Chapa - Hallo

  • Du hast erkannt, wer dich da manipulieren will, die Sucht in Form deines Suchthirns, und selbst danach hat es nicht locker gelassen und wollte dich weich kochen.
    Du hast eine wertvolle Erfahrung gemacht und diese kann dich weiter stabilisieren.
    Gerade am Anfang ist die Gefahr gross. Mit der Zeit habe ich gelernt, den Unterschied zu erkennen. Das war ein wichtiger Schritt für mich.
    Das Suchthirn hat viele Gesichter, eines kennst du jetzt. Sei auf der Hut, denn das Suchthirn sammelt auch Erfahrungen, Erfahrungen mit dir.

    Hallo Nayouk24,

    so gesehen ist es wertvoll wie du schreibst. Mir kamen nach meinem Post von vorher ein paar Gedanken dazu. Mein Suchthirn wollte es mir gestern schmackhaft machen und ich habe mit ihm bis abends herum diskutiert. Wie mit einem kleinem Kind und jeder weiß, dass Diskussionen nichts bringen, sondern Entscheidung und Punkt. Das kann ich für mich jetzt mitnehmen aus der Situation. Es geht um Leben und Tod und da gibt es nix mehr zu diskutieren.

    Mir ist das gestern tatsächlich nicht in den Kopf gekommen und quäle mich Stunden mit Diskussionen ^^. Danke für das Lesen.

  • Mir ist das gestern tatsächlich nicht in den Kopf gekommen und quäle mich Stunden mit Diskussionen ^^. Danke für das Lesen.

    Hab das Gefühl, je öfter man solche Situationen bewusst erlebt und sich dann auch Gewahr wird, dass da gerade im Kopf gesabbelt wird, desto einfacher kann man das unterbinden.

  • Hab das Gefühl, je öfter man solche Situationen bewusst erlebt und sich dann auch Gewahr wird, dass da gerade im Kopf gesabbelt wird, desto einfacher kann man das unterbinden.

    Hallo Boss,

    ja auf jeden Fall. Und ich denke, bei jeder neuen Erfahrung nimmt man das Suchthirn mit.

    Lg Chapa

  • Neue Erfahrungen ohne Alkohol.

    Ich hätte nie gedacht, dass ich über den Weihnachtsmarkt laufen kann, glücklich und zufrieden bin der Situation bin. Bevor ich das gestern gemacht habe, war ich vorbereitet über mehrere Tage. Klar war, sollte ich an diesem Tag Unwohlsein verspüren oder den Drang haben zu trinken, gehe ich nicht. Ich hatte ein klares Bild und Ziel im Kopf. Den Weihnachtsmarkt verlasse ich nüchtern und mein Standartsatz ist: Heute nicht. Ja was soll ich sagen, ich bin überrascht. Ich habe mich auf das Essen und die Beleuchtung gefreut und das Highlight war, das ich an einem Stand einen leckeren hausgemachten Punsch bekommen habe und das auch noch in einer ganz anderen Tasse als der Glühwein. Zudem gab es an diesem Stand keinen Alkohol wie sich herausstellte. Ich hatte nämlich zweimal erwähnt, bitte ohne Alkohol und so kam ich mit dem Besitzer ins Gespräch, der mir dann erstaunt sagte, er verkauft keinen Alkohol und wir seien bisher die Einzigen die bei ihm den Punsch ohne Alkohol wollten. Der Punsch war wirklich lecker, aus einer Mischung von Orange, Zitrone, Ingwer und Minze. Ich hatte nicht das Gefühl von Verzicht, eher ein Gewinn. Jedenfalls ist das eine neue Erfahrung für mich. Und nicht zu vergessen, Kohle wurde dadurch auch weniger ausgegeben :). Glücklich und zufrieden sind wir dann nach Hause gefahren.

  • Ich hätte nie gedacht, dass ich über den Weihnachtsmarkt laufen kann, glücklich und zufrieden bin der Situation bin.

