Partner trinkt, zeigt depressive Züge, ist uneinsichtig. Demütigt uns, psychische Gewalt

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • AufderSuche hallo zurück!

    Ich meine das hilft mir besser damit umzugehen, bei mir selbst hat es sehr geholfen. Ich komme auch aus dem Gesundheitswesen, wollte es aber nicht richtig wahrhaben. Es hilft bei der Wut. Ich bin allgemein ein sehr wissbegieriger Mensch.

    Aah, ok, das kann ich nachvollziehen. Ich ticke da ganz ähnlich wie du.


    Woran ich bei meiner Frage gedacht habe, war, dass es von Außen kaum nachvollziehbar ist, wie ein Alkoholiker tickt.

    Du musst wissen, dass ich selbst „trockene“ Alkoholikerin bin, erwachsene Tochter aus einer Alkoholikerfamilie und an der Krankheit „Depressionen“ erkrankt bin.

    Ich weiß, wie ich in die Abhängigkeit hineingerutscht bin und dass ich den Alkohol als „Medizin“ missbraucht habe, aber selbst ich könnte dir nicht sagen, wie dein Partner tickt.

  • Bei mir ist es ähnlich wie bei Dir. Alkohol gab es auch eine Zeit bei mir, dann Cannabis. Oder eben Essstörung, Selbstverletzung. Immer irgendwas. Jetzt nicht mehr. Ich hab es geschafft (ausser Zigaretten).

    Was ich auch durch den Beruf gelernt habe, ist, jeder Patient ist individuell, auch bei gleicher Diagnose.

    Vielleicht weiß mein Partner selbst nicht wie er tickt.

    Aber er ist eine tickende Zeitbombe.

  • Bei mir ist es ähnlich wie bei Dir. Alkohol gab es auch eine Zeit bei mir, dann Cannabis. Oder eben Essstörung, Selbstverletzung. Immer irgendwas. Jetzt nicht mehr. Ich hab es geschafft (ausser Zigaretten).

    Oha, dann hast du selbst ja auch schon einiges hinter dir…

    Ich kann dich nur beglückwünschen, dass du den Weg da raus gefunden hast… Selbstverständlich ist es nicht.

    Chapeau! 🎩

    Aber er ist eine tickende Zeitbombe.

    Umso wichtiger ist für dich, dass du erkannt hast, dass du für DICH sorgen musst.

  • Danke!

    Ist ein harter Weg. Und wird es auch bleiben. Ich habe deswegen viel Verständnis für ihn. Ich weiß, dass auch mein Verhalten Auswirkungen auf meine Familie hatte, ich war immer die abends Konsumentin zum Schlafen sonst hat alles funktioniert (vermeintlich). Ich hatte immer Einsicht, dachte aber ich könnte nicht wirklich was an meiner Situation ändern, Hilflosigkeit, weil es mir auch immer so von aussen eingeredet worden ist (Mutter, Partner, Vater). Bis ich verstanden habe, dass die alle damit ua ihren eigenen Konsum/Verhalten rechtfertigen können

    Den Satz „wegen Dir muss ich Trinken“ hab ich schon oft gehört. Jetzt weiß ich, dass das nichz stimmt

  • Habt ihr alle Tipps?

    Was macht man nur gegen diese Wut?

    Das ist auch gleichzeitig meine erste Beziehung, und dieser Liebeskummer kommend mit Wut ist sehr anstrengend. Vor 1 Jahr als er schon mal auszog, konnte ich es nach ein paar Wochen nicht mehr aushalten, u.a. deswegen hab ich ihn zurückgeholt. Hat sich ja nix geändert, teilweise ist es schlimmer geworden daheim😔😔

  • Hallo Kiki.


    ein Krankheitsbild kann sich nicht verändern, wenn es nicht aktiv behandelt wird. Man kann die Krankheit verzögern oder bekämpfen.


    Hier können ach so viele gefühlvolle Menschen ihr Verständnis ausdrücken, ihr Mitgefühl, ändern wird das an deiner Situation absolut nichts. Du mußt etwas tun, handeln, sonst wird sich nichts ändern.


    Entweder arrangierst dich mit der jetzigen Situation, hälts es aus und akzeptierst es wie es ist, hörst auf zu leiden, zu jammern oder du tust etwas dagegen.

    Du mußt dich entscheiden zwischen Leben und Tod (mal aus medizinischer Sicht gesehen) oder du wählst halbtot bzw. halblebend – palliative Begleitung sozusagen.



    Oder du hoffst weiterhin, betend auf ein Wunder.


    Du suchst immer wieder Wege (oder Ausreden) bestimmte Sachen nicht zu tun! Ähnlich dem Alkoholiker.


    Ja, es ist kein leichter Weg.


    Was macht man nur gegen diese Wut?

    Gegenfrage: Was macht man gegen ein Krebsgeschwür, das einem schon jahrelang begleitet und mittlerweile ein Teil von einem geworden ist?

  • Dann wandel Deine Wut in die nötige Tatkraft um! ;)


    Aber, nee... Das tust Du ja schon. Du bist am Verändern Deiner/Eurer Situation!


