie ein kleiner Junge, sperrt er sich selbst immer noch selbst weg.


    Er hatte ja immer alleine entzogen und ich sah in leiden, dann dachte ich manchmal das er eigentlich ja auch einen starken Willen hatte. Aber eben nie ausreichend um es wirklich zu lassen, weil der Weg es ganz alleine auf meinem Rücken zu entziehen der falsche war. Ich steckte ihm Prospekte zu und bot jede Hilfe an von Ananonymen Alkoholiker usw. Er nahm die Hilfe nie an.


    Loslassen tut weh, seit er die Arbeit angefangen hatte, weine ich viel. Das loslassen fällt mir sehr schwer, ich bin ein Klammeraffe und gebe nie so leicht auf. Aber mit Tabletten usw. will ich nix zu tun haben. Ich weiß nicht ob er seit dem Streit noch welche nimmt, ich sehe nicht ob er weiter den Alkohol entzieht. Geht mich seit der Scheidung auch nix mehr an. Ich distanziere mich von ihm, obwohl das schwer hier in der Wohnung ist, weil er im Wohnzimmer als Durchgangszimmer ist. Ich bin im Büro und Schlafzimmer. Mein Sohn wohnt auch 800 km weit weg. Ich sehe ihn nicht oft und wir telefonieren nur selten. Er will das nicht so und hat aber jetzt eine neue Freundin und zieht bald näher an mich heran.


  • Ich liebe an ihn, seine Fürsorgliche Art. Er hat alle immer bekocht und für das leibliche Wohl gesorgt und das war ihm immer wichtig. Seine Aufgabe länger als 10 Jahre lang. Er bewirtete wenn er es konnte die Gäste. Meist zog er sich zurück, denn Menschen und Besuch waren nie sein. Seine Eltern hatten ihn vor Besuch immer weg gesperrt und wie ein kleiner Junge, sperrt er sich selbst immer noch selbst weg.


    Er hatte ja immer alleine entzogen und ich sah in leiden, dann dachte ich manchmal das er eigentlich ja auch einen starken Willen hatte. Aber eben nie ausreichend um es wirklich zu lassen, weil der Weg es ganz alleine auf meinem Rücken zu entziehen der falsche war. Ich steckte ihm Prospekte zu und bot jede Hilfe an von Ananonymen Alkoholiker usw. Er nahm die Hilfe nie an.


    Loslassen tut weh, seit er die Arbeit angefangen hatte, weine ich viel. Das loslassen fällt mir sehr schwer, ich bin ein Klammeraffe und gebe nie so leicht auf. Aber mit Tabletten usw. will ich nix zu tun haben. Ich weiß nicht ob er seit dem Streit noch welche nimmt, ich sehe nicht ob er weiter den Alkohol entzieht. Geht mich seit der Scheidung auch nix mehr an. Ich distanziere mich von ihm, obwohl das schwer hier in der Wohnung ist, weil er im Wohnzimmer als Durchgangszimmer ist. Ich bin im Büro und Schlafzimmer. Mein Sohn wohnt auch 800 km weit weg. Ich sehe ihn nicht oft und wir telefonieren nur selten. Er will das nicht so und hat aber jetzt eine neue Freundin und zieht bald näher an mich heran.


    Dazu kommt, das ich seit meinem 17 Lebensjahr nix anderes gemacht hatte als wie Kinder erzogen. Ich war nie ganz alleine, so einsam wie ich mich jetzt im Moment fühle, war ich nie in der Wohnung. Klar ich habe die Kinder die anrufen, aber am Tage ist und war hier niemand. Ich spreche manchmal den ganzen -Tag mit niemanden ein Wort. Kenne das so auch gar nicht, es war immer jemand da und um mich herum.

  • Hallo Jacky,


    wie wäre es wenn du dir einen Hund anschaffen würdest? Magst du Hunde?
    So wärest du nicht allein, musstest du auch hinaus gehen, spazieren mit Hund...Für den Anfang des Alleinseins ;)


    lG ideja

  • Hallo Ideja,


    Danke für den Tip. Nein, das wäre mir zu gefährlich, weil ich Papageien habe geht das nicht. Sollte man jedenfalls nicht machen. Ich fahre in die Reha und dann gehen Kurse für mich los. Mit der Selbständigkeit soll es voran gehen.


