Biffi - Vorstellung

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Biffi, es war provokativ, was ich dich gefragt habe. Ich habe mir doch auch verschiedene Sorgen um meinen Mann gemacht. Ich habe ihm ebenso sehr vieles abgenommen. Ich habe es ihm nicht einmal mehr zugemutet, dass er nach der Arbeit eine Packung Milch mitbringt.

    Ohne Alkoholproblematik würde man sich doch um einen erwachsenen Mann niemals sorgen, dass er zu Hause stürzen könnte.

    Wenn man so nahe dran ist, werden viele Dinge, die man übernimmt, irgendwann normal, obwohl sie alles andere als normal sind. Ich glaube, wir Cos müssen auch lernen nüchterner zu denken - ein anderes nüchtern, aber dennoch...

  • Ja, stimmt. Eigentlich ist es nicht normal (weil Erwachen) in der Situation wird es normal.(weil Alkohol krank) Das ist krank. Das ist ein krankes Verhalten von mir. Das ist co abhängig, weil es mich krank macht durch seine Sucht. Ich muss mal bisschen drüber nachdenken. Das muss ich anders machen, irgendwie.

  • Hallo Biffi,


    ich hab` lange überlegt, ob ich dir schreibe … ich tu`s:


    ich verstehe es so, dein Mann trinkt, ist tagsüber zu Haus, meist betrunken, du hast vier Kinder (10,12,19,19) die sind auch zu Haus, oft. Du gehst arbeiten bzw. in die Schule.

    Während deiner Abwesenheit hast du keinerlei Kontrolle, das macht Angst (die hätte ich auch!), weder wirft jemand ein Auge auf die Kinder, zusätzlich bedeutet ein mehr oder weniger Besoffener für sich und andere eine Gefahr, direkt und indirekt.

    Du suchst nach einer Lösung.

    Es gibt nur eine. Die Gefahr aus deinem Haus verbannen.


    Jetzt kann man ewig lange hin- und her diskutieren, zur Therapie gehen, hoffen, beten, weinen, hin und wieder fliehen.

    Wenn man die Ursache nicht beseitigt, wird sich nie etwas ändern. Leichter gesagt, als getan und doch die einzige Möglichkeit.

    Du musst nicht sofort handeln, doch es wäre von Vorteil, sich Gedanken über die Trennung zu machen und vor allem über das Wie.

    Nichts überstürzen, Informationen einholen, wo bekommt man welche Unterstützung her, auch finanzielle. Lass dir Zeit, setzte dich nicht unter Druck, aber beginne.

    Man muss nicht unbedingt sehr intelligent sein oder eine hellseherische Gabe haben, doch wenn das bei euch so weiter geht, wird es immer katastrophaler.

  • Ja, da hast du Recht und das hab ich verstanden. Ich hab auch schon ein Termin bei der caritas. Die gute Frau macht ein Beratungsgespräch für Familien bei Trennungen. Ja. Aber das hab ich halt noch nicht. Ist halt in Urlaub und kommt am 9 ten November zurück und sollte dann zurück rufen. Wenn es optimal läuft.

  • Das kann ich gut nachvollziehen, das ist teils echt zäh bei solchen Beratungsangeboten. Ich habe auf den ersten Termin bei der Suchtberatung sechs Wochen gewartet, um dann da zu erfahren, dass ich in vermutlich ca. nach weiteren sechs Wochen angerufen werde, um einen Termin für ein richtiges Beratungsgespräch auszumachen :roll: .


    Aber halte durch, irgendwann hast du den Termin und dann bekommst du hoffentlich konkrete Hilfe. Am besten fragst du direkt, ob du irgendwelche Unterlagen mitbringen kannst. Nicht, dass du dann endlich den Termin hast und dann sagen sie dir, ohne Unterlage xyz können sie dir nicht konkret helfen oder so.

  • Das ist ein guter Tipp. Danke. Ich heul hier rum. Aber ehrlich gesagt würde ich mir wünschen mehr Mut zu haben. Das ist tatsächlich mein Problem. Ich habe viele Ängste. Die beziehen sich aufs zusammen bleiben, trennen und sonst was. Mein Kopf sagt: geh einfach, du bist jung und du würdest es auch alleine schaffen. Aber es erstmal zu tun. Ich drehe mich im Kreis und verstehe mich selbst nicht. Ehrlich gesagt schäme ich mich sogar dafür. Ich mag auch nicht erzählen das er ein Alkohol Problem hat um dann die Frage zu beantworten: warum gehst du nicht? Ja, warum tu ich das nicht? Anscheinend leide lieber. Mir ist bewusst das ich nicht jahre lang hier schreiben kann ohne etwas dagegen zu tun. Würde mein Willen etwas zu ändern unglaubwürdig machen. Ich möchte es ja. Aber wie? Ich versuche das Beratungsgespräch. Ich versuche dieses Forum und ich versuche eine Therapie. Wenn denn alles bald anläuft. Der Versuch jetzt eine Wohnung zu suchen wird scheitern. Ich hab es schon versucht. Mir fällt es auch schwer hier zu schreiben, ich habe das Gefühl einfach wirr und widersprüchlich zu schreiben. Es ist wahrscheinlich auch sehr schwammig. Ganz nach Tagesform und Gemütszustand. Aber ich danke euch trotzdem für die antworten und das zuhören, dieser völlig ... ach, Aber ich möchte mir und das hier eine Chance geben. Eigentlich hab ich schon mindestens 5 mal gedacht es einfach zu lassen. Das wäre aber auch keine Lösung und vielleicht würde ich es bereuen.