    Weißt du, dass Suchtdruck oder alte Erlebnisse aus der nassen Zeit nachwirken können? Zum Beispiel auch Besuche bei Veranstaltungen, auf denen man früher getrunken hat? Manchmal taucht das nicht am selben Tag auf, sondern erst später, einfach weil ein altes Muster nicht wie früher abgeschlossen werden konnte.

    Dann meldet sich dieser alte Automatismus. Früher hätte ich getrunken, jetzt verzichte ich. Genau dieser Bruch kann Wirkung zeigen – Saufdruck, Gedanken an Alkohol, die dann nicht sofort einordnen lassen.

    Ich selbst halte gar nichts von Konfrontationstherapie oder davon, mir Strategien auszumalen, wie ich mich in einem „nassen Umfeld“ verhalten könnte. Damit setze ich mir gedanklich wieder etwas in den Kopf, das schon in der nassen Zeit nicht funktioniert hat. Ich kann nie vorher wissen, in welchem emotionalen Zustand ich bin oder wie ich reagiere, wenn etwas Unerwartetes passiert.

    Und ja wenn wir empfehlen dass man ein Jahr lang bewusst auf solche Situationen verzichtet, hat seinen Grund.

    Es macht einen Unterschied, ob ich bewusst auf den Alkohol zugehe oder ob er mir unbemerkt begegnet. Das eine suche ich, das andere geschieht einfach. ;) Genau deshalb habe ich mir in der Anfangszeit alles, was vermeidbar war, vom Leib gehalten.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Weißt du, dass Suchtdruck oder alte Erlebnisse aus der nassen Zeit nachwirken können? Zum Beispiel auch Besuche bei Veranstaltungen, auf denen man früher getrunken hat? Manchmal taucht das nicht am selben Tag auf, sondern erst später, einfach weil ein altes Muster nicht wie früher abgeschlossen werden konnte.

    Dann meldet sich dieser alte Automatismus. Früher hätte ich getrunken, jetzt verzichte ich. Genau dieser Bruch kann Wirkung zeigen – Saufdruck, Gedanken an Alkohol, die dann nicht sofort einordnen lassen.

    Ich selbst halte gar nichts von Konfrontationstherapie oder davon, mir Strategien auszumalen, wie ich mich in einem „nassen Umfeld“ verhalten könnte. Damit setze ich mir gedanklich wieder etwas in den Kopf, das schon in der nassen Zeit nicht funktioniert hat. Ich kann nie vorher wissen, in welchem emotionalen Zustand ich bin oder wie ich reagiere, wenn etwas Unerwartetes passiert.

    Und ja wenn wir empfehlen dass man ein Jahr lang bewusst auf solche Situationen verzichtet, hat seinen Grund.

    Es macht einen Unterschied, ob ich bewusst auf den Alkohol zugehe oder ob er mir unbemerkt begegnet. Das eine suche ich, das andere geschieht einfach. ;) Genau deshalb habe ich mir in der Anfangszeit alles, was vermeidbar war, vom Leib gehalten.

    Hallo Hartmut,

    danke für deine Zeilen. Ja, wir wissen wahrscheinlich nie wie wir in gewissen Situationen reagieren, weil keiner in die Zukunft schauen kann.

    Wie meinst du das genau mit dem Muster, dass nicht abgeschlossen werden konnte von früher und das nachwirken kann? Weil ich habe täglich immer mal wieder Gedanken an das Trinken in gewissen Situationen. Ein paar konnte ich lösen woher es kam.

    Lg Chapa

  • Wie meinst du das genau mit dem Muster, dass nicht abgeschlossen werden konnte von früher und das nachwirken kann?

