Der Zapfhahn ist einfach meine Arbeit( allerdings schon hinreichend diskutiert). Da habe ich niemals konsumiert.
Aber anscheinend wurde es nicht verstanden, sonst wäre das Argument "Da habe ich niemals konsumiert" nicht aufgetaucht, da es irrelevant ist. Keiner ist ein Teilzeitalkoholiker, der nur zu bestimmten Zeiten oder an bestimmten Orten alkoholabhängig ist.
Dass du deinen Job nicht aufgibst, ist deine Entscheidung und liegt bei dir. Alles in Ordnung, jedoch: Gerüche, Orte, Situationen an denen getrunken wird prägen sich tief ins Suchthirn ein. Das trägst du mit dir herum. Alte Muster werden reaktiviert, manchmal erst nach Tagen – und plötzlich ist das Verlangen wieder präsent.
Na ja. Wenn es daheim gefährlich ist, stimmt auch was nicht. Das sollte der letzte Ort sein, vor dem man "flüchten" muss.
Es hängt davon ab, ob ich mich in einem alkoholfreien Umfeld befinde oder eben nicht.
Wenn ein geplanter Urlaub ein Verlangen auslöst oder Ängste hervorruft, kann das auch passieren, wenn ich ihn dann streiche und etwas anderes mache. Das hat einen ganz einfachen Grund: Im Sucht-Hirn war bereits fest verankert, was ich ursprünglich geplant hatte. Saufen im Urlaub.
Deshalb halten wir es im ersten Jahr so, dass Urlaube, Festivitäten und Ähnliches ausgeschlossen werden. Wenn das von Anfang an klar im Kopf verankert ist, gibt es im ersten Jahr weder Planung noch Stress, und ich kann mich entspannt auf das nächste Jahr freuen.
Nun ist das Kind aber schon in den Brunnen gefallen.