Lotta - Partner trinkt

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Lotta, Du kannst Deiner Tochter auch zunächst kindgerecht sagen, dass Du und ihr Vater

    Euch nicht mehr versteht und sie damit gar nichts zu tun hat.


    Du tust das ja u.a. auch, um sie zu beschützen. Ein nasser Alkoholiker ist unberechenbar. Ich

    habe mit meinem Vater auch einige Erlebnisse, die ich mir als Kind nicht erklären konnte!


    Später kannst Du ihr dann irgendwann die Wahrheit sagen.

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Ich weiß es tatsächlich auch aus eigener Erfahrung.

    Auch mein Vater und ein weiterer Partner meiner Mutter haben getrunken.

    Und ich habe immer gebetet dass meine Mama endlich den Absprung schafft.

    Bis ich 16 war hat mich das Thema begleitet.

    Dann hatte ich endlich Ruhe mit meiner lieben Mama.

    Richtig bescheuert dass man jetzt ähnlich handelt obwohl ich selbst als Kind diese scheiss Erfahrungen machen musste.

    Die Männer meiner Mama waren allerdings noch hinzu aggressiv etc.

    Das ist mein Partner nicht.

  • Liebe Lotta,


    leider ist das ganz oft so, dass Erwachsene in den Mustern ihrer Kindheit weiterleben. Es ist das Gewohnte und gibt eine Art Sicherheit. Eben weil es bekannte Handlungsweisen sind.


    EKAs, also Erwachsene Kinder von Alkoholikern, sind oft selbst coabhängig. Sie wählen ihre Partner nach dem gewohnten Schema aus. Oder sie werden selbst abhängig, auch aus diesen Gründen. Es ist erlerntes Verhalten.


    Du hast die Chance, diese Muster für dich und dein Kind zu durchbrechen.


    Liebe Grüße

    Aurora

    Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch anwenden;

    es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.


    Johann Wolfgang von Goethe

  • Guten Morgen Lotta!


    Wieso ist das so entscheidend? Würde das etwas ändern?

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Mich interessiert es einfach

    Will einen Überblick haben.

    Will wissen ob ich mit all‘ meinen Vermutungen etc.richtig liege.

    Um ihm nicht irgendwann unrecht zu tun.

    Habe gesehen dass etwas geleert wurde aber ihm nix angemerkt.

    Das mach mich irre.

  • Hallo Lotta,


    Will wissen ob ich mit all‘ meinen Vermutungen etc.richtig liege.

    du liegst richtig, dazu mußt du keine Trinkmenge wissen. Glaub das, was du siehst und vertrau deinen Wahrnehmungen.

    Viele nasse Alkoholiker täuschen, tarnen und tricksen die Angehörigen aus. Ich habe auch immer gedacht, ich tue ihm Unrecht und wollte alles überblicken.

    Den Überblick hast du definitiv nicht, meiner hat sogar Wasser in die leeren Bierpullen gekippt, und wollte mir erzählen das es bei der Flaschenreinigung in der Brauerei passiert sei. Mein erster Gedanke war, das ist total absurd.

    Nach längerem Nachdenken darüber kamen mir immer mehr Zweifel, ob ich ihm nicht doch unrecht tue. Du hast zu keinem Zeitpunkt irgendeine Kontrolle über seinen Konsum.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Heut ist ein Horror Tag für mich gefühlstechnisch.

    Sitze im Büro und könnte nur heulen.

    Ich hab Dinge aufgedeckt und kann und will sie nicht ansprechen.

    Und er versteht nicht warum ich mich so zurückziehe bzw. so ‚schlecht gelaunt‘ bin.

    Weil er ja quasi gerade gar nichts tut.

    Er denkt ja ich weiß nix.

    Bor ich werde irre.

    Sorry für mein chaotisches Geschreibe hier🙈

  • Ich hab Dinge aufgedeckt und kann und will sie nicht ansprechen.

    du mußt nichts aufdecken, du bist nicht bei der Polizei. Du hast sicherlich vieles schon angesprochen, brauchst du also auch nicht mehr.

    Du kommst mit dem Trinken eines Angehörigen nicht klar, das alleine reicht vollkommen aus.

    Wichtig ist auch Konsequenz. Wenn du etwas ankündigst, solltest du es auch durchziehen. Gelingt das nicht, nimmt er dich nicht mehr ernst und spielt seine Spielchen mit dir um dich wieder "in die Spur" zu bekommen.

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hast Du schon wieder einen Besichtigungstermin für die Wohnung ausgemacht?


    Hast Du da etwas erreichen können?

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Ich muss Euch was fragen!

    Kann es sein dass man jemandem eine Fleische Weißwein nicht anmerkt.

