aennie - Es ist wie es ist

  • Hallo,

    hier der Link zum SOS-Bereich:

    SOS - Bitte seht in meinen Thread

    Einfach ein Thema erstellen und schreiben was los ist. So bekommt man sehr schnell Rückmeldungen und geht mit seinen akuten Problemen nicht in der Vielzahl der normalen Threads unter.

    Scheut euch nicht, die SOS-Funktion hier zu nutzen! Dafür ist die SHG doch da.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Wie siehst Du das, Aennie?

    Brauchst Du dringend einen Therapieplatz, oder würde es auch ohne gehen

    Ja, das ist die Frage, die ich mir auch stelle.

    Ich bin da reingedrängelt worden.

    War in einer Maßnahme, bzgl. Beruflicher Neuorientierung.

    Das ganze Ding ging mir gegen den Strich, weil von der Einrichtung her nichts eingehalten wurde, was versprochen wurde. Es war gutbezahltes Zeitabsitzen, mehr nicht.

    Habe dieses so kommuniziert, woraufhin mir gesagt wurde, daß ich psychisch dann wohl nicht belastbar bin und mir da therapeutische Hilfe suchen solle. Die Maßnahme wurde somit vorzeitig abgebrochen.

    Sicherlich habe ich Defizite, bzw. mein gesundes Hirn steht dem kranken noch gegenüber.

    Mit der Abstinenz wird sich das wohl geben. Alles muss von mir wieder neu erfühlt werden.

    Vor dem Alk konnte ich meinem Bauchgefühl immer vertrauen und handelte entsprechend. Nach Monaten der Abstinenz ist dieses Urvertrauen leider noch nicht bei mir zurückgekehrt. Alles ist mir noch so fremd. Was vor dem Alk automatisch ablief hinterfrage ich ständig. Habe mich ein Stück weit verloren und weiss nicht wo ich mich wiederfinden soll.

    Habe ja gesoffen, weil mir alles so wie es war nicht mehr gefallen hat. Alk wurde zu meinem Freund / Kumpel.

    Aber diesen Freund will ich in meinem Leben nicht mehr haben. Was war das denn für ein Freund?

    Nun alles auf neu.

    Risikominimierung habe ich bis zum geht nicht mehr nun absolviert. Nun geht es ums Eingemachte. Pö a pö wieder zurück ins Leben und einem Ich. Hammeraufgabe.

    Brauche ich dafür eine Therapie? Ich weiß es nicht.

    Werde mir das Deutschlanticket kaufen für die 4 Sitzungen im Monat. Bei der Dame da einfach drauf los sabbeln und eine Diagnose einfordern.

    ...und mit dem Ticket mich wann ich will in die Bahn setzen und mich rumschuckeln lassen. Ich mag Bahnfahren 🙃

  • Hallo aennie,

    Alkohol hat in unserem Leben sehr viel kaputtgemacht und leider auch viele negative Spuren hinterlassen. Das Gute ist aber, dass wir den Zerstörungsprozess gestoppt haben. Wenn dir die Therapie guttut, sei froh darum. Wenn es aber nichts bringt, dann lass den Kopf nicht hängen – das Wichtigste, was du hast, bist einzig und allein du.

    Und du bist gerade auf dem besten Weg, alles wieder auf die Reihe zu kriegen. Das braucht aber Zeit. Hab Geduld mit der Abstinenz. Es kommt nicht Schlag auf Schlag etwas Positives. Manchmal passiert eine Weile kaum etwas, und manchmal kommen schlagartig mehrere erfreuliche Ereignisse durch die Abstinenz aufeinander.

    Ich wünsche dir weiterhin alles gute 🍀

    Ich bin (M/geb. 71)und "lebe" glücklich, abstinent seit 05./24.

  • Alles ist mir noch so fremd. Was vor dem Alk automatisch ablief hinterfrage ich ständig. Habe mich ein Stück weit verloren und weiss nicht wo ich mich wiederfinden soll.

    Das Gefühl kenne ich. Ich fühlte mich am Anfang der Abstinenz erst mal euphorisch, dann auch wieder ganz komisch verletzlich, dünnhäutig und irgendwie wund.

