Matrix - kurze Vorstellung, aber noch durcheinander

  • Naja, auf jeden Fall nicht angenehm.. vorallem wenn ich ihm das alleine sagen würde.. und eine Frist setzen finde ich da nicht besonders hilfreich, weil ich ihn dann nicht mehr in meiner Nähe haben möchte..

  • Ich hab mir gestern noch mal Deinen Faden durchgelesen, Matrix - du auch?

    Bis auf die hinzugezogenen Hilfen hat sich ja nicht wirklich etwas bei Dir getan, oder? Wie alt ist dein Sohn inzwischen, kommt er bald in die Schule?

    Das Ziel der Hilfen ist mir auch nicht ganz klar: Klingt, als sollte es Euch als "Familie" stabilisieren. Ist das denn Dein Ziel? Was wünschst Du Dir insgeheim für Dich und Deinen Sohn? Was erhoffst Du Dir aktuell von diesem Forum?

    Der letzte Entzug seines Erzeugers wäre doch wie die vielen Entzüge davor eine prima Gelegenheit gewesen, ggf. Mit den Hilfen an Deiner Seite seine Sachen zu packen, von seinen Eltern abholen zu lassen, das Schloss austauschen zu lassen und seine Nummer zu blockieren. Auch die Nachbarn informieren, dass sie ihn nicht einmal mehr in den Hausflur lassen.

    Du musst das ja nicht allein machen, dass Du davor Angst hast, kann ich verstehen. Besprich das mit deinen Hilfen - du musst auch nicht seinen nächsten Entzug abwarten.

    Oder würde Dir dann etwas fehlen? Besser ein Nicht-Partner im Weg als ganz allein?

  • Nein, ich habe mir meinen Faden noch nicht wieder durchgelesen, aber ich weiß auch so, dass ich mich leider in einer elenden Endlosschleife noch ohne Ausweg befinde..

    Die Hilfen kamen erst nachdem er ca. 2 Wochen nach seiner fluchtartigen Beendigung wieder bei mir war.. reden bringt einfach nichts mehr, das muss nun auch seine Mutter unvorstellbarer Weise feststellen..

    Achja, und ich bin ja total dumm, dass ich dem Jugendamt das alles vorallem auch von ihm bzw. seinem Problem erzählt habe.


    Und eigentlich soll jetzt unter anderem beim Clearing besprochen werden, ob er wirklich eine Krankheitseinsicht hat..

    Und nun müsste ich den Fachkräften noch erzählen, dass ich schon 2-3 Jahre mindestens drin hänge.. und dass ich mich seit dem Vorfall von vor knapp 2 Jahren nicht mehr traue, ihm gegenüber Grenzen zu setzen.. und bei meinem Kind ist es verständlicher Weise ähnlich, bzw. schwer es durchzusetzen bzw. dabei zu bleiben..

    Ich habe mich ehrlich gesagt freier gefühlt, als er die 3 Wochen weg war.. endlich keine Stories mehr von den abhängigen hier aus meiner Gegend.. und keine Bekloppten Kommentare mehr zu irgendwas und ich konnte zu unserem Kind etwas ruhiger reagieren.. obwohl ich leider trotzdem bei bestimmten Situationen sehr schnell ungeduldig bin und anders reagiere als wie ich es eigentlich möchte.


    Er peilt einfach absolut nicht mehr den Ernst der kompletten Situation... Es ist so frustrierend, unendlich traurig, voller Verzweiflung und Hilflosigkeit..

    Einmal editiert, zuletzt von Matrix (8. August 2026 um 20:50)

  • ich habe mir meinen Faden noch nicht wieder durchgelesen

    Mir hat das immer mal wieder sehr geholfen, da ich mir dann selber Ratschläge geben könnte.

    und ich bin ja total dumm, dass ich dem Jugendamt das alles vorallem auch von ihm bzw. seinem Problem erzählt habe.

    manche nennen es dumm, andere verantwortungsvoll.

    Und nun müsste ich den Fachkräften noch erzählen

    vielleicht wirst Du auch überrascht sein, dass die Fachkräfte das gut kennen. Ich dachte oft, Dinge sind bei uns einmalig, aber es ist nur die traurige Realität bei 1000en Familien und je nach Erfahrung der Fachkraft weiß sie das. und verurteilt Dich nicht dafür.

