aennie - Es ist wie es ist

  • Moin Blendi, ich bin ja nun kein langjährig erfahrener trockener Säufer.Ich werde dennoch meine Meinung mal zusammenfassen.Also ich kann sagen,das kenne ich schon,wenn ich drüber nachdenke.Als ich noch getrunken habe,war das mehr oder weniger so ein Eintlastungstrinken, beziehungsweise Belohnungstrinken.Zu der Zeit hatte ich aber auch noch nicht ernsthaft vor, aufzuhören.Es ging darum, bei Stress,unangenehmen Terminen den Kopf hinterher wieder frei zu kriegen. Mich zu belohnen oder zu entlasten.Seit ich vor 3 Monaten beschlossen habe endgültig und für immer nüchtern zu bleiben,passiert das nicht mehr.Entgültiger Entschluss....Klarheit! Allerdings weiß ich nicht, was passiert, wenn richtig verschärfte Situationen auf mich zukommen? Will ich nicht im Detail aufzählen(ich meine echte große Katastrophen privat, Familie und.s.w.) Da ist es dann schonmal gut, den Notfallkoffer im Hinterkopf zu haben! Hoffe, du kannst damit was anfangen!? Gruß Bono

  • Ich habe heute in den Kalender geschaut und gesehen, dass die letzte Woche vorbei ist. Ich weiß auch, dass es beim Suchtdruck nicht den einen Auslöser gibt, sondern mehrere Auslöser sein können, die sich im Nachhinein nicht immer feststellen lassen.

    Wenn ich keine direkten besonderen "Berührungspunkte" mit Alkohol hatte, dann war das eben so. Eine Erinnerung, dass ich Alkoholiker bin, mit dem Wissen, dass die Sucht einiges einfallen lassen kann, um mich wieder zum Trinken zu bringen.

    Abhaken und weiter geht's, denn heute ist auch ein wertvoller Tag, um nüchtern zu bleiben.

    Danke Elly, danke Hartmut.

    Ja, denke ich solle aufhören da jetzt noch weiter drinrumzurühren. Es können da etliche Auslöser gewesen sein, da wäre ich ja noch Tage mit beschäftigt, den einen wirklichen zu finden, falls es den überhaupt gibt. Richtig, dafür sind nüchterne Tage zu schade, um sie mit Grübelei zu verbringen.

    Danke

  • Halte durch Blendi.

    "Halte durch" erinnert mich immer an "Kampf". Den habe ich nur, wenn ich nicht mit dem Alkohol abgeschlossen habe.

    Darum wünsche ich Dir

    • Wachsamkeit
    • Zufriedenheit
    • KEINEN Punkt bei der HALT-Regel

    Ach ja. Und besonders Geduld. Denn die Zeit arbeitet für Dich.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • "Halte durch" erinnert mich immer an "Kampf". Den habe ich nur, wenn ich nicht mit dem Alkohol abgeschlossen habe.

    Darum wünsche ich Dir

    • Wachsamkeit
    • Zufriedenheit
    • KEINEN Punkt bei der HALT-Regel

    Ach ja. Und besonders Geduld. Denn die Zeit arbeitet für Dich.

    Ich Danke auch Dir Alex.

    Die Zeit arbeitet für mich. Ich muss mir das öfters verinnerlichen. Immer!

  • Hier etwas für Dich zum Stöbern, Blendi!

    Lebensmittel & Getränke: "Fallen" für Alkoholiker - Leben mit der Abhängigkeit - Alkoholiker Forum

    Und wenn Du schon überlegst, dann lass es lieber weg, egal um was es sich handelt, gerade am Anfang der Abstinenz.

    Mit der Zeit wirst Du sicherer und weißt, was Du zu Dir nehmen kannst.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Ihr Lieben,

    habe vorhin gelesen, dass man hier gerade zu Anfang der Abstinenz viel schreiben soll. Ich glaube ich habe verstanden warum.

    Wie ich mir dann vorhin schon mal überlegte, was ich denn Heute noch schreibe, fielen mir ein paar Dinge auf, die Heute anders waren als sonst. Wäre mir nicht so bewusst aufgefallen, wenn ich nicht nochmal drüber nachgedacht hätte.

    Ich war vormittags in der Stadt, aber war Heute nicht so mein Ding da lange rumzuschlendern. War mir zu hektisch und zu laut. Überlegte dann was ich stattdessen schönes mache. Friseur. War ich lange nicht, wurde mal wieder Zeit. Gemacht, getan. So,was mir nun daran auffiel: In der nassen Zeit, gab's nach dem Friseurbesuch immer aus der Flasche. Der Friseurbesuch wurde mit Alkohol belohnt. Nun war der Friseurbesuch an sich die Belohnung!, für was auch immer. Brauchte nicht noch zusätzlich belohnt werden. Fand ich gut gerade eben so beim drüber nachdenken. Es tut sich langsam was bei mir.

