Rene72 - Mein Weg in die Freiheit – nüchtern leben, ehrlich bleiben

  • Der Zapfhahn ist einfach meine Arbeit( allerdings schon hinreichend diskutiert). Da habe ich niemals konsumiert.

    Aber anscheinend wurde es nicht verstanden, sonst wäre das Argument "Da habe ich niemals konsumiert" nicht aufgetaucht, da es irrelevant ist. Keiner ist ein Teilzeitalkoholiker, der nur zu bestimmten Zeiten oder an bestimmten Orten alkoholabhängig ist.

    Dass du deinen Job nicht aufgibst, ist deine Entscheidung und liegt bei dir. Alles in Ordnung, jedoch: Gerüche, Orte, Situationen an denen getrunken wird prägen sich tief ins Suchthirn ein. Das trägst du mit dir herum. Alte Muster werden reaktiviert, manchmal erst nach Tagen – und plötzlich ist das Verlangen wieder präsent.

    Na ja. Wenn es daheim gefährlich ist, stimmt auch was nicht. Das sollte der letzte Ort sein, vor dem man "flüchten" muss.

    Es hängt davon ab, ob ich mich in einem alkoholfreien Umfeld befinde oder eben nicht.

    Wenn ein geplanter Urlaub ein Verlangen auslöst oder Ängste hervorruft, kann das auch passieren, wenn ich ihn dann streiche und etwas anderes mache. Das hat einen ganz einfachen Grund: Im Sucht-Hirn war bereits fest verankert, was ich ursprünglich geplant hatte. Saufen im Urlaub.

    Deshalb halten wir es im ersten Jahr so, dass Urlaube, Festivitäten und Ähnliches ausgeschlossen werden. Wenn das von Anfang an klar im Kopf verankert ist, gibt es im ersten Jahr weder Planung noch Stress, und ich kann mich entspannt auf das nächste Jahr freuen.

    Nun ist das Kind aber schon in den Brunnen gefallen.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ich finde es gut, dass du deine Gedanken hier lässt. Denn nur so kannst du auf Gefahren hingewiesen werden und aus den Antworten hier für dich mitnehmen , was für dich passt.

    Ich wusste anfangs manchmal noch gar nicht, was für mich passt und habe deshalb immer mal wieder ein paar Seiten zurückgeblättert und nochmal nachgelesen. Einiges passte noch immer nicht und über manches dachte inzwischen doch etwas anders.

    Ich wollte doch nur Eure Erfahrungen/Gefühle vor der ersten Reise erfahren. Ob Ihr ohne Nachdenken los seid oder doch paar Momente darüber nachgedacht habt. Mehr war es gar nicht.

    Ohne Nachzudenken eine Reise anzutreten, finde ich ziemlich leichtsinnig.
    Natürlich weiß ich auch mit Nachdenken nicht immer, was mich erwartet, aber ich kann mich zumindest bei der Planung darauf konzentrieren, dass ich mich nicht bewusst ins Ballermannleben reinstürze (das ist jetzt überspitzt gesagt).

    Risikominimierung ist es, was den größtmöglichen Erfolg für ein dauerhaft nüchternes Leben bietet. Nicht gewährleistet, denn letztendlich liegt es doch ganz allein in meiner Verantwortung, dafür zu sorgen, dass ich nie wieder Alkohol trinke. Und nie wieder beginnt mit jetzt, nie wieder ist in jeder Sekunde des Tages und nie wieder hört nicht mehr auf.

    Ich finde deine Entscheidung, nun nicht in den Urlaub zu fahren, eine sehr gute Entscheidung. Es ist eine Entscheidung für dich.
    Zeigt sie doch, dass du deine Nüchternheit ernst nimmst und dir ein stabiles nüchternes Leben aufbauen willst.
    Mit Zweifel im Gepäck verreisen zu wollen, ist wie mit unnötig viel Ballast wandern zu wollen. Ist möglich, ist aber gefährlich, schwer und verdirbt die Urlaubsfreuden.