    Ich habe mich ehrlich gesagt freier gefühlt, als er die 3 Wochen weg war

    Dann merke Dir diesen Satz und was er auch für Dein Kind bedeutet und mach etwas draus! Da gehts lang!

  • Sei offen und ehrlich zu den Hilfen! Ich höre raus, dass du ihn immer noch ‚schützt‘- aus Angst oder noch festhängender Loyalität kann ich nicht beurteilen. Die Hilfe ist für dein Kind da und damit auch für dich. Sie werden dich bei einer Trennung unterstützen. Ich lese da keine Liebe mehr raus nur Angst und Sorge etwas falsch zu machen. Lass dir bitte wirklich helfen und nimm keine Rücksicht mehr auf ihn.

  • Hallo zusammen, nach so einigen Gesprächen und einem Gespräch mit festgelegter Auflage/Frist vom Jugendamt für mich, steht nun fest, dass ich mir bei einer Beratungsstelle für häusliche Gewalt (eher psychisch, obwohl auch schon leicht körperlich der Fall war) einen Beratungstermin holen muss bzw. habe ich das auch schon getan.

    Bei dem Termin soll und will ich mit denen einen Plan machen, wie ihm mitgeteilt werden soll, dass er aus meiner Wohnung muss. Und eventuell nicht in meinem Beisein.. das wäre mir eh ganz lieb, da er mich damals sogar noch vor den Polizisten überreden wollte, ob er noch "ein paar Tage" bleiben kann.. und ich war leider zu labil und war eingeknickt..

    Meine Beraterin vom Jugendamt sagte schon zu mir, dass ich evtl. ins Frauenhaus könnte oder in eine andere vorübergehende Wohnung für Krisensituationen.. am 30.9. habe ich den Termin dort und ich bin gespannt, was sie mir zu meiner Geschichte raten.

    Kurz zum Zustand vom eher nur noch Mitbewohner, es geht ihm schlecht, sodass er nur noch mit dem Konsum überlebt, kann man so sagen. Er hat sich einen neuen Termin für die Entgiftung geholt und möchte den Übergang vom stationären Aufenthalt in die Tagesklinik irgendwie durch Hilfe von mir und seinen Eltern überstehen ohne gleich wieder zu trinken, wie beim letzten mal.. da ging es ihm sogar nach den 3 Wochen stationär noch psychisch richtig schlecht, sodass er einen nahtlosen übergang in die Langzeittherapie gebraucht hätte.. das geht laut seinen Worten angeblich nur, wenn die Krankenhäuser von derselben Firma sind.. ich weiß nicht, wie der Begriff heißt.. 😅🫣 aber ich bin der Meinung, dass es immer eine Möglichkeit gibt, einen nahtlosen übergang geregelt zu bekommen, bei dringender Notwendigkeit.. kenne mich aber nicht so gut aus..

    Naja, ich bin gespannt, was die Beratung ergibt bzw. welchen Plan sie mit mir erstellen

  • Schön von Dir zu hören, Matrix, da bist Du ja schon einen Schritt weiter.

    Was mir nicht ganz klar ist: Warum sollst Du in eine Ubergangswohnung oder ins Frauenhaus? Wird ihm denn noch eine Frist zum Verlassen Deiner Wohnung gegeben, obwohl er eine eigene Wohnung hat?

  • Hallo Matrix!

    Ich dachte, auch dass es doch möglich sein muss, einen direkten Übergang von der Entgiftung in die Langzeit zu machen.

    Meine Erfahrung über die letzten Jahre ist, dass es sehr vereinzelt Kliniken gibt, die beides machen, also sowohl Entgiftung als auch Langzeit. Da wird dann während der Entgiftung mit Hilfe der Klinik der Antrag bei der Rentenkasse gestellt und es wird solange auf der Entgiftungsstation verblieben bis der Antrag genehmigt ist.

    Aber normalerweise ist es wohl so, dass wenn man in der Entgiftung war, man dann selbst den Antrag auf Langzeit stellen muss und dann warten muss bis der Antrag genehmigt ist und dann noch die Wartedauer hinzu kommt bis eine entsprechende Klinik einen Platz hat. Da können auch schnell mal 3 - 4 Monate vergehen. In dieser Zeit sollte der Suchtkranken nach Möglichkeit trocken bleiben. Auf alle Fälle erwarten die Rehakliniken, dass man ohne Entzugssymptome ankommt.

