Hallo orangeblau,
was bedeutet getrennt, magst du ein bisschen mehr erzählen?
Hallo orangeblau,
was bedeutet getrennt, magst du ein bisschen mehr erzählen?
Hallo!
Er ist ausgezogen bzw hat ein Betretungsverbot. Er hatte einem Vollrausch und wusste sich nicht mehr zu benehmen.
Ich habe mir vorgenommen es durchzuziehen, obwohl ich natürlich Angst habe, dass er sich nun komplett fallen lässt.
Mir geht es aber besser seit er weg ist. Ich fühle mich freier. Es war mir gar nicht bewusst wie stark mich die Problematik belastet hat.
Ich hoffe ich bleibe stark und werde nicht “rückfällig”, also dass ich ihm wieder helfen werde….
Ich hoffe ich bleibe stark und werde nicht “rückfällig”, also dass ich ihm wieder helfen werde
Erst einmal Glückwunsch, dass Du die Polizei gerufen hast und Dich nun befreit fühlen kannst!
Was kannst du tun, damit das Gefühl anhält? Die Co-Abhängigkeit ist ja nicht mit dem Mann verschwunden ...
Wie kam es, dass Du Dich in den letzten 1,5 Jahren hier gar nicht mehr gemeldet hast, hattest Du Unterstützung vor Ort gefunden?
Es war mir gar nicht bewusst wie stark mich die Problematik belastet hat.
Hmmh, wenn ich so in Deinen Faden schaue, klingt das anders ... Vielleicht wäre es hilfreich für dich, den noch mal genau durchzulesen, gerade in schwachen Momenten? Und dann mithilfe der ebenfalls Betroffenen an Deiner Co-Abhängigjeit zu arbeiten?
Gut, dass Du wieder hergefunden hast, alles Gute!
Nein. Ich hatte keine Unterstützung. Ich habe das Problem immer wieder verdrängt und gedacht, dass es schon irgendwie geht. Ich habe ja 2 kleine Kinder…
Ich habe oft probiert mich zu trennen, aber es war schwierig. Am Ende war es ein Prozess und ich möchte das jetzt durchziehen und meine ganze Energie nur noch in mich und meine Kinder stecken.
Willkommen zurück, orangeblau!
Er sagt er will die Beziehung auch nicht mehr, weil er würde ja nur trinken weil er so unglücklich ist mit mir. weil ich ihn nicht in Ruhe lasse, ihn kontrolliere und bevormunde
Dieses Zitat habe ich Dir zum Nachlesen kopiert. Und ich schließe mich Rennschnecke an, lies Deinen Thread nochmal durch, den Du vor über 2 Jahren gestartet hast.
Stark, dass Du die Polizei gerufen hast! Das war die richtige Entscheidung. Ein nasser Alkoholiker ist unberechenbar.
Pass auf Dich und die Kinder auf!
Ich hoffe ich bleibe stark und werde nicht “rückfällig”, also dass ich ihm wieder helfen werde….
Huhu orangeblau,
schön, daß du wieder hier bist. Nur hoffen reicht nicht. Hier kannst du dir das notwendige Handwerkszeug erarbeiten um aktiv vorzubeugen. Du hast es einen Riesenschritt gemacht jetzt, Respekt. Schreib gerne jeden Tag hier, damit das in dir drin präsent bleibt und nicht im Alltag untergeht.
Lieber Gruß, Linde ![]()
Wie kann man denn vorbeugen?
Mir fallen oft die schönen Zeiten ein und dann denke ich mir, dass es “nur” die Krankheit ist die ihn verändert hat.
Dann stelle ich mir wieder vor, wie er sich womöglich total hängen lässt und ich bekomme das Gefühl, dass ich doch “helfen” sollte.
Dann fallen mir all die schlechten Dinge ein, die Lügen, die Launen, die Umzuverlässigkeit, die Vertrauensmissbrauche und ich denke mir, dass ich das nicht mehr mit machen will.
Mal geht es besser, mal quälen mich diese Gedanken und auch Schuldgefühle.
Dann fallen mir all die schlechten Dinge ein, die Lügen, die Launen, die Umzuverlässigkeit, die Vertrauensmissbrauche und ich denke mir, dass ich das nicht mehr mit machen will.
Sieh es mal so. Die guten Zeiten waren bevor er Alkoholiker geworden ist. Die schlechten Zeiten halten immer noch an. Auch an die guten Zeiten zu denken und zu trauern finde ich völlig normal nach einer Trennung- so lange klar ist dass diese Zeiten nicht wieder kommen- zumindest nicht wenn er nicht dauerhaft aufhört und danach scheint es ja nicht gerade auszusehen.
