Mattie - Abstinent bleiben

  • Nachts um ein Uhr mit dem Auto auf der Landstraße unterwegs sein, von der Polizei herausgewunken und zum Alkoholtest gebeten werden. Früher: Horror. Heute: Hammer. ^^ Dieses Hochgefühl wird mich durch die Woche tragen!

    Euch allen einen schönen Sonntag wünscht

    Mattie

  • Drei Monate nüchtern, und es fühlt sich weiter nach einem langen ruhigen Weg an, bei dem ich ‚einen neben mir gehen habe‘, nämlich einen Wächter in neongelber Schutzweste, der aufpasst, der mich wegzieht, wenn Gefahr droht, der mir hilft, Risiken zu vermeiden, der mir in den wenigen Momenten, in denen dieser unspezifische ‚Hunger‘ auftritt, einfach freundlich rät, es auszuhalten, weil es immer wieder vorbeigeht.

    Viele Situationen sind inzwischen überschrieben mit neuen Gewohnheiten, Ritualen. Am hartnäckigsten war diese Szenerie ‚nach Hause kommen nach stressiger Veranstaltung‘, wo ich früher nach Wein gelechzt habe. Aber auch das ist inzwischen gut mit Tee und Kuscheldecke und Musik auf den Ohren gelöst. Es ruckelt kaum noch.

    Mein nüchternes Leben gefällt mir nach wie vor unglaublich gut. Es gibt inzwischen so viele feste Termine und Außer-Haus-Treffen, auf die ich niemals mehr wieder verzichten möchte. Meine neue Tagesstruktur verhilft mir zur Stabilität.

    Ich hatte schon einmal von einer ‚Mauer‘ geschrieben, die zwischen mir und dem Alkohol zu stehen scheint (was manche hämisch unkend kommentiert haben). Es fühlt sich aber nach wie vor so an, oder eher noch: wie abgespalten. Als hätte ich das Thema Alkohol von meiner Persönlichkeit losgerissen, und wenn es mich urplötzlich wieder anspringt, erschreckt es mich zutiefst. Vielleicht habe ich irgendeinen Psychoknacks, dieses Abspalten kenne ich auch von anderen Lebensthemen, aber gut, ergründen mag ich dieses Phänomen im letzten Drittel meines Lebens auch nicht mehr. Ich komme ja insgesamt gut klar, führe das Leben, das ich leben möchte, und Therapien, Suchtberatung, Psychogespräche gehörten zu einer zurückliegenden Lebensphase.

    Ich lese jeden Tag im Forum und überlege, was ich selbst denn in meinen Faden stellen könnte. Meistens finde ich das, was mir einfällt, zu langweilig, um es mit euch zu teilen. Aber ich bleibe dabei :)

    Liebe Grüße

    Mattie

    2 Mal editiert, zuletzt von Mattie (12. November 2025 um 15:42)

  • Hallo Mattie,

    nämlich einen Wächter in neongelber Schutzweste, der aufpasst, der mich wegzieht, wenn Gefahr droht, der mir hilft, Risiken zu vermeiden, der mir in den wenigen Momenten, in denen dieser unspezifische ‚Hunger‘ auftritt, einfach freundlich rät, es auszuhalten, weil es immer wieder vorbeigeht.

    Diesen Wächter kenne ich auch, aber ohne neongelbe Schutzweste;). Er wurde immer präsenter, je stabiler meine Abstinenz wurde. Er ist ein Spiegelbild meiner Achtsamkeit und ist nur so stark und so gut, wie ich es auch bin. Er ist meine bildgewordenen innere Haltung mit all der Erfahrung, die ich bisher gesammelt habe. Er ist der Gegenspieler der Suchtstimme und je stabiler er ist, desto ruhiger ist die Suchtstimme. Er warnt mich und hilft mir zwischen Suchtstimme und meinem eigenen Denken zu unterscheiden.
    Aber eines kann er nicht, mich wegziehen, oder beiseite schubsen, wenn ich überrollt werden könnte. Darauf darf ich mich nicht verlassen, das wäre ein gefährlicher und sorgloser Umgang mit meiner Sucht und ich würde meine Verantwortung sträflich vernachlässigen. Handeln muss ich selber und damit ich mir sicher bin, dass ich das auch kann, ist mir die Wahrnehmung dieses Wächters besonders wichtig, denn wenn ich ihn nicht mehr wahrnehme, dann ist Gefahr im Verzug, dann könnte ich Risiken eingehen, die ich als solche nicht mehr erkenne.

