Rene72 - Mein Weg in die Freiheit – nüchtern leben, ehrlich bleiben

  • Hi Rene,

    herzlichen Glückwunsch nachträglich zu fünf Wochen Abstinenz. Freut mich, das Deine Abstinenz stabil ist. Es freut mich auch das Du Dich mit Beiträgen auseinandersetzt.

    Ich lasse noch zwei Gedanken da. Für mich kommt das Hantieren mit trinkfertigen alkoholischen Getränken in keinem Kontext infrage. Maximale Konfrontation und nicht vorhandener Schutz. Zu Arbeit an sich. Ich habe mich, seit ich trocken bin, ein ganzes Stück entlastet. Der Grund war, dass dauerhafte zu starke Belastung, meine Abstinenz gefährdet, aber auch meine Neigung zu Depressionen verstärkt. Und ich würde mich auch weiter entlasten, wenn ich merken sollte, dass die Belastung zu stark ist. Ich habe mich für meine Gesundheit entschieden.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Ich habe mich, seit ich trocken bin, ein ganzes Stück entlastet. Der Grund war, dass dauerhafte zu starke Belastung, meine Abstinenz gefährdet, aber auch meine Neigung zu Depressionen verstärkt. Und ich würde mich auch weiter entlasten, wenn ich merken sollte, dass die Belastung zu stark ist.

    Zunächst vielen Dank für Deine Glückwünsche. Über die Problematik mit den Depressionen hatten wir uns ja schon mal ausgetauscht. Dies habe ich am Donnerstag letzte Woche mit meiner Ärztin besprochen und ich teste ein Medikament. Ob es bei mir wirkt werde ich wohl erst in 2-4 Wochen wissen. Aber das weißt Du ja selbst wie lange diese Medis benötigen, um erfolgreich zu wirken. Ich habe mich auf Arbeit auch bereits ein Stück weit raus genommen. Alles umgehen kann ich dennoch nicht. Das sind sicherlich nicht die besten Voraussetzungen, dies ist mir bewusst.

    Ich versuche es mal so zu formulieren:

    Die Vergangenheit kann ich nicht ändern, in die Zukunft kann ich nicht schauen aber ich kann die Zukunft gestalten. Also, allen Wenn und Aber zum Trotz, niemand kann wissen was passiert oder nicht passiert. Warten wir einfach mal ab, ob ich nicht doch stark genug bin.

    Ich wünsche Dir einen schönen Abend. René

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Warten wir einfach mal ab, ob ich nicht doch stark genug bin.

    Und wenn du es nicht bist, trinkst du wieder und akzeptierst diese Alternative, weil du nicht stark genug warst. Echt jetzt? Das bedeutet für mich: Damals hattest du nicht die nötige Stärke, um der Sucht zu entkommen, und jetzt versuchst du es mit einer Stärke, die dir zuvor gefehlt hat. Fällt dir der Widerspruch auf?

    Der Glaube, dass man eine Abhängigkeit allein mit Willenskraft überwinden könne, erweckt den Eindruck, Sucht sei lediglich ein Zeichen von Schwäche. Doch Sucht ist keine Charakterschwäche, sondern ein äußerst komplexes Phänomen, eine anerkannte Krankheit, die grundsätzlich jeden treffen kann.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Und wenn du es nicht bist, trinkst du wieder und akzeptierst diese Alternative, weil du nicht stark genug warst. Echt jetzt? Das bedeutet für mich: Damals hattest du nicht die nötige Stärke, um der Sucht zu entkommen, und jetzt versuchst du es mit einer Stärke, die dir zuvor gefehlt hat. Fällt dir der Widerspruch auf?

    Der Glaube, dass man eine Abhängigkeit allein mit Willenskraft überwinden könne, erweckt den Eindruck, Sucht sei lediglich ein Zeichen von Schwäche. Doch Sucht ist keine Charakterschwäche, sondern ein äußerst komplexes Phänomen, eine anerkannte Krankheit, die grundsätzlich jeden treffen kann.

    Hallo Hartmut,

    danke für deine Rückmeldung – ich sehe, dass dir mein Post ernst ist, und das respektiere ich.

