Biene1963 - neu im Forum

  • Hallo Zusammen,ich bin neu hier....und bin Alkoholikerin....fällt mir sehr schwer mir das einzugestehen...schäme mich dafür...aber so kann es nicht mehr weitergehen, sonst verliere ich alles. Gesundheit, Beziehung, Arbeit....

  • Hallo Biene, zunächst einmal ein herzliches Willkommen bei uns.

    Das Forum richtet sich an bekennende Alkoholiker, wie du ja bereits mit deiner Anmeldung geschrieben hast. . Der Wunsch nach lebenslanger Abstinenz sollte jedoch auch im Vordergrund stehen.

    Ist das auch dein Ziel?

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ja ich habe es fest vor,weil ich weiss dass es anders nicht funktioniert....habe früher im Suchtbereich gearbeitet....hätte nie gedacht,dass ich selbst mal betroffen sein könnte...habe es mir viele Jahre schön geredet....

  • Hallo und willkommen auch von mir, Biene.

    Wie sind denn Eure Erfahrungen..kann ich von einer Flasche Wein am Abend gleich auf Null gehen?? Möchte ernsthaft aufhören!!

    Um auf deine Frage noch einzugehen, das plötzliche Absetzen des Alkohols nennt man kalten Entzug.
    Ein kalter Entzug kann sehr gefährlich werden, mit unter tödlich enden.

    Lies die bitte folgenden Artikel dazu durch.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Der richtige Weg geht über einen Arzt, mit dem du den Entzug besprechen kannst und der dir dabei helfen kann.
    Hast du einen Hausarzt?

    Viele Grüsse
    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Wichtig dabei ist, dass du offen und ehrlich dein Problem schilderst und auch bzgl. deiner Trinkmenge ehrlich bist.
    Vielen Alkoholikern fällt es aus Angst und Scham schwer diesen ersten wichtigen Schritt zum Arzt zu gehen.
    Das ist aber unbegründet, denn du hast als Alkoholikerin eine schwere Krankheit und ein Arzt sieht dich als Patient und kann dir helfen.
    Ausserdem kannst du davon ausgehen, dass du nicht die erste bist, die sich mit diesem Problem an einen Arzt wendet.

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo,

    Danke für die wertvolle Information! Da ich es im Dezember vor einer Op schon einmal geschafft habe, habe ich gestern "nur"ein kleines Bier getrunken....schlecht geschlafen und mit Übelkeit aufgewacht...ausserdem hat mein "Kopf" einen Kater....fühle mich depressiv, müde und verunsichert...war nicht bei der Arbeit...wie kann ich weiter machen?merke erst jetzt wie ernst das Problem ist....habe zu lange die Fassade aufrecht erhalten, mehr schlecht wie recht...habe das totale Kopfkino

  • Hallo Biene,
    das hört sich so an, als ob das kleine Bier nicht ausgereicht hat und dein Körper nun mit Entzugserscheinungen reagiert.
    Das du nicht ganz in den kalten Entzug gegangen bist ist ein Anfang aber keine Lösung.

    wie kann ich weiter machen?

    Nimm all deinen Mut zusammen und gehe zu deinem Hausarzt oder zu einem Facharzt, Internist z.B.
    Ein Arzt wird erstmal deinen Gesundheitszustand checken und ein Blutbild machen. Dann folgen weitere Massnahmen u.U. auch mit Medikamenten.
    Besprich den weiteren Weg des Enzuges mit deinem Arzt, er weiss, was zu tun ist und kann dir helfen und er kann dich auch für eine gewisse Zeit krank schreiben.
    Das ist kein Gefallen von ihm, sondern möglicherweise notwendig.
    Du bist krank und ein selbst durchgeführter Entzug kann sehr gefährlich werden und gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Die gute Nachricht ist, dass dir gut geholfen werden kann, wenn du offen und ehrlich bist.
    Bei allen Ärzten, die ich im Laufe der Zeit in meiner Abstinenz aufgesucht habe, habe ich nur Wertschätzung und Anerkennung erfahren, denn Ärzte wissen, dass es für einen Alkoholiker kein einfacher Schritt ist.
    Du könntest heute noch einen Arzt aufsuchen oder einen zeitnahen Termin machen.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich danke Euch allen von Herzen...es tut gut, Euch bei mir zu wissen! Ich kämpfe noch zwischen morgen wieder zur Arbeit zu gehen und darauf zu hoffen,dass mich der Alltag ablenkt....und morgenzum Arzt zu gehen, andererseits kann ich keinen klaren Gedanken fassen...bin im sozialen Bereich tätig und sonst für Andere da