    Es ist echt schwierig.

  • Was mir nicht ganz klar ist: Warum sollst Du in eine Ubergangswohnung oder ins Frauenhaus? Wird ihm denn noch eine Frist zum Verlassen Deiner Wohnung gegeben, obwohl er eine eigene Wohnung hat?

    Hallo liebe Rennschnecke und hallo auch an alle anderen, naja ich habe allgemein Angst ihm das zu sagen, dass er aus meiner Wohnung ausziehen muss.. also ich werde das mit den Fachkräften von der Beratungsstelle besprechen, wie ich das mit Hilfe hinbekommen kann und wie es ihm mitgeteilt wird. Ich habe mich ja vor ca. 2 Jahren schonmal getraut ihm das zu sagen und daraufhin kamen zuerst Beleidigungen, androhungen und üble Einschüchterung, zum Schluss hatte ich von ihm leicht seine Hand im Gesicht.. Tatsache ist, dass es körperlich war, und das war nicht das erste mal.. und jetzt möchte ich es so nicht nochmal erleben, daher muss es anders ablaufen als damals..

  • Hallo Matrix!

    Ich dachte, auch dass es doch möglich sein muss, einen direkten Übergang von der Entgiftung in die Langzeit zu machen.

    Meine Erfahrung über die letzten Jahre ist, dass es sehr vereinzelt Kliniken gibt, die beides machen, also sowohl Entgiftung als auch Langzeit. Da wird dann während der Entgiftung mit Hilfe der Klinik der Antrag bei der Rentenkasse gestellt und es wird solange auf der Entgiftungsstation verblieben bis der Antrag genehmigt ist.

    Aber normalerweise ist es wohl so, dass wenn man in der Entgiftung war, man dann selbst den Antrag auf Langzeit stellen muss und dann warten muss bis der Antrag genehmigt ist und dann noch die Wartedauer hinzu kommt bis eine entsprechende Klinik einen Platz hat. Da können auch schnell mal 3 - 4 Monate vergehen. In dieser Zeit sollte der Suchtkranken nach Möglichkeit trocken bleiben. Auf alle Fälle erwarten die Rehakliniken, dass man ohne Entzugssymptome ankommt.

    Es ist echt schwierig.

    Ja, das denke ich eigentlich auch, dass das möglich sein könnte, beim letzten stationären Aufenthalt hatte er sich schon teils um die Unterlagen für die Langzeittherapie gekümmert, ein Teil fehlt ihm noch, um die LZT zu beantragen.. aber ich kann ihn nur noch begleiten, ich übernehme nichts mehr an Aufgaben, die er eigentlich selbst machen muss..

    Es ist echt sowas von schwierig und hier wird es nur schlimmer mit seinem Konsum, da er mit meinen Ablauf des tages nicht klar kommt.. er hat einen anderen Ablauf was den Tagesablauf angeht..

  • Falls er wieder handgreiflich wird, sofort die Polizei anrufen.

    Dank wird er der Wohnung verwiesen, bekommt Kontakt- und Betretungsverbot.

    Das kann man das ausweiten auf mehrere Monate.

    Der Schlüssel wird im abgenommen…

    Wichtig: immer alle Verletzungen/blauen Flecken/Sachveschädigungen fotographieren und dokumentieren. Evt heimlich filmen…


    So bekommst du ihn raus…


    Alles Gute.

    Einmal editiert, zuletzt von orangeblau (23. September 2026 um 20:46)

  • Den Rat finde ich etwas grenzwertig. Matrix hat doch geschrieben, dass sie eine Fortsetzung der Gewalt fürchtet und jetzt soll sie genau da nochmal durch?

    Auch heimlich Filmen. Kann schlecht enden. Wenn ich mich recht erinnere wohnt doch da auch noch ein Kind oder?

