Kater Stanislaus - Mein inneres Zentrum.

  • Hallo

    Oft wird man mit der Frage konfrontiert, soll ich mich als Alkoholiker in der Öffentlichkeit bekennen? Es kommt auf das Umfeld an! Einige verstehen es und respektieren die Entscheidung aus Gesundheitlichen Gründen abstinent zu leben. Andere schauen auf dich herab oder meiden dich sogar. Eine Wertung möchte ich jetzt nicht durchführen.

    Umfeld: Oftmals ist es nicht optimal sich als Alkoholiker zu bekennen, es langt wenn wir es wissen.

    Was sagen ich wenn ich in eine Situation komme bei der Alkohol getrunken wird. OK ich lebe in Italien hier ticken die Menschen ein bisschen anders aber man kann sicherlich einige Sachen nach dt. übernehmen.

    Meine Antworten

    1. Danke ich probiere gerade aus wie es ist als " Astemio" zu leben ( wird hier ohne Nachfragen akzeptiert )

    2. Ich brauche meinen Führerschein noch

    3. danke ich trinke keinen Desinfektionsmitteln mehr ( bin Arzt, ist aber schon eine aggressive Antwort )

    4. Ich achte auf meine Libido ( lustige Antwort)

    5. Bei unbekannten langt die Antwort: Ich bin "Astemio"

    6. Ich brauche einen klaren Kopf

    Medikamente oder Schwangerschaft würde ich weglassen, man ist ja nicht dauernd schwanger oder nimmt dauernd Medikamente.

    7. Mir hat der " Dry January" gut getan auch meinem Geldbeutel da mache ich Mal weiter.

    8. Ich mache gerade eine Entgiftungskur für mich auch beim Essen passe ich auf

    Astemio= Anti Alkoholiker oder Nichttrinker Ich finde den Ausdruck schön da er nichts impliziert ( Man trinkt halt einfach keinen Alkohol ) kann man ja auch in dt. benutzen und sagen habe ich im Urlaub gehört.

    Hoffe es hilft sich nicht immer erklären zu müssen

  • Kater Stanislaus Antwort 4 find ich großartig ;(

    Ich kann das gut verstehen. Manche reagieren komisch und sehen ein Risiko im Umgang. Ich habe es für mich so geregelt (momentan), dass mein Freundeskreis Bescheid weiß, für die Anderen trinke ich einfach keinen Alkohol (Astemio).

    Das Verständnis, Alkoholismus als Krankheit anzusehen, ist leider längst nicht bei allen Menschen angekommen.

    Und die, die versuchen, doch zum Trinken zu animieren, haben meines Erachtens selbst ein Problem.

  • Hi Ihr,

    ich habe mich in meinem Umfeld privat und bei meinem Tagwerk als Alkoholiker geoutet. Gab nicht das allergeringste Problem, außer das einige aus meinem privaten Umfeld sich seitdem zurückhalten. Möglicherweise, weil sie nicht wissen, wie sie sich mir gegenüber jetzt trocken verhalten sollen. Ginge mir vielleicht auch so. Ansonsten treffen sich alle mit mir und trinken in meiner Gegenwart selbstverständlich keinen Alkohol. Auch absolut keine Probleme damit.

    Mir ist bis jetzt sonst noch nie Alkohol angeboten worden. Was auch daran liegen mag, dass ich nicht auf Gelegenheiten gehe, wo mir ungefragt Alkohol angeboten wird. Falls doch, würde ich sagen, dass ich keinen Alkohol trinke. Punkt.

    Ich beschäftige mich nicht mit irgendwelchen Ausreden, weil die Antwort ich trinke, keinen Alkohol zum einen wahr ist und völlig ausreicht.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Ich wollte damals der ganzen Welt heraus pusaunen, das ich Alkoholkrank bin, die sollten mich alle bloß mit dem Zeug in Ruhe lassen.

    Davon wurde mir sowohl von dem Arzt, wie auch von der Suchtberatung abgeraten denn: Hörst du auf zu Rauchen, bist du der Held, hörst du auf zu trinken, bist du der Alki, der unter der Brücke pennt.

    Die Gesellschaft kennt Alkoholismus nicht und hat ein vollkommen falsches Bild von dieser Krankheit. Sie sehen nicht die Rechtsanwälte, Ärzte usw die schon längst über das normale Trinken hinaus sind, sie sehen nur den Obdachlosen, der wahrscheinlich gar kein Problem hat, weil er sich gar keinen Alkohol leisten kann.

