Angler - Hoffnung kommt hoffentlich

  • Schade, dass manchen einfach zu spät im Leben kommt

    Das war der Satz der dem Fass den Boden ausschlägt, der hat mich echt auf die Palme gebracht! Hier antworten dir Leute die alle zu ihrer Sucht stehen und versuchen mit ihr klar zu kommen, dem einen fällt das leichter dem anderen nicht, du schreibst schade das die....,ich nehme an Einsicht, erst so spät im Leben kommt.

    Die Einsicht die du anscheinend gefunden hast auf deinem Weg nach Shangrila, durch dunkle Täler in denen das Firmament noch mehr auf deine Seele drückte, doch das Licht hat dich wieder zurück führt auf den richtigen Weg geführt, ich war, ich bin, ich weiß es nicht...doch ich stark Wein kann mich nicht bezirzen nur wenn ich will dann trinke ich.....usw.

    Dein Art zu schreiben wirkt unecht, du willst wie Goethe klingen aber das klappt nicht alles was du schreibst widerspricht sich. Als ich hier aufgeschlagen bin hab ich mich auch verändert, ich hab aber geschrieben das es mir Spaß macht etwas zu verändern was ich 40 Jahre hab schleifen lassen, bei dir wirkt alle aufgesetzt.

    Ich bin mir nicht sicher, entweder du hast keine Alkoholsucht oder du bist noch ganz nass, eigentlich denk ich inzwischen keins von beiden. Im Ernst kein Alkoholiker lässt eine Flasche Wein stehen, ich hatte bis zum Schluss alles noch im Griff, nach außen hin wohlgemerkt, aber Zuhause hab ich auch Fusel den ich nicht so gemocht hab mit Multisaft gemischt, wenn es schon zu spät war oder ich schon zu voll war um zum Supermarkt zu latschen.

    Alles aber wirklich alles widerspricht sich und das fällt mir schon lange auf, alles aber wirklich alles widerspricht sich, du bist jetzt nicht erst 5 Tage hier sonst könnte man ja sagen du bist noch durch den Wind. Beziehungsdramen oder Probleme haben/hatten hier auch viele, auch ich, aber selbst das klingt sehr nach Shakespeare für mich.

    Lass doch mal die Hosen runter und schreib in einfacher Form was mit dir geht, kein Shakespeare für Arme, sei jetzt bitte nicht sauer, ich musste das jetzt mal sagen ich glaub dir gerade kein Wort mehr.

    Gruß

  • Und ich weiß auch warum ich heute hier in dem Forum bin.

    Das mag jetzt hart klingen aber bei dem, was Du schreibst, weißt Du nicht, warum Du in einer Alkoholiker SHG bist. Denn Du schreibst die ganze Zeit so als wärest Du kein Alkoholiker.

    Und Du hast offenbar auch nicht verstanden, was der Sinn und Zweck einer SHG ist. Hier geht es um den Austausch von Erfahrungen. Sicheren Erfahrungen um stabil abstinent zu werden und zu bleiben.

    Und die Betonung liegt auf Austausch. Du tauschst Dich hier nicht aus, Du schreibst von Beginn an nur über die endlose Dauerschleife, in der Du Dich befindest, weil Du eine Depression hast. Und Du hast die völlig irrige Annahme das Du Dich mit Willen, Auseinandersetzung mit Dir selbst und Erkenntnis in einen Zustand versetzen kannst, in dem Du nicht mehr süchtig bist. Aber dieser Zustand wird ganz sicher nie mehr eintreten, weil eine Sucht eine unheilbare Krankheit ist. Aber das kannst und/oder willst Du offenbar nicht akzeptieren. Aber ohne Akzeptanz Deiner Sucht und ohne das Du bereit bist konsequent Dich selbst und Deine Abstinenz zu schützen sind die Aussichten das Du stabil abstinent bleibst gleich null. Und das meine ich nicht als Kritik oder Bewertung, sondern als Feststellung.