    Im ersten Jahr ist ja erstmal alles neu. So viel wird das erste Mal ohne Alkohol erlebt. Da ist es doch viel sicherer, sich erstmal an diese vielen neuen nüchternen Situationen gewöhnen zu können.
    Nüchtern werden ist das Eine. Nüchtern bleiben etwas völlig anderes.

    Ich wünsche dir einen erholsamen Urlaub. Denn das ist es doch, was ein Urlaub bieten sollte. Ohne Stress, ohne Zweifel, ohne quälende Gedanken.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Risikominimierung ist es, was den größtmöglichen Erfolg für ein dauerhaft nüchternes Leben bietet. Nicht gewährleistet, denn letztendlich liegt es doch ganz allein in meiner Verantwortung, dafür zu sorgen, dass ich nie wieder Alkohol trinke

    Nein, entweder ich habe einen Denkfehler oder ich interpretiere es verkehrt.

    Risikominimierung schützt nicht automatisch vor Rückfällen, da gehe ich noch mit. Aber wenn ich diese Grenzen bewusst aufweiche oder mir zu viel Spielraum erlaube, dann überlasse ich die Verantwortung nicht mehr mir selbst – sondern öffne der Sucht die Tür. Und die nutzt das gnadenlos aus. Sie umgeht Vernunft, sie hebelt Entscheidungen aus, sie kennt kein Maß. Wenn ich nicht wachsam und klar bin, übernimmt sie die Kontrolle.

    Verantwortung in der Sucht bedeutet konsequente Risikominderung. Ohne diese ist Selbstverantwortung kaum realisierbar, da die Sucht schneller, lauter und manipulativer ist.

    Und ja: Wäre die Verantwortung immer nur meine gewesen, wäre ich vielleicht nie süchtig geworden. Sucht ist nicht einfach eine Frage von Willensschwäche oder Entscheidung – sie ist eine Krankheit. Aber sobald ich süchtig bin, muss ich mich der Verantwortung stellen. Nicht, weil ich allein schuld bin – sondern weil niemand sonst diesen Weg für mich gehen kann.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Risikominimierung schützt nicht automatisch vor Rückfällen, da gehe ich noch mit. Aber wenn ich diese Grenzen bewusst aufweiche oder mir zu viel Spielraum erlaube, dann überlasse ich die Verantwortung nicht mehr mir selbst – sondern öffne der Sucht die Tür.

    Ich habe nichts von Grenzen aufweichen geschrieben und auch nichts von zu viel Spielraum erlauben.
    Und ja, es liegt liegt letztendlich ganz allein in meiner Verantwortung, dafür zu sorgen, dass ich nie wieder Alkohol trinke. Wem sonst will ich denn dafür die Verantwortung übertragen?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Ich habe nichts von Grenzen aufweichen geschrieben und auch nichts von zu viel Spielraum erlauben.

    Aber ich, denn ich beziehe mich auf den Kontext deines Beitrags und führe es weiter so aus, wie ich es sehe. Oder war es als Monolog gedacht? Falls ja, entschuldige ich mich, ich dachte, es ginge um einen Austausch.

    Und ja, es liegt liegt letztendlich ganz allein in meiner Verantwortung, dafür zu sorgen, dass ich nie wieder Alkohol trinke. Wem sonst will ich denn dafür die Verantwortung übertragen?

    Das habe ich im letzten Beitrag beschrieben.

    Du schreibst, es liege ganz allein in deiner Verantwortung, dass du nie wieder saufen wirst, was impliziert, dass du jederzeit die Kontrolle über die Sucht hättest, wenn du es nur möchtest. Das ist jedoch nicht der Fall.

    zudem schrieb ich .

    entweder ich habe einen Denkfehler oder ich interpretiere es verkehrt.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Ergänzend zu den Ausführungen Stern : Ungeachtet meiner Verantwortlichkeit, stellt sich die Frage, inwieweit das unvorhergesehene Zusammentreffen mit Alkohol, beispielsweise in einem Umfeld, in dem getrunken wird, und die daraus resultierende Auslösung eines Rückfalls, in meine Verantwortlichkeit fällt, oder ob hier auch suchtbedingte Faktoren eine Rolle spielen?

    Vielleicht verstehst du jetzt besser was ich damit meine.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Ich danke Dir für Deine Zeilen und danke für die Wünsche auf einen erholsamen Urlaub.

