Bobbele - Hallo ich möchte mich heute hier vorstellen und verstehen was in meinem Leben gerade passiert

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo in die Runde,


    ich suche schon lange nach einer Austauschplattform und hoffe hier auch passende Weggefährten zu treffen.

    Zu mir bin 40 hab nen 6 Jährigen Sohn und einen kleinen Hund.

    Sachverhalt:

    Ich bin vor ca 10 Jahren wegen meinen jetzigen Partner ca. 450 km östlich gezogen. Keine Familie und Freunde in der Nähe ausser Ihn und seine Familie und Freunde.

    Einen Job hatte ich schnell und war auch gut dadurch vernetzt. Jung und immer gut gelaunt auf Party oder zu Hause haben wir abends immer einen getrunken. Es machte mit nichts aus über die Stränge zu schlagen und mit Kater am morgen aufzuwachen. Mein Partner schaffte das ja auch. Er trank nur Bier bis heute immer jeden Tag immer wieder...

    Uns ging es zu dem Zeitpunkt gut und wir hatten Spaß. Natürlich habe ich meine Familie und Freunde sehr vermisst aber mit nem lustigen Partner alles toll und die Jahre zogen in das Land. Nach ca. 4-5 Jahren hatte ich einen Kinderwunsch. Mein Partner hatte bereits Zwillinge aus vorhergehender Partnerschaft. Sobald Papa WE war, war er nüchtern und es gab keinen Tropfen. Als Sie weg waren kam das Bier - immer. So vergingen die Jahre und als ich nach 3 Jahren endlich Schwanger wurde habe ich mit rauchen und trinken aufgehört. Ich war glücklich und froh. Meine Mutter kam dauernd zu besuch und wir hatten einen schöne Zeit. Zwischendurch sprach mich meine Mutter immer wieder an, sag mal trinkt er immer Bier und geht er immer betrunken ins Bett? Ich war erschrocken denn hier in der gegend trinken alle irgendwie zu jeder Veranstaltung. Aber nach dieser Aussage beobachtete ich das ganz genau und ich merkte da stimmt was nicht. Man muss dazusagen er baute neben Vollzeitjob, ein Haus für unsere Familie fast alleine 4 Jahre lang und das nahm ich als Entschuldigung hin, dass er trank. Der Stress!

    Das Baby kam und ich war weiterhin glücklich. Hatte zwar Probleme mit der Arbeit aber das löste ich per Anwalt dann. Plötzlich kam ein Anruf meiner Mutter dass Sie Diagnose Lungenkrebs hat und nur noch 2-3 Monate zu leben hatte. Ich war fertig und mein Partner trank und konnte bis heute noch nicht mit dieser Tatsache mir gegenüber umgehen. Es kam der Tag an dem meine Mutter mich bat alleine vorbei zu kommen ohne Baby, das wäre auch schlecht gegangen eine sterbende Frau und ein Säugling ich alleine ich konnte das nicht und dachte naja ich lass das Baby beim Papa. Es war nur 1 Nacht. morgens 450 km hin über Nacht dann mittags wieder 450 km zurück. Als ich heim kam erhielt ich Nachricht dass mein Partner das Baby nachts schreien lassen hat bis die Nachbarin reinkam und das Baby hoch nahm, weil er zu betrunken war und eingeschlafen ist. Ich war fix und fertig und dachte aber er hat es halt nicht gehört. Leider ist meine Mutter kurze Zeit später verstorben. Ich war alleine zu Hause mit Baby und musste die Nachricht alleine empfangen und an meine Familie weitergeben. Ich weinte mit Baby den ganzen Nachmittag bis mein Partner heim kam und betrunken in der Türe stand na was gibts neues? Ich: Mama ist heute gestorben. er sagte nix und nahm sich ein Bier ich saß mit Baby da und weinte.

