• Hej Nayouk, darüber muss ich nachdenken. Ich bin nicht sicher ob das mein Weg ist.

    Gestern habe ich begonnen Alkohol aus dem Haus zu entsorgen. Selbst der Geruch als ich den Wein/Bier ausgegossen habe hat ich nicht getiggert.

    Das freut mich, dass du dich dazu entschieden hast.

    Alkohol selbst wegzuschütten ist keine gute Idee. Falls noch was da ist, lass es von jemanden anderes machen.

    Du sagst es triggert dich nicht. Dann hast für dieses Mal Glück gehabt. Du hantierst mit offenen Flaschen, aus denen Alkohol läuft und riecht. Ein falscher Gedanke dabei und der erste Schluck ist gemacht.
    Das Suchthirn ist unberechenbar und es gilt gerade am Anfang Risiken auszuschliessen.

    Pass auf dich auf.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Schwindel.

    Ich hatte 2-3x die (jede) Woche kurze Schwindelgefühle. Nur Sekunden, aber beängstigend.
    bis jetzt komplett Weg seit ich keinen Alkohol mehr trinke.

    Hallo undee, genau das gleiche hatte ich auch, aber habe immer noch einen unsicheren Gang was aber auch schon deutlich besser geworden ist. Hattest du auch Gleichgewichts probleme oder probleme mit der Koordination der Beine?

  • Hallo undee, genau das gleiche hatte ich auch, aber habe immer noch einen unsicheren Gang was aber auch schon deutlich besser geworden ist. Hattest du auch Gleichgewichts probleme oder probleme mit der Koordination der Beine?

    Da grätsche ich mal mit rein:;) Es ist nicht unüblich, dass die Nerven durch das jahrelange Saufen Schaden genommen haben.

    Sehr viele Alkoholiker, darunter auch ich, leiden an einem Restless-Legs-Syndrom oder einer Polyneuropathie, was genau die Symptome erklären würde. Jedoch mache ich ja keine Ferndiagnose.

    Wichtig ist, einen Arzt zu Rate zu ziehen. Zum Neurologen zu gehen, dann ist man auf der sicheren Seite.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut, geht das wieder ganz weg?

    Wenn die Ursache gefunden wird, kann man es stoppen, verlangsamen und bei dem einen oder anderen geht es auch weg. Einfach erstmal abklären, sonst macht man sich zu viel einen Kopf.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Hallo undee, genau das gleiche hatte ich auch, aber habe immer noch einen unsicheren Gang was aber auch schon deutlich besser geworden ist. Hattest du auch Gleichgewichts probleme oder probleme mit der Koordination der Beine?

    Hej,

    Nein, nur Schwindelsekunden.

    Angefangen hat das im Oktober alle paar Woche. Hab mir nix bei gedacht.
    Dann öfter und zum Schluss mehrfach die Woche. Da wurde mir auch klar das das was mit Alkohol zu tun haben könnte.

  • Schwindelsekunden

    Das hatte ich gegen Ende auch immer häufiger. Besonders stark z. B. auf Toiletten, wenn alles gekachelt war.

    Auch einschlafen der Arme im Bett. Oder auch zwei Finger der rechten Hand schliefen mir dauerhaft, über mehrere Tage ein.

    Könnte noch einige Dinge mehr aufzählen. Irgendwann fingen Äderchen im Gesicht an.

    Wie schon erwähnt, ist immer der Arzt die erste Adresse.

    Bei mir ging fast alles, mit der Abstinenz, wieder weg. Ich möchte nicht wissen, wie es inzwischen bei mir aussehen würde. Ob es das dann mit den Jahren auch so bleibt, wird sich zeigen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Schwindel.

    Ich hatte 2-3x die (jede) Woche kurze Schwindelgefühle. Nur Sekunden, aber beängstigend.
    bis jetzt komplett Weg seit ich keinen Alkohol mehr trinke.

    Moin,
    Leider hatte ich Gestern und vorgestern wieder je 1x eine Schwindelsekunde.
    Donnerstag habe ich einen Arzttermin.

  • Tag 18

    Es geht mir gut.
    Heute habe ich meine Hausärztin vollständig informiert und mir gleich einige Unteruschungstermine eingehandelt.
    Blutbild - LangzeitEKG - Herz-Sonographie.

    Schauen wir was dabei rauskommt.

