Ich möchte mich vorstellen.
Ich habe in Laufe der letzten 2 Jahre eine starke Abhängigkeit entwickelt und stecke einfach nur fest. Mein Leben besteht aktuell nur noch aus Scham, Angst und Wut auf mich selbst.
Ich möchte mich vorstellen.
Ich habe in Laufe der letzten 2 Jahre eine starke Abhängigkeit entwickelt und stecke einfach nur fest. Mein Leben besteht aktuell nur noch aus Scham, Angst und Wut auf mich selbst.
Hi Nadine, gut, dass du uns gefunden hast und dir Gedanken über deinen Alkoholonsum machst.
Hier bei uns im Forum findest du viele hilfreiche Tipps aus einem großen Erfahrungsschatz.
Du bist also Alkoholikerin und möchtest aufhören zu trinken?
Lieber Gruß,
Hera
Ich bin abhängig, ich trinke im Durchschnitt alle drei Tage und das manchmal so extrem das ich davon einen Filmriss habe. Ich möchte für immer aufhören mit dem Teufelszeug. Heute habe ich bei der Suchtberatung für nächste Woche einen Termin vereinbart. Ich habe immer wieder ein schlechtes Gefühl gegenüber meiner Familie, aber ich weis einfach nicht wie ich aus der Sucht schaffe.
Bei deinem Vorhaben, für immer mit dem Trinken aufzuhören, können wir dich unterstützen, dein erster Schritt, dich hier anzumelden, war richtig und wichtig.
Hast du Schwierigkeiten, dich als Alkoholikerin zu bezeichnen? In unserer Selbsthilfegruppe tauschen sich ausschliesslich bekennende Alkoholiker aus.
Ich habe kein Problem mich als Alkoholiker zu bezeichnen, immerhin ist das eine Tatsache.
Das fällt tatsächlich nicht jedem leicht, bzw. schwer, es zu akzeptieren. Wobei man sich für eine Krankheit niemals schämen muss.
Wann hast du denn das letzte Mal getrunken?
Vor über einer Woche. Aber der Saufdruck ist immer noch sehr stark vorhanden. Ich habe auch schon mich von meinen Arzt wegen den Entzugserscheinungen untersuchen lassen nun muss Freitag nochmal zur Kontrolle hin.
Sehr gut, dass du beim Arzt warst und er deine Entgiftung begleitet. Ein kalter Entzug kann lebensgefährlich sein.
Da du schon über eine Woche abstinent bist, bekommst du direkt den Bewerbungslink für den offenen Bereich.
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.
Dann wird dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschoben.
Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Nadine.
Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.
Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.
Viele Grüße
Hera
Artikel
Grundbausteine für ein nüchternes Leben
Viele Menschen, die alkoholabhängig sind, wünschen sich, nicht mehr trinken zu müssen. Dieser Wunsch schwankt emotional – mal ist er stärker, mal schwächer und hängt oft von den Umständen ab, unter denen der Betroffene seiner Sucht nachgeht.
Das Forenteam
Es lohnt sich, wenn du dich an unseren Grundbausteinen orientierst, Nadine. Da stehen alle relevanten Dinge drin, die für deine Abstinenz hilfreich sind - vor Allem am Anfang.
Ich habe immer wieder ein schlechtes Gefühl gegenüber meiner Familie, aber ich weis einfach nicht wie ich aus der Sucht schaffe.
Hallo Nadine!
Das schlechte Gefühl oder Gewissen gegenüber meiner Familie hatte ich auch, jahrelang und zum Ende hin wurde es immer größer.
Doch dann habe ich, so wie du jetzt auch, den ersten Schritt getan und habe das erste Glas (oder besser die erste Flasche) stehen gelassen und eben nicht mehr getrunken. Schritt für Schritt.. und aus Tagen wurden Wochen und aus Wochen wurden Monate und aus Monaten sind es nun bald zwei Jahre geworden.
Bleib dran, es lohnt sich und es wird mit der Zeit auch leichter, heißt der Suchtdruck verringert sich mit der Zeit. Und hier kannst du von vielen Erfahrungen anderer User lesen, wie sie mit ihren Suchtdruck umgehen und welche Strategien sie haben.
Achso eins noch: Herzlich Willkommen hier in unserer Selbsthilfegruppe!
LG KW
Wieviele Anläufe habt ihr gebraucht bis ihr trocken wart?