    Damit das nicht passiert, deswegen bin ich hier.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Im ersten Vierteljahr hatte ich mir erlaubt, Süßigkeiten nach Lust und Laune zu vertilgen, nach dem Motto: Alles besser als Alk. Nun ist es langsam an der Zeit, den Weingummi-, Lakritz- und Schokokonsum sowie das Trinken von puren Säften (was für ein Hochgenuss) auf ein gesunderes Maß herunterzuschrauben. In drei Monaten ist die nächste Blutwertekontrolle beim Arzt, da will ich mich als Diabetikerin auch weiterhin auf die neuen, ohne Alk entstandenen Werte freuen und nicht vom Langzeitblutzucker-Wert erschlagen werden. Künftig heißt es also, noch viel mehr Wasser, Wasser, Wasser trinken und ab und zu, als Schmankerl, eine Saftschorle. Das muss reichen, aber eine Notfall-Lakritztüte habe ich natürlich im Vorratsschrank. Wobei - sooo schlimm kann das mit dem Süßkram letzten Endes auch nicht gewesen sein, immerhin habe ich ein paar Kilo abgenommen, was mein Gefühl von Freiheit verstärkt. Aber mit Diabetes ist ja ein einzelnes Gummibärchen pures Gift. Das habe ich für den Anfang in Kauf genommen, jetzt will ich das ganzheitlich regulieren.

    Der Satz 'Nur für heute nicht' wird hier oft zitiert, und ich finde ihn extrem sinnvoll und hundertpro hilfreich! Gleichzeitig aber brauche ich ihn auf meinem weiteren Weg bislang eher nicht - weiß ja nicht, was noch kommt, deswegen diese Meinung 'nur für heute'. Mich schreckt aktuell der Gedanke überhaupt nicht, 'niemals mehr wieder Alkohol' zu trinken, im Gegenteil, ich spüre dabei einen inneren Frieden. Vielleicht ist das eine Altersfrage. Mir gefällt es, im letzten Drittel meines Leben mich so 'rein' zu fühlen wie als Kind und Jugendliche und nicht mit bangem Blick auf die Vision einer grauhaarigen, gebeugten Säuferin zu schauen. Um graue Haare und krummen Rücken komme ich vermutlich nicht herum, aber dann wenigstens mit innerlich erhobenem Haupt :)

    Manche schreiben von einem "Marathon", den man auf dem Weg in die lebenslange Abstinenz bewältigen muss. Ich habe für mich darüber nachgedacht und empfinde mein neues Leben eher als Wanderung, bei der ich allmählich auf 'Betriebstemperatur' komme. Nichts fühlt sich an wie ein Kampf, aber mein Willen, Strecke zu machen, ist ungebrochen. Und es ist gut so für mich.

    Allen ein schönes Wochenende wünscht

    Mattie

  • In einem der vielen Sachbücher zum Thema Alkoholismus, die ich so verschlinge, habe ich sinngemäß gelesen, dass es die Trinkpausen sind, die die 'Craving-Spirale' erst in Gang setzen. Dass man während der allerersten Trinkpause zum ersten Mal den ungefilterten Suchtdruck erlebe und dass man, wenn man dem nicht gewachsen sei, danach umso mehr saufe. Bis zur nächsten Trinkpause, und damit schaukele sich das tödliche Spiel von Aufhören-Wollen und Immer-mehr-Trinken-Müssen hoch. Im weiteren Verlauf des Buchs hieß es dann auch, zu jeder lebenslangen Abstinenz gehöre eine zurückliegende Geschichte mit Rückfällen. Überspitzt gesagt: Wer noch nie einen Rückfall erlebt habe, sei noch nicht auf dem Weg zu 'lebenslang'. Zu jeder Suchtgeschichte gehörten Rückfälle.