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Du schreibst, es liege ganz allein in deiner Verantwortung, dass du nie wieder saufen wirst, was impliziert, dass du jederzeit die Kontrolle über die Sucht hättest, wenn du es nur möchtest. Das ist jedoch nicht der Fall.

    Natürlich liegt es ganz alleine in meiner Verantwortung, dass ich nie wieder saufen werde. Es bleibt meine lebenslange Verantwortung.
    Für mich impliziert da auch gar nix, dass ich die Sucht unter Kontrolle hätte, wenn ich es nur möchte.

    Alleine mit dem Willen ist Sucht nicht zu kontrollieren. Das habe ich viele Jahre versucht und bin immer wieder gescheitert.
    Ich weiß heute viel mehr über die Alkoholsucht und das und der Austausch in diesem Forum haben mir geholfen, meiner Nüchternheit doch auch ein gutes Fundament gebaut zu haben. Und ich habe akzeptieren können, und das finde ich für mich persönlich einen ganz wichtigen Baustein, dass ich Alkoholiker geworden bin und dass ich das auch für immer bleiben werde. Es gibt kein ‚zurück-auf-Anfang‘.

    Zwischen erkennen, dass ich Alkoholiker bin und akzeptieren, dass das jetzt so ist und sich auch nie wieder ändern wird, liegen bei mir unzählige Flaschen Sekt und Wein. Ich will damit sagen, dass bei mir im Kopf eine Menge passieren musste, um heute sagen zu können, dass ich zufrieden nüchtern bin und dass bei mir alleine die Erkenntnis, Alkoholiker geworden zu sein, noch nicht ausgereift hat, um ins Handeln zu kommen.
    Heute weiß ich, dass ich der Sucht nicht ausgeliefert sein muss, dass ich sie mit absoluter Abstinenz zum Stillstand bringen kann. Und das sie nur genau so lange ruht, wie ich keinen einzigen Tropfen Alkohol trinke. Ausnahmen gibt es nicht.

    Sucht ist nicht mit dem Willen zu stoppen, jedenfalls nicht nur. Natürlich gehört aber eine gehörige Portion Wille auch dazu, sonst wird das nüscht.
    Die Einsicht in die Notwendigkeit, auch eine gewisse Sturheit und die Liebe zum Leben und inzwischen auch wieder zu mir selbst sind genauso wichtige Begleiter auf meinem nüchternen Weg wie das Wissen, dass meine Alkoholsucht lediglich gestoppt ist. Sie ist und bleibt eine unheilbare Krankheit, die ungestoppt in einen grausamen Tod endet.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Stern Es wird nicht besser.

    Haben dann alle Rückfälligen unverantwortlich gehandelt? In diesem Punkt finden wir (noch) keinen Konsens, und zusätzliche Erklärungen werden die Situation wahrscheinlich auch nicht verbessern.

    Aber Jeder sollte sein eigenes Verständnis, seine individuelle Sichtweise oder persönliche Auslegung mit der Überzeugung vertreten dürfen, wie er es für richtig und bedeutend hält.;):mrgreen:

    Zeigt sie doch, dass du deine Nüchternheit ernst nimmst und dir ein stabiles nüchternes Leben aufbauen willst.

    Das mal allgemein herausgepickt.

    Mein Verständnis von Ernsthaftigkeit ist auch ein anderes. Natürlich ist es ernst gemeint, wenn man bewusst versucht, Risiken zu vermeiden, aber wie ernsthaft ist es wirklich, wenn man sich bestimmte Punkte herauspickt und bei anderen Kompromisse macht? Ich frage mich, warum das dann trotzdem als konsequent angesehen wird.

    Vielleicht war mein Weg als Langzeitabstinenter in den letzten 18 Jahren ein Irrweg – oder einfach nur von Glück geprägt, weil ich ohne große Cravings oder Entbehrungen zufrieden und stabil geblieben bin. Mein Fokus lag immer mehr auf dem nüchternen Handeln als auf theoretischen Diskussionen über Begriffe, Verantwortung oder Philosophie

    Ich bin niemand, der auf beschönigende Worte setzt. Diese Art des Schönredens oder der Impuls, anderen Alkoholikern in akuten Cravings mit übertrieben motivierenden Parolen Mut zuzusprechen, entspricht nicht meinem Stil – insbesondere dann nicht, wenn es mehr dem äußeren Ansehen als der Ehrlichkeit dient.

