NIKA. - Ich will und kann aufhören zu trinken!

  • Ich lese gerade, dass das auch eine Entzugserscheinung ist.

    Ich hatte dies beim ersten Mal auch, vielleicht hab ichs nur vergessen.

    Hallo NIKA.

    Ich denke, das kommt oft vor. Sah es auch bei mir. In den ersten Tagen einer jeden Trinkpause bzw. eines jeden Entzugs (Trinkpausen sind ja bei den meisten auch nur gescheiterte Entzüge, oder?) schlief ich schlecht, es kamen immer wieder Gedanken über dieses und jenes. Natürlich auch so etwas wie: Was hast Du dem/der xy nochmal erzählt..? Wie hast Du Dich benommen? Sagt der das weiter? Kann ich morgen überhaupt noch zur Arbeit gehen? Und und und. Die Erinnerungslücken machten die Sache dann natürlich noch viel unangenehmer. Also: Noch mehr denken, noch weniger Schlaf. Wie wir - glaube ich - alle wissen: Eine schlaflose Nacht kann sehr lang sein. Und fördert auch nicht gerade das Wohlbefinden.

    Rückblickend (oder wie es sich später herausstellte) war das Ganze - ich kann natürlich nur von mir berichten - schließlich mehr Befürchtung als Realität. So manche(-r) hat gewisse Äußerungen oder Verhaltensweisen, die mich plötzlich so sehr beschäftigten, gar nicht so recht wahrgenommen. Oder so interpretiert, wie ich es befürchtet hatte. Gut, ich könnte auch sagen: Weil manche ohnehin wussten, wie ich gelegentlich "ticke" und dass so manches nicht so ganz ernst genommen werden braucht. Bei der Arbeit ist das wohl anders, aber auch hier liegen Selbst- und Fremdwahrnehmung oft Meilen auseinander.

    Als ich mir damals nicht sicher war, ob ich etwas Falsches gemacht oder gesagt habe, bin ich morgens einfach wie immer ins Büro, habe nett und freundlich gegrüßt. Den üblichen Smalltalk gemacht und als ich gemerkt hatte, da sagt niemand was, war das Gröbste schon mal geschafft (mental, für mich).

    Ich denke, gerade im Entzug spielt einem - was eben diese Gedanken betrifft - die eigene Psyche den einen oder anderen Streich. Oder es wird der sprichwörtliche Teufel an die Wand gemalt.

    Natürlich kenne ich Deine konkrete Situation nicht, aber war es wirklich so schlimm, was Du gesagt oder getan hast, dass Du meinst, die Grenzen überschritten zu haben (irgendwie lese ich Deine Beiträge so)?

    LG, Stef.

  • @ Hera

    Ich gehe jetzt mal von mir aus, einerseits verurteilt man sich selbst: wenn ich von der Rolle war, dann sagte ich blöde Sachen, viel zu direkt und unangemessen, wenn ich danach erklären wollte und habe, dann war da dieser Blick. Nicht jeder versteht den Alkoholiker, es kommen Sprüche, wie: "dann hör doch einfach auf! Wie kann man nur so sein! Also ich wäre nie so!" Dieses ganze Gerede eben. Dann dieses verständnisvolle Geheuchel, aber kaum bist Du weg, bist Du das Thema. So habe ich es jedenfalls erlebt.

  • Hab einige pflanzliche Sachen bekommen, ist bei meiner Krankheitsgeschichte auch nicht sehr leicht, fast das selbe wie beim ersten Mal. Der Arzt meinte auch dass das eh normal ist am 2 Tag. Blutdruck in Ordnung. Wenn’s schlimmer wird oder ich wieder so Panikattacke kriege, soll ich anrufen.

    Ich muss mich korrigieren ich werde erst ab Samstag zählen, also Tag 2. Ich hab Freitags früh Morgen Bier getrunken hab dann die Flasche weggestellt und bin zum Arzt gewankt.

    Vormittags war schlimm, jetzt mit den Tabletten besser würde ich sagen, ich lese gerade viel, mehr geht nicht.

    Viele Gedanken will ich mir jetzt auch nicht machen, sondern diese Tage jetzt überstehen.

  • Hallo Nika,
    Respekt, dass du dich wieder gemeldet hast.

    Es ist nicht schlimm zu fallen, es ist schlimm nicht mehr aufzustehen.
    Du bist aufgestanden und hast Verantwortung für dich übernommen.

    Im Moment versteht dein Körper die Welt nicht mehr und versucht sich mit allen Mitteln an die neue Situation anzupassen.
    Und, es wird ihm gelingen, denn du unterstützt ihn dabei mit deiner ganzen Kraft.
    Mit jedem Tag des körperlichen Entzugs wird es besser, auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt.

    In den ersten 3-4 Tagen habe ich gegessen, viel Wasser und Tee getrunken und geschlafen, wann immer ich konnte.
    Für Körper und Geist ist ein Entzug enormer Stress, aber dein Körper weiß was zu tun ist, nur der Geist kann ihm erst nicht richtig folgen.

    Viele Gedanken will ich mir jetzt auch nicht machen, sondern diese Tage jetzt überstehen.

    Das ist jetzt genau die richtige Einstellung, jeder nüchterne Tag zählt, morgen ist das heute von gestern.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

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