Leonie80 - Die Sonne scheint wieder...

  • Hey Leonie80 ,

    das von Dir zu lesen freut mich wirklich sehr für Dich.<3

    Vielleicht magst Du ja irgendwann noch einmal ausführlicher schreiben wie Du das alles hinbekommen hast.;)Natürlich nur, wenn Du magst. Aber mich würde es schon interessieren und vielleicht kann ich ja etwas von Dir lernen.

    Lass es Dir weiter gut gehen und wir lesen uns.

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Ich freue mich auch, mal wieder von dir zu lesen. Und noch mehr freue ich mich darüber:

    Mir geht es seit längerer Zeit endlich stabil gut und ich kann mich wieder in Richtung Arbeit orientieren.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hey ihr Lieben,

    vielen Dank für eure Rückmeldungen ☺️🍀 Ich freu mich immer sehr, von euch zu hören.

    Kazik schön, von dir etwas zu lesen. Freut mich.
    Wie hab ich das alles hinbekommen? Ich hab s geschafft, an meinem Hobby dranzubleiben, hab einiges in dem Bereich verändert und eine ganz nette Person kennengelernt, die mich versteht und fördert/fordert. Das hat mir sehr geholfen, auch täglich und generell Stabilität aufzubauen. Gemeinsame Gespräche, Tun und die Verbindung zu Tieren.
    Wie geht es dir? Ich hoffe gut soweit.

    Nayouk24 Eine reale SHG besuche ich nicht. Lese aber viel, was meine Diagnosen betrifft, das hilft mir sehr.

    Ich freue mich auf jeden Fall über das schöne Wetter aktuell und kann es gerade genießen. Ich wünsche euch allen schöne Pfingsten mit hoffentlich schönem Wetter, wo immer ihr auch gerade seid. Haltet die Ohren steif und lasst euch nicht unterkriegen.

    Ganz liebe Grüße

    Leonie

  • Hey ihr Lieben,

    es sind schon wieder ein paar Monate ins Land gezogen.
    Ich wollte mich mal wieder melden.

    Im Großen und Ganzen geht es langsam, sehr langsam vorwärts. Ich muss immer noch lernen, dass ich nicht mehr so funktionieren werde wie früher. Mein Körper zeigt es mir sehr deutlich, wenn ich mich übernehme. Der Kopf will es nur immer noch nicht ganz verstehen.
    Dort wo ich Hilfe brauche, nehme ich sie in Anspruch. Es dauert und ich kann es nicht erzwingen. Würde ich gerne. Aber ich lerne jeden Tag dazu. Es ist ein langer Weg für mich. Vor knapp 3 Jahren habe ich aufgehört zu trinken (den Rückfall vor 1 3/4 Jahren nicht mit eingerechnet).
    Ich hab gesoffen und funktioniert, jahrelang. Ich bin immer noch fassungslos wie ich das alles überstanden und geschafft habe. In letzter Zeit schießen immer wieder Szenen in meinen Kopf, in denen ich so besoffen war und so einen Blödsinn gemacht habe, dass sich in mir schier alles zusammenzieht. Ich weiß nicht ob das eine Verarbeitungsstrategie meines Systems ist.

    Ich habe es geschafft aufzuhören und kann unheimlich stolz sein. Ich muss mir dann liebevoll sagen, dass das mein früheres Ich war und das gibt es nun mal. Jetzt gibt es aber ein neues Ich, das trinkt nicht mehr und lernt immer noch, was gut tut, was es braucht, was es möchte und was nicht (mehr). Ich dachte allerdings nicht, dass es in meinem Fall Jahre dauert, um zu heilen. Es kamen außer der Sauferei oder in Verbindung damit noch viele andere Sachen dazu. Ich mache weiter, Tag für Tag. Versuche im Hier und Jetzt zu sein und das Beste aus jedem Tag zu machen. Ich lerne loszulassen. Ich bin ein anderer Mensch geworden. Ich muss mich noch an mein neues Ich gewöhnen. Es entwickelt sich immer noch. Fakt ist, hätte ich nicht aufgehört zu saufen, wäre ich heute nicht hier.
    Auch wenn ich die Welt in voller Klarheit wahrnehme mit einem völlig überreizten Nervensystem, gewöhne ich mich langsam daran und entdecke immer wieder neue, kleine schöne Dinge, die ich anders vielleicht nicht wahrnehmen würde.

    Die richtigen, wenigen Leute habe ich an meiner Seite, die mich, meine Vergangenheit verstehen. Ich kämpfe mich langsam und in meinem Tempo zurück ins Leben. Jeder einzelne Tag ist es wert.

    Irgendwann pack ich hier meine Sachen zusammen und ziehe an die See, das ist mein größter Traum.

    In dem Sinne einen wunderschönen Sonntag.


    Ganz liebe Grüße

    Leonie

  • Ich kämpfe mich langsam

    Vielleicht hast Du Dich bloß etwas ungeschickt ausgedrückt. Ist es denn wirklich Kampf? Wer nach Jahren noch kämpfen muss, um nicht rückfällig zu werden, hat es verdammt schwer. Ich könnte es nicht.


    Für mich war es in den ersten 3-4 Monaten ein Stück weit zwar auch ein Kampf gegen die alten Gewohnheiten, gegen das Suchtgedächtnis und gelegentlichem Suchtdruck. Mein neuer Weg musste erst gebahnt und eingeschliffen werden. Nach einem guten halben Jahr lief es dann, zwar nicht als Selbstläufer, aber es ging spürbar voran.


    Vielleicht kannst Du den Begriff des Kampfes der so martialisch bzw. aus dem Fußball stammt (über den Kampf ins Spiel kommen) durch den des Arbeitens ersetzen. Du arbeitest an Dir und Deinem abstinenten Weg. Das klingt doch gleich entspannter.


    Alles Gute

  • Nein, gegen die Abstinenz ist es kein Kampf mehr. Das habe ich gut im Griff, bin aber dennoch immer wachsam. Ich halte mich von Saufgesellschaften fern oder verlasse Veranstaltungen, Feiern, wenn es mir zu viel wird, wegen was auch immer. Betrunkene Menschen kann ich gar nicht mehr ab. Das spiegelt teilweise mein früheres Verhalten und ich fand mich widerlich zu Saufzeiten. Ich möchte mir das nicht mehr vor Augen führen. Da graust es mir vor mir selbst wenn ich zurück denke. Ich verabschiede mich freundlich und dann bin ich weg. Ich bin froh, dass ich es geschafft habe aufzuhören.

    Mit Kampf war eher die Depression usw. gemeint wobei das vielleicht tatsächlich etwas hart ausgedrückt war von mir. Ich arbeite täglich an mir. Es ist mal leichter und mal hart. Aber es geht vorwärts. Und auch die ganz kleinen Schritte zählen.

  • Hey Leonie80 ,

    freut mich sehr von Dir zu lesen und noch mehr freut es mich für Dich das es Dir besser geht. Ich drück Dir die Daumen es weiter bergauf geht.<3:)

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

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