Seppel1986 - Ich bin Alkoholiker

  • ich bin anscheinend schwer depressiv.

    meine Abstinenz hat meine richtigen Probleme offen gelegt.

    die Probleme sind größer denn je, teilweise nicht lösbar.

    Die Probleme waren schon vorher da.

    Eine Tablette löst auch nicht die Probleme.
    Ich habe in meiner Abstinenz gelernt, mir Hilfe zu suchen. Schreib Dir hier die Finger wund.
    Was brauchst Du damit es Dir besser geht?

    _______________________________________

    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Also, Seppel, „ein Abschied mit Ansage“… Ich bin auch höchst besorgt wenn ich das lese…

    Direkt gefragt: Plagen Dich Suizidgedanken ? Bist du bereits am Planen ?

    Du gehörst in professionelle Hände, gib dieser Möglichkeit doch bitte eine Chance !!

    Liebe Grüße, Simsalabim

  • Nein, kein Rückfall mit Ansage, ein Abschied mit Ansage, ich bin durch, mit allem.

    Hey Seppel, ich bin selbst seit Wochen in einem Loch gewesen und hatte nur schwarze Gedanken, mir ging es ähnlich wie Dir behaupte ich mal wenn ich das richtig einschätzen kann. Es bringt doch nichts das Du dich hier verabschiedest, mit was bist Du durch?

    Schreib doch einfach auf was deine Probleme sind, ich lese es mir durch versprochen! Gestern war ich auch beim Arzt und hab mir pflanzliche Stimmungsaufheller verschreiben lassen weil mich meine Situation Zuhause und auf der Arbeit extrem runtergezogen hat, ich war wirklich schon depressiv.

    Mach es bitte so wie Lebensmut es geschrieben hat, schreib dir die Finger wund und lass es raus. Vielleicht können wir dir ja helfen. Bei mir war es auf jeden Fall der Alkohol der mich erst in diese Situation gebracht hat. Meine Probleme sind ja durch die Sucht entstanden die mich jetzt herunterziehen. Du musst aus dem dunklen Tal raus, versuch es bitte wenigstens.

    Und jetzt schreib mal bitte was Sache ist, wo der Schuh drückt, vielleicht können wir Dir helfen.

    Gruß Arno

  • Guten Morgen, es ist Zeit für ein neuen Lebensabschnitt, werde vieles hinter mir lassen und auch viele Leute verletzten und enttäuschen. Aber letztendlich geht es um mich, ich bin gesundheitlich angeschlagen und kann nicht weitermachen wie bisher. Fühlt euch alle gedrückt.

  • Hallo Seppel,

    ja es geht um Dich! Die Gesundheit kann sich wieder verbessern und hier findest Du Ansprechpartner bei Problemen. Mach Dich nicht fertig. Suche Dir noch zusätzliche Hilfe wenn Du es gerade so schwer hast.

    Fühle Dich auch einfach gedrückt.

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

  • Nein, keine Suizid Gedanken. Im Gegenteil, ein neues Leben und ich möchte nicht das irgendwelche Spuren von mir in dieses Forum führen. Ich habe mich hier sehr offen mitgeteilt und will auf keinen Fall das es auf mich zurückzuführen ist.

  • Alles Gute auf deinem Weg. Und danke für die Rückmeldung , die Aufmerksamkeit schien dir ja wichtig gewesen zu sein.

    Melde dich einfach wieder. Oder eben nicht. Das liegt komplett bei dir. Du weißt, wo du uns findest.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Nein, keine Suizid Gedanken. Im Gegenteil, ein neues Leben und ich möchte nicht das irgendwelche Spuren von mir in dieses Forum führen. Ich habe mich hier sehr offen mitgeteilt und will auf keinen Fall das es auf mich zurückzuführen ist.

    Ich verstehe es nicht ganz, aber das hört sich komisch an. Schämst du dich für dein "altes" Leben, der Weg in die Trockenheit ist doch der Weg in ein neues "glückliches" Leben, warum willst du das alles vergessen oder verstecken? Wir sind nun mal was wir sind und sollten das ja auch nicht vergessen wenn wir nicht wieder in der Spirale abwärts enden wollen.