    In der nassen Zeit lief es bei mir immer gleich. Weihnachtsmarkt, Abschluss-Glühwein natürlich nicht nur einer. Das war fest ins Saufhirn eingebrannt, ein Ritual . Heute, wo ich trocken bin, schleicht sich genau dieses alte Programm wieder an und flüstert: „Da fehlt doch was.“

    Und das passiert nicht immer sofort. Manchmal kommt es zeitversetzt, Tage später, wie eine Erinnerung: „Du hast auf dem Weihnachtsmarkt etwas vergessen zu trinken.“ Da ich aber nichts mehr trinke, kann sich diese Erinnerung als Suchtdruck bemerkbar machen , einfach weil das alte Muster noch gespeichert ist.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • In der nassen Zeit lief es bei mir immer gleich. Weihnachtsmarkt, Abschluss-Glühwein natürlich nicht nur einer. Das war fest ins Saufhirn eingebrannt, ein Ritual . Heute, wo ich trocken bin, schleicht sich genau dieses alte Programm wieder an und flüstert: „Da fehlt doch was.“

    Und das passiert nicht immer sofort. Manchmal kommt es zeitversetzt, Tage später, wie eine Erinnerung: „Du hast auf dem Weihnachtsmarkt etwas vergessen zu trinken.“ Da ich aber nichts mehr trinke, kann sich diese Erinnerung als Suchtdruck bemerkbar machen.

    Ach jetzt verstehe ich das. Ich habe mich schon oft gefragt wo der plötzliche Suchtdruck herkommt. Jetzt verstehe ich wieso im ersten Jahr die Veranstaltungen gemieden werden sollen. Angenommen man hat es ein Jahr gemieden, das Suchthirn erinnert sich dann doch trotzdem bei so ner Veranstaltung oder?

  • Angenommen man hat es ein Jahr gemieden, das Suchthirn erinnert sich dann doch trotzdem bei so ner Veranstaltung oder?

    Nein, so einfach ist das nicht. Nur das erste Jahr „auszusitzen“ reicht nicht.;)

    Für mich war das erste Jahr dazu da, überhaupt stabil zu werden. Deshalb habe ich in dieser Zeit alles gemieden, was ich früher zum Saufen benutzt hatte , Feste, Feiern, bestimmte Orte oder bestimmte "Menschen." Die grundlegenden sichtbaren Triggerreize gemieden .

    Aber im Grunde ging es um mehr.

    In den ersten Jahren habe ich mir bewusst die Zeit genommen, mich neu zu orientieren und mir ein trockenes Leben aufzubauen. Ich habe die Zeiten neu besetzt, in denen ich früher gesoffen habe. Ich habe mir Aktivitäten gesucht, bei denen Alkohol keine Rolle spielte. Und das habe ich positiv gemacht, nicht als Pflichtprogramm und nicht als Abarbeiten irgendeiner Liste.

    Mit der Zeit hat sich dadurch auch mein Denken verändert. Bestimmte Feste oder Situationen tauchten irgendwann gar nicht mehr in meinem Kopf auf, weil sie einfach keine Bedeutung mehr hatten. Das Denken hat sich verschoben.

    Ich kann heute überall hingehen , aber eben nicht immer. Und genau das halte ich nach 18 Jahren immer noch so wie am Anfang.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Lieben Dank für deine ausführliche Antworten :). So ein Austausch hilft mir sehr. Das heißt ein Leben lang auf der Hut sein.

  • Das heißt ein Leben lang auf der Hut sein.

    Es ist einfacher, leichter und entspannter, als "man" sich das am Anfang vorstellt. Auch wenn es hier mal etwas härter zugeht, was den Austausch betrifft, ist es dennoch entspannter und hilfreicher, als bis zum Tod trinken zu müssen.

    Mein Tipp: Schreib weiterhin alles auf, auch die Kleinigkeiten. Selbst wenn es mal ganz leicht ist, reicht ein „Es war heute easy“ nicht aus. Hilfreich ist zu notieren, was genau easy war.