    Aber noch einmal zurück zu Dir, uns und diese SHG. Was Du schreibst, kann uns nicht erreichen, weil Du Dich in einer inneren Welt befindest, in der sich außer Dir niemand anderes hier befindet. Und wir können Dich nicht erreichen und Dir hilfreiche (praktische) Erfahrungen mitteilen, weil Du das in Deiner inneren Welt nicht zulassen kannst und/oder willst. Damit sind die Grenzen dieser SHG nicht nur erreicht, sondern weit überschritten. Und das wird sich nicht ändern so lange Du nicht einen Weg findest das zu ändern. Und deshalb bist Du hier in dieser SHG nicht richtig, sondern in meinen Augen völlig falsch.

    Wie geschrieben das mag sich für Dich hart anhören, aber Alkoholsucht ist eine sehr schwere Erkrankung die ungestoppt zu massiven Leiden und einem grauenhaften Tod führen. Und solange das bei Dir und vielleicht auch anderen nicht in aller Konsequenz eingeschlagen ist, bist Du hier völlig falsch. Du bist hier sogar eine Gefahr, weil Andere auf die Idee kommen könnten es Dir nachzumachen. Mit der gleichen Konsequenz das Ihre Aussichten stabil abstinent zu bleiben gen Null gehen.

    Und ganz zum Schluss. Das Thema Eigenverantwortung ist beim Stoppen der eigenen Sucht zentral und unabdingbar. Und so leid es mir tut ich kann bei Dir noch nicht einmal im Ansatz erkennen, dass Du Verantwortung für Deine Sucht übernommen hast. Und deshalb macht ein weiterer Austausch für mich tatsächlich keinen Sinn.

    In diesem Sinne alles Gute Dir.

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Guten Morgen Angler,

    Jetzt zieht aber bitte nicht die "Rute" ein, es kommt bei mir und vielleicht auch anderen so rüber als hättest Du die Weisheit in punkto Trockenheit mit Löffeln gegessen, der letzte Satz von dir hat es in sich gehabt "schade das andere erst so spät die Einsicht hatten" das klingt halt etwas abgehoben, vor allem ist es wie von Kazik schon erwähnt für Frischlinge die vielleicht noch nicht ganz im klaren über ihre Situation sind ein falsches Signal.

    Ich hatte selber schon solche Schnapsideen, das ich so stark bin, nein von mir selbst überzeugt bin, das ich über den Dingen stehe und die Ratschläge der Erfahrenen für mich nicht zutreffen, ich könnte meine Freunde am Lagerfeuer empfangen und sogar auch Bier servieren, ich glaub ich hatte den selben Quatsch im Kopf, entweder du erkennst das und schreibst mal was mit dir wirklich geht, den in deinem Faden ist von allem etwas dabei, vor allem aber der Eindruck das du selbst nicht richtig bescheid weißt ob du nun Sucht, Liebes oder psychisch krank bist.

    Wäre schön wenn du antwortest wir beißen nicht.

    Gruß R/no

  • Mal ein Beitrag "zur Güte".

    Da steht etwas falsch geschrieben, das Missverständnisse erzeugt:

    Angler hätte es in der Hand, dies richtig zu stellen. Ich ermutige dich, das zu tun!

    Schade, dass manchen einfach zu spät im Leben kommt

    Ich hatte den Satz so "interpretiert": Schade, dass manches einfach zu spät im Leben kommt.

    Und verstehe es so, dass Angler es bedauert, dass er diese Einsicht so spät gewann.

    Jeder darf natürlich lesen, was er will, sollte aber doch bei dem bleiben, was da geschrieben steht. Oder nachfragen.


    Eine andere Sache:

    Und deshalb bist Du hier in dieser SHG nicht richtig, sondern in meinen Augen völlig falsch.

    Lieber Kazik,
    so etwas empfinde ich nicht hilfreich, sondern destruktiv. Das lindern auch keine lieben Grüße am Ende.
    Ist nicht dein erster Versuch, sozusagen einen "Kopf zu fordern"… es obliegt glücklicherweise ausschließlich den Admins.

  • Ich hatte den Satz so "interpretiert": Schade, dass manches einfach zu spät im Leben kommt.

    Servus Oskar, sind aber auch nur Vermutungen, wenn man alles durchliest kann man schon den Eindruck bekommen das es so gemeint ist wie ich es verstanden habe, dieses Rätsel kann aber nur Angler selbst aufklären.

  • Vielleicht sollten wir hier alle mal wieder ein bisschen mehr aus unseren eigenen Erfahrungen schreiben und weniger darüber, wie der andere sein Leben sortieren müsste.