    Ich glaube, wir meinen gar nicht so grundverschiedenes. Für mich heißt „Stärke“ nicht, alles allein oder mit purer Willenskraft durchzuziehen – sondern sich der Realität zu stellen, Hilfe anzunehmen und dranzubleiben, auch wenn’s schwierig wird.

    Mir ist wichtig, dass dieser Austausch hier auf Augenhöhe bleibt. Ich will keine Bühne für Streit oder Rechthaberei – sondern ein Raum, in dem man sich ehrlich spiegeln kann, ohne dass es ins Gegeneinander kippt.

    Deshalb nehme ich deine Worte mit – als Anstoß, wachsam zu bleiben.

    Grüße
    René

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Mir ist wichtig, dass dieser Austausch hier auf Augenhöhe bleibt. Ich will keine Bühne für Streit oder Rechthaberei – sondern ein Raum, in dem man sich ehrlich spiegeln kann, ohne dass es ins Gegeneinander kippt.

    Dies ist jedoch kein Ort für Wunschvorstellungen. Es handelt sich um ein Suchtforum, in dem es nicht um Rechthabereien geht, sondern um Erfahrungen, die eventuell dagegen sprechen, wenn ein Nutzer seine Wege hier preisgibt. Im Mittelpunkt steht die Sucht und die damit verbundenen Erfahrungen. In deinem Fall handelt es sich zunächst um Mutmaßungen.

    danke für deine Rückmeldung – ich sehe, dass dir mein Post ernst ist, und das respektiere ich.

    Dein Beitrag ist in diesem Zusammenhang nicht entscheidend, sondern der Inhalt des Beitrags, unabhängig davon, wer ihn verfasst hat. Da du den Weg der Konfrontation wählst, der bei einer ohnehin schon hohen Rückfallquote noch rückfallgefährdeter ist, wird entsprechend genauer hingeschaut.

    Nachahmer sind damit ebenfalls gewarnt, nur die Unverbesserlichen betrachten dies nicht mit dem notwendigen Weitblick. Das Forum, wie bereits erwähnt, bezieht sich auf Risikominimierung , da ein Rückfall tödlich enden kann. Dabei spielt es keine Rolle, wie ich es selbst sehe oder Handhabe oder was mein Weg ist.

    heißt „Stärke“ nicht, alles allein oder mit purer Willenskraft durchzuziehen – sondern sich der Realität zu stellen, Hilfe anzunehmen und dranzubleiben, auch wenn’s schwierig wird.

    Nichts anderes entnehme ich jedoch deinen Aussagen. Du machst alles allein mit Willenskraft, denn du hast zu deiner nassen Zeit ja nichts verändert, jedenfalls nichts, was nachzulesen ist. Oder habe ich da etwas überlesen? Und nur nicht zu trinken, reicht nicht aus.

    Du setzt auch die Realität mit Sucht gleich, und das widerspricht sich. Sucht hat ihre eigene Realität.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Lieber Hartmut,

    ich nehme deine Antwort zur Kenntnis – auch wenn ich sie persönlich als wenig differenziert empfinde.

    Ich habe nicht behauptet, dass ich alles mit Willenskraft allein schaffe. Ich habe geschrieben, dass ich ein Medikament teste, dass ich mich im Beruf etwas zurücknehme und dass ich mich gerade erst auf den Weg mache. Dass das nicht perfekt ist, weiß ich selbst – aber ich tue, was ich kann, und bin offen dafür, dazuzulernen.

    Wenn du das anders siehst, ist das dein gutes Recht.

    Ich ziehe mich aus dieser Diskussion mit dir jetzt zurück.

    Und ich wünsche mir, dass dieses Thema als Thread nun geschlossen wird – damit es nicht weiter zu Missverständnissen führt.

    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute.

    René

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Und ich wünsche mir, dass dieses Thema als Thread nun geschlossen wird – damit es nicht weiter zu Missverständnissen führt.

    Bedeutet das, dass du dich nicht mehr im Forum austauschen möchtest? Ist das korrekt?

