Hallo zusammen, war heute beim Arzt und habe es offengelegt, nächste Woche habe ich einen Termin bei der Suchtberatung. Keine Untersuchung, kein Blutbild, nichts. Es ist gut das ich "nur" Bier getrunken habe und kein hartes Zeug, habe mir von meiner Offenbarung irgendwie mehr erwartet.
Seppel1986 - Ich bin Alkoholiker
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Seppel1986 -
28. September 2025 um 20:01 -
Geschlossen
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Wichtig ist, dass du den Schritt getan hast, denn den hast du für dich getan. Leider kennen sich nicht alle Ärzte ausreichend mit der Alkoholsuchtthematik aus. Du kannst dir jederzeit einen anderen Arzt suchen. Frage bei der Suchtberatung nach entsprechenden Ärzten. Alkoholismus ist eine schwere Krankheit und gehört in kompetente und professionelle Hände.
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War heute bei der Suchtberatung, hat gut getan mal alles rauszulassen, habe aber das Gefühl nicht ernst genommen zu werden, die Therapieplätze sind schwer zu bekommen, ob stationär oder ambulant. Es gibt wohl weit aus härtere Fälle wie mich, als würde ich versuchen es zu früh anzugehen, da ich ja momentan alles im Griff habe und alles funktioniert.
Bin jetzt seit gefühlt 5 Wochen erkältet, habe beim Arzt gestanden wieviel und wielange ich getrunken habe, kein Blutbild, keine Leberwerte nur die Adresse von der Suchtberatung bekommen.
Keine Ahnung was ich machen soll, das wars wohl wieder mit der Suche nach Unterstützung, muss ich wohl alleine durch.
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Hallo Seppel
Die wichtigste Unterstützung hast du hier im Forum.
Deine Werte werden sich automatisch verbessern ohne Alkohol.
Trotzdem kannst du ja beim Arzt sagen:ich möchte ein Blutbild machen lassen, wenn sie nicht wollen, gehe ich woanders hin. Punkt.
Es wird mit jedem Tag gesundheitlich besser werden.Grippe oder ähnliches würde ich abklären lassen.
LG Bolle
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Bin jetzt seit gefühlt 5 Wochen erkältet, habe beim Arzt gestanden wieviel und wielange ich getrunken habe, kein Blutbild, keine Leberwerte nur die Adresse von der Suchtberatung bekommen.
Die Ärzte sind überlastet oder wollen nicht helfen, konnten mir auch kaum helfen. Suchtberatung, Entgiftung, ambulante oder stationäre Therapie war bei mir angesagt. Selbsthilfegruppe und dieses Forum sind auch Gold wert!!! Bin jetzt fast 4 Wochen trocken, es lohnt sich!!!
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War heute bei der Suchtberatung, hat gut getan mal alles rauszulassen, habe aber das Gefühl nicht ernst genommen zu werden, die Therapieplätze sind schwer zu bekommen, ob stationär oder ambulant. Es gibt wohl weit aus härtere Fälle wie mich, als würde ich versuchen es zu früh anzugehen, da ich ja momentan alles im Griff habe und alles funktioniert.
Bin jetzt seit gefühlt 5 Wochen erkältet, habe beim Arzt gestanden wieviel und wielange ich getrunken habe, kein Blutbild, keine Leberwerte nur die Adresse von der Suchtberatung bekommen.
Keine Ahnung was ich machen soll, das wars wohl wieder mit der Suche nach Unterstützung, muss ich wohl alleine durch.
Also ich will dir nicht raten deinen Arzt anzulügen, aber Blutwerte bringen nur bedingt was. Ich hab einen Ultraschall von der Leber machen lassen. Solltest du auch machen, damit du dir keine Sorgen mehr machst. Sag deinem Arzt, dass du dir Sorgen machst und gern wissen würdest wie deine Leber aussieht. Nicht über Blutwerte, da die nicht wirklich was aussagen. Also klar, wenn der Leberwert schlecht ist, ist das schlecht. Aber meiner war zum Beispiel gut und beim Ultraschall kam dann raus, dass ich eine Fettleber habe und schauen sollte, dass ich was in meinem Leben ändere. Ich hatte mich geöffnet und gesagt, dass ich mehrere Jahre viel zu viel Alkohol getrunken habe. Frag deinen Arzt nach einem Ultraschall, wenn du dir da Sorgen machst.