    Ein Alkoholiker muss sich selbst motivieren und sollte nicht zusätzlich motiviert werden müssen.

    Und ja, ich bin mir bewusst, dass auch das wieder Anlass für Diskussionen sein wird. Man wird sagen, das sei doch ganz anders gemeint gewesen. Aber am Ende geht es hier – so scheint es – nur um eine Kleinigkeit. Nur eine unbedeutende Randnotiz. Eine tödlich verlaufende Krankheit eben.

    Und es tut mir wirklich leid, wenn es Menschen gibt, die diesen Austausch lieber meiden, weil sie Angst haben, dass sie andere zu nahe treten könnte. Manchmal wünsche ich mir einfach mehr Offenheit – und ein bisschen mehr Mut.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Servus Rene72 , puhh Thema Urlaub ist wohl wirklich ein heikles Thema zumindest am Beginn. Das war mir jetzt schon zuviel des Lesens....erschlägt einen förmlich....

    Ich möchte aber trotzdem was drauf legen...;) mehrmals hatte ich 4 Monate Abstinenz, ohne auch nur im Geringsten in dieser Zeit größeren Gusto auf Alkohol. Selbst die Flüge an denen ich sonst immer ordentlich zulangte kein Problem, dann kam Thailand (ok kein Urlaub ist mein 2t Wohnsitz) das ging auch sehr gut, obwohl es das Säuferparadies schlechtin ist...:P dahoam is hoit dahoam....ABER dann im Anschluß ein Trip auf die Philippinen nach über 10 Jahren (hatte dort früher gearbeitet) auf die wohl schönsten Strände - tja bämm 1 Tag dort und der Sundowner war eine Flasche Ginebra und SM Bier in der Meinung einmal ist keinmal, denn so oft kommst dort nimmer hin.........najo ca 3 Jahre wieder im Hamsterrad...bis zu den nächsten 4 Monaten......tja UND ?? wo begann ich wieder nach den üblichen lockeren 4 Monaten - richtig !! auf Urlaub......wobei ich anmerken möchte, nicht jeder ! Urlaub war bei mir Saufurlaub - gab dutzende wo ich sogar weniger als sonst konsumierte weil es viel zu tun/sehen gab....ABER eben diese "klassischen" Situation wo bis dato für mich Alk unbedingt dazugehörte...deshalb wäre ich auch eher für auslassen am Anfang, bzw eine Alternative - für mich wäre sowas Island o.ö. da kann ich nix verbinden...8)

  • Wir haben zur Vorsicht unseren Urlaub umgeplant und fahren statt in ein Weinanbaugebiet einfach in die Berge zum Wandern. Ich hoffe diese Tage "unbeschadet/trocken" zu verbringen.

    Ist es ein reiner Familienurlaub? Wenn sonst niemand mitkommt, und deine Frau gut
    auf dich achtet, würde ich es an deiner Stelle riskieren.

  • Wenn sonst niemand mitkommt, und deine Frau gut
    auf dich achtet, würde ich es an deiner Stelle riskieren.

    Warum sollte seine Frau gut auf ihn achten?
    Und welchen Unterschied würde es machen, wenn noch jemand mitkommt?

    Da bin ich wieder bei der Eigenverantwortung.

    Riskieren? Nein, riskieren ist keine gute Idee.
    Wenn ich im Vorfeld schon von Risiko spreche, bleibe ich zuhause.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Ist es ein reiner Familienurlaub? Wenn sonst niemand mitkommt, und deine Frau gut
    auf dich achtet, würde ich es an deiner Stelle riskieren.

    Ja, war als reiner Familienurlaub geplant. Nur wir, als Familie. Wir haben das jetzt für den Sommer abgesagt und holen es nach, kein Hotel, keine Pension. Nur eine Hütte.