Ich habe akzeptiert, dass ich Alkoholiker bin.
Habe kapituliert und weiß, dass ich nicht mehr trinken kann. Mit fortschreitender Trockenheit wurde mir noch viel mehr klar und bald wollte ich auch wirklich nicht mehr trinken. Nicht in Form von "ich wehre mich dagegen" sondern "ich möchte es nicht". Das Gefühl betrunken zu sein, dieses Gefühl wenn ich Gift in meinen Körper schütte.
Wieviele Anläufe habt ihr gebraucht
Nun ja. Mein erster Anlauf läuft jetzt seit bald 5 Jahren. ![]()
Der Plan ist, dass er erst endet wenn ich die Radieschen von unten sehe.
Und bis dahin lebe ich mein Leben so glücklich wie es mir möglich ist.
Denn das klappt jetzt sehr viel besser.
Hallo Nadine88,
willkommen hier im Forum.
Scham und Angst haben mich viele Jahre davon abgehalten, den ersten Schritt zu wagen.
Die Erkenntnis, Alkoholikerin zu sein und mir Hilfe zu suchen und anzunehmen waren Grundvoraussetzung, den abstinenten Weg zu gehen. Suchtberatung, Hausarzt, Selbsthilfegruppe real und online sind meine wichtigsten Stützpfeiler geworden.
Entscheidend ist, dass ich den Weg gegangen bin, weil jeder weitere Versuch, hätte mein letzter sein können.
Die Alkoholsucht ist eine tödliche Krankheit. Das musste ich mir bewusst machen und die Spirale ging nur noch abwärts, auch wenn bis dato alles immer noch funktioniert hat bzw. ich funktioniert habe. Es war aber kein ( schönes) Leben mehr.
Bleib dran und komm hier gut an. Hier ist immer jemand für Dich da ( wenn auch zeitversetzt).
Danke für die lieben Worte. Heute lese ich mich erst einmal ein und versuche herauszufinden wie die Plattform funktioniert.
Wieviele Anläufe habt ihr gebraucht bis ihr trocken wart?
Ich frage mich gerade, warum dich ausgerechnet das als deine erste Frage interessiert? Würde das was an deinem Entschluss ändern?
Ich hatte einige „unfreiwillige“ Trinkpausen, aber dann war es mir wirklich ernst damit und seitdem habe ich das erste Glas stehen gelassen…
Ich würde auch noch zwischen „abstinent“ und „trocken“ sein unterscheiden, aber ich will dich nicht gleich am Anfang damit verwirren.
Hier gibt es wirklich viel zu lesen, zu Beginn habe ich mir hier förmlich die Nächte um die Ohren gehauen.
LG KW
Ich habe panische Angst wieder rückfällig zu werden. Mein Entschluss bzw. meine Entscheidung steht fest.
Für mich bedeuten „abstinent“ und „trocken“ ich will für immer auf Alkohol verzichten und mich ändern.
Hast Du Dir bereits die Grundbausteine durchgelesen?
Hallo Nadine,
auch von mir ein herzliches Willkommen.
Nun, ich habe mal vor über 20 Jahren fast ein Jahr lang keinen Alkohol getrunken. Damals war ich aber noch nicht soweit, wirklich mit innerer Überzeugung dauerhaft abstinent zu leben.
Ende letzten Jahres hatte ich den Punkt erreicht, dass ich so nicht mehr weiter leben möchte.
Ich suchte mir Hilfe und lernte mit Hilfe dieses Forums, meine Sucht als lebenslange unheilbare Krankheit zu akzeptieren, die ich nur durch lebenslange Abstinenz stoppen kann.
Ich lernte, dass Alkohol kein Gegner ist, sondern einfach nur eine Substanz, die mich krank macht und langsam, aber sicher tötet, so wie eine Prise Arsen im täglichen Tee.
Und ich lernte, dass nur Nichttrinken allein nicht reicht, dass ich neue zufriedenstellende Verhaltensweisen benötige, die dauerhaft an die Stelle des Alkoholkonsums treten.
Nun bin ich seit knapp 11 Monaten trocken. Und ich fühle mich gut. Ich fühle mich stabil, bleibe aber achtsam.
Im Ergebnis war mein wirklich ernsthafter erster Anlauf im November 2026.
Ich wünsche dir einen regen, für dich hilfreichen Austausch.
LG Kyra
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