Petra 889 - Es muss sich etwas ändern

  • Hallo, ich bin Petra 32 Jahre alt und ich trinke jede Woche so 2 bis 3 Tage und immer 2 Flaschen Wein. Das ca. seit einem Jahr. Ich kann dem Druck einfach nicht wiederstehen. Fühle mich wie ein Loser. Ich gehe trotzdem arbeiten, Regel alle meine Dinge, aber bin unfassbar müde, ausgelaugt und gleichzeitig gestresst. Dann greife ich wieder zum Wein, weil er mir irgendwie die fehlende Energie gibt und mich wach macht und das alles immer wieder von vorne. Ich verstecke meine getrunkenen Flaschen und schäme mich zutiefst, kann es aber auch nicht lassen, weil ich mir denke ich bin ja noch nicht soweit, dass ich jeden Tag trinke, und kriege ja auch alles noch auf die Reihe. Aber ich denke dauerhaft an Alkohol und am liebsten würde ich jeden Tag trinken. Ich tue es nicht, aber der Gedanke ist da. Das macht mir Angst. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal länger als 2 Tage nichts getrunken habe. Ich traue mich auch grad das erste Mal es aufzuschreiben oder irgendwo mitzuteilen. Es ist zwar anonym, aber trotzdem macht es mir Angst. Ich freue mich über Tipps gegen Cravings, denn ab dem 2. Tag hab ich immer extreme Probleme. Ich wünsche allen hier, dass wir irgendwie unserem Ziel etwas näher kommen

  • Hallo Petra 889,

    herzlich willkommen hier im Forum!

    Es ist gut, dass Du Deinen Alkoholkonsum kritisch betrachtest. Flaschen verstecken, sich schämen, dauerhaft an Alkohol denken, immer 2 Flaschen trinken - das klingt schon nach nicht mehr „normalem“ Konsum.

    Siehst Du Dich denn als Alkoholikerin?

    VG Sue

    You will bloom if you take the time to water yourself 🌷

  • Hallo Petra,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Es ist gut, dass Du Dich hier bei uns gemeldet hast.

    Das, was Du schilderst, ist der Entzug, den Du verspürst. Dein Körper schreit nach dem Alkohol, den Du ihm verweigern willst. Denn der Körper ist bereits süchtig nach dem Nervengift Alkohol.

    Mir ging das genauso, ab einer bestimmten Uhrzeit wurde ich unruhig und musste wieder trinken. Und zum Schluss dann fingen die Symptome immer früher an und meine Hände zitterten.

    Das alles ist eindeutig!

    Wenn Du damit aufhören willst, d.h. abstinent leben willst, solltest Du Dich an D/einen Arzt wenden.

    Die Karten auf den Tisch legen und um Unterstützung bei einer Entgiftung bitten.

    Die Entgiftung kann stationär oder auch ambulant erfolgen. Das alles besprich mit dem Arzt.

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Dann bist Du hier richtig. Ich kann mir gut vorstellen, dass Du Probleme bekommst. Du startest ja praktisch jedes Mal einen kalten Entzug. Das ist gefährlich.

    Übrigens

    weil er mir irgendwie die fehlende Energie gibt

    Er unterdrückt Dein natürliches Müdigkeitsgefühl. Ich habe dann nicht mehr gespürt, wie es mir eigentlich geht.

    Deine Bewerbung ist angekommen. Wir haben da jedoch erst noch ein paar Fragen.

    Wann hast Du denn zum letzten Mal Alkohol getrunken?

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Hallo Petra,

    Alkoholiker zu sein…. das ist eine ganz große Erkenntnis. Die tut weh und die macht Angst. Dabei muss es das gar nicht.
    Denn mit dieser Erkenntnis kannst du dich auf den nüchternen Weg machen. Die Krankheit hat einen Namen.
    Ich habe mich auch so unsagbar geschämt. Das wurde besser, als ich meine Alkoholsucht als Krankheit akzeptieren konnte.

    Wann hast du das letzte Mal Alkohol getrunken?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Die Karten auf den Tisch legen und um Unterstützung bei einer Entgiftung bitten.

