Wie geht das? Drogen sind Teil deines Umfelds aber du betreibst Risikominimierung?
Mein Umfeld besteht doch weiter aus ganz "normalen" Menschen. Es gibt einige trockene Alkoholiker*innen, auch welche die von anderen Drogen weg sind und auch welche die schlicht Alk oder Drogen nicht vertragen. Aber der Rest ist eben nicht süchtig.
Heißt die trinken oder nehmen auch mal etwas anderes, wenn Ihnen danach ist. Nur das machen sie eben, wenn wir verabredet sind nicht in meiner Gegenwart. So die Absprache (Regel). Und natürlich treffe ich mich nicht mit Ihnen an Orten, Veranstaltungen, Feiern, etc. bei denen Saufen oder konsumieren im Vordergrund steht oder dazu gehört. Aber ich denke, das sollte klar sein.
Heißt, ich bekomme nicht unmittelbar mit, wenn sie saufen oder konsumieren. Und damit bin ich safe. Die Welt ist ja nicht trockener geworden dadurch das ich nicht mehr trinke. Und es wäre für mich auch ein Risiko, wenn ich mir das einreden würde. Also ändere oder beeinflusse ich nur das, was ich tatsächlich in der Hand habe. Denn das ist Selbstschutz.
Ich genauso aber die Gefühle triggern und schwierig Gefühlen aus dem Weg zu gehen.
Wie geschrieben ich verknüpfe nix mehr mit Saufen (Sucht). Keine Gefühle, keine Situationen, keine Gedanken, keine Handlungen, keine Umgebung, etc.. Und wenn ich doch feststelle das irgendetwas dieser Dinge ein Problem (Risiko) darstellt dann ändere ich mein Verhalten so lange bis es kein Problem mehr darstellt.
Ich muss mit meiner Sucht den Rest meines Lebens leben. Also muss ich jetzt abstinent mein Leben so ändern, dass ich gut den Rest meines Lebens abstinent leben kann. Und zwar ganz konkret und praktisch und nicht nur in meinem Kopf. Weil es eine Notwendigkeit ist. Und weil ich mich im Zweifelsfall eben nicht darauf verlassen kann das mein Kopf immer mitspielt, denn ich bin ja weiter süchtig.