Letzter Versuch

  • Ich hab auch erst heute, realisiert,dass er mir NOCH NIE gesagt hat, dass er mich lieb hat, alles hat sich nur um ihn gedreht.

    So ist es bei meinem Mann nicht. Er ist Bein liebevoller Vater, verrückterweise auch, wenn er getrunken hat. Aber natürlich hast du recht: mein Sohn bemerkt die Veränderung, das merke ich deutlich. Auch meinem Vater ist es aufgefallen. Er mustert meinen Mann sehr aufmerksam. Und er merkt mit Sicherheit, dass ich mich dann auch anders verhalte.

  • Höre auf ihn unter Druck zu setzen, ihn zu kontrollieren, zu nerven.

    Ihr habt mehrere Male miteinander gesprochen, entweder hat er es kapiert oder nicht.

    Ernst nehmen bedeutet auch den anderen zu akzeptieren, sein Wort.

    Gute Worte! Wie ich geschrieben habe, haben wir ein ernstes und langes Gespräch geführt. Ich habe ihm gesagt, dass ich es auf einen Versuch ankommen lasse, wenn er ernsthaft trocken bleiben/werden will. Und ich habe ihm gesagt, dass, sollte er mich wieder anlügen, ich das so nicht mehr weitertragen will und kann. Dass ich daran kaputt gehe. Das ich jetzt schon ziemlich am Ende bin. Wenn er das nicht ernst nimmt, dann nimmt er mich nicht ernst, meine Gefühle, mein Leben. Von unserer Ehe ganz zu schweigen. Warum sollte ich IHN dann ernst nehmen? Ich bin ehrlich: meine eigenen Worte machen mir Angst. Weil ich genau weiß, sollte er es dieses Mal nicht schaffen, muss ich weg. Sonst wird es ewig so weitergehen. Das ist das erste mal, das ich mir kein Hintertürchen offen gehalten habe. Bisher war meine Aussage: sollte ich mitbekommen, dass du trinkst, wenn du mit den Kindern alleine bist, dann gehe ich.

    Aber ich merke, dass das nicht mehr ausreicht.

  • Ich meinte eher… hat er sich bewegt?


    Ist zum Hausarzt gegangen, hat nach einem Therapieplatz gesucht, war er bei der Suchtberatung…


    Ob er trinkt oder nicht, das kannst du als Angehörige niemals mit Sicherheit wissen.


    Es geht nicht um Lippenbekenntnisse, es geht um Taten.

  • Und was hat er seit dem Gespräch getan?

    Hallo Marli,


    lass deinen Mann mal machen.

    Auch wenn du jeden Tag sein Mutti-Heft (da wo auch die Bienchen oder Fleißsternchen reinkommen) kontrollierst, wirst du nichts verändern.

    Er entscheidet. Wenn er es durchziehen will, tut er es auch.

    Du wirst es bemerken!


    Argwohn oder Kontrollwahn mag für den Einen oder Anderen vielleicht befriedigend sein, doch hilfreich sicher nicht.

    Ich bin oft erstaunt, was einige "verlangen", um eine Abstinenz zu beginnen.

    Sicher ist vieles von Vorteil bzw. kann es sein.

    Doch einen Willen, eine eigene (!) Entscheidung kann man weder hertherapieren, noch "trocken-entgiften".


    Gibt Dir Zeit.

  • Meine Situation ist sehr ähnlich zu deiner nur das ich mich schon vor sechs Monaten getrennt habe. Meiner Kurz danach dann auch zumindest ein wenig einsichtig und auch bei einer ambulanten Suchtberatung. Gebracht hat es natürlich nichts und ganz ehrlich ein Alkoholproblem erledigt sich nicht 30 min Gespräch die Woche. Ich bin der Meinung, dass es immer einen Grund hinter der Sucht gibt. Schwierige Kindheit, Depression etc. Sprich, man muss nicht nur das Trinken in den Griff bekommen sondern auch lernen mit schwierigen Phasen umzugehen. Für mich wäre nur noch dann Hoffnung gewesen, wenn er sich stationär behandeln hätte lassen und danach eine Reha. Ich glaube alles andere ist nicht von Dauer und spätestens beim nächsten Schicksalsschlag geht es wieder los. Mein Mann hatte sein Problem auch unsere gesamte Beziehung im Griff. Das fing erst vor ca einem Jahr an aber Seither ging das in unglaublichen Tempo bergab. Ich dachte anfangs, dass ich unbedingt die Familie retten muss und mich der Kinder wegen nicht trennen kann aber obwohl meine Kinder beide u3 sind, ist es erschreckend wie sehr sie sich nach der Trennung zum positiven verändert haben. Sie leiden ja nicht nur unter dem Trinker an sich sondern v.a darunter, dass es ja auch ihrer Mana

