Chewie - Nüchtern sein ist nicht das Ende. Es ist der Anfang

  • Guten Abend,mir geht es super da mir jetzt bewusst ist dass mich auf den weg nach Hause von der Arbeit mein "Stammgetränkemarkt" triggert bereite ich mich schon wenn ich ins Auto steigen darauf vor mache Atemübungen und trinke immer mal wieder von meinem Wasser und denke an meinen doppelten espresso mit Keks den ich mir dann zu Hause zubereiten werde. Das klappt bisher super denn mein Hirn bleibt still.

    Ich will es mir auch gar nicht kompliziert machen,ich wollte nur genau wissen was suchthirn und suchtstimme ist damit ich besser und sicherer damit umgehen kann.

    Nun hab ich noch eine Frage,meine Frau hat mich drauf hingewiesen dass in meiner Salbe (schmerzsalbe) die ich ab und an nehme Alkohol drin ist. Bei den Inhaltsstoffen steht drauf: "enthält 206mg Alkohol (Ethanol)" ist das unbedenklich? Ist ne ganz normale schmerzsalbe die man in der Drogerie kaufen kann. Ich muss zugeben ich habe letztes Jahr auf so etwas gar nicht geachtet genauso nicht beim Lebensmittel Kauf

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Das mit der Hautbarriere stelle ich in Frage.

    in meiner Salbe (schmerzsalbe) die ich ab und an nehme Alkohol drin ist. Bei den Inhaltsstoffen steht drauf: "enthält 206mg Alkohol (Ethanol)" ist das unbedenklich?

    Es gibt einen Grundsatz. Richt es, schmeckt es, steht es drauf oder sieht es aus wie Alkohol, lass ich die Finger davon. Weiss ich es nicht, ebenfalls.

    Ob dir die Salbe in irgendeiner Weise schadet, kann dir keiner sagen, da auch deine Psyche eine Rolle spielt.
    "Ich habe doch die Salbe mit Alkohol verwendet und nichts ist passiert.....?? !!!!". Und? Was folgt daraus?

    Wo ziehe ich die Grenze? Bei 500mg Ethanol oder bei 1000? Du weisst es, wahrscheinlich richst du es auch und das reicht.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Guten Abend,mir geht es super da mir jetzt bewusst ist dass mich auf den weg nach Hause von der Arbeit mein "Stammgetränkemarkt"

    Hallo Chewie,

    kannst du nicht eine andere Strecke fahren wo du nicht am Getränkemarkt vorbei kommst. Vielleicht lohnt es sich, wenn es auch einen Umweg bedeutet.

    LG

    Lebensmut

  • Lebensmut74 natürlich könnte ich eine andere Strecke fahren wäre ein Umweg von ca.30 min.

    Wäre für mich denke ich eher kontraproduktiv,da ich 30 min oder länger im "stressigem" Feierabend Verkehr in der Stadt feststecken würde,ich versuche alles was mich stresst zu vermeiden denn nach meinem entfinden triggert mich stress mehr wie am Getränkemarkt vorbei zu fahren.

    Aber der Winter neigt sich ja den Ende zu,wenn das Wetter wieder besser ist fahre ich wieder mit dem Rad zur Arbeit

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Hallo heute hatte ich mein Erstgespräch bei der Suchtberatung,war eine sehr positive erfahrung für mich,es ist irgendwie erleichternd über seine Probleme offen mit jemanden zu Reden der einen auch versteht und sogar Helfen kann/tut.

    Wir sind so verblieben dass wir 5 (kostenlose)Termine machen und dann entscheiden wie es weitergeht entweder es reicht mir fürs erste oder es geht dann weiter mit einer Suchttherapie.

    Ansonsten geht es mir sehr gut mache viel Sport,fahre wieder mit dem Fahrad zur Arbeit,gehe mit dem Hund und lenke mich mit gartenarbeit ab wenn mir mal zu langweilig wird,gibt ja immer was zu tun :)

    Ich lese extrem viel hier im Forum und versuche mich zu beteiligen.

    aktuell denke ich fast gar nicht an Alkohol und falls doch habe ich den gedanken schon beendet bevor er zu ende gedacht ist.Ab und zu hab ich ganz leicht suchtdruck dann esse ich was egal ob ich hunger hab oder nicht und trinke mind.0,5-1liter Wasser oder Saftschorle dannach ist wieder gut.