    Ich schäme mich zu sehr und ich hab auch keine zeit dafür eigentlich. Ich habe Tiere und einen Job habe ich ja auch, aber ich glaube, wenn dann müsste ich stationär sonst wäre die Versuchung zu groß

  • Hallo Petra,

    Alkoholiker zu sein…. das ist eine ganz große Erkenntnis. Die tut weh und die macht Angst. Dabei muss es das gar nicht.
    Denn mit dieser Erkenntnis kannst du dich auf den nüchternen Weg machen. Die Krankheit hat einen Namen.
    Ich habe mich auch so unsagbar geschämt. Das wurde besser, als ich meine Alkoholsucht als Krankheit akzeptieren konnte.

    Wann hast du das letzte Mal Alkohol getrunken?

    Ja riesen Angst leider, könnte grad auch schon wieder was trinken aber habe gestern alles weg geschüttet was noch da war

  • Ich schäme mich zu sehr und ich hab auch keine zeit dafür eigentlich. Ich habe Tiere und einen Job habe ich ja auch, aber ich glaube, wenn dann müsste ich stationär sonst wäre die Versuchung zu groß

    So geht es vielen, Petra. Aber wenn Du kalt entziehst, d.h. ohne Unterstützung von einem Arzt, kann es passieren, dass Du schlimme Entzugserscheinungen bekommst.

    Klicke den folgenden Beitrag und lies ihn Dir durch:

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Du bist suchtkrank und da brauchst Du Unterstützung, um aus dem Suchtkreislauf herauszukommen.

    Die erste Zeit ist nicht einfach für Körper und Seele, da solltest Du Dich aus dem normalen Alltag erstmal herausnehmen lassen. Und das kann der behandelnde Arzt tun.

    Und woher willst Du wissen, ob Du das nicht im normalen Umfeld, d.h. ambulant schaffst?

    Wird bei Dir im Haushalt von anderen Personen auch noch Alkohol getrunken, oder arbeitest Du in der Gastronomie?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Nein ich wohne alleine und arbeite nicht in der Gastronomie aber ich könnte ja immer zum Laden gehen und etwas kaufen. Das schwirrt dauerhaft in meinem Kopf rum. Ich lese es mir durch nach der Arbeit, vielen dank schonmal

  • Hallo Petra,

    herzlich Willkommen bei uns in der Gruppe. :)
    Freischaltung fürs Forum erfolgt nach der Entgiftung. Bis dahin kannst du aber jederzeit hier in deinem Thema schreiben!

    Viele liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hier schreiben etliche User im Vorstellungsbereich! Du bist doch nicht alleine hier.
    Du kannst ambulant oder stationär entgiften. Das dauert ein bis zwei Wochen. Bis dahin geht so viel in Körper und Seele vor, da sollte man sich ausschließlich um sich selbst kümmern. Daher erstmal zum Ankommen hier in deinem Thread.

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Petra, lass das erstmal sacken, was Du heute bei uns im Forum zu lesen bekommen hast.

    Alkoholsucht ist eine Krankheit und wenn Du aus dieser Suchtspirale heraus willst, dann bist Du hier richtig.

    Du bist nicht allein, sondern hast Dir hier Hilfe und Unterstützung gesucht. Das ist schonmal sehr gut!

    Immer einen Schritt nach dem anderen.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Da solltest Du nicht lange überlegen, sondern handeln, Petra.

    Ich bin seit über 11 Jahren trocken.

    Du kannst Dich hier bei den anderen Teilnehmern einlesen:

    Erste Schritte für Alkoholiker - Alkoholiker Forum (alkoholiker-forum.de)

    Jeder Teilnehmer hat hier einen Thread und beschreibt seinen Weg.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Petra,

    Gehe morgen zum Arzt.

    Ich hatte die gleichen Ängste und Fragen, auch Angst beim Arzt offen zu sein. Die Ärzte, zu denen ich ehrlich war, sind mir ausnahmslos mit Verständnis und Respekt begegnet. Mich hat es sehr befreit, als ich den Schritt getan hatte.

    Für einen Arzt ist Alkoholismus eine Krankheit, bei der er Dir helfen kann und Du bist bestimmt nicht die Erste.

    Viele Grüße

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

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