    Ganz kurz und knapp: die Kinder

  • Ganz kurz und knapp: die Kinder

    Ich bin einer ganz ähnlichen Situation wie du nur, dass ich vor sechs Monaten die Reißleine gezogen habe! Mein Mann hatte sein Problem all die Jahre gut unter Kontrolle. Nach zwei Schicksalsschlägen dann leider aber so gar nicht mehr. Ich habe es lange nicht bemerkt, habe nur diese fürchterliche Wesensveränderung zu spüren bekommen. Nach 6 Monaten habe ich es beendet. Kurz und knapp: wegen der Kinder!

    Die Hölle danach ist unbeschreiblich und hat mir gezeigt, warum es coabhängig heißt. Ich hatte regelrechte Entzugserscheinungen. Dieses überhaupt keine Kontrolle mehr über ihn zu haben, zu wissen er wird jetzt unaufhaltsam in diese Sucht gezogen, die damit verbundene Ignoranz und Gleichgültigkeit mir und den Kindern gegenüber. Das sind Gefühle, die man seinem schlimmsten Feind nicht wünscht. Ich bin nicht zurück. Kurz und knapp: wegen der Kinder. Heute 6 Monate später Hab ich die Abhängigkeit von ihm zu 85 Prozent überwunden. Ich bekomme Funkstille hin. Vor drei Monaten noch wäre das undenkbar gewesen. Was ich dir sagen will: du machst eine verdammt schwere Zeit durch, wenn du gehst aber glaub mir es ist richtig. Für dich und vor allem für deine Kinder. Ein Mann bei einer Beratungsstelle hat mir kurz vor der Trennung gesagt 'du gehst jetzt freiwillig in die vielleicht schlimmste Zeit deines Lebens aber egal wie lange diese auch dauern wird, danach gehst du in ein besseres Leben. Die schwierige Zeit ist noch lange nicht vorbei aber dem Satz stimme ich heute zu. Meiner war übrigens auch bei einer ambulanten Suchtberstung. Sowas mag sinnvoll unterstützend für trockene Alkoholiker sein aber doch nicht für einen nassen Familienvater!. Nein, sich echt und aufrichtig helfen zu lassen würde eine stationäre Entgiftung bedeuten und danach mindestens 2-3 Monate Reha, um zu lernen ohne Alkohol zu leben. Alles andere bringt meiner Meinung nach nichts und das sollte den Herren es doch wert sein, wenn ihnen so viel an uns liegt. Dass sie es nicht tun, sagt aber auch alles. Sie möchten lieber trinken als die Familie retten. Punkt, fertig, aus schluss! Da gibt's nichts zu beschönigen! Im übrigen ist auch null an der Behauptung dran, dass es Klick macht, wenn man sie fallen lässt. Meiner trinkt Seither noch viel mehr. Jetzt kann er das ja auch ohne dass er es verheimlichen oder sich rechtfertigen muss. Also sei auch darauf eingestellt, wenn du gehst. und noch zu den Kindern: Ich arbeite beruflich mit schwer erziehbaren Jugendlichen. Die emotional kaputtesten Fälle, kommen meist aus Alkoholikerfamilien. Auch da gibt es nichts schön zu reden. Ein erschreckend hoher Anteil dieser Kinder wird selbst später Alkoholkrank. Könntest du dir das je verzeihen? Diese Gedabken haben mir damals die Kraft gegeben... Im übrigen habe ich erst nach der Trennung realisiert, dass auch meine Kinder bereits gelitten haben. Zuvor dachte ich auch immer, dass das nicht so wäre. Du darfst nicht vergessen, dass sie nicht nur die Stummungsschwankungen etc von deinem Mann spüren sondern vor allen auch unter deiner Verzweiflung leiden. Ich musste täglich einen Tanz auf rohen Eiern machen, damit der Herr sich nicht aufregt und war dadurch überhaupt nicht mehr ich selbst und war immer unter Stress. Natürlich merken Kinder das. Ich wünsche dir von Herzen die Kraft, die du brauchst und ganz ehrlich: Er kann sich jederzeit echte Hilfe holen, wenn er merkt, dass ihr ihm wichtiger als der Alkohol seid. Nach der Reha kannst du es dir dann nochmal überlegen. Stell dich aber wie gesagt eher darauf ein, dass du wie ich in voller Härte erfährst, dass der Alkohol weit über dir und den Kindern steht.

