Mare - Ich traue mich mal

  • Ja, nimm diese Gelegenheit wahr, Dich um Dich selbst zu kümmern, Mare!

    Auf dem Heimweg kannst Du auch Döner oder Pizza, etc. besorgen.

    Oder auch eine Tiefkühlpizza, Fertignudeln, usw. Für ein paar Tage geht das mal.

    So bleibt dann auch Zeit für den Hund.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Morgen wird es nochmal stressig, meine Betreuerin kommt morgen früh, um 12 Video Termin mit meiner Therapeutin, weil ich sonst 1 Stunde hin und 1 Stunde zurück fahren müsste.

    Mit der Frau vom sozialpsychiatrischen Dienst habe ich noch ein Telefonat und um 14 30 Telefon Termin mit meinem Anwalt.

    Wegen der Rentenversicherung.

    Ich weiß nicht ob ich das in der Tagesklinik erwähnen soll, aber ich werde mich ansonsten verplappern. Ich gehe ja nicht deswegen dahin, sondern weil ich mich innerlich nicht mehr so tot fühlen möchte, wieder Freude empfinden möchte.

    Und vielleicht auch fitter, obwohl das schwierig werden könnte, wegen der Arthrose, heute habe ich mich falsch gedreht und habe Schmerzen weil die Knochen aufeinander reiben.

    Hoffentlich nehmen sie das ernst und es kommt kein, stellen Sie sich mal nicht so an , nehmen Sie 10 Kilo ab, Sie sind eine Lusche usw

    Ich habe durch viele Cortison Gaben 18 Jahre alles mögliche an Antidepressiva und jede Menge Schmerzmittel bestimmt 30 Kilo zu genommen, aber das nimmt kaum ein Arzt ernst.

    Mein Mann fängt morgen mit Immuntherapie an, alle 2 Wochen.

    Ich bin gespannt was mich erwartet wenn ich abends nach Hause komme.

  • Gestern Programm gehabt, 2 Stunden Mittagspause.

    Heute morgen um 9 angekommen, Morgenrunde, jetzt habe ich bis 14 nichts mehr.

    Das kann es doch auch nicht sein.

    Ich weiß nicht ob ich eine Erkältung bekomme.

    Hier ist niemand den ich fragen kann.

    Ein paar haben Gespräche, einige Ergo.

    Ich sitze hier rum

  • Guten Morgen Mare,

    gibt es nichts, was Du dort tun kannst? Vielleicht ist diese "Frei-Zeit" gewollt?

    Oder gibt es dort ein Sekretariat, wo Du nachfragen kannst, wie es für Dich heute weitergeht?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Da müsste es einen Leseraum geben. Hinsetzen und Seele baumeln lassen :)

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Als ich mich darauf einlassen konnte, war die Zeit, die ich mit mir hatte, mit am wertvollsten.
    Oft habe ich in meinem Tagebuch beschrieben, einfach den Gedanken freien Lauf gelassen und aufgeschrieben.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich glaube auch das es gewollt ist mit der Freizeit.

    Das kenne ich gar nicht mehr soviel Zeit für mich zu haben.

    Heute morgen war ich froh her fahren zu dürfen und Zuhause raus zu kommen.

    Das Wochenende war ätzend

  • Hallo Mare

    Heute morgen war ich froh her fahren zu dürfen und Zuhause raus zu kommen.

    Was gabs denn schon wieder?

    Ich hoffe Du teilst Deine Erlebnisse etwas in der Gruppe? Oder lässt Du das lieber außen vor in der Tagesklinik?

    lG WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Das fällt mir schwer, die anderen Patienten haben ja auch ihre Probleme.

    Hier habe ich Zeit für mich, was ich nicht mehr gewohnt bin.

    Jetzt ist auch Leerlauf bis 14 30, außer Mittagessen.

    Morgen ist Arzt Visite, der tut so als wenn er nicht versteht was man sagt, und muss alles 3 mal wiederholen.

    Heute sollte ich den oder die Bezugstherapeuten kennen lernen, aber das findet wohl auch nicht statt.

    Die Entspannungsgruppen fallen mir auch schwer, aber ich versuche es.

    Gestern wurde Rücksicht auf mich genommen, das kenne ich auch nicht.

    Ich habe zwar nichts gesagt, aber die Therapeutin hat mir das wohl angemerkt.

    Das nach Hause kommen ist komisch, weil ich ja nie weiß was mich erwartet.

  • Das fällt mir schwer, die anderen Patienten haben ja auch ihre Probleme.

    Da brauchst Du keine Rücksicht drauf zu nehmen, die Therapeuten steuern die Gespräche. Wenn Du immer versuchst unter dem Radar zu bleiben dann hilft Dir das nicht weiter, Das hast Du zu Hause schon.

    Gestern wurde Rücksicht auf mich genommen, das kenne ich auch nicht.