    Ich war vorher schon in Therapie und habe das einfach weiter gemacht. Ob mit oder ohne- Geduld ist hier gefragt und glaub mir- das ist absolut nicht meine Stärke.
    Aber nach zwei Jahren Nüchternheit und einigen Tiefen, ist meine Haut wieder dicker und ich erkenne mich wieder. Das war ein schleichender Prozess.

    Nimm dir alle Unterstützung die du brauchst und hab Geduld.

  • Mit der Abstinenz wird sich das wohl geben. Alles muss von mir wieder neu erfühlt werden.

    Vor dem Alk konnte ich meinem Bauchgefühl immer vertrauen und handelte entsprechend. Nach Monaten der Abstinenz ist dieses Urvertrauen leider noch nicht bei mir zurückgekehrt. Alles ist mir noch so fremd. Was vor dem Alk automatisch ablief hinterfrage ich ständig. Habe mich ein Stück weit verloren und weiss nicht wo ich mich wiederfinden soll.

    hi aennie,

    du bist ja inzwischen auch ein bisschen anders, als vor der Sucht und vor der Abstinenz. Du hast dich verändert, so wie jeder Mensch - das bringen die Zeit und die (neuen) Erfahrungen so mit sich. Du hast dich weiterentwickelt und das ist gut so. Freunde dich doch mit deinem neuen Ich an und lass die alte aennie von weiter weg zuschauen, ein Bauchgefühl geht nicht verloren.

    Ich habe mich auch sehr verändert, bin viel ruhiger, gelassener und fröhlicher geworden, hhandle nicht mehr so impulsiv, sondern warte erst mal ab. Eigentlich nur zum Positiven. Vertrau auf dich.

    Lieber Gruß

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Hallo Ihr Lieben

    Danke, daß ihr Gestern für mich da wart.

    Ich kann soviel hilfreiches aus euren Posts für mich rauslesen.

    Mich so sortieren.

    Hera

    Ja, ich habe mich verändert. Tue ich quasi jeden Tag.

    Ich merke, daß ich mir da mehr Zeit geben muss, um zu begreifen wie ich mich ändere. Der Weg geht irgendwohin und ich bestimme den gefühlt gerade nicht.

    Ich denke den ganzen Tag nun hin und her, nehme mir bewusst die Zeit. Lese hier und versuche mich einzuordnen.

    Mich mit der neuen aennie anfreunden.

    Da bin ich nun dran hängengeblieben.

    Ein absolut hilfreicher Gedenkanstoss von Dir Hera.

    Ich ziehe mich zurück und schaue, was die neue aennie so vor hat. Wo sie hin will,was sie bewegt.

    Ich brauche Zeit ihr zu folgen.

    Danke Hera

  • Ich hab eine Postkarte am Kühlschrank, die hängt da seit Jahren, ist kein Zitat oder so, da steht drauf:

    ich bin nicht da, bin mich suchen gegangen. wenn ich wieder da bin, bevor ich zurück komme, sagt mir, ich soll auf mich warten.

    Das passt so oft in mein Leben, wenn ich grad nicht weiter weiß oder wohin mit mir. Und dann denk ich, ich muss mir einfach Zeit geben, mich praktisch wieder einholen.

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Liebe Leute,

    Mir geht es immer noch beschi.....

    Ich ging los Mittwoch um mir Hilfe einzuholen und wurde von oben herab wiederlich behandelt. Dieses zehrt immer noch an mir.

    Für Heute war ich zum Grillen eingeladen. Die Gefahr, dass dort getrunken wird war nicht gegeben. Ich hatte mich sehr darauf gefreut.

    Nun habe ich seit Mittwoch ein Problem mit meinem kiffendem Nachbarn.

    Jeden Tag stinkt es im Treppenhaus nach dem Kraut. Ich versuchte ihm zu übermitteln, daß mir von dem Geruch übel wird, er sich drum kümmern solle, daß der Geruch in seiner Wohnung bleibt.

    Anstatt sich darum zu kümmern, hat er mir einen Zettel in den Briefkasten getan, von wegen wir müssen doch nicht streiten usw.Wenn was ist, könnten wir reden. Ich habe geredet, was kapiert der daran nicht?

    Eine Rose hat er noch dazu getan.

    Irgendwie habe ich wohl auf der Stirn stehen: BITTE VERARSCHT MICH, ICH BIN EIN GUTES OPFER.