    Dann bleibt jeder schön bei sich, und wir müssen uns nicht gegenseitig erklären, wie man richtig atmet.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo,


    Sorry ich war aber mit den ganzen Behördengängen beschäftigt und gucke nicht immer rein.

    Der Satz war so zu verstehen, dass meine Erkenntnis erst sehr spät kam.
    Ich habe in den Beratungen und wo ich überall war eins gelernt: abstinent leben.

    Das habe ich auch über einige Jahre gemacht und auf einmal erwischte ich mich wieder und dachte: das kann doch nicht wahr sein.


    Das bei mir Alkohol nie ein Genussmittel war, wusste ich nicht. Ich hab immer geglaubt, ich trinke zu viel und irgendwann ist was kaputt gegangen und deswegen ist das so.

    Erst auf die Frage: Bin ich mit mir glücklich? Kam ein Nein. Der Alkohol hat immer das Innere überdeckt bis die Probleme größer wurden. Und im Rückgang betrachtet waren alle Probleme die ich hatte nur auf eines zurück zu führen: Alkohol. Meine vermeintliche Hilfe in einsamen Phasen war am Ende der wahre Grund, weshalb ich mich selbst verloren habe.


    Das meine ich damit, weshalb ich es heute anders sehe. Er hat mir nur geschadet und ich möchte nicht mehr von etwas bestimmt werden, was mir so viele Probleme bereitet hat.

    Ich habe leider zu spät das Muster durchschaut, als ich mich schon längst verloren habe. Ich habe in meinem selben nie gelernt eine eigene innere Stabilität auf zu bauen. Es war immer nur ein Gerüst was stark von außen abhängig war. Und da kam der Alkohol.
    10 Jahre habe ich jetzt getrunken, mit den 3 Jahren Pause inkl.

    Ich möchte mein Leben jetzt so weiterführen wie vor diesen 10 Jahren.

  • Hallo !


    Krass was du hier so schreibst. Ich habe echt Gänsehaut bekommen. So vieles kommt mir bekannt vor - inklusive dem Trinken wegen Kontaktabbruch bei einer Toxischen Beziehung in der ich eventuell auch noch stecke - ist gerade Beziehungspause.

    Auch deswegen hatte ich vor 17 Tagen einen Rückfall. Ich bin eigentlich seit Juli 2024 trocken gewesen - dann in Budapest Weihnachten 2025 ein einmaliger ausrutscher und nun leider im Februar ein Getränk, dann im März wieder zwei, drei und im April der völlige Absturz. Nun suche ich mir aber ebenso Hilfe - habe in 8 Tagen einen Termin beim sozialpsychiatrischen Dienst und gehe wieder zum blauen Kreuz. Ich bin mir bewusst alleine schaffe ich es sonst nicht.

    Ich bin bereit aufzuhören ohne wenn und aber. Aber leider gibt es halt manchmal trigger oder ich kann es nicht mehr greifen, dass ich dieser Teufel war der so trinkt bis er umkippt und zugepisst auf dem Boden einschläft. Es kommt mir vor als wäre das ein anderer Mensch und nicht ich - aber nein ich war das. Niemand hat mir das Gift in den Rachen gekippt oder mich gezwungen. Ich war es selber.

    LG Micha 44 Alkoholiker

    Alkohol löst Partnerschaften, Finanzen, den Arbeitsplatz, die Fahrerlaubnis auf...nur Probleme löst er nicht...

  • Aber leider gibt es halt manchmal trigger oder ich kann es nicht mehr greifen, dass ich dieser Teufel war der so trinkt bis er umkippt und zugepisst auf dem Boden einschläft. Es kommt mir vor als wäre das ein anderer Mensch und nicht ich - aber nein ich war das. Niemand hat mir das Gift in den Rachen gekippt oder mich gezwungen. Ich war es selber.

    Das ist die Sucht, sie verlangt nach ihrem Suchtmittel. Du bist nicht dieser Teufel. Ich dachte immer ich will saufen, habe aber gelernt es ist das Saufhirn das nach Alkohol verlangt. Ich wollte nicht saufen, ich musste weil ich süchtig bin

    Heute trinke ich nicht

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