    Denk bitte gut über alles nach und werf jetzt nicht einfach so hin, denn so klingt das für mich. Ich hab ja selbst schon mehrmals den Abgang (aus dem Forum) angekündigt und war bockig.

    Macht euch keine Sorgen, ich komme wieder, da bin ich mir leider sicher.

    So wie Du schreibst fällt es mir leider schwer mir keine Sorgen zu machen. Wenn Du dir "leider" sicher bist das du wiederkommst warum gehst du dann? Ich bin gesundheitlich auch angeschlagen, hab/hatte auch ein Stimmungstief und hatte auch schon des öfteren schwarze Gedanken. Das Leben ist aber schön und ich werde auf jeden Fall alles, wirklich alles, versuchen um wieder glücklich zu werden, das wichtigste hab ich ja schon erreicht, ich bin trocken, darauf muss ich jetzt versuchen aufzubauen. Ich/wir wissen ja nicht was deine Probleme sind und wenn du nicht mitteilst welche es sind kann Dir auch niemand helfen.

  • Moin,

    ich hatte eine ziemliche Anfangseuphorie und das war gut so, denn sie überzeugte mich davon, dass ich gerne nüchtern bin.

    Aber die Trockenheit löste längst nicht alle Probleme.
    Ich musste noch viel arbeiten und an meinem Leben ändern, bis ich nicht nur zufrieden trocken (damit meine ich, ich habe diese Entscheidung nie in Frage gestellt), sondern auch zufrieden mit meinem Leben war. Mehrere Jahre, falls Du mich fragst.

    Und trotzdem wäre das alles nicht möglich gewesen, wenn ich weiter gesoffen hätte. Erstens hätte ich das vermutlich gar nicht überlebt, und zweitens hätte ich vermutlich eine Menge Schnapsideen gehabt, was ich zur Lösung meiner Probleme anstelle.

    Fälle die richtigen Entscheidungen, damit meine ich die, mit denen Du leben kannst. Das wünsche ich Dir.

    LG LK

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Hallo ihr Lieben, ich habe das Gefühl es braut sich grade was zusammen, nicht akut, aber es baut sich was auf. Bin in einem Stimmungstief und sehe überall Intrigen und Verschwörungen gegen mich. Unwichtige Worte oder Hinweise nehme ich als Kritik und beschäftige mich damit zu lange. Das Grübeln hört grad nicht auf. Wichtige Entscheidungen stehen an und ich kann es nicht jedem Recht machen

    Heilandssack genauso ging es mir vor ein paar Tagen auch noch, bloß hab ich mir alles nicht nur eingebildet, das sprichörtliche Damoklesschwert war über mir und wichtige Entscheidungen mussten von mir auch getroffen werden.

    Hi Leute, kurzes Update zu mir. Ich bin am Arsch, ohne Alkohol, mit Alkohol, ich bin fertig. Ich war mir sicher es ist der Alk, ich war mir sicher ohne wird alles besser, nicht sofort, ich hatte Geduld, es liegt bei mir nicht am Alk, ich bin anscheinend schwer depressiv. Dachte die Abstinenz löst all meine Probleme, meine Abstinenz hat meine richtigen Probleme offen gelegt. Ich habe mich betäubt um die Probleme zu vergessen, die Probleme sind größer denn je, teilweise nicht lösbar.

    Wie es liegt nicht am Alk, ist das dein ernst? Die Probleme sind andere....also eins ist sicher, hätte ich nicht getrunken wäre ich jetzt höchstwahrscheinlich nicht in dieser Lage in der ich jetzt stecke. Was zum Teufel sind denn deine Probleme die nicht lösbar sind, sorry das ich ein bisschen emotional werde ich mein das nicht böse. Bist du sterbenskrank oder was ist los? Wer hat Dir denn gesagt das du schwer depressiv bist? "anscheinend" klingt nicht nach einem Arzt, ich war gestern auch beim Psychologen und hab mir Johanniskraut verschreiben lassen, der Termin stand schon länger, wegen meiner ganzen Probleme Zuhause und auf der Arbeit, wegen der Wohnungssituation und der Kinder bin ich auch in ein Loch gerutscht aus dem es anscheinend keinen Ausweg mehr gab und so richtig bin ich auch noch nicht draußen.