  • Falls es so weit kommt meinte ich.
    Das liegt doch nicht in ihrer Hand was noch passieren wird. Natürlich wünsche ich ihr, dass keine Gewalt mehr passiert. Aber ich weiß eben aus eigener Erfahrung, dass man nichts machen muss. Wenn einer betrunken ist und agressiv wird, dann hat man keine Schuld dran und Kann es mit dem eigenen Verhalten auch nicht verhindern. Wenn diese Grenze zur körperlichen Gewalt einmal überschritten ist, passiert es meistens immer wieder. Gewaltspirale. Viele Opfer häuslicher Gewalt brauchen mehrere Anläufe (haben mir entsprechende Beratungsstellen gesagt)

    Ich habe es so gemacht und für mich war es der Ausweg. Er wäre sonst auch nicht ausgezogen.


    Und Anzeige erstatten. Straftäter sollte man nicht schützen und schon gar keine Angst vor ihnen haben (hat man ich weiß)


    Ich finde es nicht grenzwertig. Schlagen lassen muss sich niemand. DAS ist grenzwertig.

    2 Mal editiert, zuletzt von orangeblau (23. September 2026 um 21:37)

  • Also doch noch nicht wirklich weiter, Matrix?

    Und warum verharmlost Du jetzt, dass er, nicht zum ersten Mal, gewalttätig gegen Dich geworden ist? "Ich hatte leicht seine Hand im Gesicht" - das klingt eher nach Streicheln.

    Vor fast zwei Jahren hast Du Dich hier angemeldet, da ging das Elend laut Deiner Aussage schon ein Jahr so - und Euer Sohn erlebt alles mit und reagiert auf seine Weise darauf.

    Ich wünsche Dir und Deinem Sohn von Herzen, dass Du endlich - ggf. Mit Unterstützung - für Euren Schutz aktiv werden und nicht nur den hundertsten Rat einholen kannst.

    Vielleicht ist ja ein auf längere Zeit angelegtes betreutes Wohnen für Mutter und Kind für Dich ein Ausweg, wenn Du nicht selbst für Dich einstehen kannst?

    Ich habe mir jetzt ein weiteres Mal Deinen Faden durchgelesen und festgestellt, dass ich mich erstmals auf Seite 4 aus diesem Faden verabschiedet hatte - ich war also auch nicht gerade konsequent.

    Aber jetzt kann ich nicht mehr. Es ist alles geschrieben. Jetzt ist es Zeit für Dich zum Handeln - oder zum endlosen Weiterleiden. So einfach, so traurig - aber wahr.

    Im Gegensatz zu Deinen kleinen Sohn hast Du immerhin eine Wahl, wie Du Dein Leben leben möchtest. WACH AUF!

    Alles Gute.

  • Hallo liebe Rennschnecke und hallo auch an alle anderen, naja ich habe allgemein Angst ihm das zu sagen, dass er aus meiner Wohnung ausziehen muss.. also ich werde das mit den Fachkräften von der Beratungsstelle besprechen, wie ich das mit Hilfe hinbekommen kann und wie es ihm mitgeteilt wird. Ich habe mich ja vor ca. 2 Jahren schonmal getraut ihm das zu sagen und daraufhin kamen zuerst Beleidigungen, androhungen und üble Einschüchterung, zum Schluss hatte ich von ihm leicht seine Hand im Gesicht.. Tatsache ist, dass es körperlich war, und das war nicht das erste mal.. und jetzt möchte ich es so nicht nochmal erleben, daher muss es anders ablaufen als damals..

    Dann hat er mit seinen Handgreiflichkeiten ja genau erreicht was er will….Dass du Angst hast und ruhig bleibst, dich nicht trennen traust…

    Ich weiß wie sehr man geneigt ist, solche Tätlichkeiten zu verharmlosen. Erst ist es „leicht die Hand im Gesicht“, schupsen, Haare ziehen, würgen und irgendwann wenn du Pech hast wirst du grün und blau geprügelt…die Abstände werden geringer, die Anlässe harmloser….


    Ich wünsch dir so, dass du den Ausstieg schaffst!!! Du bist nicht allein!!! Ich hoffe so, dass du die Trennung „normal“ über die Bühne bringst, aber wenn nicht zögere nicht harte Maßnahmen (Polizei) zu ergreifen…

    Wenn man sich schon seit 2 Jahren trennen will und immer noch kein Stück weiter ist, fühlt man sich enorm hilflos und voller Ohnmacht….

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