Jane1 - Antwort Co Abhängigkeit

  • Jane, bitte schreibe hier in Deinem Thread weiter und nicht bei Fragen an einen Alkoholiker, damit es übersichtlich und in Deinem Thread bleibt.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Und Du glaubst, wenn Du die Dynamik verstanden und "angemessen" reagiert hättest, hättest du etwas bewirken können? Nein, s. O.

    Er wird schon ( in lichten, ehrlichen Momenten) wissen, was er tut, kann sich aber anscheinend ein Leben ohne Alk nicht vorstellen. Da hilft auch kein "Kämpfen", weder von Dir noch von ihm.

  • Ich habe schon verstanden dass ich nichts mehr bewirken kann.. Es gehört zu meinem abgrenzungsszenario wo ich den hebel auf akutes notfallsystem wegen meiner Instabilität umstellen muss um selbst so zu reagieren auf mein aktuelles Umfeld dass ich nicht unter meiner Emotionalität zerbrechen, ich empfinde meine eigene Unruhe- mein eigenes abgegrenztes Krankheitsbild schlimmer als die a hängigkeit meines Partners, von mir aus nenn es Verlustangst , ja die hab ich, er wird sterben und ich hab die Möglichkeit nicht unvorbereitet zu sein wenn dass eintrifft sich abzeichnet, wenn ich informiert.. gewarnt bin.

  • Ich kenn deinen Partner nicht und ich hab keine Ahnung, wie er zum Saufen gekommen ist.

    Ich bin so aufgewachsen, dass jeder Erwachsene trinkt und die, die es nicht tun, sind komisch.
    Mein Elternhaus war trinkfreudig, und ich mochte die Wirkung, ich war gerne besoffen.

    Es hat mich auch nie gestört, weil ich so ein bisschen Kater weggesteckt habe. Und in meinem Freundeskreis bin ich damit nicht aufgefallen, weil da alle sehr trinkfreudig waren.

    Also ich hab das wie mit der Muttermilch aufgesogen und es waren letztlich erst Frauen, die sich an meiner Sauferei gestört haben.
    Und auch Saufdruck kannte ich erst, als ich versucht habe, gerade wegen dem Beziehungsärger zu reduzieren.
    Was auf der anderen Seite dazu führte, jetzt war ich brav, jetzt hab ich ein paar Tage weniger, also hab ich mir das verdient, da hatte sie doch was sie wollte und sollte mich machen lassen, wie ich wollte. Da kann sie doch nicht meckern, wenn ich saufe, ich war doch ein paar Tage nüchtern..

    Vorher bin ich mit völliger Selbstverständlichkeit einfach jeden Tag zum Saufen gegangen, ohne groß drüber nachzudenken.
    Das war so normal wie Essen und Atmen.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Sorry hab auf den falschen trend geantwortet Lebenskünstler.. du bist meinem partner extrem ähnlich und ich bin sehr froh dass du mit mir schreibst, und mir das so sagst...ich suche einen Ersatz für das Loch dass er hinterlässt wenn er geht abwesend ist egal ist... das gefühl dass er mich nicht mehr liebt oder etwas für mich empfinden KANN beschäftigt mich sehr..?

  • Ich bin mit meiner Frau nur zusammengegangen, weil sie wusste, dass ich saufe. Wir waren öfter die letzten in unserer Stammkneipe. Das hatte sie nicht davon abgehalten.
    Aber es hat sie dann gestört, wie viel es war und dass ich wirklich jeden Tag angesoffen war, die ersten 6 Jahre unserer Beziehung. Sie war eben auch sehr verliebt und fing an zu kämpfen.
    Und ich wusste da schon aus früheren Beziehungen, dass es deswegen immer Ärger gibt und dass ich deswegen aber nicht aufhören kann.