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Ich wollte mich mal wieder melden, ich muss zugeben dass ich die Weihnachtsfeiertage leider nicht geschafft habe mein neues Leben fortzuführen, hatte weder einen Vollrausch noch bin ich abgestürzt, aber ich weiß wie nahe ich dran war in alte Muster zu verfallen. Möchte es nicht beschönigen. Meine Zeitrechnung hat von vorne angefangen, ich weiß auch nicht wie es dazu kam, war wohl einfach übermütig. Bin wieder am Ball, lese wieder fleißig im Forum mit und genieße es nicht zu trinken. Ich bin und bleibe Alkoholiker, mir geht es momentan gut, ich genieße das Nüchtern sein, ich gehe jetzt gerne später ins Bett, denn auch wenn ich nur 5 Stunden schlafe, geht es mir frühs besser, als wenn ich vorher nach 5 Bier 9 Stunden geschlafen habe und Ängste hatte dass die Kollegen meine Fahne bemerken könnten. Jetzt bin halt einfach nur müde wie jeder andere auch mal.
Mir geht's gut, ich träume sehr intensiv, kannte ich so garnicht mehr, auch wenn sehr viel seltsames dabei ist. Hatte neulich geträumt das all meine unteren Zähne ausgefallen sind und ich sie nacheinander ausgespuckt habe. War froh als ich aufgewacht bin. Ich glaube in meinem Kopf passiert ziemlich viel.
Ich musste auch lernen das es nur an mir liegt, es wird niemand kommen um mich zu retten, der einzige der mich am Leben halten kann, bin ich. Ich will noch eine ganze Weile gesund bleiben, das klappt nur ohne Alkohol.
Einen guten Start ins neue Jahr ihr Lieben.
Ich habe mir vorgenommen noch wachsamer zu sein und noch mehr für meine Gesundheit zu tun.
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Hallo Seppel,
meine Anerkennung, dass du dich hier wieder gemeldet hast, das ist nicht selbstverständlich, aber für dich kann es ein entscheidender Schritt sein.
Besser wäre natürlich gewesen, du hättest dich gleich hier gemeldet, bevor es zu spät war. Aber das ist "hätte" und "war".
Willst du ein bisschen erzählen wie es dazu kam, wann und wie du den Rückfall beenden konntest. -
Beim großen Weihnachtseinkauf habe ich mich im Laden spontan entschieden auch ein Kasten Bier für die anstehenden Feiertage mitzunehmen, war schon fast ferngesteuert, habe die nächsten Abende dann wieder in alter Gewohnheit den Kasten in 4 Tagen leer gehabt.
Also kein Vollrausch, aber halt wieder täglich und ich weiß wie schnell ich das steigern kann.
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Abende dann wieder in alter Gewohnheit den Kasten in 4 Tagen leer gehabt.
Hallo Seppel,
ich habe Letztes Jahr auch ein gesehen das ich Alkoholiker bin. Und mein trinkverhalten und die vermeintlichen Gründe waren ähnlich wie bei dir.
Meine größte Hilfe gegen Saufdruck war immer die Vorstellung der widerlichen Morgende nach dem Saufen.
Ich kann dich zwar verstehen, das man als guter Gastgeber Bier bereitstellt, aber seit dem ich nicht mehr trinke gibt es bei mir zuhause auch für Gäste nichts mehr, ausser sie bringen sich selbst was mit.Da kommt auch nicht in Versuchung….
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Hatte neulich geträumt das all meine unteren Zähne ausgefallen sind und ich sie nacheinander ausgespuckt habe.