    Zum Grillen zurück. War ein Grillen von der Maßnahme wo ich war, privat. Habe mich in der Maßnahme

    mit einer angefreundet. Ich bot an zu fahren, weil sie kein Auto hat.

    Laber Rhabarber, ich habe sie gestern angerufen und abgesagt.

    Ging im Gespräch dann noch hin und her von wegen wieso, weshalb, warum und mitmal sagte ich ich bin Alkoholikerin und mir geht es gerade nicht gut.

    Von ihr kam dann ein: Ohh nee, das hätte ich ja nie gedacht. Du erzählst immer so viel von deinen Katzen. Ich dachte es geht dir gut, war auch ein wenig neidisch auf dich.

    Pfft.

    Ich bin dann wohl gut in mich verstellen.

    Bringt mich nur nicht weiter.

    Dieses bewegt mich Heute

  • Gestern war ich dann noch los ein paar Dinge erledigen. Zum Ende dachte ich mir : Nun gehst Du Dir ein Eis bei der neuen Eisdiele holen.

    Gemacht.

    Gehe mit dem Eis rüber auf den Grossen Platz und schaue nach einer Bank zum sitzen.

    Kommt ein Junge auf mich zu und sagt ich könne mich zu ihm setzen. Ich mache das.

    Sein erster Satz war dann : Ich hasse meinen Vater.

    Ich will einfach nur mein Eis essen und bekomme so was von nem siebenjährigen an den Kopf geknallt.

    Empathisch wie ich bin habe ich mich dem Jungen zugewendet, mit ihm geredet.

    Sein Vater ist der Eisverkäufer und seine Mutter blähte ständig aus einer Wohnung am Platz heraus er soll nun bald Nachhause kommen.

    Ich hatte noch ein wenig mit ihm gespielt ( er hatte Blütensamen gefunden und wollte da noch mehr von finden, da habe ich bei geholfen) .

    Die Mutter grölte ständig nach ihrem Sohn, und ich kam mir vor wie eine Schwerstverbrecherin

  • Und noch etwas, was mich gerade sehr beschäftigt.

    Hier im Forum sind in letzer Zeit viele Coabhängige aufgeschlagen.

    Da wird gewimmert und geweint. Er ist doch eigentlich ein so guter und ich liebe ihn doch so....

    Einen Alkoholiker interessiert das alles nicht. Ein Alkoholiker will Saufen. Er säuft wann und wo er das will.

    Gäbe es einen Grund für ihn aufzuhören, dann nutzt er diesen.

    Eure Beziehungen sind es wohl nicht.

    Also weg mit dem. Mit betteln und wimmern kommt ihr da nicht weiter.

  • War in einer Maßnahme, bzgl. Beruflicher Neuorientierung.

    Wie kannst Du an Deiner momentanen beruflichen Situation etwas ändern, Aennie?

    ...und mit dem Ticket mich wann ich will in die Bahn setzen und mich rumschuckeln lassen. Ich mag Bahnfahren

    Wäre das für morgen ein Plan? Dann siehst und hörst Du wieder etwas anderes

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Wie kannst Du an Deiner momentanen beruflichen Situation etwas ändern, Aennie?

    Wäre das für morgen ein Plan? Dann siehst und hörst Du wieder etwas anderes

    Ich kann da nix ändern

    Ich hatte den Bandscheibenvorfall Ende 23. Anfang 25 Reha.Arbeitsuchend zurückgemeldet. Maßnahme zur Neuorientierung. Eine Idee, was ich machen möchte.Abgeschmettert.Weitergabe an die Rv. Die Maßnahme dort.

    Da sass ich mit Depressiven. Die wurden da aufgepuscht, aber gehörte nicht zu denen.

    Habe dieses angemerkt, daraufhin wurde ich aus der Maßnahme entlassen mit dem Hinweis ich wäre psychisch nicht belastbar.

    Ich steh da wie doof.

    Habe bei der Agentur für Arbeit gesagt, dass ich nur mehr nur noch 30 Stunden arbeiten möchte.

    Daraufhin wurde mir mein Geld gekürzt. Bekomme nun weniger wie ein Grundbürger.

    NEIN, ich werde deswegen nicht saufen.

    Mir hilft auskotzen gerade DANKE

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