    Auf mich trifft das zu. Ich habe nach jeder Trinkpause wenn nicht wesentlich mehr, dann aber auf jeden Fall früher am Tag getrunken. Es hat sich hochgeschaukelt und mein Bewusstsein, krank zu sein, geschärft. Bis dann eben der Scheitelpunkt erreicht war.

    Wie seht ihr das? Gibt es jemanden, der dauerhaft abstinent geblieben ist, ohne jemals zuvor eine Trinkpause (bzw einen gescheiterten Versuch, 'für immer aufzuhören') gemacht zu haben?

    Viele Grüße

    Mattie

  • auch, zu jeder lebenslangen Abstinenz gehöre eine zurückliegende Geschichte mit Rückfällen. Überspitzt gesagt: Wer noch nie einen Rückfall erlebt habe, sei noch nicht auf dem Weg

    Das ist eine gewagte Theorie. Ich glaube nicht, das das so ist .Ich denke, das ist Unsinn. Keine Ahnung wer sowas schreibt? Da geht es mir so, wie mit dem kontrollierten Trinken und anderen Suchtmythen.

  • Ich habe mich auch gefragt: Was bringt Dir diese Frage, Mattie?

    Wir wissen doch erst am Lebensende, wie das mit der lebenslangen (oder besser: Restlebens-)Abstinenz geklappt hat.

    Auf der sicheren Seite ist doch keiner von uns, wie die vielfältigen Erfahrungen hier zeigen. Und die interessieren mich mehr als die Theoriebücher, die inzwischen bei mir im Regal verstauben.

  • Im weiteren Verlauf des Buchs hieß es dann auch, zu jeder lebenslangen Abstinenz gehöre eine zurückliegende Geschichte mit Rückfällen. Überspitzt gesagt: Wer noch nie einen Rückfall erlebt habe, sei noch nicht auf dem Weg zu 'lebenslang'. Zu jeder Suchtgeschichte gehörten Rückfälle.

    Hi Mattie,

    ich habe in den 10 Jahren, in denen ich abhängig gesoffen habe, eine Trinkpause gemacht. Das war ca. 2 Jahre, bevor ich aufgehört habe. Ich wollte sehen, ob ich aufhören kann. Und als ich merkte, dass ich es kann, habe ich nach ca. 3 Monaten weitergesoffen. Das war gefühlt kein Rückfall, weil ich gar nicht das Ziel hatte, dauerhaft aufzuhören. Mir war aber schon klar, dass ich abhängig war. Insofern bin ich jemand, der in seiner abhängigen Zeit keinen Rückfall hatte.

    Zu der Theorie dieses Buches. Das geht ja auch in die Richtung der Theorie, dass Rückfälle ein Symptom der Sucht sind. Ich persönlich beschäftige mich mit einem Rückfall nur insofern, dass wenn ich hier davon, lese mir, die Gründe anschaue und wie ich diese für meine eigene Risikovermeidung berücksichtige und einbaue. Denn ein Rückfall hat ja einen Vorlauf. Ich versuche aus den Fehlern zu lernen, das ist auch einer der Hauptgründe, warum ich hier weiter aktiv bleibe. Das ist meine Rückfallprophylaxe.

    Meiner Meinung nach sind die oben genannten Theorien gefährlich. Zum einen verharmlosen sie Rückfälle. Und zum anderen erhalten sie den Gedanken, dass es eben doch nicht notwendig, dass ich nie mehr trinke. Gehört ja scheinbar dazu.