    Den nächten Termin bei der Suchtberatung hab ich nächte Woche Dienstag freu mich schon drauf und bin gespannt wie es wird

    lg

    Chewie

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Hallo Nayouk24 ,

    Mir geht es sehr gut,bin fitt schlafe gut bin nicht mehr gestresst und generell viel viel ruhiger innerlich und auch nach außen hin.

    Ich halte mich an die Grundbausteine und lese hier im Forum täglich.

    Ich war bisher 4mal bei der Suchtberatung und es hat mir gut getan,der letzte kostenlose Termin ist Mitte Juni. Ich habe mich erst einmal gegen eine Ambulante Therapie entschieden(die nach den 5 Std. Suchtberatung beantragt werden kann. Nicht weil ich denke dass sie mir nicht weiterhilft oder so aber der Gedanke daran dass ich jeden Woche 1 -2 mal hin "muss" macht mich innerlich unruhig,ich habe bedenken dass ich dann wieder in alte Muster hinein geraten könnte. Ich hatte immer Probleme mit ich muss noch das und dies machen und zu den und den Termin rennen für mich Stess und immer dann der Griff zur Bierflasche um runterzukommen..

    Ich habe mein Leben und meinen Alltag so umgestellt dass der Alkohol gar nicht mehr zu mir passt (Fittnessstudio Muskelaufbau viel Fahradfahren gesunde Ernährung) somit halte ich auch genug Abstand zum Alk.

    Lg

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Das freut mich zu hören.

    Ich habe mich erst einmal gegen eine Ambulante Therapie entschieden

    Eine Therapie ist ja nicht zwangsläufig. Ich habe mir das offen gehalten, mir aber versprochen, dass ich reagiere, wenn ich merke, dass ich so nicht zurecht komme, dass ich nachsteuern muss.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Das freut mich zu hören.

    Eine Therapie ist ja nicht zwangsläufig. Ich habe mir das offen gehalten, mir aber versprochen, dass ich reagiere, wenn ich merke, dass ich so nicht zurecht komme, dass ich nachsteuern muss.

    Offen halten will ich es auch wenn ich merke ich brauche sie doch kann ich die Therapie auch machen. Hab auch die Möglichkeit noch einzelne Suchtberatungs Stunden zu bekommen wenn ich meine ich brauche sie,muss ich dann halt selbst bezahlen aber das wäre mir egal.

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • ich habe bedenken dass ich dann wieder in alte Muster hinein geraten könnte. Ich hatte immer Probleme mit ich muss noch das und dies machen und zu den und den Termin rennen für mich Stess und immer dann der Griff zur Bierflasche um runterzukommen..

    Hallo Chewie,

    das kenne ich nur zu gut. Stress war bei mir auch der Hauptauslöser zum Griff zur Bierflasche. Letztendlich war es die Sucht aber höchtspersönlich.

    Ich achte nun mehr darauf erst gar nicht in Stress zu geraten und mir meine Zeit einfach besser einzuteilen. Man kann nicht allem Stress entkommen, aber Atemübungen und allgemein "Achtsamkeit für mich" helfen mir dabei.

    LG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

    Trocken seit 11.07.2025

  • Hallo zusammen,habe lange nichts mehr von mir hören lassen aber jeden Tag hier im Forum mal mehr mal weniger gelesen.

    Ich bin jetzt im 8ten Monat abstinent und es geht mir sehr gut damit mein Suchthirn hat sich sehr selten gemeldet und wenn habe ich es sehr schnell wieder zurückgewiesen,die Nüchternheit ist einfach schöner und wichtiger für mich.

    Wir waren jetzt schön 2 Wochen im Urlaub an der Ostsee und konnten uns bei besten Wetter schön erholen.

    Nun ist mir aufgefallen dass sich mein Suchthirn immer wieder meldet und zwar in sehr kurzen Abständen "jetzt nen schönes kaltes Bier" oder "komm eins schadet ja nicht nach der langen Zeit " ich muss zugeben es beunruhigt mich dass es wieder so Aktiv ist und versucht mich davon zu überzeugen wieder zu trinken.