    Mir kommen die letzten jahre immer so vor er trinkt ich habe das Kind und kümmere mich um alles, vor 2-3 Jahren war es dann so schlimm dass er mir nicht mehr zu hörte und ich mich nur noch alleine fühlte. In der Zwischenzeit habe ich einen tollen Job gefunden und muss immer mal wieder auf Geschäftsreise. Da mein Kind nun älter ist und im Kindergarten war habe ich mir keine Sorgen gemacht dass es dem Kind an etwas fehlt, jedoch merkte ich immer wenn ich anrief war er betrunken und mein Kind machte quatsch. Bisher ist nix passiert. Wie gesagt vor 2-3 Jahren fühlte ich mich immer alleine, er trank ich hatte Job und Kind er das Haus und das Bier. Also habe ich angefangen zu Chatten und habe jmd kennengelernt. Mit ihm habe ich mich getroffen und eine Affaire gehabt. Nach 2 Jahren habe ich das beendet. Letztes Jahr war es mit meinem Partner so schlimm dass ich ihn verlassen wollte und es ausgesprochen habe. 3 Wochen voll heulen und entschuldigungen usw. aber ich blieb hart. Er trank nicht mehr .. kümmerte sich interessierte sich und war so wie ich es mich wünschte. es war schön dass er so war wie ich ihn eigentlich liebe.

    Paar Monate später hat er in meinem Handy ein Foto von meiner Affäre und mir gefunden und seit dem ist nur noch psychoterror angesagt. er hat einen Kumpel der mein Google account gehackt hat und so sich alles durchlas und Fotos anschaute. Ich kann nicht mehr.. Es geht 3 Wochen gut da ist nix und dann kommt ein Wort und er wird komisch und schläft im Kinderzimmer. Natürlich trinkt er wieder jeden Tag und ich kann es einfach nicht mehr riechen. Gestern abend hatten wir einen schönen Abend noch auf dem Balkon von Urlaub gesprochen usw, da viel ein Satz und die schotten waren dicht das Bier kam und er schlief auf der Couch. Nachts kam dann eine Nachricht: stehst du auf Frauen? Jetzt bin ich fix und alle. Hier keine Familie. Mein Kind neu in der Schule, mein Job mit Reisetätigkeit und einen Trinker zu Hause. Ich denke das bringt nix mehr.. Was sind eure erfahrungen? ist täglicher Bierkonsum auch gefährlich?Bin ich an dem letzten Teil der Geschichte selbst schuld? Fragen die mich täglich beschäftigen und zermürben. Keinen mit dem ich reden kann.

    Ich freue mich auf eure Einschätzung / Reflektionen oder einfach Meinungen dazu.
    LG

  • Hallo Bobbele,


    so wie Du die Situation beschreibst, ist die Frage eigentlich unrelevant, ob täglicher Bierkonsum gefährlich ist. Du hast den Eindruck, dass Du Dich um alles kümmerst, während er trinkt. Vertraue Deiner Wahrnehmung.


    Wenn Du Dich gern hier mit Betroffenen austauschen möchtest, bewirb Dich bitte kurz, damit wir Dich freischalten können.


    LG Cadda


    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Bewerbung für die Teilnahme am Forum
    alkoholiker-forum.de

  • Hallo liebe Bobbele,

    puh, du hast ja schon eine ganze Menge mitgemacht. Vor allem, dass dein Mann für dich nicht da war, als deine Mama verstorben ist, tut mir sehr leid für dich. Das muss extrem ernüchternd und verletzend für dich gewesen sein.


    Als ich nun immer tiefer in deine Geschichte eingetaucht bin, habe ich mich von Zeile zu Zeile immer öfter gefragt, wie du es bei deinem Mann noch einen Tag aushältst und wie es wohl deinem Kind gehen muss. Es kann sich nicht wehren.


    Dass irgendwann in deinem Leben eine Affäre Platz hatte, kann ich verstehen. Ein Alkoholiker ist ja mit dem Alk zusammen und für den Partner eigentlich nicht erreichbar.


    In eurer Beziehung sind so viele Brüche passiert. Denkst du, eure Beziehung kann sich in der Zukunft wieder auf ein lesbares Niveau heben, sodass ein glückliches und zufriedenes Leben und ein gesundes Aufwachsen eures Kindes möglich ist?


    LG, Saphira

  • Hallo Liebe Liebe Saphira,

    Danke für deine Nachricht. Ja ich habe diese Gedanken auch . Jetzt dass unser Kind in die Schule gekommen ist, wird die Wahrnehmung des Kindes auch anders. Ich denke auf lange Sicht ist es nicht gut. Wobei ich einräumen muss, er ist ein toller Vater und macht viel für unser Kind. Da kenne ich andere Väter die das nicht tun.