    Hier ist pro User nur ein Thread vorgesehen, um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten und die Entwicklung nachvollziehen zu können, sofern keine speziellen Sachfragen vorliegen. Es ist wenig sinnvoll, wenn jeder einen neuen Thread eröffnet und alles von vorne beginnt.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Nein, ich möchte nur diese Diskussion beenden.

    Ich halte es für essenziell, Dinge offen anzusprechen, wenn mir etwas auffällt auch wenn das nicht immer angenehm ist. Mein Ziel ist nicht die Konfrontation, sondern Klarheit. Sollte mein Ton direkt wirken, ist das nicht persönlich gemeint.

    Der Wunsch nach einem offenen Austausch ohne Reibung ist verständlich, aber in der Praxis oft schwer umzusetzen. Das soll keine persönliche Kritik sein, sondern als bildlicher Hinweis dienen: Dieses Forum lebt vom Dialog und gegenseitiger Unterstützung – nicht von einseitigen Darstellungen oder Monologen über den eigenen Weg.

    Für mich liegt kein Missverständnis vor, wenn überhaupt, dann eher woanders. Die Argumente sind mir bereits bekannt; ich mache das ja nicht erst seit gestern hier.

    Dennoch werde ich deinem Wunsch entsprechen und mich etwas zurückziehen, jedoch weiterhin klar benennen, was mir auffällt.

    Der Thread bleibt weiterhin geöffnet.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Vielleicht ist so eine Onlinegruppe nicht für alle, ich sag mal "Frischlinge" immer die beste Lösung, zumal am Anfang nicht (das betone ich).

    Ich versuch es mal kurz zu begründen.

    Du sitzt zu Hause und wählst erstmal die "einfachste " Möglichkeit und meldest dich hier an. Du trägst dein Thema vor und wirst herzlich begrüsst und dann gehts auch gleich los.

    Du berichtest und hast Fragen. Die bekommst du auch beantwortet. Du wirst auf vieles hingewiesen und es soll ja ein Austauch werden. Jetzt hast du aber eine andere Meinung; du weisst um dein Problem, kannst aber nicht alles gleich umsetzen, verstehen und wirst ungeduldig. Du gibst Wiederworte und der Ton wird schärfer.

    Momentmal, du bist hier in unserer Gruppe, hier gelten unsere Regeln und wir wissen schließlich von was wir reden. Wir haben Erfahrung. Wir geben hier keine Ratschläge, sondern wir tauschen aus.

    Alles anonym und ohne Gesicht, ohne Mimik. Worte können hart klingen, falsch verstanden werden. Das ist nun mal in unserer digialen Zeit so.

    Deshalb denke ich, dass es für manche besser wäre, sich anfangs ambulant vorzustellen( edit). Dort wird auch Tacheles geredet, aber ich höre eine Stimme und ich sehe in zwei Augen und weiss was und wie es gemeint ist. Und mein Gegenüber sieht meine Reaktion.

    Wie gesagt, ich möchte das nicht verallgemeinern. Aber am Anfang besteht so viel Feinfühlichkeit und Verzweiflung "die wollen mich einfach nicht verstehen ....".

    Das ist meine Meinung dazu.

    Einmal editiert, zuletzt von Hartmut (19. Juni 2025 um 17:09) aus folgendem Grund: Keine Werbung anderer Gruppen. Danke

  • Disziplin .

    Nun ist es korrekt, dass es verschiedene Gruppen gibt, denen man beitreten kann. Wir sind ebenfalls eine selbstständige Online-Selbsthilfegruppe, und das ist jedem bekannt, der sich hier registriert.

    Jeder User hat schließlich seinen eigenen Grund, hier zu sein. Ob etwas besser oder schlechter ist, bleibt jedem selbst überlassen. Wir schicken niemanden direkt weg und machen auch keine Werbung für bestimmte Gruppen. Aus diesem Grund habe ich deine direkt empfohlene editiert

    Auch ich war ein Frischling, wie viele User , die allein ihren Weg hier gefunden haben. Zu Beginn hatte ich ebenfalls Frust und tauschte mich nicht aus, aber was einmal geschrieben wurde, ist nicht verloren. Wenn ich etwas zunächst nicht verstehen konnte oder wollte, sah das nach einigen Monaten anders aus, wenn ich es nochmals nachgelesen habe.