    Heute ist schon der 9. Januar. Die Zeit läuft... Vielleicht zieht Dein Partner ja schon früher von dannen,

    wenn er merkt, dass es Dir total ernst ist.


    Ich drücke die Daumen, dass alles relativ ruhig verläuft und er tatsächlich seine sieben Sachen packt!

    LG Elly


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    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

  • Hallo Kiki,


    Ich kenne diese Wut nur allzu gut. Aber genau diese Wut hat mich zum handeln gebracht.

    Die ersten Jahre war ich traurig und verzweifelt. Dann kam irgendwann der Drang, meinem Mann helfen zu müssen. Koste Es was es wolle. Ich habe kontrolliert, den Alkohol weggeschüttet Ich habe ihn gezwungen eine stationäre Therapie zu machen. Das alles immer begleitet von Hoffnung.

    Noch schlimmer war die Angst. Die Angst wann er wieder trinken wird. Wenn er getrunken hat war die Angst unbeschreiblich groß. Er hat uns gedemütigt, beleidigt, hat gebrüllt, Dinge zerstört .

    Ich bin 2 mal mit den Kindern ins Frauenhaus geflüchtet.

    Immer wieder Polizei im Haus .

    Es war schrecklich.

    Gleichzeitig wuchs meine Wut.

    Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich hier angemeldet.

    Mit all dieser Wut im Bauch.

    Die Erfahrungen der Anderen hier haben mich dazu gebracht, endlich etwas zu ändern.

    Ich habe mich heimlich auf Wohnungssuche gemacht.

    2 Wochen später habe ich den Mietvertrag unterschrieben und war in Windeseile aus dem Haus.

    Ohne diese brutal große Wut hätte ich den Schritt nicht gemacht.

    Es war der beste Schritt meines Lebens. Heute lebe ich in Ruhe.

    Kontakt zu meinem Mann habe ich. Wenn er die Kinder sehen will, kann er uns besuchen.

    Bevor ich ihn in meine Wohnung lasse, muss er in den Alkohol tester pusten. Ist er bei Null, darf er rein. Hat er getrunken, mache ich die Tür zu.

    Somit habe ich mit seiner Sucht nichts mehr zu tun.....


    Lg

  • Habt ihr alle Tipps?

    Was macht man nur gegen diese Wut?

    Liebe Kiki - falsche Frage - deine Frage sollte lauten - Was mache ich mit meiner Wut?

    >> Nütze sie, wandle dein zorniges Feuer blanker Energie in Bewegung - weg von ihm, jetzt!

    Wenn das Feuer erlischt wird es düster und eine Ohnmacht wird sich in dir einnisten, die dich schicksalshaft an ihn binden wird - je länger je schlimmer…


    Befreie dich … auf zu neuen Ufern, ich wünsch dir Glück - Ste

  • Das mache ich. Ich bin aktiv, nicht mehr verblendet sein, tut sehr gut.

    Habe eine Familienhilfe der Caritas rangezogen, die unseren Fall schon kennt. Gut ist, dass mich seine Beleidigungen und sein beleidigendes Verhalten nicht mehr so treffen. Also die Wut und Hilflosigkeit ist deutlich besser geworden. Emotionale Distanz baut sich mehr und mehr auf. Ich versuche mich darauf einzustellen, dass er niemals Einsicht haben wird, immer alle Schuld bei mir sehen wird.

    Wisst ihr, wir haben zwei Kinder, seit fast 12 Jahren ein Paar und seine Familie weiß nichts von unserer Existenz. Mir reicht es Sachen hinzunehmen. Ich bin eh seit langem alleine und einsam in der Beziehung.

  • Was ich bis jetzt gemacht habe:

    - Familienberatung organisiert, um primär für mein Kind therapeutische Unterstützung zu bekommen

    - Familienanwalt bezüglich Unterhalt kontaktiert

    - Jugendamt wegen einer Familienhilfe

    - Mutter-Kind Kur Antrag in die Wege geleitet

    Ihm alles mitgeteilt, er reagiert sehr aggressiv, ist alles meine Schuld (natürlich), uneinsichtig (war zu erwarten), ich bin die Kranke, macht sich seine Wahrheiten zurecht (meint ich konsumiere Cannabis uvm) —> tue ich ja nicht, kann ich jederzeit nachweisen.

    Er droht halt mit Sachen wie „für Dich bezahle ich keinen Unterhalt, Du sollst arbeiten, nicht faulen Tag machen, Du machst die Kinder kaputt, leugnet die häusliche Gewalt, ich gehe wieder in mein Heimatland, ich suche mir eine teure Wohnung, um dem Unterhalt zu entkommen“ usw.

    Ich bleibe ruhig, lasse mich nicht runterziehen.

  • Ich fürchte, ich werde Recht behalten ... Hoffnung ist da ein schlechter Ratgeber und ein guter Realitätsverschleierer.

    Versetze dich mal in seine Lage - du "greifst" in an, drohst, machst etwas was ihm schaden wird/könnte. Wie wird er im Nichtnüchternem-Zustand reagieren und und und ...

    Also bei mir würden da alle Alarmglocken angehen.

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