    Kannst Du Dich denn darauf einlassen ?

    Du solltest übrigens vor den Therapeuten und Ärzten kein Blatt vor dem Mund nehmen. Die sind geschult und werden dafür bezahlt.

    Du brauchst Hilfe und das sollte auch deutlich werden. Wenn Du Dich gesund stellst um nicht aufzufallen, dann bringt dieser Aufenthalt nicht viel.

    Je mehr Du auf den Tisch packst, um so vollständiger wird das Bild und dann kann eine gezielte Strategie entworfen oder auch Empfehlungen für Später ausgesprochen werden.

    lG WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Wir sind viel alleine, manchmal 4 Stunden Leerlauf dazwischen Mittag essen.

    Morgens Morgenrunde und nachmittags Verabschiedung.

    Heute beim Arzt Gespräch wurde mir nur gesagt, wie wichtig es ist das Antidepressiva Abends zu nehmen, ich bin davon den ganzen Tag benebelt.

    Ich müsste schlafen, ich habe gesagt das ich jedesmal wenn ich wach werde die Probleme alle wieder da habe, ja aber genau deswegen die Tabletten, sie wollte die Dosis erhöhen, da habe ich gesagt, mache ich nicht, da bin ich ja noch müder.

    Alles seltsam.

  • Ich möchte gerne die Therapeutin wechseln, erst hat sie mich wegen den Tabletten zu getextet, auf Fragen keine Antwort gegeben, Donnerstag das selbe, alles wird gut, nach Winter kommt Frühling, als ich fragte was ich gegen die Bilder vorm einschlafen machen kann, kam wieder, alles wird gut nach Winter kommt Frühling....

    Die Tabletten machen mich immer noch müde, aber ich nehme sie.

  • Mir hat gegen anflutende Bilder folgendes geholfen: Ich stelle sie mir als tatsächliche Bilder vor, wie aus einem Photoalbum, und dann drehe ich sie um.
    So sehe ich nur noch ihre weiße Rückseite.
    Ich drehe jedes einzelne Bild um und es kann sein, daß das ein ganzer Stapel voller weißer Rechtecke gibt.
    Die packe ich in eine Schachtel und stelle sie ins Regal oder den Abstellraum.
    Das hilft mir beim Einschlafen.

    Wenn es keine Bilder,sondern ein innerer Film ist der da abläuft, , dann stelle ich mir vor, wie ich den Ton leiser drehe und das Bild grisselig stelle. Und beim Film dann auf den Aus Knopf drücke.
    Immer wieder, bis ich einschlafe.

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Liebe Mare,

    bei Medikamenten dieser Art das eine sehr häufige Nebenwirkung, die kann sich aber noch legen und ansonsten wird im Normalfall das Präparat gewechselt. Besprich es jedenfalls nochmal mit der Ärztin, wenn es nicht besser wird.

    Ja, schade, wenn die Therapeutin nicht mehr drauf hat als "nach Winter kommt Frühling" - hast du nach der Möglichkeit eines Wechsels gefragt?

    Neben Lindes Tipps könntest du auch versuchen die Gedanken an die Wand zu projizieren und dann mit einer Malerrolle zu überstreichen oder versuch mal gedanklich von 100 in 7er Schritten nach unten zu zählen.

    Je mehr Du auf den Tisch packst, um so vollständiger wird das Bild und dann kann eine gezielte Strategie entworfen oder auch Empfehlungen für Später ausgesprochen werden.

    das ist wirklich ganz wichtig - niemand kann dir helfen eine Strategie für deinen Alltag zu entwickeln, wenn nicht alles am Tisch liegt.

    Dass dir die Entspannungsgruppe schwer fällt, ist wenig verwunderlich, du stehst ja zu Hause unter Dauerstress und das schon sehr lange. So gesehen ist Entspannung etwas, das du wohl "verlernt" hast. Versuch mitzumachen, aber sei auch nicht so streng mit dir selbst, wenn es nicht so gut klappt wie erhofft. Ist ein Lernprozess.

    Alles Gute für dich!

    Jana

  • als ich fragte was ich gegen die Bilder vorm einschlafen machen kann,

    Hallo Mare,

    ich habe da mal vor ganz vielen Jahren im Rahmen eines psychosomatischen Aufenthaltes von einer Neurologin einen Tipp bekommen, welcher sich fantastisch bewährt hat bei mir. So einfach und so effektiv:

    Wenn die Bilder kommen, und die Unruhe, die Gedanken das kreisen anfangen, die Ängste hochkriechen, dann stelle ich mir ein Stoppschild vor und sage auch gedanklich laut "Stopp"

    Hintergrund ist wohl, das das Gehirn sich nur auf eine Sache gleichzeitig konzentrieren kann. Wenn man sich mal beobachtet, stimmt das tatsächlich.