    Für mich und meine Abstinenz ist entscheidend, dass es mir in den letzten drei bis vier Jahren meiner Kombination aus Saufen und Depressionen körperlich, seelisch und geistig grenzwertig schlecht ging. Heißt ich weiß ganz genau wie sich das Leiden anfühlt, denn ich habe gelitten. Und ich weiß, dass ich das nicht mehr lange durchgehalten hätte. Dass ich eher früher als später draufgegangen wäre. Deshalb ist für mich ein Rückfall keine Option.

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Wenn ich das Beenden einer Trinkpause als Rückfall bezeichne, was es aus meiner Sicht nicht ist, dann hatte ich unzählige Rückfälle.
    Es war jedesmal der Wille da, aber nie mit der notwendigen Einsicht.

    Ich werde der Thematik eines Rückfalls nicht gerecht, wenn ich ihn in einen Topf mit gescheiterten Trinkpausen werfe.
    Einen Rückfall kann ich für mich erst haben, wenn ich eine stabile Abstinenz gelebt habe, eine Abstinenz ohne Kampf.
    Sonst bin ich nur nüchtern, aber doch noch "nass".

    Wer noch nie einen Rückfall erlebt habe, sei noch nicht auf dem Weg zu 'lebenslang'.

    Steile These, die ich nicht teile.
    Was ist denn mit denen, die schon mehrfach Rückfälle erlitten haben? Sie waren noch nicht auf dem Weg zu "lebenslang". Nach dem wievielten Rückfall sind sie es dann?

    Ein Rückfall ist ein Risiko für meine Abstinenz, aber keine Bedingung für eine lebenslange Abstinenz.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hi Mattie,

    Im weiteren Verlauf des Buchs hieß es dann auch, zu jeder lebenslangen Abstinenz gehöre eine zurückliegende Geschichte mit Rückfällen.

    diesem Spruch, "Rückfälle gehören dazu" bin ich schon verschiedentlich begegnet, unter anderem auch in der Klinik, in der ich meinen Entzug gemacht hatte. Ich verstehe zwar, daß er wohl ermutigend gemeint ist, im Sinne von "nun nicht aufgeben!" aber ich finde diesen Spruch sehr gefährlich. Ich habe ihn aus meinem Denken gestrichen, weil ich damit die Hintertür sperrangelweit öffnen würde. Mein Suchthirn wäre sofort zur Stelle: "Hier, gucke, sagen alle, Rückfälle gehören dazu, wir hatten unsern noch nicht, der steht uns noch zu."

    Ich habe auch keine Geschichte mit Rückfällen, einfach, weil ich es nicht mal geschafft hatte, Trinkpausen zu machen. Hatte ich mir zwar jeden Morgen vorgenommen, aber abends war das wieder vergessen.

    Für mich wäre es sehr schlimm, wenn ich einen Rückfall hätte, weil ich weiss, dass es nicht bei einem Abend oder zwei bleiben würde. Ich wäre sofort wieder drin, und ich weiss nicht, ob ich es nochmal schaffen würde aufzuhören. Deswegen ist ein Rückfall für mich nichts Harmloses, das in den besten Familien vorkommt, sondern eine Katastrophe, die ich mit allem meinem Denken und Verhalten tunlichst vermeiden will.

  • Im weiteren Verlauf des Buchs hieß es dann auch, zu jeder lebenslangen Abstinenz gehöre eine zurückliegende Geschichte mit Rückfällen

    Das möchte ich für mich ausschließen. Warum sollte es denn beim ersten Mal nicht klappen. Meine Rüstzeug ist doch da, besser wird es meiner Meinung nach nicht.
    Beim Rauchstop habe ich viele Anläufe gebraucht, daraus habe ich gelernt, es wird nicht einfacher. Mit jedem gescheiterten Versuch verliert man Selbstvertrauen. Der Berg wird immer größer.
    Meine Devise ist, einmal eine Entscheidung treffen und hinter sich alle Türen schließen. Fertig.
    Liebe Grüße Rina

  • Bücher werden nicht rückfällig. Sie verrecken auch nicht an einem Rückfall. Sie sind da, um Geld einzuspielen unabhängig davon, was sie anbieten.