    Ich schreibe (auch) hier nicht so viel da ich ein introvertierter Mensch bin // aber ich lese mit und nehme immer wieder Gedanken auf.

  • Liebe undee,

    Das mache ich auch immer noch und es hilft mir. Lesen, lesen, lesen. Sich hier austauschen ist so hilfreich. Mein xy konnte sowas nicht. Dabei hilft es so ungemein zu wissen, dass man nicht alleine ist. Bleib auf Deinem Weg, es kann sich sovieles wieder verbessern wenn Du keinen Alkohol mehr trinkst. Liebe Grüße wieweiter.

  • Hier kennt dich niemand persönlich.

    ich lese mit und nehme immer wieder Gedanken auf.

    Das ist der eine Teil, wie du das Forum nutzen kannst. Wenn du offen bist, ehrlich zu dir selbst, dann entsteht ein Austausch für dich. Das ist der zweite Teil und den bestimmst du.
    Beide zusammen haben mich dahin gebracht, wo ich heute stehe.

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  • Ich schreibe (auch) hier nicht so viel da ich ein introvertierter Mensch bin // aber ich lese mit und nehme immer wieder Gedanken auf.

    Das macht nichts, denn ich bin extrovertiert. Das ergänzt sich dann.;)


    Schauen wir was dabei rauskommt.

    Lass dich nicht entmutigen, wenn die werte mal nicht so rosig aussehen – ab jetzt kann es nur noch aufwärts gehen. Aber , wenn’s gut läuft, bloß nicht übermütig werden und denken „Jetzt kann ich wieder saufen!“

    Das habe ich immer in den Trinkpausen gemacht.

    Gruß Hartmut

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  • Ich kann mir schon die vielen "ja aber, ja aber" vorstellen aber eine Sache will ich noch loswerden bevor ich mich erstmal auslogge und meinen Weg weiter gehe.

    Warum der Whiskey griffbereit steht und warum ich auf der Party war:

    Moin,
    Dietrich04
    Ich muss zugeben das ich viele sehr ähnliche Gedanken habe !

    Mit dem einem Unterschied das ich mich rein aus Vorsicht und dem lesen der Erfahrung anderer hier entschieden habe das Risiko, wo ich es beeinflussen kann, zu reduzieren. Ich will keinen Alkohol trinken und ich muss keinen Gästen Alkohol anbieten.
    Also weg damit.


    Ausnahme ist Weißwein den meine Frau hin und wieder trinkt, den ich nicht mag.
    Für die Entsorgung dessen wäre Vorraussetzung das sie selbst zu Hause keinen Alkohol mehr trinkt. Das kann, will und sollte ich nicht erzwingen. Ein Thema ist es natürlich.
    Ob sie an diesen Punkt kommt oder nicht, wird die Zeit zeigen.

  • Für die Entsorgung dessen wäre Vorraussetzung das sie selbst zu Hause keinen Alkohol mehr trinkt. Das kann, will und sollte ich nicht erzwingen

    Aus meinen Erfahrungen heraus hat es oft den Hintergrund, dass man sich weiterhin als 'starker' Partner zeigen möchte. Alles, was darunter fällt, wie Scham oder das Gefühl, dass man keinen Babysitter braucht, fällt ebenfalls in diese Kategorie.

    Denn wer nicht süchtig ist, der braucht auch keinen Alkohol zu Hause. Zumindest rate ich in der ersten Zeit dazu.

    Dass es da nun auch Zustimmung zu deinem Verhalten gibt, ist dir gewiss ;) Aber ich bin ein Egoist als Alkoholiker und nur für mich verantwortlich.

    Und das Argument 'war nie mein Getränk' ist auch ein echter Klassiker. Warum also greifen Alkoholiker immer wieder zu Rasierwasser und Mundspülung, wenn nichts anderes da ist? War das vielleicht das Getränk ihrer Wahl? Ich weiß nicht so recht ;)

    Schön, dass du dich hier aktiv austauschst..

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Hallo undee,

    Ich glaube, wenn mein Mann darauf bestanden hätte, seinen „guten Whiskey“ zu behalten, hätte ich das als sehr belastend empfunden. Ich hab Whiskey auch nie gemocht, fand den Geschmack eklig. Aber jeden Tag darauf zu stoßen und somit den Alkohol allgegenwärtig in meiner Wohnung zu haben, das hätte mir nicht gut getan.