Das mit dem schlechten Gewissen ist so eine Sache. Ich vermute auf rationaler Ebene weißt du dass du kein schlechtes Gewissen haben musst (warum auch?). Es muss nur noch ganz bei dir ankommen. Dich trägt nun wirklich keine Schuld. Dass die Ehemänner ihren Frauen die Schuld für die Sauferei geben ist leider völlig normal. Mal ist es der Druck, mal mangelnde ‚Nähe‘ (gemeint ist Sex sonst nix), mal hast du ihn zu wenig wert geschätzt, mal zu viel geredet, mal zu wenig und so weiter und so fort. Such dir was aus. Alles Blödsinn. Und jetzt muss er sich selber helfen.
Vollrausch und wusste sich nicht mehr zu benehmen.
Vielleicht hilft es auch sein Verhalten nicht verharmlosend zu benennen. Ich vermute er wurde aggressiv oder sogar gewalttätig? Dann benenne das ruhig klar und deutlich. Du musst ihn auf gar keinen Fall in Schutz nehmen. Sprache macht was mit der inneren Einstellung!
Das mit dem schlechten Gewissen ist so eine Sache. Ich vermute auf rationaler Ebene weißt du dass du kein schlechtes Gewissen haben musst (warum auch?). Es muss nur noch ganz bei dir ankommen. Dich trägt nun wirklich keine Schuld. Dass die Ehemänner ihren Frauen die Schuld für die Sauferei geben ist leider völlig normal. Mal ist es der Druck, mal mangelnde ‚Nähe‘ (gemeint ist Sex sonst nix), mal hast du ihn zu wenig wert geschätzt, mal zu viel geredet, mal zu wenig und so weiter und so fort. Such dir was aus. Alles Blödsinn. Und jetzt muss er sich selber helfen.
Exakt diese Dinge hat er mir immer vorgeworfen. Am Ende war immer ich Schuld in seinen Augen.
Vielleicht hilft es auch sein Verhalten nicht verharmlosend zu benennen. Ich vermute er wurde aggressiv oder sogar gewalttätig? Dann benenne das ruhig klar und deutlich. Du musst ihn auf gar keinen Fall in Schutz nehmen. Sprache macht was mit der inneren Einstellung!
Ja, leider rastete er über die Zeit hin weg immer öfter verbal aus und ist leider auch gewalttätig geworden. Schlimm. Hätte nie gedacht, dass mir das jemals passieren würde.
Nicht nur körperliche Gewalt ist Gewalt, Orangeblau, auch wiederkehrende "Ausraster" machen etwas mit Dir.
dann denke ich mir, dass es “nur” die Krankheit ist die ihn verändert hat.
Nur weil er Alkoholiker ist, muss er sich nicht wie ein A. benehmen!
Mit der Krankheit kann man nicht alles erklären und schon gar nichts rechtfertigen.
Ja, leider rastete er über die Zeit hin weg immer öfter verbal aus und ist leider auch gewalttätig geworden. Schlimm. Hätte nie gedacht, dass mir das jemals passieren würde.
Ein nasser Alkoholiker ist unberechenbar, orangeblau!
Schütze die Kinder und auch Dich vor weiteren Übergriffen.
Häusliche Gewalt kann jede/n treffen - was tun? Hilfe! - Alkoholiker Forum
Ein nasser Alkoholiker ist unberechenbar, orangeblau!
Schütze die Kinder und auch Dich vor weiteren Übergriffen.
Häusliche Gewalt kann jede/n treffen - was tun? Hilfe! - Alkoholiker Forum
Wie bereits erwähnt, habe ich entsprechend gehandelt und mich auch getrennt. In Beratung bin ich ebenfalls.
Zurück gibt es für mich nicht mehr.
Ich hoffe ich bleibe stark und werde nicht “rückfällig”, also dass ich ihm wieder helfen werde….
Ich wünsche Dir, dass Du stark bleibst!
Hier findest Du immer einen Ansprechpartner. Und für eventuelle Schwierigkeiten mit ihm habe ich Dir den Artikel mit der häuslichen Gewalt dagelassen. Darin findest Du einige Anlaufpunkte und Tipps.
Liebe orangeblau,
Ich habe auch Gewalt von meinem Ex Partner erfahren. Vorher auch schon psychische Gewalt, was mir aber erst im Laufe der Zeit nach der Trennung wirklich klar wurde. Als ich Anfang des Jahres hier aufgeschlagen bin, habe ich sein Verhalten mit seiner Alkoholkrankheit entschuldigt. Ich kam gar nicht damit klar, was passiert war. Mit der Zeit und mit den Antworten hier, habe ich gelernt, dass das Thema Gewalt etwas über den Menschen aussagt, welcher diese anwendet. Ich habe auch lange gebraucht, das Ganze zu verarbeiten und wieder Boden unter den Füßen zu spüren, es war als hätte mir jemand den Boden unter den Füßen weg gerissen. Aber es wird immer besser. Es gibt noch Momente, welche mich triggern oder an bei denen ich eine tiefe Traurigkeit spüre. Die seelische Narbe wird einfach ein Teil von mir sein. Das habe ich akzeptiert. Was sehr wichtig für mich ist, ist das ich wirklich keinen Kontakt habe, keine Geschichten über ihn höre, nichts sehe. Das ist für mich zum Schutz.
