Amun - Es wird Zeit …

  • Kann es eine Art Suchtverlagerung sein? Warum so viel Kaffee? Hast du es mal mit weniger versucht und geschaut was deine Panikattacken dann machen?

    Hast du schon einen leckeren Ersatz zu Trinken gefunden? Tee, Wasser etc. Oder irgendwas was gut schmeckt?

  • Wiedererwartend haben sich meine Stimmungsschwankungen nicht wirklich gebessert. Eher habe ich das Gefühl das meine diversen Ängste irgendwie präsenter/ aufdringlicher geworden sind. Manchmal schrappen meine Gedanken schon extrem knapp an Panikattacken vorbei. Also alles in allem nicht so prickelnd.

    Hallo Amun, was verursacht denn die Panikattacken, ist es die Ungewissheit wegen der drohenden Scheidung oder der Mögliche Verlust des Hauses?

    Du bist wirklich erst ganz am Anfang, wenn ich mich richtig zurück erinnere ging bei mir da auch alles drunter und drüber. Ich hab auch jetzt noch Bammel oder vielleicht ist es inzwischen auch Respekt, vor meinem "neuen Leben" .

    Ich hab damals immer eine bis zwei Dosen Energy plörre am Tag getrunken was auch nicht gesund war, ich hab keine Ahnung aber ich glaube nicht das du dir darüber, also den Kaffee, keine Gedanken machen musst.

    Ich hab wieder extrem mehr geraucht fällt mir da ein.

  • Mein Kaffeekonsum hat sich auf 7 bis 8 Tassen täglich gesteigert. Ich vermute dass auch das nicht unbedingt für die Stimmungsschwankungen förderlich ist. Wie ist/ war das bei euch? Hattet ihr auch das Gefühl, dass sich die Psyche eher geschwächt fühlt durch zu viel Koffein?

    Ja, auf jeden Fall. Schon alleine das der Schlaf schlechter wird

    Kaffee deutlich reduzieren! Putscht zu sehr auf.

    Und danach das Kaffeeloch, genau das Gegenteil, erschöpft, lustlos und am nächsten Morgen schlechte Laune ohne Kaffee

    Ich hab auf ein bis zwei Tassen reduziert und nicht nach 18 Uhr.

    Ich nicht mal mehr Mittags da ich Abends schlecht einschlief

    Heute trinke ich nicht

  • Guten Morgen 🙋‍♂️

    Wahrscheinlich habe ich mehr Kaffee als eine Art Suchtverlagerung benutzt. Eigentlich habe ich schon immer viel Kaffee getrunken, aber das in den letzten Tagen war schon recht heftig. In den letzten zwei Tage habe ich die Menge auch wieder drastisch heruntergefahren. Damit sind dann auch die Kopfschmerzen verschwunden. Somit würde ich vermuten, dass die Kopfschmerzen durch den vielen Kaffee entstanden sind. Da ich eigentlich Wasser sehr gerne trinke, ist das jetzt mein neues Lieblingsgetränk geworden 👍

    Die Ängste und Panikattacken werden sicherlich mit der Beziehungskrise und meiner ungeklärten Zukunft zusammenhängen. Diese Ängste werden auch so schnell nicht verschwinden. Nur sollte es sich in einem vernünftigen Rahmen halten.

    Also Danke für eure Erfahrungen mit Kaffee und anderen Energiegetränken. Eure Einschätzungen decken sich im Grunde mit meinen …

    Zum Thema Alkohol: bis jetzt spüre ich weiterhin keinen Suchtdruck. Wenn ich rausgehe vermeide ich natürlich Orte wo exzessiv getrunken wird. Wenn am Nebentisch mal ein paar Bierchen zum Essen getrunken werden, triggert mich das nicht. Aber die Veranstaltungen die hier am langen Pfingstwochenende im Dorf stattfinden werde ich natürlich meiden.

  • Bei Ängsten und Panik kannst du versuchen, mit gängigen Entspannungstechniken bzw. Bewegung in der Natur gegenzusteuern. Und rein gedankenmäßig durch bewusstes vorübergehendes Aufschieben bzw. Aufspalten der einzelnen Konfliktfelder.

    Du hattest als angestrebtes Ideal Amor Fati erwähnt. Die Dinge annehmen, als Herausforderung ansehen. Voraussetzung dafür ist stoische Gelassenheit.

    Die Trinkmenge (Tee/Wasser) war bei mir eine ganze Weile lang ziemlich extrem. Pegelte sich dann wieder ein.

    Spoiler anzeigen

    Tee war mir ca. ab Monat 3 bis vor einer Weile eine gute Hilfe. Habe viele Sorten ausprobiert und zeitweise heftig mit der Menge übertrieben. Eine Zeit lang dachte ich, aha, das ist also meine neue Sucht ... oder eher orale Ersatzbefriedigung… Hat sich inzwischen aber wieder gut einreguliert.

    Also mir kam das 1-2 Monate lang wie gieriges Teesaufen vor (da nehme ich bewusst mal das Wort; nie beim Alk so erlebt). Ich dachte mir, einfach mal 'ne Weile das System richtig gründlich durchspülen... Allgemein habe ich mich in den ersten Monaten wenig gezwungen und vieles einfach laufen lassen.

    Meine "Beschäftigung" mit Tee tat ich sehr bewusst: Als Ausgraben/Vertiefen meines alten Interesses, als Mittel zum Um-/Überschreiben meiner Trinkgewohnheiten durch ein andere Ritual und womöglich zeitweise der Tee als Surrogat (hat sich eingepegelt). Und als eigene Belohnung nach drei Monaten: schöne chinesische und japanische Teeschalen und Zubehör, erinnert mich täglich auf angenehme Art an meine Veränderung.


  • Auch ich habe in der Anfangszeit deutlich mehr Kaffee rein gekippt. Das mag ein Stück weit eine Verlagerung sein. Mit der Zeit, ich schätze mal so nach ca. 3 Jahren sank er dann auf ein für mich erträgliches Maß von ca. 500-600ml täglich. Und kein Kaffee nach 17.00 Uhr, damit ich auch vernünftig schlafen kann.


    Dies nur als kleiner Fingerzeig. Nach der exzessiven Saufphase mussten sich Körper und Seele wieder neu justieren und das dauerte in jederlei Hinsicht ein ziemliches Weilchen.

  • 2 Monate Abstinenz sind geschafft 💪

    Freib*** für alle. Neeee ne … wat ihr wieder denkt 😅 … Freibrause für alle, natürlich ☝️

    Kurzer Zwischenstand: der Schlaf hat sich mittlerweile verbessert. Nachdem ich den Kaffee auf 3 bis 4 Tassen heruntergefahren habe, kann ich meistens durchschlafen. Die Stimmungsschwankungen sind auch etwas besser geworden, wenngleich sie leider immer noch spürbar vorhanden sind. Aber nicht mehr so heftig wie noch vor einiger Zeit.
    Also, alles in allem möchte ich gerade nicht klagen. Nächster Halt: 3 Monate.

    Einen schönen Mittwoch …

  • Hallo Amun,

    herzlichen Glückwunsch zu 2 Monaten Abstinenz.
    Und schön, dass sich dein Schlaf gebessert hat und sich die Stimmungsschwankungen verringert haben.

    Auf den nächsten Halt mit Saft!


    LG

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