    Für mich war das einfach so, kein Rausch, kein Spaß am Leben. Und ich war schon immer ein ziemlich risikofreudiger Mensch, der gerne in den Abgrund guckte. Ich war schon immer ein Grenzgänger, der es gefährlich mochte. Das Risiko hat mich nicht abgehalten.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Das hab ich hier in meiner eigenen Vorstellung geschrieben, am einfachsten liest Du das

    Lebenskuenstler
    7. Januar 2025 um 17:46

    Aber das heisst noch lange nicht, das Andere deswegen auch aufhören. Ich habe auch schon einige Drogen- und Alkoholtote erlebt.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Ersatz für die Leere, die er hinterlässt wenn er trinkt, wenn er stirbt, wenn ich mich von der gemeinsamen Zukunftsperspektive , von der verlorenen liebesfähigjeit meines Partners verabschiede ..

    Einmal editiert, zuletzt von Jane1 (8. Juli 2026 um 19:17)

  • Aber Du suchst jetzt hoffentlich keinen neuen Trinker zum Vielleicht-Retten?

    So abgedroschen es klingen mag, aber die Leere in Dir kannst Du nur selbst füllen. Und bedingungslose Zuneigung findest Du am sichersten bei einem Haus- oder Pflegetier, wenn Du Tiere magst - ist zumindest meine bescheidene Lebenserfahrung aus bald 6 Jahrzehnten. (Bin Alkoholikerin mit Co-Erfahrung).

    Auch ein Ehrenamt (ohne Retterimpuls) kann zu einem erfüllten Leben beitragen.

    Du scheinst ja schon einiges mitgemacht zu haben. Hast Du da therapeutische Unterstützung?

  • Hallo Jane,

    ...ich suche einen Ersatz für das Loch dass er hinterlässt wenn er geht abwesend ist egal ist... das gefühl dass er mich nicht mehr liebt oder etwas für mich empfinden KANN beschäftigt mich sehr..?

    Und

    Ersatz für die Leere, die er hinterlässt wenn er trinkt, wenn er stirbt, wenn ich mich von der gemeinsamen Zukunftsperspektive , von der verlorenen liebesfähigjeit meines Partners verabschiede ..

    Wie meinst du das? Was denkst du, was ein Ersatz für dich ist?

    Gruß Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Ich möchte euch von gestern abend berichten: es kamen wieder die Worte er hat sich gedacht dass er heute wieder zu Freunden fährt (Bier trinken) komplett nix sagen viel mir natürlich schwer.. ich habs wieder mit dem Mittel versucht ihm davon zu überzeugen mit mir den Abend zu verbringen, weil er ja sowieso den Rest des Woche mit ziemlicher sicherheit wieder unterwegs sein wird.. er blieb bei mir, davor hat er aber mit einem anderen freund am nachmittag ein bier getrunken.. Es blieb auch dabei .. obwohl er mir erzählt hat das er nach der Arbeit schon mit dem Kollegen eines trinken wollte, wozu es aber dann nicht kam.. ich habe ihm erzählt von diesem forum und ihm gesagt dass ich die geschichte vom Lebenskünstler echt gut fand und sie ihm wahnsinnig gern vorlesen würde, zuerst hat er gleich beim 2. Satz abgeblockt, dann konnte ich ihn überreden, er schaffte es bis zur Hälfte sich die Geschichte anzuhören, dann sagte er ich solle aufhören, er beginnt mich zu hassen, wenn ich so was mache hasst er mich abgrundtief und ja schilderte seinen Hass auf mich.. danach kamen Erklärungen, der lebenkünstler der hat ja Schnaps getrunken und das bier wie wasser gesoffen, der ist viel schlimmer als ich gewesen... das kann man nicht vergleichen. Ich habe dann nicht mehr weiter darüber gesprochen.

  • Hallo Jane,

    scheinbar gast du die Regeln des Forums nicht gelesen:

    Zitat

    Da wir auf dieser Internetseite eine psychische Erkrankung zum Thema haben, ist Verschwiegenheit und Diskretion eine unbedingte Notwendigkeit. Trage also nichts von dem, was du hier liest, nach außen.

    Da es ein Vertrauensbruch gegenüber dem ganzen Forum ist, wirst du von mir erst einmal für eine Woche gesperrt.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

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