Die Alpträume mit den Zähnen hatte ich auch schon- die sind heftig!!
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Hallo Seppel,
ich habe Letztes Jahr auch ein gesehen das ich Alkoholiker bin. Und mein trinkverhalten und die vermeintlichen Gründe waren ähnlich wie bei dir.
Meine größte Hilfe gegen Saufdruck war immer die Vorstellung der widerlichen Morgende nach dem Saufen.
Ich kann dich zwar verstehen, das man als guter Gastgeber Bier bereitstellt, aber seit dem ich nicht mehr trinke gibt es bei mir zuhause auch für Gäste nichts mehr, ausser sie bringen sich selbst was mit.Da kommt auch nicht in Versuchung….
Nur das ich den Kasten nicht für meine Gäste sondern für mich gekauft habe. Irgendwie haben die Rahmenbedingungen gepasst, Feiertage, Urlaub, ausschlafen. Ich hatte vorher kein Verlangen, mitten im Laden kam der Gedanke und schon habe ich verloren, so einfach.
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Hatte neulich geträumt das all meine unteren Zähne ausgefallen sind und ich sie nacheinander ausgespuckt habe. War froh als ich aufgewacht bin. Ich glaube in meinem Kopf passiert ziemlich viel.
Soweit ich weiß, bedeutet ein Traum über den Verlust von Zähnen einen Neuanfang. Das ist doch etwas Positives, finde ich... LG.
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Beim großen Weihnachtseinkauf habe ich mich im Laden spontan entschieden auch ein Kasten Bier für die anstehenden Feiertage mitzunehmen
Hallo Seppel, warst du alleine einkaufen? Spontan entschieden, war da überhaupt nichts, keine Stimme die dich davon abhalten wollte. Echt krass, war deine Frau nicht dabei, sie weiß doch bescheid über deine Krankheit oder?
Du kannst nicht mehr allein einkaufen gehen das ist dir jetzt klar hoffe ich.
Kopf hoch und gleich wieder weiter machen und in Zukunft solche Situationen "einfach" meiden. Hier wurden die Feiertage und ihre Gefahren wirklich oft erwähnt liest du gar nicht mehr mit?
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Ich hatte vorher kein Verlangen, mitten im Laden kam der Gedanke und schon habe ich verloren, so einfach.
So ging es mir im letzten Jahr mal
…..Ganz intensiv, ganz massiv...Gottseidank hab ich’s geschafft ohne Alkoholeinkauf aus dem Geschäft zu kommen -
Hallo Seppel, warst du alleine einkaufen? Spontan entschieden, war da überhaupt nichts, keine Stimme die dich davon abhalten wollte. Echt krass, war deine Frau nicht dabei, sie weiß doch bescheid über deine Krankheit oder?
Du kannst nicht mehr allein einkaufen gehen das ist dir jetzt klar hoffe ich.
Kopf hoch und gleich wieder weiter machen und in Zukunft solche Situationen "einfach" meiden. Hier wurden die Feiertage und ihre Gefahren wirklich oft erwähnt liest du gar nicht mehr mit?
Geplant war es jedenfalls nicht, es war niemand dabei der mich abhalten konnte. Ich lese mit sonst wäre ich ja nicht hier, einkaufen muss ich trotzdem und bin wohl nicht der stärkste bei dem es beim ersten mal auf Anhieb klappt trocken zu bleiben. Ich bleibe dran und lerne dazu.
Ich habe lange überlegt ob ich hier so offen schreibe und mein Rückfall zugeben, dann dachte ich genau dafür ist doch das Forum. Würde jeder beim ersten Versuch für immer trocken bleiben, bräuchte es das Forum wohl nicht.
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So ging es mir im letzten Jahr mal
…..Ganz intensiv, ganz massiv...Gottseidank hab ich’s geschafft ohne Alkoholeinkauf aus dem Geschäft zu kommenIch hoffe das komme ich auch noch hin.