  • Also hat er nicht einen einzigen ernsthaften neuen Schritt Richtung Trockenheit gemacht.


    Worauf wartest du also genau?

    Ich vergleiche das mal mit meiner Situation, nur damit verständlich ist, weshalb ich abwarte:

    Ich war 15 Jahre meines Lebens essgestört, habe gehungert, gefressen und gekotzt. Ich habe erst eine Therapie gemacht, wurde aus der Schule befreit, war dann 8 Wochen in stationärer Behandlung. Als ich wieder zu Hause war, hat es etwa zwei Monate gedauert, bis ich einen Rückfall hatte.

    Als ich meinen Mann kennenlernte, steckte ich wieder voll drin. Jeden Tag kotzen, wieder gehungert, wieder essanfälle. Das ging, bis ich 28 war. Meine Zähne waren völlig kaputt, meine Periode habe ich lange Jahre nicht gehabt. Ich wusste gar nicht mehr, wie man normal isst.

    Mit 28 hat es dann plötzlich Klick gemacht. Ich ging erneut zu einer Psychologin, die mich sofort wieder stationär einweisen lassen wollte. Ihrer Meinung nach hatte ich keine Chance, da ohne ärztliche Hilfe rauszukommen. Ich lehnte ab, weil ich merkte, dass es der falsche Weg ist. Ich suchte mir eine Selbsthilfegruppe, ging meinen eigenen Weg. Von dem niemand gedacht hat, dass es der richtige ist. Aber ich schaffte es raus. Einfach, weil ich es wollte. Weil ich verstanden habe, dass ich die einzige bin, die etwas verändern kann. Rückfälle hatte ich auch, aber ich habe sie mir nicht vorgeworfen. Sondern weitergemacht. Diese Hoffnung habe ich bei ihm auch. Und ich gebe ihm noch diesen einen Versuch. Ich denke, jeder hat seinen eigenen Weg, auch wenn es nicht der klassische Weg ist, der von anderen betroffenen oder Fachleuten empfohlen wird. Und manchmal funktioniert der empfohlene Weg einfach nicht.


    Natürlich, damals waren keine Kinder im Spiel. Und, und das ist der riesige Unterschied: von meinem Suchtmittel war ich nicht berauscht. Ich war keine Gefahr für andere. Ich habe in erster Linie mir geschadet. Und deswegen habe ich ihm auch diese „Frist“ gesetzt. Vielleicht hat es bei ihm Klick gemacht, vielleicht auch nicht. Das kann ich noch nicht sagen. Ich warte gerade darauf, dass er sich entscheidet, wenn man es so ausdrücken kann. Ob er sich für uns, oder für den Alkohol entscheidet. Sollte es der Alkohol sein, werde ich ihm keinen Vorwurf machen. Kann ich nicht, war ich ja in der gleichen Situation. Abhängig. Zwar nicht vom Alkohol, aber vom Essen.

    Aber ich werde mich einfach deswegen verabschieden müssen, um mich nicht zu verlieren. Und um die Kinder zu schützen. Dann muss er seinen Weg alleine gehen. Wie auch immer der aussehen wird.