  • Alkoholisnus ist eine schwere psychische Krankheit, Biene, die ärztlich betreut gehört.

    Ansonsten richtet sie uns zugrunde, und dann können wir auch nicht mehr für andere da sein.

    Sei es Dir wert, dich zur Abwechslung mal um dich selbst zu kümmern. Mit der Anmeldung hier hast du den ersten Schritt getan, jetzt folgen weitere ...

  • Ich habe auch Angst vor weiterer Au...war Ende letzen Jahres und Anfang diesen Jahres 10 Wochen AU wegen einer Hüft Op

    Hallo Biene, das ist doch egal, wenn du dich komisch fühlst solltest du zum Arzt gehen, lieber Stress auf der Arbeit als tot...außerdem werden deine Krankheitstage ja weniger werden falls du trocken wirst/bleibst

  • Biene, worauf wartest du oder hoffst du?
    Ein Entzug dauert in der Regel 1 Woche. Du machst dir das Leben unnötig schwer und gefährdest dich.
    Jetzt bist du dabei den Anfang zu machen, bleibe jetzt dran.

    bin im sozialen Bereich tätig und sonst für Andere da

    Ja, aber du bist krank und solltest jetzt für dich da sein und wir unterstützen dich dabei, aber den ersten Schritt musst du machen.
    Ich habe jahrelang versucht aufzuhören und bin dabei immer tiefer in die Sucht gerutscht, bis ich nicht mehr konnte und fremde Hilfe angenommen habe.
    Die Alkoholkrankheit ist eine psychische Erkrankung bei der es nur einen Sieger gibt und das ist die Sucht, wenn du nichts unternimmst.
    Du willst es jetzt, also handle jetzt, für dich.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich habe auch Angst vor weiterer Au...

    Kennst du die Geschichte:

    "Ein Förster geht in den Wald zu seinen Waldarbeitern. Da stellt er fest, dass sie sich mit dem Fällen der Bäume plagen. Ihr müsst eure Sägen schärfen, dann geht euch die Arbeit viel leichter von der Hand. Ein Mitarbeiter ruft ihm zu, wir haben keine Zeit die Sägen zu schärfen, wir müssen Bäume fällen....".

    Wenn du deine Säge schärfst, wird es viel weniger AU Tage geben, bei denen du alkoholbedingt ausfällst.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich war auch in ärztlicher Begleitung bei meiner Entgiftung und es war gut zu wissen, dass ich jemanden anrufen kann, wenn was ist - zum Glück ging alles gut. Ich konnte meinen Alltag ganz normal bestreiten. Aber ich hab mich einfach aufgehoben gefühlt.

  • Nochmals danke für Eure tolle Unterstützung! Alles was Ihr schreibt ist richtig und mein Kopf weiss es auch...ich war am Montag schon bei meinem Psychiater, bei dem ich schon seit Jahren wegen depressiven Episoden in Behandlung bin und habe ehrlich gesagt, wie es aussieht....habe es davor immer beschönigt....hat auch gesagt,dass ich Entzug machen soll....nur nicht genau,wie ich es mit der Reduktion vom Alkhol machen soll...nehme ein Antidepressivum *edit*..soll noch eins dazu nehmen...*edit*...letzteres habe ich probiert,aber da war mir ganz komisch dabei...und zur Nacht *edit*.....werde morgen mal mit meiner Hausärztin offen sprechen,was Sie meint....

    Einmal editiert, zuletzt von Elly (20. Mai 2025 um 16:16) aus folgendem Grund: Bitte im Forum keine Medikamente nennen! Danke!

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