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Würde jeder beim ersten Versuch für immer trocken bleiben, bräuchte es das Forum wohl nicht.
Seppel ich wollte dir gar nicht an die Karre fahren oder schlau raus reden. Ich kann auch noch unter die Räder kommen, das ist mir auch klar. Ich wunder mich bloß oder hab in deinem Fall gedacht du hättest das nicht gelesen. Warum hast du dann deine Frau nicht zum Einkauf mitgenommen, die Situation wäre höchstwahrscheinlich anders ausgegangen.
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Sorry, wollte auch nicht so empfindlich reagieren, ich war zuvor oft genug alleine einkaufen. War an dem Tag den Baum holen, die letzten Geschenke holen und eben auch einkaufen, meine Frau lag flach.
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Hallo Seppel,
Ich habe lange überlegt ob ich hier so offen schreibe und mein Rückfall zugeben, dann dachte ich genau dafür ist doch das Forum. Würde jeder beim ersten Versuch für immer trocken bleiben, bräuchte es das Forum wohl nicht.
erstmal möchte ich dir sagen, dass du auch meine Anerkennung dafür hast, dass du deinen "Rückfall" hier so offen thematisiert hast, das erfordert sicher Mut und ist alles andere als angenehm

Warum schreibe ich "Rückfall"? Tatsächlich muss ich zugeben, dass das für mich nicht nach einem klassischen Rückfall klingt, sondern eher nach einem länger gehegten und letztlich umgesetzten Wunsch?
Ich hatte ganz am Anfang meiner Abstinenz, die ja auch erst Mitte Juni 25 begonnen hat, auch noch den Gedanken "einen Rückfall hebe ich mir noch auf". Klingt bescheuert, ist aber wahr und den Gedanken habe ich nie jemandem gegenüber geäußert, der war mein Geheimnis und irgendwie gab er mir ein Gefühl von Sicherheit.
Mittlerweile bin ich mir sicher, dass ich niemals wieder auf über 7 Monate Abstinenz kommen würde, wenn ich diesen Rückfall jetzt noch "einlösen" würde. Was ich damit sagen will? Ich glaube, dass die Ernsthaftigkeit des Vorhabens "lebenslange Abstinenz" mit jedem "Rückfall" mehr und mehr verwässert wird und irgendwann einfach nicht mehr zu schaffen ist.
Ich möchte das Nachgeben gegenüber einem länger gehegten Trinkwunsch irgendwie nicht Rückfall nennen, weil mir das unfair gegenüber denjenigen vorkommt, die wirklich jeden Tag am Kämpfen sind. Aber vielleicht warst du das ja auch, darum soll das hier kein Vorwurf an dich sein!
Ich hatte während meines Urlaubs über die Feiertage auch extrem mit Langeweile und auch mit Nostalgie wegen des Verlusts der "guten, alten Zeiten" zu kämpfen und hab auch mal drüber nachgedacht, was jetzt wäre, wenn ich einfach aufgebe und mir ne Kiste Bier hole? Genau das, was ich im vorletzten Absatz beschrieben habe und ich möchte die Abstinenz nicht mehr aufgeben. Einfach auch (nicht nur) aus Angst, nie mehr so weit zu kommen wie ich aktuell bin.
Du warst jetzt noch nicht so lange abstinent, aber dennoch viel länger, als sich viele Alkoholiker dort draußen jemals vorstellen können! Vielleicht kannst du aus diesem und aus meinen Gedanken beim nächsten Einkauf ja die Entschlossenheit nehmen, die Kiste Bier stehen zu lassen. Sonst steht sie vielleicht schneller als dir lieb ist wieder ganz obligatorisch auf jedem Einkaufszettel und das wäre wirklich schade.
Und, was dir ja auch schon gesagt wurde: VOR dem Rückfall hier zu schreiben ist besser als hinterher vom Rückfall zu berichten!!
VG Soapstar
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