    Was ich damit sagen will: nicht bei jedem funktioniert das Schema F. Für viele, vielleicht für die meisten, gibt es nur einen richtigen, erfolgversprechenden weg um trocken zu werden und zu bleiben. Aber eben nicht für alle.

  • Der Weg mag eventuell egal sein, aber was ist mit dem Klick?


    Hat es bei ihm klick gemacht?


    Will er denn überhaupt trocken leben?


    Was ist deine Basis, ihm gerade diese Chance geben zu wollen?


    Anstatt deinen Kindern die Chance auf ein glückliches und erfülltes Leben zu geben?

  • Meine Kinder sind noch sehr klein. Zum Zeitpunkt der Trennung 2,5 und 1. Die Kleine hat natürlich noch nicht viel mitbekommen aber die Große war oft sehr überdreht. Nicht mal negativ aber eben immer ein bisschen drüber und war dann auch gar nicht wirklich für Worte zugänglich. Auch das Einschlafen hat immer sehr lange gedauert. Auch das war keine wirklich negative Situstion aber sie hat einfach immer herum gealbert und ist nicht zur Ruhe gekommen. Das war fast schlagartig weg, als er weg war. Auch in der Kita wurde sir plötzlich total viel gelobt, dass sie plötzlich mit viel Ausdauer spielt oder sich mit etwas beschäftigt. Die Erzieherinnen wussten das damals ja gar nicht. Man geht ja nicht gleich am nächsten Tag in die Kita und sagt, dass man sich gestern getrennt hat, weil der Typ ein Säufer ist. Also das war keine Einbildung oder Interpretation.

    Dieses Trennen ist auch ein Prozess, der in einem wächst und stattfinden muss bis man es dann wirklich durchzieht und ich denke, dass es ganz wichtig ist, dass du dich emotional vorbereitest. Wie gesagt es ist normal, dass man die ersten Wochen durch die Hölle geht aber es wird besser! Und auf diesem Weg bekommst du es derart aufs Brot geschmiert, dass der Alkohol weit weit über der Familie steht, dass es bei einem selbst dann irgendwann klick macht.

  • Guten Morgen Marli,


    ich finde ehrlich gesagt gar nicht, dass es unbedingt etwas bringt, zu vergleichen, ob man Kindern etwas anmerkt oder nicht. Manche zeigen es, manche nicht. Manche nehmen es bewusst wahr, manche nicht.


    Du hast ja selbst beschrieben, dass sie ihn von unten bis oben mustern. Bedeutet, dass es schon soweit ist, dass sie es nicht nur unbewusst wahrnehmen, sondern ganz bewusst.

    Meine Kinder haben damals auch zunächst nicht mehr geäußert als "Du bist irgendwie so komisch". Das ist dasselbe, als würden sie mich mustern, so wie Deine Kinder es bei Deinem Mann tun.


    Wie ich im Nachhinein gefahren habe, haben sie bereits da schon richtig extrem darunter gelitten, wenn sie diese Veränderung an mir wahrgenommen haben. Es ist befremdlich für Kinder und macht bereits dann etwas mit ihnen. Und das sind nur die Situationen die Du selbst wiederum an den Kindern bemerkst. Du bist ja auch ziemlich mit Dir und Deinem Mann beschäftigt. Ich wette, dass Du so manche Empfindungen der Kinder gar nicht bemerkst. Zumal Kinder ja oft auch einfach gerade wegen der Veränderungen die sie bemerken, die Normalität weiterleben.


    Wie oft kommt es vor, dass man ein Gespräch führt und denkt ,die Kinder spielen gerade und nehmen das gar nicht wahr. Und dann kommt ein Satz und man merkt: Oh, sie haben alles mitbekommen.

    Kinder bekommen so wahnsinnig viel mit und es prägt sie. Da kann man noch so sehr den Eindruck haben "Ach, so schlimm ist es nicht".