Für mich war/ ist das Forum hier eine große Hilfe sowie eine sehr enge Freundin. Ihr kann ich nach fast einem Jahr immer noch von schlechten Momenten erzählen, aber genauso unterbricht sie auch, wenn sie merkt ich steigern mich gerade rein.
Sei geduldig zu Dir. Ich finde es gut, dass Du die Polizei gerufen hast. Das habe ich leider nicht, weil ich damals noch das Gefühl hatte ihn schützen bzw. retten zu müssen.
Bleibe stark für Dich und Deine Kinder. Gewalt ist unendschuldbar.
LG Momo
Hallo!
Ich bin’s mal wieder.
Etwas mehr als ein Jahr ist seit der Trennung vergangen.
Soweit alles nach Plan verlaufen, bin finanziell unabhängig, den Kindern geht es gut, zu ihm besteht ein extrem distanziertes Verhältnis.
Mir sollte es eigentlich gut gehen, trotzdem beschäftigt mich das Thema nach wie vor sehr.
Vorallem sind es Fragen nach dem „warum“? War ist mir das passiert, warum suche ich mir so einen Mann aus…
Auch habe ich Anget das co-Abhängigkeit ein Charakterzug von mir ist und mir das wieder passieren könnte. Kennt das jemand?
Wünsche euch noch schöne Feiertage
Erst einmal Glückwunsch, dass Du die Polizei gerufen hast und Dich nun befreit fühlen kannst!
Was kannst du tun, damit das Gefühl anhält? Die Co-Abhängigkeit ist ja nicht mit dem Mann verschwunden .
Ist co-Abhängigkeit denn ein Charakterzug?
Ich verstehe oft nicht, was damit überhaupt genau gemeint ist.
Aber ich erkenne eben auch ein Muster, immer wieder Menschen mit Alloholproblemen in meinem Leben….
Ist es nicht „normal“ dass man Alkoholikern helfen will?
Ich weiß zwar mittlerweile, dass man es nicht kann, aber es sind doch auch nur Menschen, oft sogar sehr liebenswerte.
Das Problem ist, dass ich jemanden kennengelernt habe, den ich sehr mag. Leider hat sich herausgestellt, dass auch er Alkoholprobleme hat. Theoretisch weiß ich, dass ich es sofort beenden sollte, praktisch fällt es mir schwer. Er ist anders als mein Expartner, aber hat das gleiche Problem.
Hallo orangeblau, ich lese hier oft bei den EKA`s mit obwohl ich keines bin aber dadurch wird mir oft klar was der Grund sein könnte für meine Coabhängikeit. Ich nehme das nicht als Ausrede sondern als Hilfestellung auf mich zusehen. Wenn im Kopf bei mir für das Gegenüber gedanken der Hilfe für denjenigen aufkommen kann ich mir schneller ein Stop zurufen und bei mir bleiben.
Hallo orangeblau, ich lese hier oft bei den EKA`s mit obwohl ich keines bin aber dadurch wird mir oft klar was der Grund sein könnte für meine Coabhängikeit. Ich nehme das nicht als Ausrede sondern als Hilfestellung auf mich zusehen. Wenn im Kopf bei mir für das Gegenüber gedanken der Hilfe für denjenigen aufkommen kann ich mir schneller ein Stop zurufen und bei mir bleiben.
Hallo!
Danke werde ich auch mal ein bisschen reinlesen.
Ich bin das Kind eines trockenen Elternteiles.
Ich habe in früher Kindheit die Sucht miterlebt. Das hat mich wohl mehr geprägt als ich mir bewusst bin.
Ist es nicht „normal“ dass man Alkoholikern helfen will?
Die erste Frage wäre für mich. Will ich wirklich jedem Alkoholiker helfen oder nur dem, dessen Sucht mein eigenes Leben direkt beeinträchtigt? Die zweite Frage. Was mache ich, wenn es mir nicht gelingt, genau diesem „eigenen“ zu helfen?
Genau hier entscheidet sich es. Ob meine Hilfe gesund bleibt oder in Co-Abhängigkeit kippt. Wenn ich "Scheitern" mit noch mehr Einsatz, Kontrolle oder Ersatz-Hilfe kompensiere, verliere ich mich selbst. Hilfe darf kein Ersatz für eigene Ohnmacht werden.
Co-Abhängigkeit beginnt für mich da, wo Helfen krankhaft wird. Solange niemand zwanghaft retten will, der sich nur selbst retten kann, ist alles im Rahmen. Kritisch wird es, wenn sich Tagesablauf, Bedürfnisse und das eigene Leben nur noch ums Retten drehen und man dabei selbst untergeht.
Unterstützung ist nur dann Unterstützung, wenn sie freiwillig angenommen wird – sichtbar durch Handlungen, nicht durch leere Sätze.
Ich denke . Hilfe ohne Selbstaufgabe ist Unterstützung. Hilfe mit Selbstaufgabe ist Co-Abhängigkeit.
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