Zuckerwatte_77 - Vorstellung

  • Hallo Dorothea,

    Es hilft mir tatsächlich sehr, dass du so direkt bist. Ich mag das und brauch das auch, glaube ich.

    Es ist nur der falsche Chat, weil ich mit meinem Mann noch das Problem mit häuslicher Gewalt habe, wenn er das erfährt mit meinem Alkohol Problem, das meinte ich.

    Ich hab total Bammel vor dem arzttermib morgen, ich hoffe er kann mir helfen!

  • Ach du liebe Güte, auch das Thema ist hier nicht fremd , auch wenn das hier kein bloßer Chat ist.

    Aber dazu benötigst Du zusätzliche Hilfe von außen, das ist richtig.

    Und kein "Vergehen" dieser Welt rechtfertigt häusliche Gewalt, schon gar nicht eine Sucht, die außerdem eine Krankheit und keine Charakterschwäche ist!

    Hast Du schon Kontakt zu Hilfseinrichtungen vor Ort aufgenommen? Auch die Telefonseelsorge kann Dir Hilfsmöglichkeiten aufzeigen.

    Bitte nicht aufgeben, es gibt auch für Dich Hilfe!

  • Hallo Rennschnecke,

    Ich bin froh, dass das Thema nicht fremd ist. Ich habe schon, wie ich letztes Jahr in der edit war, Kontakt aufgenommen mit diversen Hilfe-Foren.

    Kannst du mir vielleicht mal die links zu den Themen aus den Chats schicken?

    Ab wann darf ich denn im ‚öffentlichen‘ Bereich schreiben? Ich will ja abstinent werden!

    Einmal editiert, zuletzt von Linde66 (24. März 2026 um 19:50) aus folgendem Grund: Ort entfernt. Bitte auf Anonymität achten.

  • Liebe Zuckerwatte,

    auch ich habe Erfahrung mit häuslicher Gewalt. Ist sehr lange her, ich schreibe das vor allem, damit Du siehst, daß Du nicht alleine bist mit dem Thema.

    Ich könnte mir vorstellen, daß das Forum Dir in vielerlei Hinsicht gut tun wird. Nutze Deine Chancen!

    Alles Gute und liebe Grüße,

    Lila

    ☯ 𝒞𝒶𝓇𝓅𝑒 𝒹𝒾𝑒𝓂. 𝒞𝒶𝓇𝓅𝑒 𝓃𝑜𝒸𝓉𝑒𝓂. 𝒞𝒶𝓇𝓅𝑒 𝑜𝓂𝓃𝒾𝒶. ☯

  • Liebe Lila,


    Danke es tut mir gut zu wissen, dass ich nicht alleine bin mit dem Thema. Es gibt ja leider keine Foren für Frauen, die von häuslicher Gewalt und Alkohol betroffen sind.

    Ich werde das Forum nutzen, da bin ich mir sicher, es tut mir jetzt schon gut, zu schreiben!

    Bitte schreib mir, wie du von beidem weggekommen bist! Alkohol und häusliche Gewalt

    Liebe Grüße!

  • Das Forenteam
    2. November 2021 um 16:19

    Du kannst erst im offenen Bereich schreiben, wenn Du abstinent bist mit Freischaltung. Entweder mit oder ohne Arzt. Du hast ja morgen Deinen Termin beim Arzt, willst Du dann gleich durchstarten?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Bitte schreib mir, wie du von beidem weggekommen bist! Alkohol und häusliche Gewalt

    Es ist eine sehr lange und sehr alte Geschichte, ich versuche es für Dich zusammen zu fassen. Beim ersten Partner war ich noch sehr jung, hatte bescheuerte "Gewissenbisse" ihm gegenüber, da ich mich trennen wollte - obwohl er mich, besonders zum Schluß hin, fürchterlich behandelt hat. Wir haben damals beide gesoffen. Er hat dann Therapie gemacht, eine andere Frau kennengelernt und ich war froh: so musste nicht ich mich trennen, sondern er sich von mir. Damals kannte ich den Begriff der Co-Abhängkeit nicht, denke aber das geht in die Richtung.