    Was das Thema Trennung angeht: Logisch denkt man als Mutter "das kann ich den Kindern doch nicht antun", weil es dann ein Erlebnis ist, was erstmal ein Drama auslösen kann. So eine Alkoholkrankheit in der Familie ist aber auch ein Drama. Dieses Drama dümpelt so über die Jahre vor sich hin, während eine Trennung sich dann nach außen bemerkbar macht. Das Drama für die Kinder, was aber so vor sich hinläuft ist nicht weniger schlimm, nur weil die Auswirkungen nicht so krass zu merken sind, wie bei einer Trennung! Ich glaube, das ist vielen nicht bewusst.


    Meine Kinder waren beide noch klein, als ich mich von meinem Mann trennte (er trank zwar nicht, aber es gab andere Gründe, die zur Trennung führen mussten). Ich habe lange überlegt, ob ich den Kindern die Trennung antun kann. Als es soweit war, da war es ein Drama:

    Meine Jungs haben abends geweint und gesagt, sie wollen zu Papa. Ich war oft verzweifelt und habe mir immer wieder die Frage gestellt, ob ich den Kindern das antun kann, da mir mit voller Wucht gezeigt wurde, wie sie leiden. Aber ich habe mir immer gesagt, dass sie auch leiden, wenn ich bleibe, nur eben still und sehr viel länger.

    Ich habe es durchgezogen, so hart es auch war. Das ist inzwischen sehr viele Jahre her, meine Jungs sind Jugendliche. Ich habe im Laufe der Zeit nun schon so oft gehört, dass sie froh sind, dass wir nicht zusammen leben, weil sie sich noch sehr genau daran erinnern können, wie es war, als wir noch zusammenlebten. Obwohl sie so klein waren.


    Außerdem bekommen sie auch jetzt die Charakterzüge ihres Vaters mit und konnten - je älter sie wurden - immer mehr verstehen, weshalb ich nicht bleiben konnte.

    So wird es auch mit Deinen Kindern sein. Wenn sie größer sind, kann man sich erklären. Oft muss man das auch gar nicht, weil sie es selbst sehen. Denn er wird ja ihr Papa bleiben und sie werden weiterhin sehen, wenn er trinkt. Das Verständnis wird da sein und sie werden Dir dankbar sein, dass Du in ihrem Sinne entschieden hast.


    Klar ist es schwer. Aber mit solchen Argumenten wie "das Zuhause verlieren, der schöne Garten..." stößt Du zumindest bei mir auf Granit. Ich hatte ein wunderschönes Haus mit meinem Mann gebaut, mit wunderschönem Garten. Es war MEIN Traumhaus, ich habe mir alles ausgesucht, wir haben selbst gebaut. Meine Kinder haben sich in dem Haus und Garten pudelwohl gefühlt. Aber diese Stimmung die zu Hause herrschte. Die hat alles, aber auch alles getrübt.


    Nach der Trennung sind wir zunächst in einer kleinen Wohnung im Obergeschoss gelandet. Wenn ich mit den Kindern raus wollte, musste ich mit ihnen auf den Spielplatz gehen. Du kannst Dir sicherlich vorstellen, was für eine Umstellung das war.

    Aber weißt Du, was in das neue "Zuhause" eingekehrt ist? Eine andere Stimmung und Ruhe für die Kinder!! Das hab ich nie bereut, dafür mein Haus und Garten aufgegeben zu haben.


    Ja, es kamen bei mir dann auch andere Zeiten, weil ich später vermehrt trank und dann auch extrem. Für die Probleme war ich dann selbst verantwortlich. Meine Kinder mussten also noch weiter leiden. Bis ich selbst nicht mehr konnte und endlich aufhören konnte zu trinken. Sie haben also noch sehr viel mitbekommen in ihrem Leben und ich habe soweit es geht versucht, den Schaden wieder zu begrenzen.

    Ich bin also nicht hier, um Dir zu sagen, wie toll ich bin und wie super ich das alles gemeistert habe. Ganz im Gegenteil, ich habe extrem viel verbockt.


    Aber einfach wegen des Themas "Trennung", obwohl die Kinder leiden könnten, wollte ich das hier alles schreiben. Denn sie leiden bei einer Trennung nicht mehr, als wenn sie in der Situation bleiben müssen. Sie leiden anders, still und ohne großen Knall. Aber sehr viel länger, als bei einer Trennung.


    LG Cadda

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