    Wer alles glaubt, was er von der Sucht liest, sollte besser aufhören zu lesen. Denn die vermeintliche Erfahrung daraus kann schnell tödlich enden. Sucht lässt keinen Interpretationsspielraum , sie bietet nur eine Lösung an. Saufen.

    Ich bin froh, dass ich nach einem Rückfall durch echte Erfahrungen trocken geworden bin , nicht durch kommerzielle Angebote und schon gar nicht durch Buchzeilen, die mir etwas versprechen, was ich selbst noch gar nicht richtig einschätzen kann.

    Ich ließ mich bei so einem „Bestseller“ von meiner eigenen Überheblichkeit auskontern . Denn gerade am Anfang ist die Gefahr am größten und da spreche ich von Monaten, nicht von Tagen , sich von einem Text verführen zu lassen, der eine neue Lösung verspricht, die zwar einfach klingt, aber nicht zu einem passt.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Das Wort Pause verwende ich nur, wenn klar ist, dass es danach weitergeht.

    Ich habe keine einzige Trinkpause gemacht, um mit dem Trinken aufzuhören, aber sehr viele, damit sich der Körper erholen und ich danach weitertrinken konnte.

    Ich habe einen einzigen Versuch gemacht, wirklich aufzuhören, und bin seit dem 25 Jahre trocken.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • So wie hartmut schon schrieb, bücher sind schall und rauch.sicher gibt es welche die ganzheitliche ansätze verfolgen, aber naja....

    Der markt ist einfach übersättigt mit allem möglichen unsinn. Es sind nicht nur die bücher auch einschlägige soziale plattformen wie tik...,youtube...und und und, tragen zur falschinfomation mit bei. Der gipfel des ganzen sind dann irgendwelche pseudoquacksalber, die für bare münze heilung versprechen. Also augen auf und den gesunden menschenverstand einschalten;)

    Gruss

  • Überspitzt gesagt: Wer noch nie einen Rückfall erlebt habe, sei noch nicht auf dem Weg zu 'lebenslang'. Zu jeder Suchtgeschichte gehörten Rückfälle.


    Wie seht ihr das? Gibt es jemanden, der dauerhaft abstinent geblieben ist, ohne jemals zuvor eine Trinkpause (bzw einen gescheiterten Versuch, 'für immer aufzuhören') gemacht zu haben?

    Viele Grüße

    Mattie

    Ich hatte nie einen Rückfall und für mich gibt es diese Option auch nicht. Ich darf nicht rückfällig werden denn mein erster Rückfall kann für mich tödlich enden.

    Ob ich jemals rückfällig werde, weiss ich erst, wenn ich unter der Erde liege. Aber die Einstellung: "zu jedem Alkoholiker gehört ein Rückfall" würde für mich ein riesengroßes Tor zum Trinken öffnen denn: gehört schliesslich dazu!

    Nein, für mich ist das keine Option. Ich habe für den Rest meines Lebens dafür zu sorgen, daß ich nicht mehr trinken muss. In keiner Situation.

  • Ich halte den besagten Spruch für nicht nur für falsch, sondern auch für "gefährliches Geschwätz". Er ist nichts anderes als ein Schönreden des Rückfalls, zugleich dient er schon vorab als Ausrede, alsbald wieder Alkohol zu trinken.

    Aus dem Spruch dröhnt die ganze Heimtücke der Sucht.

    Ob der Rückfällige anschließend überhaupt noch mal zurück in die Spur der Abstinenz findet, bleibt völlig offen. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich der Betreffende dann zu Tode säuft.

    Gruß CF, mehr als 10 Jahre unfallfrei clean.

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