    Dann hab ich, frei und ungebunden, Therapie gemacht und war für einige Jahre abstinent. Bis ich wieder einen Mann kennen gelernt habe ... die Geschichte hat sich wiederholt. Er alles mögliche konsumierend, im Rausch heftig gewalttätig. Ich wurde rückfällig. Auch da hab ich es erst nach der Trennung geschafft, wieder nüchtern zu werden.

    Jetzt, nach 30 und mehr Jahren bin ich ziemlich fassungslos, was ich mir so lange habe bieten lassen.

    Das ist wirklich eine sehr kurze Fassung. Ohne Entgiftungen und Therapien hätte ich es nicht geschafft abstinent zu werden. Viele Jahre ging es mir sehr gut. Daß es wieder zu Rückfällen hat Gründe. Um wieder auf einen abstinenten, guten Weg zu finden, bzw zu bleiben, bin ich, neben der ambulanten Therapie bei einem Suchtberater, in diesem Forum. Es hilft mir jeden Tag.

    Deine Situation ist anders, Dein Mann scheint nicht zu trinken, oder?

    Du wirst hier viele tiefgehende Beiträge finden wenn Du durch das Forum stöberst, kannst Dich detailliert austauschen. Ich wünsche Dir daß Du die Entgiftung machst und Dich auf den abstinenten Weg begeben kannst!

    Liebe Grüße,

    Lila

    ☯ 𝒞𝒶𝓇𝓅𝑒 𝒹𝒾𝑒𝓂. 𝒞𝒶𝓇𝓅𝑒 𝓃𝑜𝒸𝓉𝑒𝓂. 𝒞𝒶𝓇𝓅𝑒 𝑜𝓂𝓃𝒾𝒶. ☯

  • wir kriegen das gemeinsam hin, hier bekommst du auf ganzer linie unterstützung. rede morgen erst mal mit deinem arzt und sei einfach ehrlich. dann finden sich wege.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Kannst du mir vielleicht mal die links zu den Themen aus den Chats schicken?

    Das kann ich leider nicht, hab keine Betroffene konkret vor Augen. Außerdem sind wir ja noch im Vorstellungsbereich.

    Es gibt ja leider keine Foren für Frauen, die von häuslicher Gewalt und Alkohol betroffen sind.

    Weil das zwei verschiedene paar Schuhe sind. Du musst nicht trinken, weil Du häusliche Gewalt erlebst, sondern weil du süchtig geworden bist. Die Gewalt hat die Suchtentstehung (neben anderen Faktoren) höchstens begünstigt.

    Umgekehrt wird niemand zum Schläger, weil der Partner nicht "funktioniert", wie er soll. Das Problem liegt beim Schläger selbst.

    Deswegen kann es durchaus sein, dass Dir ein Forum speziell für Frauen mit Gewalterfahrung zusätzlich eine Hilfe sein kann.

    So wie ein Alkoholiker mit Depressionen sich zusätzlich Hilfe für seine Depris suchen sollte, auch wenn er hier einige ebenfalls doppelt Betroffene treffen mag. Verstehst Du?