    Dann ist mir noch aufgefallen, dass die olle Nascherei weniger, fast gar nicht mehr da ist. Esse mich an meinen Mahlzeiten gut satt und das war es. 👍

    An meine Wohnungstür habe ich von innen einen Zettel geklebt, den ich mir vor jedem Rausgehen durchlese. Meine Checkliste zur Risikominimierung.

    Ob der Notfallkoffer gut gepackt ist und sowas und vor allem die Frage, ob ICH gerade da hin will wo ich hin will oder mein Suchthirn mich wieder irgendwo hinlocken möchte. Vielleicht hilft jemand anderem sowas ja auch. Ich fühle mich so gut gerüstet.

    War dann noch zum Sport (nicht die Donnerstagsgruppe, die ich nicht so gerne mag), habe zu Abend gegessen und jetzt eben noch mit dem Kater gespielt (wozu ich zunehmend auch mehr Spass dran habe).

    Ein Tag, an dem ich viel bei mir selbst war. Tatsächlich ein schöner Tag, auch wenn der Himmel hier eher trübe war.

    ....Und mit der Frisur bin ich auch noch zufrieden, so kann es gerne für mich weitergehen. ☀️

    Liebe Grüße Blendi

  • Ein Tag, an dem ich viel bei mir selbst war. Tatsächlich ein schöner Tag

    Hallo Blendi,

    das liest sich gut, was du schreibst. Du hörst dich sehr viel sortierter, reflektierter und vor allem zufriedener an als noch vor ein paar Tagen. Das freut mich für dich.

    LG

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • An meine Wohnungstür habe ich von innen einen Zettel geklebt, den ich mir vor jedem Rausgehen durchlese. Meine Checkliste zur Risikominimierung.

    Ob der Notfallkoffer gut gepackt ist und sowas und vor allem die Frage, ob ICH gerade da hin will wo ich hin will oder mein Suchthirn mich wieder irgendwo hinlocken möchte. Vielleicht hilft jemand anderem sowas ja auch.

    Gute Idee!

  • Hallo Blendi,

    das liest sich gut, was du schreibst. Du hörst dich sehr viel sortierter, reflektierter und vor allem zufriedener an als noch vor ein paar Tagen. Das freut mich für dich.

    LG

    Oh, ja, dass stimmt.

    Liegt auch sehr viel daran, dass ihr mich hier so lieb aufgenommen habt. Ich mich endlich mit Menschen austauschen kann, die mich verstehen. Menschen, die wissen worum es geht und mir weiterhelfen. Der Austausch hier bringt mich weiter. Hättet ihr mir hier das Saufhirn und die Suchtstimme nicht erklärt, währen die letzten Tage bei mir vielleicht anders verlaufen.

    Ich Danke allen hier für Eure grosse Hilfe ♥️

  • habe vorhin gelesen, dass man hier gerade zu Anfang der Abstinenz viel schreiben soll. Ich glaube ich habe verstanden warum.

    Der Alltag, gerade diese gewöhnlichen Dinge, die machen doch das Leben aus. Und bei den Schilderungen, die Du hier lässt, bekommst Du gleich ein Feedback. D.h. Du kannst etwas nochmal überdenken oder auch ändern.

    Der Friseurbesuch liest sich doll! Eine gute Entscheidung, vom eigentlichen Plan abzurücken, wenn es einem/Dir nicht mehr passt. Sehr gut!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • An meine Wohnungstür habe ich von innen einen Zettel geklebt, den ich mir vor jedem Rausgehen durchlese. Meine Checkliste zur Risikominimierung.

    Ob der Notfallkoffer gut gepackt ist und sowas und vor allem die Frage, ob ICH gerade da hin will wo ich hin will oder mein Suchthirn mich wieder irgendwo hinlocken möchte. Vielleicht hilft jemand anderem sowas ja auch. Ich fühle mich so gut gerüstet.

    Hallo Blendi,

    ich habe das in unseren Notfallkoffer mit aufgenommen, der an verschiedenen Stellen im Forum anzuklicken ist.

    Wenn das dir hilft, hilft es vielleicht auch mal jemand anderem. Die Liste ist von Usern hier über die Zeit zusammengetragen worden. Jeder kann sich daraus bedienen.

    Danke fürs Teilen deiner Erfahrung!

    Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • D.h. Du kannst etwas nochmal überdenken

    Ja, genau dieses Überdenken ist sehr wichtig. Die kleinen positiven Veränderungen die mir da nun endlich auffallen. Und das Begreifen, dass es nur in kleinen Schritten bergauf geht. Die Zeit arbeitet für mich, wie Alex so schön schrieb. Das tut sie.

  • Hallo Blendi,

    ich habe das in unseren Notfallkoffer mit aufgenommen, der an verschiedenen Stellen im Forum anzuklicken ist.

    Wenn das dir hilft, hilft es vielleicht auch mal jemand anderem. Die Liste ist von Usern hier über die Zeit zusammengetragen worden. Jeder kann sich daraus bedienen.

    Danke fürs Teilen deiner Erfahrung!

    Linde

    Sehr gut 👍

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