    Ich habe die Selbständigkeit, einen Büro- und Schreibservice im Mai eröffnet als Gewerbe. Ich habe eine Beratungsstelle die mich dabei unterstützen will. Ich bete zu Gott das ich hier vielleicht etwas Glück habe. Meine Töchter wollten gerne dabei sein und man könnte ein Familienunternehmen später draus machen. Ich fahre Mitte August in die Reha und im Anschluß habe ich Kurse belegt, die mich unterstzützen bei Werbung und Marketing. Ich habe schon viele Vorbereitungen getroffen. Einen Businessplan erstellt und die Beratungsstelle hilft dabei einen Finanzplan zu erstellen. Wenn ich auf dem ersten Arbeitsmarkt kein Glück gehabt habe dann vielleicht dort. Ich wünsche mir so sehr eine Arbeit, das wollte ich schon immer. Aber ich hatte nie Glück auf dem ersten Arbeitsmarkt. Mein Ehepartner schon, die Arbeit hat ihm immer vom trinken abgehalten, er trank dann in der Woche nur 3. Bier früher und am Wochenende dann aber viel mehr. Er wurde dann immer aggressiv und stenkerte herum. Das ist heute noch so geblieben.

  • Ich glaube das schlimmste ist meine Wut auf das was er mir angetan hat. Selbst wenn ich wollte wäre ich im Moment nicht Beziehung fähig weil ich so wütend reagiere auf all das. Das er die Scheidung eingereicht hat und was ich die ganzen Jahre ertragen habe für ihn. All das kommt massiv nach oben. Die ganzen Ungerechtigkeiten. Mir bleibt nix übrig als wie diese Wut auszuleben. Die Nachbarn beschweren sich und ich weiß mir da gerade keinen Rat. Das ist das Schlimmste an allem.

  • Hallo Jacky,


    Wut - das ist nicht schlecht! Wut ist ein guter Motor, damit man in Bewegung kommt.


    Ich verstehe auch, dass du auf IHN wütend bist, auf das, was er gemacht hat mit dir und so.
    Aber ganz ehrlich - dazu gehören immer zwei... du hast es ja auch mit dir machen lassen. Oder?


    Lieber Gruß
    Aurora

    Der meiste Schatten in unserem Leben rührt daher, dass wir uns selbst in der Sonne stehen.
    (Ralph Waldo Emerson)

  • Das schlimmste ist meine Wut auf ihn, ich schaffe es überhaupt nicht mehr mich zu beruhigen. Es kommt alles an Verletzungen hoch und ich kann nix dagegen unternehmen. Die Worte platzen aus mir heraus und ich kenne mich so überhaupt nicht. Ich habe nie ein Problem mit Wut gehabt. Ich war immer kontrolliert und nun das. Die Nachbarn beschweren sich oft weil ich so wütend bin. Ich kann ja über meine Verletzungen mit ihm auch nicht sprechen und wenn ich es mache, dann ist eh alles meine Schuld. Er sieht doch seine überhaupt nicht. Also rufe ich laut in der Wohnung vor mir her. Was aber auch alles hoch kommt, das ist schlimm und ich schaffe es nicht mich zu beruhigen. Die ganze Wahrheit packe ich laut aus. Ich habe so was noch nie in so einer Intensität erlebt. Ich war sogar bei mehreren Psychologen, die mir sagen das ich sie ausleben muss und nix dagegen machen kann. Ich soll meine Gefühle freundlich begrüßen. Das mach mal wenn die mit so einer Wucht kommen.


    Ich habe mich gefreut als er Arbeit bekam und so viel Hoffnung gehabt das sich etwas positives für uns ändert. Doch stattdessen ist alles nur noch schlimmer geworden. Wärend ich hier schreibe rollen mir die Tränen von der Wange. Zu Beginn habe ich mich mit gefreut und ihn unterstützt. Aber das er sich zu so einem Hochnäsigen Arsch verändert, der mir nur noch von oben herab kommt. Damit habe ich nicht gerechnet. Er spielt sich auf als wäre er Gott und hat mich Meilenweit hinter sich gelassen und Degradiert.

  • Hallo,


    Ja, ich habe viel zugelassen und vielleicht helfen diese Worte ja den nächsten Wutausbruch etwas abzufangen. Ich bleibe auf Abstand zu ihm. Vielleicht kommt die Wut deshalb weil ich schon längere Zeit auf Abstand zu ihm gehe.

