Hallo zusammen, ich bin seit 2, 5 Jahren trocken und lebe seitdem mit einem Alkoholiker zusammen, der es leider nicht schafft, abstinent zu leben. Jetzt ist er zum dritten Mal rückfällig geworden und meine Kraft, ihm zur Seite zu stehen, wird immer weniger. Ich will ihn nicht verlieren, aber mein Verstand sagt mir, dass wir längst auf dem Weg dorthin sind.
Eshadan - Alkoholiker und Co abhängig
-
-
Hallo Eshadan,
herzlich Willkommen hier bei uns im Forum. Der Erfahrungsaustausch wird dir sicherlich gut tun und dabei helfen einen gangbaren Weg für dich zu finden.
Herzlichen Glückwunsch zu zweieinhalb Jahren Trockenheit.
An der Seite eines nassen Alkoholikers kann ich mir gar nicht vorstellen, wie das funktionieren kann. Dein Zuhause sollte ja eigentlich deine sichere Burg und knochentrocken sein.
Viele Grüße, Linde -
Hallo Eshadan,
Herzlich willkommen auch von mir.
Das Form ist eine SHG für bekennende Alkoholiker, die dauerhaft ein abstinentes Leben führen möchten und Angehörige von Alkoholikern, die Hilfe suchen, um sich vor einer Co-Abhängigkeit zu schützen oder sich daraus zu befreien.
Da dich offensichtlich beide Themenschwerpunkte betreffen, stellt sich die Frage, was du hier von einem Austausch erwartest. Magst du noch ein bisschen mehr von dir erzählen?Viele Grüße
Nayouk -
Hallo Nayouk,
Ich hoffe, zu verstehen, warum es zu Rückfällen kommt und wie ich damit umgehen soll. Ich kenne die Tipps und Ratschläge der Beratungstellen, und aus Büchern, sie in eigener Sache umzusetzen, ist schwierig. Da sind Gefühle und Emotionen, die sich den Ratschlägen immer wieder in den Weg stellen. Ich lebe seit über 2 Jahren abstinent und ich weiß, wenn ich ein einziges Glas Wein trinke, war es das.Ich habe getrunken, um abzuschalten, das Kopfkino anzuhalten. Es stört/triggert mich nicht, wenn andere etwas trinken. Was Alkohol aus ihnen macht, geht mir an die Nieren. Mein Partner hat bereits einige Entzüge hinter sich. Er ist ein großartiger Mensch, solange er die Finger vom Alkohol lässt. Er bezeichnet die Sucht als Kralle, die ihn nicht loslässt.
Ich erhoffe mir vom Forum, mir durch den Austausch zu mehr Verständnis und angemessen Handeln zu verhelfen.
Viele Grüße Esha
-
Moin,
konnte Dich jemand dauerhaft vom Trinken abhalten, so lange Du trinken wolltest?
Mich nicht.
Und ich schätze, so wird es Dir mit deinem Partner auch gehen.
Das angemessene Verhalten geht also drum, wie Du es mit einem Trinkenden aushältst.
Mir ist das bei meinem Vater gelungen, weil ich genau wusste, er ändert sich nicht.
LG LK -
Ich hoffe, zu verstehen, warum es zu Rückfällen kommt
Herzlich Willkommen hier.
Das ist ganz einfach erklärt. Weil er süchtig ist. Und vielleicht ist sein Wunsch trocken zu werden, nicht so groß wie deiner damals.
Aber im Grunde ist das für dich irrelevant.
und wie ich damit umgehen soll.
Das hier ist die viel interessantere Frage. Du kannst ihn nicht ändern, nur dich selber.
Wenn er also gar nicht aufhören möchtest, kannst du entweder versuchen damit zu leben und dich unabhängiger von ihm und seinem Verhalten zu machen oder zu könntest einsehen, dass eine Beziehung zu einem nassen Alkoholiker für dich nicht die Erfüllung ist. Dann wird dir über kurz oder lang nur die Trennung bleiben.