    Und wie kann es sein dass ich auch nichts rieche?

    Unter meinen Saufkumpels gab es einen, dem hat man das tatsächlich nicht angemerkt. Ne Stunde später schon, da waren es dann schon zwei/drei Flaschen. Wieviel man "verträgt", hängt ja auch von der Konditionierung ab.

  • Hallo Lotta,

    ich kann all deine Zweifel verstehen. Zweifelt man doch an seinen eigenen Wahrnehmungen, man sieht, bemerkt Dinge und kann es einfach nicht fassen, weil es jeglicher Vernunft widerspricht.

    Und doch ist es wahr.

    Vertraue dir, deinen Wahrnehmungen.

    Es ist möglich 1 Flasche Wein zu trinken und noch gut zu funktionieren, das hängt vom Trainingszustand ab. Doch selbst wenn er mal 1... 2 Tage nichts oder sehr wenig trinken sollte, bleibt doch das Problem ... dann trinkt er wieder und alles ist wieder beim Alten, Unerträglichen.

    Wenn dein Mann nicht die Reissleine zieht, wird das noch ewig so weiter gehen, mal mehr, mal weniger fürchterlich. Da nützt auch alle Hoffnung nichts. Wenn er nichts tut, musst du etwas tun.

    Du suchst Beweise, das deine Sinne dich nicht täuschen, schau dir die letzten Monate, Jahre an und sei ehrlichund offen zu dir. Was willst noch beweisen?

    Rede mit Freunden darüber oder hier im Forum!

    Jeder der Alkoholiker kennt, wird dir ähnliches raten: lass' dich nicht veralbern und veralbere dich selbst nicht.

  • Er hält so sehr an mir und der Kleinen fest.

    Er lässt uns nicht los.

    Es kommen viele Dinge zusammen.

    Er weiß bedingt durch Jobverlust nach über 20 Jahren usw nicht wo er hin soll.

    Wohnort ist nicht sein Heimatort und auch nicht sein wohlfühlort.

    Weg will er aber dennoch nicht ganz der Kleinen.

    Am liebsten wäre es ihm zu Pendeln.

    Ne Woche weg,dann wieder hier.

    Das halt ich aber nicht mehr aus.

    Dass ich mir ne eigene Wohnung nehme will er nicht,weil wir in diese so viel reingesteckt haben.

    Mit Sack und Pack hier ausziehen ist für ihn aber auch keine Option.

    Zuviele Sachen die nicht in eine kleine Wohnung passen.

    Ist das nicht alles wirr?

    Ihr versteht wahrscheinlich null von dem was ich hier versuche wieder zugeben,oder?

    Es ist aber auch zum Haare raufen.

    Fühle mich wie gefangen.

    Und dann diese Lügen von wegen dass er aktuell nix trinkt.

    Ich Dreh am Rad

  • Er drückt deine co-knöpfe sehr erfolgreich. Denn du zweifelst.

    Alkoholiker können zu allen möglichen Mitteln greifen um ihren co zu halten. Deiner versucht offensichtlich gerade die mitleidstour.


    Das ist Manipulation und obendrein auch noch emotionale Erpressung. Würde ihm wirklich was daran liegen, dass ihr bleibt, dann würde er sich seinem Problem stellen. Von sich aus, ohne dass du erst dahingehend drängen musst.

  • Hallo zusammen!

    Darf man eigentlich wütend auf einen Alkoholiker sein?

    Darauf dass er trinkt?

    Ich frage, weil es ist ja eine Krankheit ist.

    Und ich bin ja auch nicht auf jemanden wütend der eine andere Krankheit hat.

    Ist es so, dass man das quasi akzeptieren muss und schauen muss ob man selbst damit klar kommt oder nicht?

    In meinem Fall komm ich nicht damit klar.

    Und dann muss ich halt den Schlussstrich ziehen,richtig?

    Aber ist das fair?

    Ihr seht…Gedanken über Gedanken in meinem Kopf.

    Nehmt es mir nicht übel

  • Darf man eigentlich wütend auf einen Alkoholiker sein?


    Ich frage, weil es ist ja eine Krankheit ist.

    Seit der kurzen Zeit, in der ich in dem Forum bin, wurde ich auch wütend auf einen Alkoholiker. Nämlich auf mich selbst und darauf, was z.B. meine Partnerin mit mir ertragen musste. Klar ist es eine Krankheit, aber diese Krankheit zieht dich eben auch mit runter und irgendwann gehst du eben mit daran kaputt oder zu ziehst nen Schlussstrich. Oder deine Partner lässt sich helfen und kriegt die Kurve. Unterm Strich ist es eigentlich ganz einfach.

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