    Schreib doch bitte was los ist, nur so wage Andeutungen zu machen ist nicht gut, ich bin vermutlich nicht der einzige der sich Sorgen macht. Jetzt mal raus mit der Sprache, ich kann dich nicht verstehen wenn du nicht sagst was los ist.

  • Hey Seppel1986 ,

    für mich liest sich das auch besorgniserregend aber vor allem aber ziemlich kopflos.

    Ich hatte in meinem Leben mehrere meist schwere Depressionen. Und gerade in den ersten beiden schweren Depressionen hatte ich ähnliche Gedanken wie Du das ich eigentlich nur wollte, dass das aufhört und ich am liebsten einfach nur abgehauen wäre, um irgendwo neu zu starten. Natürlich hatte ich dabei auch die Vorstellung, wenn ich das so machen würde, dann wäre gleichzeitig alles wieder gut. Obwohl ich (unterbewusst) wusste das dies auf gar keinen Fall so sein würde.

    Denn eine Depression ist für die Zeit wo sie anhält eine sehr schwere Erkrankung. Von alleine wird da gar nichts gut. Also habe ich mir professionelle Hilfe geholt und wenn es gar nicht ging habe ich mich akut für längere Zeit in eine Klinik einweisen lassen oder selbst eingewiesen. Ich bin dann einfach in eine Klinik gegangen und habe gesagt das es mir rattenschlecht geht und ich sofort Hilfe brauche. Und auch bei meinem Therapeuten*innen war ich zuerst bei zweien wo ich die Therapie nach einer ganzen Zeit abgebrochen habe, weil ich zu instabil wurde oder weil sie mir nicht geholfen haben. Aber ich bin hartnäckig geblieben. Und während meiner zweiten schweren Depression bin ich dann an meine für mich sehr gute Therapeutin gekommen. Bei Ihr habe ich dann eine Verhaltenstherapie abgeschlossen, in der ich gelernt habe, wie ich mir in einer Depression selbst helfen kann und diese dann bewältigen kann. Das ist inzwischen Jahrzehnte her. Und ich hatte auch danach noch weitere Depressionen aber ich konnte mir bei diesen eben auch gut selbst helfen. Worauf ich hinauswill Depressionen sind eine schwere Erkrankung und es ist möglich eine Depression mit professioneller Hilfe zu bewältigen.;)

    Nun zu Dir. Du kannst vor einer Depression ebenso wie vor unserer Alkoholsucht nicht weglaufen. Du kannst Dich aus Beiden nicht rausschleichen oder sie verdrängen. Das Einzige, was Dir in einer Depression wirklich helfen kann, ist gute professionelle Hilfe. Das kann wie geschrieben eine Weile dauern bis es greift besonders bei einer schweren Depression aber es ist der einzige sichere Weg. Und wenn Du aktuell zu instabil bist lass Dich akut in ein Krankenhaus einweisen. Dort gibt es Profis für Akutintervention, das ist deren täglich Brot. Was Du jetzt nicht tun solltest, ist kopflos wegzurennen. Denn das hilft Dir überhaupt nicht bezüglich der Depression und gefährdet im hohen Maß Deine Abstinenz.

    Zu dem Schreiben hier. Du bist bezüglich Deiner Alkoholsucht als auch wegen Depression genau richtig hier in dieser SHG. Denn Saufen und Depressionen kommen gerne Mal im Doppelpack. Und deshalb kann ich mich nur den Rat von Anderen hier anschließen schreib über alles was Dich gerade bedrängt. Ich habe die Erfahrung gemacht das mir das geholfen hat, weil es mich gleichzeitig entlastet hat und mir geholfen hat meinen Kopf zu sortieren. Also was hast Du zu verlieren?

    Liebe Grüße Kazik

    ------------------------------

    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hartmut 26. März 2026 um 18:14

    Hat das Thema geschlossen.

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!