Darauf hoffen, dass er trocken wird, solltest du nicht. Da können sehr viele Jahre ins Land ziehen und am Ende trinkt er immer noch.
-
Ich denke, du hast es auf den Punkt gebracht. Um mir einzugestehen, dass er gar nicht aufhören will, müsste ich die Beziehung aufgeben.
V. G. Esha
-
Hallo Eshadan,
damit wir dich fürs Forum freischalten können, folge bitte diesem Link und schreibe ganz kurz etwas dazu.
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Wir verschieben anschließend dein Thema vom Vorstellungsbereich in den offenen Forenbereich.
Liebe Grüße, Linde
-
Hallo Eshadan,
ich habe dich freigeschaltet und dein Thema in den Alkoholikerbereich verschoben. Hier im Forum kannst du dich selbstverständlich auch über das Thema Co-Abhängigkeit austauschen.
Du kannst dich überall im Forum beteiligen, nur bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den anderen neuen Usern, erkennbar an den orangeroten Namen.
Ich wünsche dir einen hilfreichen Erfahrungstausch!
Linde
-
Ich habe meinem Freund gestern, nach hartem Ringen mit mir selbst, gesagt, dass er sich eine eigenes Wohnung suchen muss, denn sein letzter Rückfall hat mich an mein Limit gebracht. Er war nüchtern und einsichtig, dass unsere Beziehung sehr gelitten hat. Ich habe viele Tränen vergossen, denn ein Leben ohne ihn ist für mich eigentlich unvorstellbar, aber nicht mit Alkohol.
Heute morgen hat er mir ganz nebenbei gesagt, dass er gerade per Mail seine Kündigung bekommen hat. Ich war nicht wirklich überrascht. Im Zuge von 2 Gängen zum Supermarkt hat er es dann geschafft, sich zu betrinken und ich hatte wieder eine Situation, die ich nicht mehr wollte. Ich muss dann mit ihm wie mit einem rohen Ei umgehen, er kann dann wütend, beleidigt, verletzend - die ganze Palette rauskehren. Ich bin also still, lass ihn machen. Auch aus Angst, er könnte aus der Wohnung stürmen und dort passiert etwas oder er trinkt weiter.
Ich weiß, er ist für sich selbst verantwortlich, aber diese Angst sitzt tief. Ich habe heute viel hier im Forum gelesen und das hat mir unheimlich geholfen. Ich bin nicht allein und das macht Mut.
-
Hallo Eshadan,
Ich habe deinen letzten Beitrag hier in deinen Thread verschoben.
Bitte Beiträge, die dich und dein Thema betreffen hier in deinem Thread posten und keine weitere Threads aufmachen,
sonst wird es unübersichtlich.Viele Grüße
Nayouk
-
Hallo Eshadan & Willkommen im Forum 🙂
Da hast du dir ja etwas sehr grundlegendes vorgenommen.
Lass dich nicht weichkochen, von wegen "jetzt bin ich meinen Job los, da kann ich mich doch nicht noch obendrein um eine Wohnung kümmern."
Hast du in deinem persönlichen Umfeld eine geeignete Person, die dich unterstützen kann?
-
Nein, da stehe ich wohl alleine da. Ich habe eine Therapeutin, aber Unterstützung eher nicht. Mein kleines Umfeld weiß nichts von den Problemen bezüglich Alkohol
-
Hallo Eshadan,
ich hatte auch immer viele Ängste um meinen ersten Mann. Was ihm im Suff so passieren könnte. Dafür habe ich mich mehr und mehr eingeschränkt.
Ja, ihm kann was passieren. Aber du wirst das, wenn es so sein soll, nicht verhindern können. Es liegt außerhalb deiner Kontrolle. Du weißt das ja. Wovor genau hast du denn Angst? Kannst du das beschreiben? Oder ist es eher eine diffuse Angst.
Dass du in unserer Selbsthilfegruppe gelandet bist, ist gut. Denn jetzt bist du nicht mehr ganz alleine.
Liebe Grüße Aurora
Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!