  • Liebe Biffi,


    ich habe meinem ersten Mann auch 1000 mal angedroht, mich zu trennen. Und hab es nicht gemacht. Er hat mich nicht mehr ernst genommen. Das ist dann so. Also versuche einfach, nichts anzudrohen, was du nicht auch wirklich machen kannst.


    Ich finde es überhaupt nicht schwammig oder wirr hier bei dir. Es ist einfach normal, wie es ist in deiner Lage. Und dass du es hier aufschreibst wird dir beim Sortieren helfen. Also weitermachen :)


    Rumheulen, sich schämen, Angst haben, dieses Hin und Her, das gehört dazu. Ich empfinde dich auch tatsächlich als mutig. Ob du's glaubst oder nicht. Denn du stellst dich all diesen Dingen. Du bist bereit, was zu verändern aber hast die Tür noch nicht ganz gefunden. Aber du bist auf dem besten Weg.

    Und was du in deinem Alltag alles schon gestemmt hast, Haushalt, Kinder, Ausbildung, das ist echt eine Menge und sehr mutig.


    Der Versuch jetzt eine Wohnung zu suchen wird scheitern.

    Ah, nönönö, mach es doch nicht vorher schon negativ. Es wird nicht leicht aber nichts ist unmöglich.


    Liebe Grüße

    Aurora

    Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch anwenden;

    es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.


    Johann Wolfgang von Goethe

  • Das Forum kann nur Beiwerk sein, Biffi, um die Gedanken zu ordnen.

    Du baust einen ziemlichen Druck in dir auf, was die Vielzahl & Komplexität anbelangt. Ich kenne das von mir selbst recht gut.


    Lass locker. Das mit der Wohnung ist wichtig, alles andere kann nachlaufen.

    Die Mühen der Gebirge liegen hinter uns.
    Vor uns liegen die Mühen der Ebenen. (Bert Brecht) 8)

  • Biffi, die Sorge wegen der Wohnung hatte ich auch. Ich habe mir lange vor der Trennung viele Gedanken und auch Druck deswegen gemacht. Im Endeffekt war es so, dass ich in der Wohnung geblieben bin (mit den Kindern) und mir jetzt in Ruhe eine suche. Irgendwann in den nächsten Monaten wird schon etwas Passendes auftauchen.

  • Heute hab ich mich mit der Freundin getroffen. Ich hab ihr nicht erzählt das mein Mann ein Alkohol Problem hat. Ich hab ihr aber gesagt, dass es schwierig ist und ich sehr viel Stress habe und es mir derzeit nicht so mega geht. Ihre Antwort war: ruf mich ruhig immer an. Wir können dann ja quatschen, spazieren gehen oder wenn du was brauchst. Du weißt, wenn ich was tun kann, bin ich da.


    Ja, ich versuch es einfach ein anderes mal nochmal mit der offenen Kommunikation. Ich bekomme das bestimmt irgendwie hin.

  • Hallo zusammen,

    Heute kam ich zurück und er telefoniert völlig betrunken wieder mit irgendwelchen Frauen. Eigentlich will ich ja, dass es mir egal ist aber das tut mir echt weh. Ich könnte grad ausrasten. Aber ich versuche ganz ruhig zu bleiben. Das fällt mir so schwer. Ich hasse meine Situation aber genau diese Situationen sind wichtig um mich zu trennen.

  • Ich hab grad ganz in Ruhe mit meinen Kindern gegessen und gleich lese ich noch was vor, während mein Mann grad verschläft. Nach einer ganzen Flasche Weinbrand kein Wunder. Ich hab meine Decke, mein Ladegerät, Buch und Wecker aus den Zimmergeholt und mach es mir nachher auf den Sofa Gemütlich. Schließlich mag ich ihn ja nicht stören.

  • Heute war kein so guter Tag. Es ist viel passiert- das übliche halt. Er sucht ja eine Wohnung, aber ich hab das Gefühl, dass er garnicht so entschlossen sucht. Ich frag mich, was ich weiter machen soll. Die Größe an Wohnung, die ich brauche, lässt sich grad nicht bezahlen. Weil- alle Preise steigen und viele Wohnungen sind von der Flut weg. Wenn er nicht geht- muss ich gehen, aber das ist grad echt nicht leicht. Es wäre viel leichter wenn er einfach geht, die Wohnung wäre für ihn alleine sowieso zu groß. Aber was tue ich, wenn er nur ,, ja, ja,ja '' sagt? Irgendwie frustriert mich das alles.

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