Amun - Es wird Zeit …

  • Den Kampf gegen den Alkohol habe ich jetzt zu "meiner Sache" gemacht

    Genau das darfst du dir nicht zur Aufgabe machen, keinen Kampf, lass es hinter dir und schau nach vorne. Den Kampf kannst du gar nicht gewinnen das hab ich auch lernen müssen und dann wird alles viel leichter, gibt den Kampfmodus auf es ist wirklich besser...

    Klingt am Anfang leicht ist aber so, wenn du gegen etwas ankämpfst gibt's du dem ja einen gewissen Stellenwert. Ich kann das nicht gut erklären und hoffe das jemand etwas dazu schreibt der es besser rüber bringt was ich meine, ich bin ja auch noch ein Frischling in gewisser Weise 😬

  • Den Kampf gegen den Alkohol habe ich jetzt zu "meiner Sache" gemacht

    Den Kampf hast du doch immer verloren – warum sollte Kampf jetzt plötzlich die Lösung sein? Hast du dir nicht schon oft vorgenommen, weniger zu saufen oder mal eine Pause zu machen, und bist am Ende trotzdem ratzevoll heimgekommen?

    Genau deshalb: Kampf bringt nichts. Am Ende gewinnt immer die Sucht.

    Die einzigen Wörter, die funktionieren, heißen Kapitulation und Akzeptanz.

    Dazu werden dir sicher noch andere etwas schreiben.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Vielleicht ist der Begriff "Kampf" auch nicht so wirklich glücklich gewählt 🙈. Das klingt tatsächlich etwas verbissen, und geradezu militant. So ist es aber nicht gemeint. Und so fühle ich auch im Moment nicht. Eigentlich fühle ich mich im Moment beim Thema Alkohol eher aufgeräumt und klar ...

  • Glückwunsch zum erledigten Entzug. Ein Anfang ist gemacht. Bleib dran, NUR FÜR DICH. Stoisch geradeaus, nur nach vorn schauen. Analyse später (leicht gesagt … zumindest aber unbedingt Gedankenkarussell(s) stoppen).

    Die Entzugsphase las sich eher leicht/glatt bzw. du schriebst wenig Details; Schlafprobleme bereits erledigt - erstaunlich. Wie geht es dem Kopf (Sinne, Denken, Merken, Stimmung)? Die graue/weiße Masse braucht viel länger als der Restkörper. Aber das ist bei jedem anders.

    Klarheit
    Im Rückblick: Nach etwa einem halben Jahr hatte ich das Gefühl, ein Weichzeichnungsfilter sei vom Objektiv geschraubt worden. Die Veränderungen waren in den ersten Wochen bis ca. 2-3. Monat am stärksten, danach immer feinere Nuancen, über ein Jahr hinaus.
    Ich rede nicht von Handlungsunfähigkeit/starker Einschränkung - das war bei mir zu keinem Zeitpunkt der Fall - sondern von wirklicher Klarheit und Schärfe des Denkens. Und von innerer Ruhe!
    (Heißt auch: weitreichenden Entscheidungen besser aufschieben.)

    SHG
    Probiere es aus. Mehrmals - schärft erst Blick/Gefühl. Gerade weil du auch Einsamkeit erwähntest. Außerdem ist es mMn. eine wichtige Erfahrung, sich in persona zu öffnen und nicht nur anonym-online.
    Ich war nur 3x da, habe aber schnell einen Kontakt zu einem Freund aus dieser Gruppe gefunden, der sogar gleich bei mir um die Ecke wohnt. Ist keine Freundschaft, aber verlässlich; ein zusätzliches "Sicherungselement".

    Therapie
    Ich habe null Erfahrung und kenne Psycho*x nur privat. Heißt, ich bin "ohne alles" stabil trocken geworden und zufrieden. Nur meine Erfahrung, keine Empfehlung. Finde ggf. Erfordernis für dich heraus. Ggf. später, wenn Ort klarer.

  • Diese zwei Wochen waren eine körperlich und geistig extrem anspruchsvolle Zeit.
    Ich vermute die nächsten Wochen werden sicherlich nicht leichter werden. Aber der Anfang ist gemacht 👍

    Immer an die vielen Vorteile denken. Ich geniesse sie sehr. Fehlen tut mir nichtsm bin einfach nur froh

    Heute trinke ich nicht

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!