    Denn die Sucht ist wie so ein kleines „Einhörnchen“ – eigentlich wollte ich „Bitch“ schreiben, aber das passt hier nicht :saint::mrgreen:, das sich genau dort versteckt, wo es bequem ist. Und genau an diesen Stellen fängt sie an zu flüstern

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Ich sitze hier mit ner Tasse Kaffee und bin Fix und alle von gestern. Es ist zum Kotzen. Ich bin wütend und traurig zugleich. Ich habe keine Macht über die Sucht. Das will ich so nicht hin nehmen und doch, ich habe keine Macht darüber. Ich gebe auf dagegen anzukämpfen. Ich will nicht mehr kämpfen. Wenn ich Suchtfrei sein will, muss ich mich stellen. Ich stelle mich. Ich bin Alkoholikerin. Der ganze spirituelle Scheißdreck bringt mir nix, ich kann es mir einreden und schön reden. Vielleicht ist es der richtige Zeitpunkt, ich will leben und nicht mehr Überleben. Es ist noch nicht ganz leicht für mich, Tränen zuzulassen, zu weinen. Ich tue es gerade. Ich habe es gescheut wie das Weihwasser bisher. Weinen ist scheitern, so ist es in meinem Kopf. Ich gebe auf, ich kämpfe nicht mehr. Du wirst mich jedoch nicht mehr zurück gewinnen.

  • Guten Morgen Chapa, starte deinen Tag doch nicht so, das ist die reine negative Energie, also auch ein bisschen spiritueller scheixxdreck😬. Wie geht es Dir zuhause? Kommst Du klar mit der Situation mit deinem Mann, er trinkt doch noch wenn ich mich richtig erinnere.

    Vielleicht ist dass das eigentliche Problem was dir dein Leben gerade so schwer macht? Weinen ist keine Schande, ich hab auch schon desöfteren geweint und glaub mir wenn du mich kennen würdest, könntest du es schwer glauben das ich weine. Versuch an etwas positives zu denken, dein erstes halbes Jahr ohne Alk z.B.

    Lass dich jetzt bloß nicht hängen und halt noch ein bisschen durch, es wird besser, viel besser.

    LG R/no

  • Ich sitze hier mit ner Tasse Kaffee und bin Fix und alle von gestern. Es ist zum Kotzen. Ich bin wütend und traurig zugleich. Ich habe keine Macht über die Sucht. Das will ich so nicht hin nehmen und doch, ich habe keine Macht darüber. Ich gebe auf dagegen anzukämpfen. Ich will nicht mehr kämpfen. Wenn ich Suchtfrei sein will, muss ich mich stellen. Ich stelle mich. Ich bin Alkoholikerin. Der ganze spirituelle Scheißdreck bringt mir nix, ich kann es mir einreden und schön reden. Vielleicht ist es der richtige Zeitpunkt, ich will leben und nicht mehr Überleben. Es ist noch nicht ganz leicht für mich, Tränen zuzulassen, zu weinen. Ich tue es gerade. Ich habe es gescheut wie das Weihwasser bisher. Weinen ist scheitern, so ist es in meinem Kopf. Ich gebe auf, ich kämpfe nicht mehr. Du wirst mich jedoch nicht mehr zurück gewinnen.

    Guten Morgen Chapa,

    lass die Tränen zu. Ich habe diese Phase auch durchgemacht. Ich habe geheult wie ein Schlosshund und konnte mich in dem Moment nicht daran erinnern, wann ich überhaupt das letzte Mal geweint hatte. Natürlich will man nicht traurig sein, aber diese Tränen reinigen.

    Heute Mittag sieht die Welt wieder besser aus. Und Alkohol ist auf jeden Fall keine Option. Du schaffst es!

    GLG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

    Einmal editiert, zuletzt von Bibitor 66 (10. Dezember 2025 um 07:27) aus folgendem Grund: Tippfehler

  • Es ist noch nicht ganz leicht für mich, Tränen zuzulassen, zu weinen. Ich tue es gerade. Ich habe es gescheut wie das Weihwasser bisher. Weinen ist scheitern, so ist es in meinem Kopf.