  • Hallo Jacky,


    ich hatte ähnliche Gedanken, wie Aurora, konnte sie nur nicht so ausdrücken. Wie wäre es, wenn Du wütend auf Dich bist, dass Du es so lange zugelassen und mitgemacht hast. Wäre das nicht Motivation zum Handeln? Und wenn Du so richtig wütend sein willst, kannst Du ja raus in die Natur und dort alles raus lassen, da hast Du keine Nachbarn, die das stören würde. Mir haben lange Spaziergänge immer geholfen.


    sonnige Grüße
    Lütte

    Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen.

    (Henry Ford)

  • Hallo Jacky,


    ich verstehe deine Wut!


    Ich hatte das auch, mein Fädchen hier heißt nicht für umsonst "Liebe und Hass".
    Ich hatte zum Schluss einen regelrechten Hass auf meine Exmann, da waren so viele schlimme Gefühle in mir, dass ich mich selbst nicht mehr kannte. Das kam alles von den vielen Verletzungen, die er mir zugefügt hatte und davon, dass ich das zugelassen hatte. Dass er das macht. Und es kam auch von der Enttäuschung, dass alle meine Bemühungen nichts gebracht hatten, im Gegenteil, er hat mich ausgelacht, runter gemacht, missachtet. Missbraucht.


    Ich habe nie im Leben so viel geschrien wie damals in der Zeit als mir alles bewusst wurde, als ich völlig am Ende war. Als ich schon so gut wie keine Würde mehr gespürt habe. Nur noch Schmerz.


    Und da endlich konnte ich mich trennen...


    Ich hoffe, du kannst deine Wut raus schreien. Damit dieser Druck raus kommt aus dir.


    Lieber Gruß
    Aurora

    Der meiste Schatten in unserem Leben rührt daher, dass wir uns selbst in der Sonne stehen.
    (Ralph Waldo Emerson)

  • dankeschön, ich bin euch sehr dankbar. Der Satz das ich es zugelassen habe. Hat geholfen meine Wut endlich wieder unter die Kontrolle zu bekommen Es stimmt das habe ich ja auch. Ich hoffe das bleibt sol.Wir sind innerhalb der Wohnung getrennt. Die Anzeige wegen Körperverletzung wird zurück gezogen. Von beiden Seiten aus. Wir haben heute darüber gesproche, er benimmt sich aber immer noch so, als wäre er Gott in Frankreich weil er Arbeit hat und versucht mich ganz klein zu machen. Heute hatte ich gesagt das seit er arbeitet er hier im Hause nix mehr gemacht hat und alles an mir kleben blieb. Ja, er geht ja auch arbeiten sagte er. Früher hat er immer alles alleine gemacht. Da mußte ich ihm erstmal aufklären, das er nicht alles alleine gemacht hatte. Sondern ich nach der Arbeit noch den Rest gemacht habe. Da sagte er nichts mehr. Aber wie kann ein Mensch sich so ändern? Ich komme überhaupt nicht mehr damit klar.

  • Hallöchen,


    ja spazieren gehe ich schon oft. Es geht mir mit der Wut etwas besser im Augenblick. Es quälen mich eher Verlustschmerz, Einsamkeit und ich bin traurig das ich ihm so gleichgültig bin. Ich empfinde es jedenfalls so. Vielleicht sollte ich das alles nicht persönlich nehmen, denn er ist ja immer noch auf Entzug. Vielleicht kann er sich die ganze Zeit schon um nichts anderes deshalb kümmern. Aber fakt ist es ja und damit muß ich leben. An zwei Freitagen konnte ich bereits beobachten das er nur ein Bier trinkt. Aber es geht mich ja nix mehr an, wir sind eh getrennt. Was mit den Tabletten ist weiß ich auch nicht. Bin immer noch verletzt weil er hinterrücks die Scheidung eingereicht hat und das nicht mit mir besprochen hat. Ich habe ihm gesagt das ich darüber sehr verletzt bin. Ob das ein Polizist zu ihm sagte oder nicht und das der Grund ist den er vor schiebt. Er hat in dem Moment nicht an mich gedacht und bei all seinen Entscheidungen die er getroffen hat nie an mich gedacht. Ich sagte es so, aber eine Antwort bekam ich nicht. Ich sagte es sehr leise. Diesen Freitag wird er bestimmt wieder entziehen. Keine Ahnung,, aber ich kann mir nicht vorstellen das nur der Alkohol an seinem Verhalten die Schuld haben. Wenn bisher etwas war, dann hat er immer von sich aus entzogen. Ich habe das ja nie verlangt. Glaube er selbst schiebt dem Alkohol die Schuld zu. Er redete noch nie über seinen Konsum und Entzüge. Wir sind jedenfalls weiter auf Trennung und schlafen getrennt Essen getrennt alles.