    Alles hat seine Berechtigung, doch Hilfe zu leisten ist nicht der Hauptgrund, den wir hier betrachten. Vielmehr geht es darum, Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten, was der Nutzer eigenständig übernehmen muss.

    Wir tragen auch keine Selbsthilfe nach , da dies in der Eigenverantwortung des Einzelnen liegt, für sich selbst zu sorgen.

    Aber nur mal etwas ausführlicher für dich, da du auch neu hier bist, aber eine Menge Erfah rung mitbringst.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • dass ich ein Medikament teste, dass ich mich im Beruf etwas zurücknehme

    Das mit dem "zurücknehmen" ist sicher schon mal ein Anfang. Um ehrlich zu sein, habe ich bisher nichts geschrieben, weil ich dachte, als Alkoholiker am Zapfhahn. Das wird nix. Mich also einzubinden, nur um dann den Rückfall miterleben zu dürfen. Habe schon einige gesehen.

    Dabei steuere ich gerade erst auf mein viertes Jahr zu. Hängt wohl auch damit zusammen, dass ich natürlich erst mal von mir ausgehe. Ich bin sehr glücklich trocken. Aber dieser Job würde mich weich klopfen. Da bin ich mir sicher. Ich bin Alkoholiker. Für mich ist das nicht möglich.

    Muss ich zum Glück auch nicht. Ich wünsche jedem hier, dass er glücklich abstinent leben kann. Auch Dir. :thumbup:

    Als ich hier herkam, gab es auch ganz schön was zu lesen. Dabei dachte ich, alle finden es einfach nur toll, dass ich nüchtern werden will. Wichtig war aber, dass es erst mal da stand. Dann wusste ich zumindest mal wie es geht, oder auch nicht geht. Das war schon mehr, als ich vorher wusste.

    Ist dieses Medikament gegen Graving? Von Deinem Arzt? Ich habe nicht so genau mitgelesen, wegen Deines Berufes. Aber jetzt bin ich voll dabei. 8)

  • Hallo Alex, das angesprochene Medikament ist ein Antidepressiva. Ich bin durch einen Austausch mit Katzik darauf gestoßenb bzw. habe mir Gedanken gemacht, dass es mir mit pflanzlichen Mitteln, wie Johanniskraut, besser ging und ich vielleicht auch dadurch den Anfang zum Ausstieg aus dem Alkohol fand. Ich habe das dann mit meiner Ärztin besprochen. Wir haben beschlossen ein "chemisches" Mittel zu versuchen, da sich Johanniskraut schlecht mit meinem Graving-Mittel verträgt. Wie gesagt, es ist ein Versuch.

    René

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Hallo in die Runde, ich versuche mal wieder einen Beitrag zu verfassen. Ich bin aktuell in der 7. Woche und mir geht es recht gut dabei. Allerdings hätte ich nicht gedacht, dass sich doch regelmäßig das Suchthirn meldet. Meist in Situationen wo ich mich frage: "Was soll das denn jetzt?"

    Ich habe schon bissel Bammel vor dem anstehenden Urlaub. Die letzten Urlaube waren ja stets von Bier und Wein geprägt. Wir haben zur Vorsicht unseren Urlaub umgeplant und fahren statt in ein Weinanbaugebiet einfach in die Berge zum Wandern. Ich hoffe diese Tage "unbeschadet/trocken" zu verbringen. Hat Euch der Ausblick auf die Ferienzeit anfangs ebenfalls gestresst? Am Liebsten würde ich zu Hause bleiben und mich in meiner sicheren Umgebung bewegen.

    Also, allen einen schönen Tag. René

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Ferienzeit war bei mir auch saufzeit. Ein Strand ohne Bier- undenkbar! Bin ja jetzt schon im zweiten Jahr und war auch tatsächlich schon nüchtern am Meer. Das macht es wirklich besser.
    Langsam können wir die Verknüpfungen überschreiben. Aber was sich bei mir Jahrzehnten eingeschlichen hat, hat schon Kraft und muss pro aktiv übermalt werden. Aber das geht!