    Also das weinen hat der Körper nicht umsonst. Ist wie Husten und niesen- es hat seinen Zweck. Wenn man weinen muss sollte man das auch tun,musste ich auch lernen. Einfach rauslassen, danach geht es einem besser!!

    Heute trinke ich nicht

  • Vielleicht wirkt der Vergleich auf den ersten Blick weit hergeholt, aber für mich lief der Ausstieg aus der Sucht tatsächlich wie ein normaler Trauerprozess ab. Erst kam die Verleugnung, dann die Wut, danach das Verhandeln, später die depressive Erkenntnis und irgendwann die Akzeptanz. Ich bin zwischen diesen Phasen ständig hin und her gesprungen, mal schneller, mal zäher, aber das Muster blieb gleich.

    Mein Kopf wollte nicht richtig, mein Denken und Wissen schon, aber am Ende zählte nur, dass ich in Bewegung geblieben bin.

    Es wird besser, wenn du es zulässt, und es wird wieder schlimmer, wenn du den Alkohol wieder zulässt.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Guten Morgen Chapa, starte deinen Tag doch nicht so, das ist die reine negative Energie, also auch ein bisschen spiritueller scheixxdreck😬. Wie geht es Dir zuhause? Kommst Du klar mit der Situation mit deinem Mann, er trinkt doch noch wenn ich mich richtig erinnere.

    Vielleicht ist dass das eigentliche Problem was dir dein Leben gerade so schwer macht? Weinen ist keine Schande, ich hab auch schon desöfteren geweint und glaub mir wenn du mich kennen würdest, könntest du es schwer glauben das ich weine. Versuch an etwas positives zu denken, dein erstes halbes Jahr ohne Alk z.B.

    Lass dich jetzt bloß nicht hängen und halt noch ein bisschen durch, es wird besser, viel besser.

    LG R/no

    Hallo R/no,

    mein Partner trinkt nicht mehr. Würde sonst nicht funktionieren. An zu Hause allgemein liegt es nicht.

  • Vielleicht wirkt der Vergleich auf den ersten Blick weit hergeholt, aber für mich lief der Ausstieg aus der Sucht tatsächlich wie ein normaler Trauerprozess ab. Erst kam die Verleugnung, dann die Wut, danach das Verhandeln, später die depressive Erkenntnis und irgendwann die Akzeptanz. Ich bin zwischen diesen Phasen ständig hin und her gesprungen, mal schneller, mal zäher, aber das Muster blieb gleich.

    Mein Kopf wollte nicht richtig, mein Denken und Wissen schon, aber am Ende zählte nur, dass ich in Bewegung geblieben bin.

    Es wird besser, wenn du es zulässt, und es wird wieder schlimmer, wenn du den Alkohol wieder zulässt.

    Das trifft es eher, wie ein Trauerprozess.

  • Ich habe keine Macht über die Sucht. Das will ich so nicht hin nehmen und doch, ich habe keine Macht darüber. Ich gebe auf dagegen anzukämpfen. Ich will nicht mehr kämpfen. Wenn ich Suchtfrei sein will, muss ich mich stellen. Ich stelle mich. Ich bin Alkoholikerin.

    Hallo Chapa,
    ich weiss nicht ob es dir klar ist, aber mit diesen Sätzen machst du einen riesigen Schritt nach vorne. Es ist die Kapitulation vor der Sucht. Ein Kampf gegen die Sucht ist aussichtslos. Wenn ich das erkannt habe, bleibt nur die Kapitulation. Ich verlasse den Ring und mit der Kapitulation wächst die Akzeptanz, da bist du gerade dabei, so lese ich dich gerade.

    Und dafür darfst du ruhig ein bisschen lieber zu dir sein, denn der Weg aus der Sucht ist kein Spaziergang, es ist anstrengende Kopfarbeit. Nüchtern bist du in der Lage diese Arbeit zu leisten. Achte auf dich und bleib dran, es lohnt sich so sehr.

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

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