    Ich habe gelernt, immer ehrlich zu sein und bei mir zu bleiben. Ich brauche keine Ausreden. Wenn ich nicht trinken möchte und mir wird etwas angeboten, dann lehne ich ab. Ich bin dafür keine Rechenschaft schuldig. Ich besorge mir auf Veranstaltungen selber etwas, dann werde ich erst gar nicht gefragt. Ich bin so bisher wunderbar zurecht gekommen.

    Mein engstes Umfeld weiss von meiner Erkrankung und mein Chef. Mehr nicht. Die es nicht wissen, hat das aber auch nicht zu interessieren. Bin ja schliesslich nicht ansteckend.

  • Bei mir weiß es auch nur ein enger Kreis. Am Anfang hab ich noch umständlich irgendwelche Erklärungen für mein nicht Trinken bei irgendwelchen Anlässen gegeben und dann gemerkt: Je selbstverständlicher es für mich wird zu sagen ‚nein Danke ich trinke keinen Alkohol‘ desto weniger ist man überrascht. Nach einer Begründung wird nur ganz selten gefragt. Einmal wurde ich gefragt ‚warum trinkst du eigentlich keinen Alkohol?‘

    Meine Antwort ‚warum trinkst du welchen‘. Die Person lachte und sagte ‚hast eigentlich recht‘ und das Thema war vom Tisch.

  • Hallo,

    Bei mir steht ja wieder der Arztbesuch an. Gestern hab ich mit meiner Frau darüber gesprochen und sie meinte auch so wenig wie möglich erzählen, der Neurologe wurde von mir beim letzten mal darauf hingewiesen das ich viel getrunken habe aber so richtig hat er mir nicht geglaubt.

    Ich möchte auf keinen Fall irgendwelche Einträge bei der Krankenkasse, wenn ich nochmal mit ihm rede und mit Nachdruck erkläre das ich Alkoholiker bin trägt er doch was in die Akte ein, oder? Irgendeinen Code aus dem hervorgeht das ich Alkoholkrank bin, so stelle ich mir das vor.

  • Ich trinke nicht. Sollte doch ausreichend sein? Nasse Antworten bekomme ich eh ganz oft. Ist mir mittlerweile aber egal. Ich muss das niemanden erklären. Meine engsten Freunde wissen es, ohne viel Gerede.

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • ch möchte auf keinen Fall irgendwelche Einträge bei der Krankenkasse, wenn ich nochmal mit ihm rede und mit Nachdruck erkläre das ich Alkoholiker bin trägt er doch was in die Akte ein, oder? Irgendeinen Code aus dem hervorgeht das ich Alkoholkrank bin, so stelle ich mir das vor.

    Hi R/no,

    wo ist das Problem, wenn Deine Krankenkasse weiß, dass Du Alkoholiker (mit oder ohne ICD Code) bist? Dein Arzt muss doch wissen aus welchen Grund Du möchtest das er die vom Doc vorgeschlagene Untersuchung machen soll.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Keine Angst die Daten dürfen nicht an Behörden,( Führerschein) weiter gegeben werden! Auch bei der Krankenkasse muss für diese Untersuchung nicht angegeben werden warum. Unterliegt der Schweigepflicht. Außer du hast die Kasse entbunden . Keine Angst auch wenn du einen Stationären Entzug machst hat das keine negativen Folgen! Sei ehrlich zum Arzt viele haben noch einen Berufsethos!

  • Sollte die Kasse doch eine Begründung für die Leistung verlangen, wird nie eine Diagnose oder ein Ergebnis der Untersuchung angegeben. Und wenn es deine Kasse weiß,dass du Alkoholiker -trocken bist was ändert es? Nichts rein gar nichts. Es gibt auch keinen " Säufer Balk en" oder ähnliches. Aber deine Behandlung kann im die richtigen Wege geleitet werden. So wie ich es verstanden habe hast du nur gesagt, dass du viel getrunken hast. Bei so einem Thema erwartet ein sensibler Arzt, dass DU ihm dein Ex Problem schilderst! Dann so hoffe ich wirst du eine positive Überraschung erleben.

  • Ich denke auch das die Wahrheit besser ist, bloß ist es bei mir mit dem Vertrauen so ein Ding...aber ihr habt ja recht ,was soll schon passieren. Mir geht es nur um meinen Arbeitgeber, der hat in den letzten Jahren sein wahres Gesicht gezeigt und deswegen hab/hatte ich bedenken.