  • Allerdings hätte ich nicht gedacht, dass sich doch regelmäßig das Suchthirn meldet. Meist in Situationen wo ich mich frage: "Was soll das denn jetzt?"

    Echt jetzt?

    Es wurde alles ausführlich beschrieben, so lange, bis es dich nur noch genervt hat. Und jetzt im Urlaub, an einem Ort, wo Alkohol wahrscheinlich dazugehört? Und das Ganze schon mit dem Gedanken, dass es schiefgehen könnte. Klingt, als stünde der Rückfall schon gedanklich vor der Tür.

    Mit dem Kopf allein – oder mit Medikamenten gegen den Suchtdruck – ist es eben nicht getan. Wenn sich das nüchterne Leben nur noch wie ein Kampf anfühlt, macht es auf Dauer keinen Sinn.

    Dann bleibt früher oder später nur die Frage: Wofür eigentlich das Ganze?

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Am Liebsten würde ich

    Mal bewusst so abgeschnitten, weil ich das eigene Bauchgefühl für sehr wichtig halte. Auf die innere Stimme hören - und danach Handeln. Ganz allgemein, nicht nur auf den Urlaub bezogen. Geht natürlich nicht immer, manchmal "muss man" etwas - aber auch dabei ist gründlich zu Überlegen, muss ich wirklich (?) oder denke ich nur, zu müssen.

    Wichtig war und ist mir, meine eigenen Triggermomente zu erkennen. Situationen, Momente, Orte, Gefühlszustände (!!!), "Rituale", bei denen ich trank. Diese meide ich nach Möglichkeit. Die häufigen Trinkmuster "überschreibe" ich bewusst wieder und wieder mit einem alternativen Ritual, bis es sich eingeschliffen hat und das alte verblasst. Oder aber ich meide eben diese Situation. Es sollte sich angenehm anfühlen, am besten angenehmer als "früher" mit Alkohol.

  • Hat Euch der Ausblick auf die Ferienzeit anfangs ebenfalls gestresst? Am Liebsten würde ich zu Hause bleiben und mich in meiner sicheren Umgebung bewegen.

    Nö, hat mich nicht gestresst aber.ich habe auch viel Gegenwind hier aus dem Forum bekommen, weil ich noch nicht lange nüchtern war.Da es dich schon vorher stresst, ist das schonmal keine gute Voraussetzung.Allerdings habt ihr ja schon umgeplant um das Risiko zu minimieren.Wenn du auf etwaige kritische Situationen gut vorbereitet bist und dein Partner hinter dir steht, bleibt mir nur, dir einen schönen Urlaub zu wünschen.Mich würde sehr interessieren, wie es dir damit dann gegangen ist. LG. Gruß Bono

  • Wir haben zur Vorsicht unseren Urlaub umgeplant und fahren statt in ein Weinanbaugebiet einfach in die Berge zum Wandern. Ich hoffe diese Tage "unbeschadet/trocken" zu verbringen.

    Auch in den Bergen warten diverse "Versuchungen". Die Einkehr in eine Hütte oder auch in ein Restaurant, wo offen Alkohol konsumiert wird, oft schon gg. Mittags, ist für den Anfang der Abstinenz nicht wirklich toll.

    Und Du hoffst schon... D.h. Du bist völlig unsicher.

    Was spricht gg. einen Urlaub zu Hause und diverse Tagesausflüge? Therme, Schwimmbad, Kino, Einkaufsbummel, Minigolfen, etc.?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Auch in den Bergen warten diverse "Versuchungen". Die Einkehr in eine Hütte oder auch in ein Restaurant, wo offen Alkohol konsumiert wird, oft schon gg. Mittags, ist für den Anfang der Abstinenz nicht wirklich toll.

    Und Du hoffst schon... D.h. Du bist völlig unsicher.

    Was spricht gg. einen Urlaub zu Hause und diverse Tagesausflüge? Therme, Schwimmbad, Kino, Einkaufsbummel, Minigolfen, etc.?

    Da hast Du Recht. Dagegen spricht gar nichts. Ich werde es mit meiner Frau heute Abend besprechen.

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

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