    Unsere Wohnung ist zurzeit der sicherste Zufluchtsort, den ich kenne. Hier lauert nirgendwo der Alkohol. Sollte ich in die Situation kommen, Suchtdruck zu empfinden, bin ich hier safe und kann meinen Notfallkoffer auspacken, ohne auch noch gedanklich gegen die Whiskeyflasche anzukämpfen zu müssen, die ja quasi griffbereit wäre.

  • Aus meinen Erfahrungen heraus hat es oft den Hintergrund, dass man sich weiterhin als 'starker' Partner zeigen möchte. Alles, was darunter fällt, wie Scham oder das Gefühl, dass man keinen Babysitter braucht, fällt ebenfalls in diese Kategorie."

    Denn wer nicht süchtig ist, der braucht auch keinen Alkohol zu Hause. Zumindest rate ich in der ersten Zeit dazu.

    Dass es da nun auch Zustimmung zu deinem Verhalten gibt, ist dir gewiss ;) Aber ich bin ein Egoist als Alkoholiker und nur für mich verantwortlich.

    Und das Argument 'war nie mein Getränk' ist auch ein echter Klassiker. Warum also greifen Alkoholiker immer wieder zu Rasierwasser und Mundspülung, wenn nichts anderes da ist? War das vielleicht das Getränk ihrer Wahl? Ich weiß nicht so recht ;)

    Schön, dass du dich hier aktiv austauschst..

    Hallo Hartmut,
    Da ich sehr genau hier lese konnte ich deine Worte (zumindest Sinngemäß) vorhersehen ;)
    => Ja, Du hast recht, dessen bin ich mir bewußt, ein Schritt nach dem anderem.

    Ich schwanke noch bei „wie viel Egoismus möchte ich mir erlauben“.

    Meiner Frau weiß Bescheid, auch das das Thema Abstinenz bei mir aktuell auf Priorität 1 steht.
    Sie weis auch „das ich sie an *den* Abenden nicht leiden kann.“ und warum.

    Wir alle wissen aber - hoffentlich - das niemand von außen zu einer eigenen Klarheit bewegt werden kann ob derjenige bezüglich Alkohol problematisch oder nicht ist.
    Wie das bei meiner Frau ist - wird die Zeit zeigen. Da das Thema bei uns aktuell mehr oder weniger durchgehend präsent ist kommt sie nicht umhin selbst darüber nachzudenken.

    Und klar ist auch das Risikominimierung in dem Zusammenhang seine Grenzen hat.
    Kein Film ohne Alkohol, keine Tankstelle/Supermarkt/Fest oder sonstiges.
    Hier wohnt auch keiner 1,5h Fahrt entfernt von solchen Risiken.

    Zuhause Risikominimierung - draußen Desensibilisierung ;)

  • Ich schwanke noch bei „wie viel Egoismus möchte ich mir erlauben“

    Soviel, dass es mir klar ist, dass ein möglicher nächster Rückfall mir das Leben kosten wird.

    Und klar ist auch das Risikominimierung in dem Zusammenhang seine Grenzen hat.
    Kein Film ohne Alkohol, keine Tankstelle/Supermarkt/Fest oder sonstiges.
    Hier wohnt auch keiner 1,5h Fahrt entfernt von solchen Risiken.

    Nicht seine Grenzen hat! Sind es nicht meine Grenzen, die ich mir im Kopf zusammenzimmere?

    Ich ging meistens nicht auf Partys, bei denen es keinen Alkohol gab. Wenn ich doch hinging, blieb ich nur kurz, weil ich vorher schon getrunken hatte oder danach wieder das Glas hob. Im Supermarkt hielt ich mich im Alkoholbereich auf und an der Tankstelle kaufte ich mir schnell etwas zu trinken.

    Das waren alles meine suchorientierten Grenzen.

    Diese Grenzen waren zu Beginn meines Weges noch in meinem Kopf, da ich bis dahin nichts anderes erlebt hatte. Erst als ich mir neue Grenzen setzte – alkoholfreie Umgebung, alkoholfrei feiern und mich nicht nur gedanklich vom Alkohol distanzierte – hatte ich neue Grenzen.

    Ich kann nicht immer dafür sorgen, dass mir kein Alkohol begegnet, aber ich kann dafür sorgen, nicht darauf zuzulaufen.

    Gruß Hartmut

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