    Genau aus diesem Grund habe ich mich an dieses Forum gewandt um einfach mal nach Erfahrungen ausschau zu halten. Reagiere ich über mit dem Alkohol, ich meine es ist Bier.. Aber er ist dann betrunken..Oder ist einfach der Bruch durch die einzelnen Geschehnisse zu groß. Manchmal kann ein Fremder objektiver Mensch mehr erkennen oder bessere Tipps geben.

    Worauf ich hoffe. LG

  • Elly

    Hat den Titel des Themas von „Hallo ich möchte mich heute hier vorstellen und verstehen was in meinem Leben gerade passiert“ zu „Bobbele - Hallo ich möchte mich heute hier vorstellen und verstehen was in meinem Leben gerade passiert“ geändert.
  • Hallo und willkommen in unserer Selbsthilfegruppe, Bobbele!


    Du bist jetzt freigeschaltet und kannst Dich mit den anderen Angehörigen

    austauschen.


    Hier geht es weiter.


    Einen guten und hilfreichen Austausch wünsche ich Dir!

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Reagiere ich über mit dem Alkohol, ich meine es ist Bier.. Aber er ist dann betrunken..

    Hallo Bobbele,


    er trinkt Alkohol und ist dann betrunken. Ist es nicht egal ob es Bier oder Wein oder Schnaps ist. Um betrunken zu sein muss er ja einiges an Bier trinken. Bist du sicher das es nur Bier ist?


    Du musst letzten Endes selber entscheiden was du tun wirst. Möchtest du so weiterleben, möchtest du dein Kind so aufwachsen lassen?

    Er hat dich oft allein gelassen. Der Alkohol war wichtiger. Und du bist auch nicht schuld an seinem Alkoholkonsum. Er trifft die Entscheidung zu trinken.


    Wenn du dir die Beiträge in diesem Forum durchliest wirst du viele Parallelen finden. Viele entscheiden sich für die Trennung. Natürlich gibt es auch Paare die den Kampf gemeinsam aufnehmen, aber da muss auch der Partner einsichtig sein und mitarbeiten.


    LG

  • Hallo Mollyfisch,


    ja ich bin mir siche res ist Bier, aber nicht nur eine Flasche. Das stimmt.

    Meine größte Angst ist wirklich dass mein Kind den Konsum als normal empfindet.

    Ich bin zumindest sehr froh hier einige Menschen zum Austausch zu finden.

    LG

  • Mein Mann hat mir früher auch immer erzählt er hätte nur ein Bier oder gar nur ein Radler getrunken. Später habe ich dann immer mal leere Flaschen gefunden, die Cola im Auto schmeckte nach Alkohol, plötzlich waren Flaschen im Alkoholschrank angefangen usw. .


    Das du Angst hast das dein Kind den Konsum als normal empfindet kann ich verstehen und diese Angst ist natürlich berechtigt. Aber dein Kind bekommt auch die angespannte Stimmung mit.


    LG

  • Hallo Mollyfisch,

    mein Kind bekommt es wirklich sehr genau mit. Das macht mich sehr traurig. Ich fühle mich gerade in der Zwickmühle.

    Auf der einen Seite ist seit 1 Jahr mein Mann nicht mehr dauer betrunken aber trotzdem bin ich empfindlich wenn er nur 1 oder 2 Bier trinkt. Ich kann kein Bier mehr riechen egal bei wem. Bekannte und Familie trinken auch ihr Feierabendbierchen... aber bei Ihm geht mir einfach eine inner Stimme dazwischen die meine Sirenen schrillen lässt. Ich hatte vor meiner Aussprache vor 1 Jahr angst heim zu kommen weil ich nicht wusste wie er drauf war. Bin öfter auch mit meinen Kind dann direkt noch auf den Spielplatz damit das Kind es weniger mitbekam. Nun ist das gar nicht mehr so. Selten trinkt er vor dem Kind. Erst wenn es im Bett liegt. Zumindest was, denke ich dann. Außerdem mache ich mir gedanken um meinen Job mit der Reisetätigkeit. Ich liebe meine Job er macht Spaß und den möchte ich unbedingt weiter machen, jedoch wenn ich mich trennen sollte, habe ich niemanden der auf mein Kind aufpasst, wenn ich 3-4 Tage in der Woche auf Reisen bin. Meinen Job zu verlieren, würde mir meine finanzielle Freiheit nehmen. Ich fühle mich in dieser Situation gefangen. Und dann natürlich liebe ich meinen Mann, der wenn er nicht trinkt mein bester Freund ist, ein toller Vater und meine Familie.