    Danke für die Antwort

    Gruß R/no

  • Ich hab gerade nochmal alles ausgerechnet, die Menge ist schon krass. 4-5 B ca. alle zwei Tage hört sich nicht viel an, wenn man aber alles addiert und den Alkoholgehalt betrachtet wird einem alles klar.

    15-30 B, 3-4 Fl. W, 6-8 Dosen Mixgetränke =1-1,5 Liter reiner Alkohol pro Woche und das ist ja noch im Rahmen, das war Standart. Zum Glück hab ich es noch einigermaßen früh geschafft zur Vernunft zu kommen.

  • Dein Arbeitgeber hat überhaupt kein Recht hier zu eine Auskunft zu verlangen geschweige denn eine Auskunft vom Arzt. Den Arzt kennst nur du. Die Kasse wird auch jede Auskunft verweigern. Soweit ich informiert bin ist dt. noch ein Rechtsstaat.

    Also keine unbegründete Angst. Hilf dem Arzt, dass er dir helfen kann.

  • R/no Der Arbeitgeber hat null Berechtigung, etwas zu erfahren. Daten über Krankheit und Gesundheitszustand unterliegen natürlich dem DSGVO, dies als besonders schützenswert.

    Ausnahme wäre eine Gerichtsverhandlung im Falle einer Kündigungsschutzklage wegen Krankheit.

    Der Arbeitgeber darf also nichts erfahren. Und wenn Du ne Kur machst, machst Du halt ne Kur. Sonst wäre das ein massiver Eingriff in Dein Grundrecht.

    Wenn Du länger weg bist, wird eh geredet, aber das kann Dir echt egal sein.

    Bei mir wars so, dass ich 6 Wochen krank geschrieben war. Der AG hat versucht, mich anzurufen und auszuhorchen. Mein Rechtsanwalt hat das ganz schnell unterbunden.... Also keine Angst, das Recht ist auf Deiner Seite und die Strafen bei solchen Vergehen monetär hoch.

    Ich hoffe, das beruhigt ein bisschen, was die Sicht auf den Arbeitgeber betrifft. Das gilt auch für alle, die Deine Gesundheitsdaten verwalten/generieren.

  • Vergessen. Sage ihm wie lange du getrunken hast. Ist wichtiger als die Menge. Ab einem bestimmten Quantum ist das fast egal ob eine Flasche Vodka oder zwei oder 5 oder 10 Bier rechnen ändert die Sache auch nicht Die Dauer zerstört den Körper natürlich auch das Gehirn. Bei Alkohol ist die dauernde Vergiftung (Acetaldehyd ) ein ganz entscheidender Faktor.

  • Und wenn Du ne Kur machst, machst Du halt ne Kur. Sonst wäre das ein massiver Eingriff in Dein Grundrecht.

    Ach bitte, bleiben wir doch auch ein wenig realistisch! Wenn ich als Arbeitgeber weiß, wohin (Ort, ich brauche nicht mal die Anstalt wissen) die Kur oder Reha geht, dann kann ich mir schon denken, was der Mitarbeiter hat. Vielleicht ist das in einer Großstadt anders, aber auf dem Land oder im ländlichen Raum läuft es dann doch etwas anders.

    Überhaupt würde ich bei der Arbeit sehr vorsichtig sein, was ich wem sage. Zu große Offenheit kann einem schneller auf den Kopf fallen, als man denkt - denn in aller Regel hat man bei der Arbeit nicht bloß Freunde und nicht alle haben sich uneingeschränkt lieb. Konkurrenz, Neid, Opportunismus, Schadenfreude etc. sind doch gerade bei der Arbeit nicht allzu selten an der Tagesordnung.

    Entschuldigt bitte den leichten Sarkasmus an dieser Stelle, aber ich habe schon oft genug miterlebt, wie es laufen kann...

    Einmal editiert, zuletzt von stef2303 (4. September 2025 um 21:30)

  • stef2303 ich wollte damit sagen, dass es egal sein kann, was die Kollegen denken, denn geredet und gemutmaßt wird sowieso.

    Auch wollte ich damit nur klarstellen, dass der Arbeitgeber keine Daten darüber erhält. Sonst können genau die Schlüsse gezogen werden, die Du erwähnst. Bin aber voll bei Dir, dass es auf dem Land bestimmt anders ist.

    Ich bin da voll bei Dir, ich würde dem Arbeitgeber gar keine Offenheit gewähren aus meiner persönlichen Erfahrung heraus. Es gibt bestimmt positive Beispiele, ich spreche hier nur für mich.

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