  • Hallöchen,


    ja spazieren gehe ich schon oft. Es geht mir mit der Wut etwas besser im Augenblick. Es quälen mich eher Verlustschmerz, Einsamkeit und ich bin traurig das ich ihm so gleichgültig bin. Ich empfinde es jedenfalls so. Vielleicht sollte ich das alles nicht persönlich nehmen, denn er ist ja immer noch auf Entzug. Vielleicht kann er sich die ganze Zeit schon um nichts anderes deshalb kümmern. Aber fakt ist es ja und damit muß ich leben. An zwei Freitagen konnte ich bereits beobachten das er nur ein Bier trinkt. Aber es geht mich ja nix mehr an, wir sind eh getrennt. Was mit den Tabletten ist weiß ich auch nicht. Bin immer noch verletzt weil er hinterrücks die Scheidung eingereicht hat und das nicht mit mir besprochen hat. Ich habe ihm gesagt das ich darüber sehr verletzt bin. Ob das ein Polizist zu ihm sagte oder nicht und das der Grund ist den er vor schiebt. Er hat in dem Moment nicht an mich gedacht und bei all seinen Entscheidungen die er getroffen hat nie an mich gedacht. Ich sagte es so, aber eine Antwort bekam ich nicht. Ich sagte es sehr leise. Diesen Freitag wird er bestimmt wieder entziehen. Keine Ahnung,, aber ich kann mir nicht vorstellen das nur der Alkohol an seinem Verhalten die Schuld haben. Wenn bisher etwas war, dann hat er immer von sich aus entzogen. Ich habe das ja nie verlangt. Glaube er selbst schiebt dem Alkohol die Schuld zu. Er redete noch nie über seinen Konsum und Entzüge. Wir sind jedenfalls weiter auf Trennung und schlafen getrennt Essen getrennt alles.

  • Hallo Jacky,


    was meinst Du damit, dass er auf Entzug ist?


    Du hast geschrieben, er trinkt ab und zu ein Bier. Dann macht er auch keinen Entzug.


    Mir fällt hier insgesamt im Co.-Bereich öfter auf, dass Burg von Abstinenz, Entzug und Therapie geschrieben wird und der Alki nebenbei munter weiter säuft. Das macht die Wörter Abstinent, Entzug und Therapie komplett hinfällig.


    Ich bin ehrlich gesagt total erschrocken über so viel Naivität und Ausblendung der Tatsachen (nicht nur in Deinem Thread, sondern allgemein). Auch als ich noch mittendrin in der Co-Abhängigkeit war, hab ich diese Tatsachen nie ausgeblendet, weil ich es völlig realitätsfremd finde.


    Wie gesagt, das alles hätte ich in einigen Threads schreiben können, nicht nur bei Dir. Aber hier passte es gerade. Ich hoffe, es denken noch mehr Leserinnen darüber nach und übertragen es auf ihre eigene Situation.


    LG Cadda

  • Hallo Jacky,


    Zitat

    Bin immer noch verletzt weil er hinterrücks die Scheidung eingereicht hat und das nicht mit mir besprochen hat.

    Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Dich das verletzt. Ich hab meinem Mann damals nur einen Brief geschrieben, als ich von heute auf morgen ausgezogen bin. Das hat ihn auch verletzt, aber anders wäre es mir nicht möglich gewesen zu gehen.


    Ich habe auch nicht den Eindruck, dass er irgendwie motiviert ist, vom Alkohol wegzukommen. Fakt sind doch 2 Tatsachen: Er trinkt und nimmt Tabletten und er hat die Scheidung eingereicht. Was erhoffst Du Dir? Möchtest Du weiter ein Leben mit einem Süchtigen?

    Zitat

    Es quälen mich eher Verlustschmerz, Einsamkeit und ich bin traurig das ich ihm so gleichgültig bin. Ich empfinde es jedenfalls so.