  • Hallo Bobbele,


    das du in dieser Zwickmühle steckst tut mir leid. Sicher müsstest du wohl den Job ändern und hättest vielleicht auch finanzielle Einschränkungen. Aber du musst dich fragen ob dieses Leben für dich die nächsten Jahre oder Jahrzehnte lebenswert erscheint.


    Viele hier haben durch die Trennung vieles verloren und mussten wieder von vorn anfangen. Aber Geld allein macht halt auf Dauer nicht glücklich.


    Rein finanziell gesehen ging es uns auch sehr gut, ich verliere gerade auch sehr viel. Aber es hindert mich nicht mehr daran meine Entscheidung zu treffen. Sicher habe ich auch Angst wie es finanziell weitergeht, aber meine Gesundheit und die Art und Weise wie ich meine nächsten Jahre verbringen möchten sind mir wichtiger.


    LG

  • Hallo Mollyfish,

    ich habe deine Vorstellung gelesen und möchte dir meine Hochachtung mitteilen.

    Es gibt viele ähnlichkeiten . und danke für deinen Nachrichten.


    Mal schauen wie es weiter geht.


    Ich bin kurz davor mit meinem Chef zu sprechen dass ich nicht mehr reisen kann. Vielleicht klappt es ja und ich muss mich nicht noc um diese Baustelle kümmern.


    Ich schicke dir viel Kraft weiterhin und finde es Top wie du mit der Situation umgehst!


    LG

  • Reagiere ich über mit dem Alkohol, ich meine es ist Bier.. Aber er ist dann betrunken.....

    Nein. Du überreagierst nicht!


    Hallo Bobbele,


    ich möchte meine Alkoholkererfahrung hier lassen:


    1 Liter Bier, 0,4 l Wein oder 0,12 l Schnaps enthalten ca. gleich viel reinen Alkohol.

    Es ist also egal, ob ich nur 2 Bier (a. 0,5 l), eine ½ Flasche Wein oder 3 doppelte Schnaps trinke.

    Ein ungeübter Trinker weiß wie das reinhaut!


    Ein geübter Trinker braucht schon etwas mehr, um ein „angenehmes“ Gefühl zu erzeugen, abschalten zu können.

    Diese Trinkfestigkeit muss man sich antrainieren, ob nun bewußt oder unbewußt.


    Bei mir dauerte es ein paar Jahre, auch ich trank immer nur Bier, aus 2 am Abend wurden schnell 4, ich trank wegen der Wirkung, nicht weil das Bier soooo gut schmeckte.

    Sträflich ignorierte ich das Suchtpotential, ich funktionierte ja, belästigte niemanden oder bemerkte es nicht.

    Irgendwann hatte das Bier nicht mehr die gewünschte Wirkung, Schnaps kam dazu, erst wenig.

    Ein Vorteil, ich trank weniger Bier und war schneller entspannt, auch schneller besoffen, auch schneller gewöhnte ich mich daran.

    Zu diesem Zeitpunkt hatte ich den Überblick verloren! Wenn ich mir die Werdegänge anderer Alkoholiker ansehe, sind alle sehr, sehr ähnlich.

    Im letzten Jahr meines Alkoholismus trank ich auch schon Mal 0,5 Liter Wodka am Tag.

  • Danke Achelias,


    Das bestärkt sehr meine Gedanken, dass es nicht ok ist Bier zu trinken immer und täglich und mehr als 2 oder 3.

    Wie verhält es sich dann wenn ich zum beispiel am Abend 0,1l Wein trinke zum ausklang? Manchmal auf dem Balkon zum genießen?

    Das sollte ich komplett lassen in seiner gegenwart oder? Wie sind deine Erfahrungen mit solchen Situationen?

  • Solange Dein Partner noch Alkohol trinkt, spricht nichts dagegen, wenn Du mal ein Glas

    Wein trinkst, Bobbele!


    Du kannst aufhören, wenn Du angefangen hast Alkohol zu trinken. Das ist der Unterschied zu

    einem Alkoholiker. Der findet nämlich kein Ende.