  • Hallo Zuckerwatte ,

    Ich denke Du hast verschiedene Baustellen okay! aber das trinken ist ja eher deine Flucht in eine Scheinwelt ,wo du versuchst alles andere leicht zu vergessen . Nun ist es ja so das Du schon selber gemerkt hast das du die Kontrolle verlieren tust , dass hat schonmal ziemlich viel Energie gekostet aufzuhören und trotzdem bist du wieder an dem Punkt....ich denke mit den 1 bis 2 Gläsern ist ein Wunschdenken weil du eine Flucht suchst aus deinem Alltag . Es ist ja ne Strategie die du erlernt hast und die willst du nicht ganz los lassen weil sie kurz hilft auszuhalten und zu vergessen. Aber wie du siehst , kommst du immer wieder an den Punkt wo du nicht einfach mal 1 Glas trinkst ... Es sind 1 bis 2 Flaschen! Warum willst du dir diesen Stress antun den ganzen Tag oder die ganze Woche auf dass 1 Glas zu warten , damit es endlich in 1 Stunde wenn überhaupt gekippt ist .... ich könnte es nicht im Gegensatz zu anderen , also hab ich im Gedanken schon eine Abhängigkeit. Es ist viel Stress unbedingt weniger trinken zu wollen , es kostet Energie und davon viel. Bin ein Mensch der auch nicht ein bisschen Rauchen 🚬 kann .... ich rauche oder nicht .Und nach 2 Jahren fing ich wieder an ... wegen 1 Zigarette. Dann wollte ich zurück rudern zu 4 bis 5 am Tag.... ich habe nur immer gewartet auf den Moment, dann so genossen und noch schneller geraucht . Genauso ist es bei mir zumindest mit Wein oder Sekt ... ich kann nicht ein bissi trinken . Du solltest mit deinem Arzt gut zusammen arbeiten. Denn zu Hause brauchst du Ruhe und keine stressigen Umstände um gesund zu werden. Eine Therapie wäre in jedem Fall gut auch ambulant gut zu machen ... auch wegen der Gewalt daheim.

  • Liebe Teilnehmer, denkt bitte dran, dass wir uns noch im Vorstellungsbereich befinden.

    Morgen nach dem Arztbesuch kann uns Zuckerwatte berichten.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Das Forenteam
    2. November 2021 um 16:19

    Du kannst erst im offenen Bereich schreiben, wenn Du abstinent bist mit Freischaltung. Entweder mit oder ohne Arzt. Du hast ja morgen Deinen Termin beim Arzt, willst Du dann gleich durchstarten?

    Ich möchte heute gleich durchstarten. Ich habe nur unglaubliche Angst vor dem Entzug.

  • Hallo Zuckerwatte_77,

    Schön das du gleich durchstarten willst dass ist die beste Entscheidung 👍

    Vor dem Entzug brauchst du keine Angst haben. Ich habe das immer in der Klinik gemacht die kennen sich gut aus damit und man bekommt Medikamente die dass Ganze sehr viel erträglicher machen.

    LG Bingo

  • Ich würde den Entzug gerne diesesmal zu Hause machen. Hast du damit Erfahrungen? Kann ich die Medikamente auch zu Hause nehmen?

    Nun, wie geschrieben: Das hier ist der Vorstellungsbereich. Der eigentliche Austausch findet erst während einer überwachten oder nach einer Entgiftung statt. Ferndiagnosen oder eigene Einschätzungen bringen da niemanden weiter.

    Also: Geh zu deinem Arzt, kläre es ab, lass dir sagen, wo du stehst und gib hier kurz Bescheid. Dann sehen wir hier weiter.

    Die Angst kann ich gut verstehen – aber sie wird ja nicht weniger, wenn hier irgendwas in den Raum geworfen wird. Keiner kennt dich persönlich, und jeder bringt seine eigene Diagnose mit. Deshalb: erst abklären, dann reden.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Nur noch so viel: Ja, es gibt auch den ambulanten Entzug zu Hause in Absprache (und mit regelmäßiger Vorstellung) beim behandelnden Arzt, der ggf. Auch Medis verordnet.

    Bei mir war das so, ich konnte sogar arbeiten. Aber das hängt von der konkreten Situation ab.

    Wenn Dein Arzt Dir einen stationären Entzug anraten sollte, dann hat das medizinische Gründe. Du kannst ihm auch von Deiner Situation mit hauslicher Gewalt erzahlen, er hat Schweigepflicht.

    Vielleicht musst du gar nicht mehr nach Hause zurückkehren. In jedem Fall solltest Du Dir Kopien aller wichtigen gemeinsamen Dokumente sichern.

    Nur Mut, auch Du kannst es schaffen!

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