    Es ist durchaus hilfreich, wenn Du Dir vor dem Augen zumachen ein Bild von dem Schild anschaust. Lässt sich bequem irgendwo aufhängen im Schlafzimmer oder in der Nähe des Bettes. Das muss nicht zwingend ein Stoppschild sein, ist aber am gängigsten und überall präsent. Obwohl ich gedanklich manchmal etwas wühlen muss um ein Stoppschild zu finden, daher hilft vorher anschauen da immens.

    Ich habe das schon variiert und nehme z.B. statt Stoppschild das Bild einer Hundehütte und während ich mir das Bild aufrufe, sage ich das Wort Hundehütte gedanklich rückwärts auf.

    Du siehst das die Möglichkeiten da unbegrenzt sind, primär geht es darum das Gehirn mit einer Sache zu beschäftigen. Alles andere tritt zurück, Bilder, Probleme die gewälzt werden, Ängste. Keine Kapazität mehr da im Gehirn um Dich zu martern, das wird alles nach hinten geschoben.

    Nach meiner Erfahrung ist die Kombination wichtig. Also Bild alleine vorstellen reicht nicht ganz, das ausformulieren von gedanklichen Worten oder Zahlen ist dabei wichtig.

    versuch mal gedanklich von 100 in 7er Schritten nach unten zu zählen.

    Das ist wohl die selbe Schiene. Beschäftigen.

    Du kannst Dein Gehirn also " betrügen " . Klingt komisch, is aber so.

    Wenn es mit mehr Humor sein soll, dann finde gedanklich heraus was die Mehrzahl von Wischmopp ist. Da kann schon mal ne ganze Nacht bei draufgehen :mrgreen:.

    Was die Medikamente angeht, lass Dich da mit Deiner Fragerei nicht ängstlich machen, drannbleiben. Evtl. muss das dann eben wieder geändert werden wenn es nicht richtig wirkt. Natürlich muss auch eine gewisse Zeit abgewartet werden um einen Spiegel aufzubauen. Aber damit dürftest Du Dich ja schon länger auskennen.

    Ich finde es übrigens prima, das Du das jetzt durchziehst :thumbup:.

    lG WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Ich versuche es mit einer Tresor Übung, ich gehe gedanklich an einen Strand habe die Video Kassette mit dem "Film" und schließe sie ein.

    Das klappt meistens, aber es nervt das die "filme" kurz vorm einschlafen kommen.

    Meine Therapeutin will mit mir die EMDR Therapie machen, aber dafür muss ich psychisch stabil sein.

    Heute kam beim Arzt das Gespräch auf eine rechtliche Betreuung.

    Weil ich wirklich wichtige Dinge vergesse, zb am Wochenende habe ich den Antrag auf höherstufung vom Pflegegrad gefunden, der ist vom August.

    Oder am 10.11 läuft der Vertrag mit der Telekom aus, den habe ich gekündigt weil er zu teuer ist.

    Der Arzt meinte ich wäre überfordert, das bin ich auch, so bin ich noch nie gewesen, ich habe immer noch "funktioniert".

  • Ich versuche es mit einer Tresor Übung, ich gehe gedanklich an einen Strand habe die Video Kassette mit dem "Film" und schließe sie ein.

    Steht an dem Strand ein Tresor? Da im Sand? Beschreib doch bitte kurz.

    Es gibt da viele Achtsamkeitsübungen. Im Großen und Ganzen geht es immer darum, die Rolle des Beobachters der eigenen Gedanken anzunehmen.

    Die STOP Methode hilft nur bedingt, für den Augenblick. Da die Gedanken sich immer wieder aufdrängen, wenn man ihnen keinen Raum gibt.

    Du kannst den Gedanken benennen. Z. B. in "Erinnerung" oder "Planung". "Kann ich ändern", "kann ich nicht ändern". "Fühlt sich unangenehm an", oder nicht. Und wo fühle ich das Gefühl im Körper und wie fühlt es sich an? (Dabei geht man auch von den Gedanken weg). Und wenn ich ihn betrachtet habe, lasse ich ihn gehen. Manchmal kann ich kurz die Stille genießen. Dann kommt der nächste.

    Mit der Zeit werden es weniger. Und dann ist mehr Stille. Ach ja, und wenn es etwas Wichtiges ist, sage ich mir NOTIZ und lasse ihn dann gehen. Dann wird er mir später wieder einfallen.

    Betrachten und gehen lassen geht besser, als abblocken. Ist wie bei Kindern. Die wollen Dir was zeigen. Danach sind sie zufrieden. Und wenn ich nicht hinschaue geht es nur noch Papa, Papa, Papa..." Hm, Gedanken sind wie kleine Kinder, die Aufmerksamkeit wollen.

    Was für eine Erkenntnis zu so später Stunde :/

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hallo Mare,

    wie geht es Dir?

    lG WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

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