    1 Woche vor den Urlaub war es sehr aktiv, in den 2 Wochen an der See überhaupt nicht und nach dem Urlaub wieder sehr aktiv.

    Natürlich will ich nicht wieder trinken verstehe nicht warum es wieder so aktiv ist es soll einfach wieder ruhig sein,so wie vorher. Ich überlege schon als was ich falsch gemacht habe ich will nicht von meinem weg abkommen und abstinent bleiben. Denke ist ein guter Zeitpunkt für Regen Austausch für mich.

    Werde jetzt erstmal zum Sport gehen..

    Lg

    Chewie

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Hera ja es war der erste Urlaub ohne Alkohol,dass könnte natürlich sein. Aber auch im Urlaub habe ich Orte wo offensichtlich Alkohol getrunken worden ist gemieden,natürlich ist es nicht einfach da er ja fast überall zu kaufen ist.

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Nun ja, Suchtdruck ist ein Bestandteil der Krankheit. Mal stärker, mal schwächer, aber er gehört dazu. Da gibt es erst einmal kein richtig oder falsch.;)

    Wichtig ist am Anfang vor allem Risikominimierung: Reize und Situationen meiden, in denen früher gesoffen wurde, Feiern und Veranstaltungen erst einmal auslassen und eben auch Urlaube vermeiden, die fest mit Alkohol verknüpft waren. Gleichzeitig Alternativen aufbauen, bis mehr Stabilität da ist.

    Das ist unsere übliche Empfehlung für das erste Jahr. Kennst du ja.

    Wenn ich an meine eigenen Urlaube denke. In meiner nassen Zeit habe ich dort immer gesoffen. Das sitzt im Kopf. Urlaub = Saufen. Nicht der Urlaub an sich ist das Problem, sondern die Verknüpfung.

    Und diese alten Verknüpfungen sind auch im Urlaub auf Empfang. Die fahren schließlich kostenlos mit. Alkohol gibt es dort auch nicht weniger als zu Hause.

    Deshalb muss ich mich der Sucht anpassen, denn die Sucht passt sich nicht mir an.

    Sie knüpft an alte Muster an, alle Sinnesreize egal, wo ich bin.

    Dir alles Gute

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Wenn du in all deinen vorangegangenen Urlauben getrunken hast, ist das erklärbar. Warst du auch am selben Ort? Viele Menschen verknüpfen Urlaub/Entspannung mit Alkohol. Wir Alkoholiker müssen da besonders achtsam sein. Und das beweist auch wieder, dass so etwas Nachwirkungen haben kann. Du hast das letzte Mal im Mai geschrieben, warum hast du dich nicht gemeldet, als dein Suchtdruck wieder aktiv war?

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Selbe Gegend aber anderer Ort, ich hätte nun wirklich nicht gedacht dass der Urlaub sowas auslösen kann/tut.

    Du hast das letzte Mal im Mai geschrieben, warum hast du dich nicht gemeldet, als dein Suchtdruck wieder aktiv war?

    Ich melde mich ja jetzt wo er wieder sehr häufig aktiv ist. Ich hatte sonst kaum /sehr wenig Suchtdruck.

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • War auch null Vorwurf dahinter, reine Feststellung. Es ist einfach eine zusätzliche Unterstützung zur Stabilisierung deiner Abstinenz, dich hier mitzuteilen. Du musst natürlich nicht. Zudem hattest du geschrieben, dass du bereits vor dem Urlaub Suchtgedanken hattest. Aber das muss naklar jeder für sich entscheiden, wie er das Forum nutzt.

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Hab das auch nicht als Vorwurf wahrgenommen alles gut.

    Ja hatte ich aber da es mir ja nicht neu war und es auch gleich wieder gut war habe ich mir nichts dabei gedacht,ich diskutiere ja nicht mit mein Suchthirn,sondern unternehmen was damit es die Klappe hält.

    Aufgefallen ist es mir erst nach den Urlaub das es nahezu täglich versucht mich zu animieren was zu trinken so war es vorher nicht.

    Generell habe ich eher ein "langweiligen" Alltag also nicht für mich,aber darüber zu berichten/schreiben. Desswegen tue ich mir vieleicht etwas schwer zu schreiben.

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

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