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Warum sollte seine Frau gut auf ihn achten?
    Und welchen Unterschied würde es machen, wenn noch jemand mitkommt?

    Da bin ich wieder bei der Eigenverantwortung.

    Ich bin hier anderer Meinung.

    Gerade am Beginn ist es (zumindest für mich) hilfreich Unterstützung von der Familie
    zu erhalten und jedes Risiko zu begrenzen.

  • Gerade am Beginn ist es (zumindest für mich) hilfreich Unterstützung von der Familie
    zu erhalten und jedes Risiko zu begrenzen.

    Nun ist ja eine Unterstützung etwas anderes als aufpassen.
    Und Risiken eingehen kann immer im Rückfall enden. Das kann 3 mal gut gehen, vielleicht auch nur 3 mal…..

    Ich bleibe dabei: Die Verantwortung für sein nüchternes Leben kann niemand abgeben.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • dahoam....ABER dann im Anschluß ein Trip auf die Philippinen nach über 10 Jahren (hatte dort früher gearbeitet) auf die wohl schönsten Strände - tja bämm 1 Tag dort und der Sundowner war eine Flasche Ginebra und SM

    Danke für dein Statement.Da es mir zur Zeit sehr leicht fällt ,keinen Alkohol zu konsumieren,(eigentlich zu leicht!!):/, sind solche Erfahrungsberichte sehr wichtig für mich.Ich muss mir immer vor Augen halten, ich bin Alkoholiker und bleibe es. Nur weil es für mich im Moment kein Problem ist,ohne Alkohol zu leben,muss ich mir stetig vor Augen halten, das die Sucht jederzeit wieder auflodern🔥 kann!!, mit den üblichen Folgen. Einen Erfolg seh ich dann aber doch, solange wie bisher,( 6 Monate und einige Tage),war ich noch nie nüchtern! Das soll so bleiben! Danke an das Forum

    Einmal editiert, zuletzt von Bono59 (26. Juni 2025 um 11:59)

  • Das ist auch wichtig für die Angehörigen, damit sie nicht in eine Co-Rolle geraten, Andreas ...und für eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

    Bsp.: Es ist gut, wenn sie dich warnen, weil in einem Stück Kuchen vom Bäcker unerwarteterweise doch Alk verarbeitet zu sein scheint.

    Aber es ist nicht ihre, sondern deine Aufgabe, überall vorsorglich nach Alk-Gefahren Ausschau zu halten, um Dich zu schützen. Denn du bist ja schon groß.

    Die wichtigste Unterstützung, die Angehörige leisten können, ist meiner bescheidenen Erfahrung nach:

    1 Kein Infragestellen/Verharmlosen/Diskutieren unserer Suchterkenntnis und Abstinenzentscheidung

    2. Ein komplett alkfreies Zuhause, auch ohne Alknachahmergetränke

    3. Verständnis dafür, dass "nur nicht trinken" nicht reicht, sondern sich im Alltag Manches verändern muss, ggf. manchmal getrennte Freizeitaktivitâten nötig sind.

    4. Reden, wenn der Schuh drückt.

    Einmal editiert, zuletzt von Rennschnecke (26. Juni 2025 um 11:31)

  • Ich bin hier anderer Meinung

    Ich denke auch so.Eine Unterstützung durch einen vertrauten Menschen,kann doch nicht verkehrt sein.Zumindet zu Anfang der Abstinenz ist derjenige noch völlig unbedarft und muss Begriffe wie Eigenverantwortung erstmal verstehen und verinnerlichen.

  • ist derjenige noch völlig unbedarft und muss Begriffe wie Eigenverantwortung erstmal verstehen und verinnerlichen.

    Wer ist "derjenige"?

    Ich habe von der ersten nüchternen Sekunde an lernen müssen, Eigenverantwortung zu tragen. Denn da kam erst mal gar keine Unterstützung von der damaligen Angehörigenseite.

    Zwar nicht so toll. Aber ich habe von Anfang an gewusst, dass es auf mich alleine ankommt.

    In meinem Fall war das, auf den Rest meines Lebens betrachtet, auch schon vorher so.

    Deswegen möchte ich mich bei Deiner Pauschalisierung ausnehmen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

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