    Ich glaube, diese Gefühle sind da, wenn man verlassen wird. Sie sind nicht schön, aber es liegt an jedem selbst, damit umzugehen, vielleicht sogar die Kraft zum Handeln zu finden.


    Zitat

    Vielleicht sollte ich das alles nicht persönlich nehmen, denn er ist ja immer noch auf Entzug. Vielleicht kann er sich die ganze Zeit schon um nichts anderes deshalb kümmern.

    Vielleicht gehört es aber auch zu seinem Wesen und was dann? Warum suchst du nach Entschuldigungen für ihn? Ich kann Cadda nur zustimmen. Es hört sich nicht danach an, als ob er irgendwas an seinen Gewohnheiten ändern will. Vielleicht nutzt du diese Chance und kümmerst Dich darum, was Du möchtest, welche Träume hast Du, was möchtest Du erreichen? Sorge dafür, das es Dir gut geht.


    sonnige Grüße
    Lütte

    Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen.

    (Henry Ford)

  • Hallo Jscky,
    Du bist voller Selbstmitleid und Vorwürfe gegen Deinen Ex.
    Hat er es tatsächlich gewagt, eine Entscheidung zur Trennung zu fällen, OHNE DICH UM ERLAUBNIS ZU BITTEN???
    Das ist ja ungeheuerlich ! :shock:
    Du versinkst ja völlig im IAS-Syndrom (IchArmeSau), ich habe selbst hier selten so eine selbstmitleidige, unreflektierte Tour erlebt. :?
    Und manchmal kann ich gut nachvollziehen, warum sich ein Partner trennt, ohne das ich auch nur ein Wort von der "Gegenseite" gehört habe.


    Jscky, er DARF sich trennen und Du hättest es auch gedurft.
    Er ist nicht Dein Eigentum und Du nicht seins, wir leben hier in Deutschland !... hier gibt es keine Leibeigenschaft mehr !


    Sieh mal zu, das Du den Hintern hoch bekommst und die Verantwortung für Dich selbst und Dein Leben übernimmst, Du bist erwachsen.
    Und ich denke, wir alle mussten schon Trennungserfahrungen machen, die weh taten, mich eingeschlossen.
    Noch schlimmer ist es, wenn man "abserviert" wurde, auch das ist mir schon passiert.
    Ich weiß also auch, wie man sich dann fühlt...und Wut kenne ich ebenfalls sehr gut.
    ABER... man hat den anderen doch auch mal geliebt, und ich kann nicht verstehen, das man das völlig vergißt.
    Ich für meinen Teil bin immer fair geblieben, auch wenn ich abserviert wurde und wirklich wütend war.
    Der andere ist ja auch immer noch ein Mensch!
    Und auch geliebte Menschen muss man manchmal wieder gehen lassen...loslassen, ihren eigenen Weg gehen lassen.
    Das gehört einfach auch zum Leben dazu!
    Kein Leben ist ein Ponyhof, wo alles immer toll läuft und so wie man es gern hätte oder vorgestellt hatte...
    Auch Erfahrungen, die weh tun, gehören zum Leben und dem eigenen Erfahrungsschatz, das ist einfach so.


    Sieh mal zu, das Du Deine Wut in Griff bekommst und sie möglichst in Energie für Dich selbst umsetzt.
    Wenn Du das allein nicht schaffst, dann suche dazu bitte auch professionelle Hilfe.
    Es gibt Psychologen, die auf sowas spazialisiert sind, die können weiter helfen, indem sie Wege aufzeigen.
    Wird jetzt Zeit, Deinen eigenen Weg weiter zu gehen, Dein Ex hat seine Entscheidung ja schon getroffen.
    Aber wenn Du lieber weiterhin auf ihn starren willst und für alles die Schuld geben möchtest, dann ist das auch Deine Sache.
    Bringt Dich persönlich allerdings keinen Millimeter weiter.
    Und nochwas... bei Trennungen lief fast immer von beiden Seiten was schief...ich glaube nicht an Trennungen, an der ausschließlich einer allein Schuld trägt.
    Allein das Wort Schuld finde ich schon unangebracht, sag ich mal lieber, jeder trägt einen Teil zur Trennung bei, die geschehen selten aus heiterem Himmel.
    Und dem Alkohol an allem die Schuld zu geben ist auch zu einfach...


    LG Sunshine

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