    Sollte er tatsächlich einmal ernsthaft trocken werden wollen, dann solltest Du darüber nachdenken,

    ob Du in seiner Gegenwart etwas Alkoholisches trinkst.


    Aber davon seid Ihr weit entfernt.

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Hallo Bobbele,


    als ich noch trank, sah ich es immer als Einladung auch etwas zu trinken, so nach dem Motto, wenn mein Partner etwas trinkt, kann ich ja auch.

    Nur konnte ich nicht nach 0,1 l aufhören, ich wollte mehr!


    Ich kann von einem Süchtigen nicht verlangen, er möge sich bitte zusammenreißen und ihm gleichzeitig etwas vortrinken. Heute nach einem Jahr der Abstinenz kann ich locker anderen beim Trinken zusehen, damals war es unmöglich.


    Auch in den ersten Wochen konnte ich nicht einmal an den Alk.regalen im Supermarkt vorbeigehen. Es ist schon verrückt, was die Sucht bei uns im Kopf anstellt.

    Aber es ist genau so, werde ich mit Alk. konfrontiert, steigt ein unbändiges Verlangen auf, nicht kontrollierbar!

  • Hallo Achelias,


    als mein Mann seine Entgiftung abgeschlossen hatte sind wir für 4 Tage mit dem Wohnwagen los (Über Männertag). Ich hatte es gut gemeint. Alkohol war natürlich nicht dabei. Mein Mann ist in den Getränkehandel marschiert um sich Radler 0,0 % zu holen. Das habe ich schon kritisch gesehen. Am zweiten Tag war es alkoholfreies Bier. An dem Tag war klar er hat es nicht verstanden.

    Pfingsten fahren wir immer in einer größeren Gruppe zelten. Ich wollte es absagen, er wollte hin. Getrunken hat er dort sein Radler 0,0 %. Im Juli sind wir noch gemeinsam in den Urlaub mit Freunden gefahren. Auch hier wollte ich absagen, auch hier wollte er mit mit seinem Radler 0,0 %.


    Er hat immer gesagt es würde ihn nicht stören wenn die anderen trinken usw. usw.. Heute frage ich mich ob das der Fehler war der ihn zum Scheitern gebracht hat. Aber mich mit der Flasche mit alkoholfreiem Radler oder Bier hinzusetzen so wie früher zeigt mir doch das er nicht verstanden hat das er einfach Rituale und Gewohnheiten auch ändern muss. Wozu ein solches Getränk? Cola, Fanta o. ä. tuts doch auch.


    LG

  • Hallo mollyfisch,

    Also für mich persönlich ist der Begriff Bier besetzt. Und zwar mit Alkohol ob mit oder ohne. Ich bin jetzt seit über 8 Jahren trocken und da war alkoholfreies Bier für mich nie ein Thema obwohl ich sehr gerne Bier getrunken habe.

    Allein der Geschmack vom alkoholfreien würde mich wieder gedanklich in meine nasse Zeiten zurückkehren lassen

    Und das will ich nicht mehr. Im übrigen gibt es so viele andere schöne alkoholfreie Getränke. Und wenn es 'nur' um

    Um den Geschmack ginge wie einige beim alkoholfreien Bier meinen stelle ich mal die lustige Frage warum gibt es dann überhaupt alkoholisches Bier?

    Aber diese Diskussion ist hier bestimmt schon zigmal geführt worden.

    Gruß Burkhard

    „Eine Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“
    Max Frisch

  • Guten Morgen Zusammen,

    Ja ich empfinde es auch als Einladung zum mittrinken, wenn ich ein Glas Wein vor ihm trinke. Daher werde ich dies einfach zu Hause nicht mehr machen.

    Jetzt bei dieser Jahreszeit schwenke ich abends auf leckeren Tee um, dann ist gut.

    Er merkt immer mehr dass ich mich zurückziehe und verschlossener werde. Ich habe immer mehr eine Abneigung, wenn ich nur eine Bierflasche sehe könnte ich explodieren. Wenn ich ihn damit konfrontiere, reagiert er abwertend und gibt mir das Gefühl als würde ich übertreiben. Er hat doch nicht so viel getrunken. Ein Bier... ( Klar waren bestimmt schon 3) das macht mich jedesmal unsicher in meiner Wahrnehmung.

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